Tag des Friedhofs

Angela Merkel stirbt. Sie kommt direkt in den Himmel und weil sie viel gegeben, eine wichtige Person des öffentlichen Lebens ist, kommt Petrus sofort zu ihr und meint: „Angela, du hast viel für die Menschen getan, vor allem hast du große Opfer gebracht. Du selbst bist in deinem Leben oft zu kurz gekommen. Und deshalb werden wir dir die Wahl geben. Einen Tag darfst du in die Hölle, einen Tag darfst du in den Himmel und danach darfst du wählen, wohin du willst.“ Petrus geht mit Angela. Sie fahren hinab, erster Tag in die Hölle und sie trifft viele Freunde, die begrüßen sie, sie spielen Golf, sitzen am Swimming-Pool, Wellness, all das was zu wenig war in ihrem Leben, aber auch Restaurants, essen, trinken, Musik. Der Teufel ist total nett, immer entspannt dabei. Ein schöner Tag. Am nächsten Tag kommt Petrus wieder und sagt: „Jetzt gehen wir in den Himmel.“ Das ist genauso, wie man sich das vorstellt, wir Menschen im Himmel. Wolken, Harfen, Gesinge, Halleluja. Jeder für sich, alles harmonisch. Aber etwas öde. Angela geht es ihr auch gut und einen Tag später kommt Petrus und fragt: „Hast du dich jetzt entschlossen?“ Sagt Angela Merkel: „Ja, obwohl das Paradies ganz schön ist, möchte ich lieber in die Hölle, du weißt ja, ich bin immer da, wo sich was tut.“ Petrus nimmt sie mit, wieder nach unten, klopft an die Tür, die Tür geht auf, zwei Hände ziehen Angela hinein und in einer Sekunde ist sie verschwunden. Steht sie da, mitten in der Wüste, quälende Hitze, kein Wasser. Freunde tragen schwere Säcke, zerrissene Kleider, müssen Mist und Unrat sammeln. Der Teufel kommt, gibt Angela auch so eine, so eine Jute-Tüte und sagt, dass sie jetzt auch anfangen soll, Unrat und Mist zu sammeln. Fragt Angela Merkel völlig verwirrt: „Wo ist der Golfplatz, das Restaurant, die netten Leuten, das Schwimmbad und wo ist die Musik?“ Antwortet der Teufel: „Gestern war vor der Wahl, heute ist nach der Wahl.“
Der Tod ist am Ende immer der Stärkere. Er kommt, wie er will. Er fragt uns nicht. Er fragt nicht, was wir wollen, wir können nicht wählen, er macht, was er will. Am Ende ist der Tod immer der Stärkere. Auf eine gewisse Weise müssen wir alle zutiefst davon überzeugt sein, dass das so ist. Und es ist auch allgemein herrschende Meinung, so du nichts weißt von Heilig Geist und über dich hinaus. Am Ende ist der Tod der Stärkere. Wie groß der Anteil dessen ist, dass wir auch davon überzeugt sind, das merkt man daran, dass wir allzu gerne den Tod verdrängen. Er würde auch unsere Alltagsbewegung und Alltagswirken aus dem Takt bringen, uns verunsichern, im Alltag verdrängen wir ihn. Wir sprechen nur über ihn, wenn er sich in unser Leben drängt.
Wie wir mit dem Sterben fertigwerden, ist uns wichtiger, als wie wir den Tod besiegen. Sokrates überwand das Sterben. Christus überwand den Tod als ἔσχατος ἐχθρὸς (1. Kor 15, 26; Anm.: „der letzte Feind“). Mit dem Sterben fertigwerden bedeutet noch nicht mit dem Tod fertigwerden. Die Überwindung des Sterbens ist im Bereich menschlicher Möglichkeiten, die Überwindung des Todes heißt Auferstehung. Bonhoeffer 27. März 1944:

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