„Sprungbrettpredigt“

„Bei der ›Sprungbrett-Predigt‹ liefert der Text nur die Stichworte, die wie leere Gefäße behandelt und mit beliebigem Inhalt gefüllt werden. Ihre Bedeutung im Zusammenhang bleibt unberücksichtigt. Dem biblischen Anspruch: »Predige das Wort!« – und das heißt homiletisch gesprochen: das vorliegende Bibelwort, den konkreten Predigttext! – wird so nicht mehr genügt. Es muss meiner Ansicht nach in aller Klarheit gesagt werden: Der schriftgemäße Charakter einer Predigt entscheidet sich an der einfachen Frage, ob der Prediger seinen Gedankengang von der Schrift bestimmen lässt oder ob er die Schrift nur braucht, um seine eigenen Gedankengänge zu unterstützen. Ob eine Predigt ›schriftgemäß‹ ist, ist mithin eine andere Frage als die, ob ihr Inhalt allgemein biblisch, ›evangelikal‹ und rechtgläubig ist.“
Helge Stadelmann (Prof für PT an der FTH – Freie Theologische Hochschule Gießen

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