«Früher war alles besser»

Sprüche 7,10: Frage nicht: „Warum war früher alles besser als heute?“ Damit verrätst du nur, dass du das Leben noch nicht kennst.

War früher alles besser? Schauen wir uns einige Fakten an:

  • Oft höre ich die Klage: Alles wird teurer! In Bezug auf Nahrungsmittel stimmt diese Aussage nicht. Heute geben wir etwa 11% unseres Einkommens für Nahrungsmittel aus. Vor 100 Jahren waren das über 50%.
  • Manche schimpfen über faule, freche und undisziplinierte Jugendliche. Auf einer Keilschrift aus Ur vor über 4000 Jahren steht: „Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.“ Hört sich das irgendwie vertraut an?
  • ‚Abzockerei‘ ein Thema, das in der vergangenen nationalen Abstimmung die Gemüter erregte. Wir empören uns über Manager, die 500 Mal mehr verdienen als einfache Angestellte. Ich bin keinesfalls für solche Missstände, aber es ist kein neues Phänomen. Pilatus, der römische Stadthalter zur Zeit von Jesus erhielt ein Jahresgehalt von 75‘000 Denaren. Das ist das 300-fache eines Legionärs. Cicero, ein römischer Anwalt und Politiker, brachte es auf 150‘000 Denare.
  • Wir beschweren uns über unsere Gesellschaft, deren Religion Sex, Geld und Macht sein soll. Waren die Umstände vor 2000 Jahren wirklich besser, als Jesus Christus seinen Fuss auf die Erde setzte? War die Situation der ersten Christen wirklich besser? Sie verkündeten die Gute Nachricht von Jesus Christus in einer heidnischen Bevölkerung. Sie mussten mit Verleumdung, Verfolgung, Gefängnis, Folter und Tod rechnen. In der Bibel können wir sehen, dass die Gesellschaft von damals keineswegs moralischer war als heute und auch die Gemeinde in Korinth damit zu kämpfen hatte. Auch sie waren Kinder ihrer Zeit.

Unsere Voraussetzungen und Zustände mögen um und in uns wirklich bedenklich sein. Sie sind aber nicht besser oder schlechter als zu anderen Zeiten. Der Mensch ändert sich nicht wesentlich. Er kämpft mit seinen Bedürfnissen und Lebensumständen. Die Frage ist wohl die, wie wir uns in der Situation, in der wir stehen, verhalten.

Klagen wir und wünschen uns das Früher zurück, in dem nur scheinbar alles besser war? Ich glaube, das hilft für die Gegenwart nicht wirklich weiter.

In der „Stillen Zeit“ eröffnete Gott eine neue Blickrichtung, die mir Mut und Hoffnung gibt für den Alltag. Eine Blickrichtung, die aus dem Klagen und Verharren in der Ohnmacht reisst. Eine Blickrichtung, die glauben lässt, dass Veränderung möglich ist. Wer möchte es wissen, was eine neue Sicht verschafft?
1. Mose 18,14: Ist für den Herrn irgendetwas unmöglich? Nächstes Jahr um die verabredete Zeit komme ich wieder, dann hat Sara einen Sohn.
Eine fast 100-jährige Frau, die ihr ganzes Leben unfruchtbar war, bekommt einen Sohn! Gott, für den nichts unmöglich ist, den möchte ich ins Visier nehmen und nicht vergangenen Zeiten nachtrauern.
Mit Gott ist auch heute nichts unmöglich! Es gibt Hoffnung für die Gegenwart!

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