„Die Hoffnung stirbt zuletzt.“

Schaut man in unseren Tagen mit wachen Augen in die Welt, erlebt man wahrscheinlich alle Arten von Gefühlen: Von «hoffnungslos» bis «Es wird sicher besser». Ohne Hoffnung können wir nicht leben. Was aber gibt es zu hoffen? Welche Hoffnung liegt im Glauben?
Wie sagen wir so schön: „Die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Das ist zwar nicht falsch, doch irgendwie riecht es ein bisschen nach billiger Vertröstung, wenn man nichts anderes mehr zu sagen hat. Hoffen kann man ja immer, egal auf was, ob begründet oder nicht. In unserem Sprachgebrauch ist die Hoffnung oft mit einer vagen Vermutung oder mit schlichtem Wunschdenken verknüpft: „Hoffentlich regnet es morgen nicht.“ oder „Ich hoffe, diesmal gewinne ich im Lotto.“
In der Bibel wird Hoffnung anders verstanden. Das griechische Wort elpis kann mit »freudige Erwartung« übersetzt werden. Das Grundgefühl ist hier ähnlich wie bei einem Kind, das sich am Weihnachtsabend auf die Bescherung freut. Die Geschenke liegen ja bereits unter dem Baum, sie sind gewiss. Die biblische Hoffnung nimmt das Gute, das kommt, bereits vorweg. Ja mehr noch, der Hoffende freut sich jetzt schon auf den Guten, der kommt, Jesus Christus. Die christliche Hoffnung knüpft sich an die Verheißung eines neuen, befreiten Lebens, mit Jesus an unserer Seite. Er hat den Bann des Todes gebrochen und somit unserer Hoffnung einen festen Grund und Anknüpfungspunkt gegeben (1. Petrus 1,3). Unser Leben bekommt Perspektive und die Hoffnung wird zur Erwartung. Denn als Christen hoffen wir nicht grundlos, sondern gestützt auf Gottes Zusagen. Deshalb spricht der Apostel Paulus vom „Gott der Hoffnung“: „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, dass ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ (Römer 15,13). Gott selbst gibt in Jesus Anlass zur Hoffnung. Von ihm geht Freude und Friede aus und erfüllt das Leben des Glaubenden. Wer hofft, glaubt dem Versprechen Gottes, er rechnet mit seiner Nähe und seinem Beistand in jeder Lebenslage und lebt aus der Zuversicht, dass Gott sein gutes Wort wahr macht. Deshalb haben wir allen Grund zur Freude, denn die Hoffnung siegt zuletzt.

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