Ohne Wenn und Aber

Pfarrgemeinde Liebfrauen Hennef-Warth

Liebe Besucherinnen und Besucher unserer Weihnachtsgottesdienste,als die Bundesregierung gemeinsam mit der nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina die Einschränkungen für den härteren Lockdown erarbeitet hat, der vor genau einer Woche begonnen hat, wurden die Gottesdienste der katholischen und evangelischen Kirche ganz bewusst ausgespart. Noch vor zwei Wochen bekannte Lothar Wieler, der Leiter des Robert-Koch-Instituts, dass er regelmäßig Gottesdienste besucht und sich in den Gottesdiensten auch sicher fühlt.Das ist Ihnen allen zu verdanken. Sie haben, wenn Sie in den letzten Monaten die Gottesdienste besucht haben, immer alle Auflagen beachtet, haben Abstand gehalten, Maske getragen, zuletzt auch auf den Gemeindegesang verzichtet und sich schon lange vor Weihnachten vorangemeldet. Sie haben, wenn Sie sonntags um 11 Uhr in die Warth gekommen sind, Wind und Wetter getrotzt und oft bitterlich gefroren, nur um dabei zu sein, wenn Christus uns im Gottesdienst die Zusage gibt, dass er auch in diesen schweren Tagen bei uns ist. Sie haben gezeigt, wie rücksichtsvolles Handeln in Gemeinschaft auch unter Coronabedingungen möglich ist. Deshalb sind die Gottesdienste in Gemeinschaft nach wie vor erlaubt.Ihr und unser Verhalten ist nun in den letzten Tagen unter einen unerträglichen Druck geraten. Dem Shitstorm gegen die genehmigten und erlaubten Präsenzgottesdienste haben sich in der Zwischenzeit auch zahlreiche Reporter, Kommentatoren und Politiker angeschlossen. Sie wollen uns dazu bewegen, Sie alle wieder auszuladen, und sie zeigen damit, dass sie uns und Ihnen nicht vertrauen. Es ist zutiefst unchristlich, unmittelbar vor Weihnachten den geplanten und sicheren Gottesdienstbesuch als unverantwortliches Handeln gegen die Nächstenliebe an den Pranger zu stellen. Dieselben Menschen, die jetzt empört auf uns zeigen und unser unchristliches Verhalten beklagen, lamentieren seit Monaten öffentlich, dass die Kirche in dieser Krise untergetaucht sei und versagt habe.Für jeden Gottesdienst, ob präsent oder am Fernsehgerät oder Computer, für jeden Krippenbesuch und jeden Hausgottesdienst gilt ohne Unterschied: Es ist gut, dass wir da sind. Es ist gut, dass wir das Kommen Gottes in unsere Welt feiern, die Gott so sehr braucht – und heute mehr als sonst. Mit unseren gemeinsamen Gottesdiensten, in Präsenz und in Distanz, setzen wir ein Zeichen der Hoffnung. Und wann immer wir uns zum Gebet versammeln, schließen wir alle in unser Gebet mit ein, auch jene, die nicht oder nicht mehr verstehen, warum uns das so viel bedeutet.Bitte verzichten Sie nach der Messe darauf, noch zusammen zu bleiben, sondern gehen Sie direkt nach Hause und verzichten Sie nach den Gottesdiensten auf persönliche Festtagswünsche. Es dient der Sicherheit von uns allen. Und bitte bleiben Sie zuhause, wenn Sie sich krank fühlen, auch, wenn Sie angemeldet sind. Dennoch gilt: Alle unsere Seelsorger, Musiker, Lektoren, Küster, Kommunionausteiler und Ordnerdienste heißen Sie zu unseren Gottesdiensten in oder neben den Kirchen ganz herzlich willkommen. Lassen Sie sich das nicht so kurz vor dem Fest ausreden. Es ist gut, dass Sie da sind.Ihr Pastor Christoph Jansen
Pfarrgemeinde Liebfrauen Hennef-Warth

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