„Gebt uns einen festen Grund, auf dem man stehen kann!“

Was sollen wir denen sagen, die äußerlich und innerlich erschüttert zu uns kommen mit der Klage: „Alles ist uns zerbrochen: das Vertrauen zu den Menschen, das Vertrauen zu uns selber. Unser Leben, einst mit stolzen Hoffnungen angefangen, hat uns bitter enttäuscht.“ Was sollen wir den jungen Leuten sagen, die, von der Unruhe dieser Zeit ergriffen, hierhin und dahin laufen? Hinter ihrem oft wunderlichen Wesen, ihren verzerrten und verkrampften Worten und Gedanken verbirgt sich doch nur diese eine Sehnsucht: „Gebt uns einen festen Grund, auf dem man stehen kann!“ Wo ist die Gewissheit, die uns Ruhe gibt? Was sollen wir unserm eigenen Herzen sagen, wenn es, von Schuld und Schicksal hin- und hergerissen, immer wieder schwankend werden will, wenn auch da, wo der Glaube eine Macht wurde, der Zweifel wieder Raum gewinnt und die Niederlagen und Enttäuschungen unsre Müdigkeit zu einem Nebel werden lassen, den wir nicht mehr durchstoßen können? Ich weiß nur einen Rat: dass wir uns unverwandt an die Tat Gottes halten, die so fest und klar ist wie die Ewigkeit – an das Sterben und Auferstehen Jesu Christi. (Friedrich von Bodelschwingh)

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