‚Genugtuung‘ und ‚Stellvertretung‘

„Die Begriffe ‚Genugtuung‘ und ‚Stellvertretung‘ müssen sorgfältig definiert und gehütet werden, denn sie können unter keinen Umständen aufgegeben werden. Das biblische Evangelium der Sühne ist, dass Gott sich selbst Genüge tat, indem er selbst an unsere Stelle trat. Demnach lässt sich sagen, dass das Konzept der Stellvertretung sowohl im Kern der Sünde als auch im Kern des Heils ist. Denn das Wesen der Sünde ist, dass der Mensch an die Stelle Gottes tritt, während das Wesen des Heils darin besteht, dass Gott an die Stelle des Menschen tritt. Der Mensch lehnt sich gegen Gott auf und stellt sich selbst dorthin, wo nur Gott zu sein verdient, Gott opfert sich für den Menschen und stellt sich selbst dahin, wo nur der Mensch zu sein verdient. Der Mensch beansprucht Vorrechte, die nur Gott zukommen; Gott nimmt Strafen auf sich, die nur dem Menschen zukommen.“ (John Stott)

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