Verzicht zur Ehre Gottes

Eric Liddell war ein ungewöhnlicher Läufer. Wenn er läuft, dann wirft er seinen Kopf immer nach hinten und fängt an, mit seinen Armen dabei zu rudern. Das schaut vielleicht recht lustig aus, ist aber nicht wirklich hilfreich. (An dieser Stelle den Laufstil von Eric vormachen)
Die meisten Läufer nehmen ihre Arme leicht an den Körper und sie behalten sie auch dort, damit der Wind keine so große Angriffsfläche hat. Aber trotzdem war er sehr schnell. Desto schneller er mit seinen Armen gerudert hat, desto schneller ist er dann irgendwie geworden.
Bei den Olympischen Spielen gab es beim Laufen verschiedene Disziplinen. Da gab es 100 Meter-Läufe, 400 Meter-Läufe, Hürdenläufe, Staffelläufe und so weiter. Und Eric war ein 100 Meter-Läufer. Er war ein Sprinter. Das heißt, er konnte über eine kurze Zeit sehr schnell laufen. Und jetzt soll er an den Olympischen Spielen teilnehmen. Und natürlich trägt er sich für seine Disziplinen ein. 100 Meter laufen vor allem. Denn da ist er ja am besten.
Bei den Olympischen Spielen ist es so, dass es immer auch Proben gibt, damit jeder einmal den Ablauf kennen lernt und sich auch dafür qualifiziert, laufen zu dürfen.
Kurz bevor sie zu den Olympischen Spielen nach Paris aufbrechen, bekommt Eric seinen Terminplan für die Probeläufe und die Turnierläufe zugeschickt.
Was stand drauf? Sonntag stand drauf. Seine Probeläufe finden alle am Sonntag statt.
Eric war ein wenig geschockt, aber seine Antwort stand fest: NEIN, Am Sonntag lauf ich nicht. Der Sonntag ist der Ruhetag Gottes. Zu seiner Ehre will Eric da auch Ruhe machen und in den Gottesdienst gehen. Daher ist Eric nie an einem Sonntag ein rennen gelaufen. Gottes Ehre ist wichtiger als ein Rennen.
Und alle anderen waren von seiner Entscheidung schockiert. Die Medien haben ihn als Verräter dargestellt, der für sein Land nicht laufen will. Sie haben gesagt: Er hätte in dieser Disziplin eine Goldmedaille für unser Land holen können. Und nun will er nicht laufen. Nur weil der Probelauf an einem Sonntag ist. Sie haben versucht ihn dazu zu bringen doch noch am Sonntag zu laufen. Doch Eric ist hart geblieben. Nein, am Sonntag laufe ich nicht. Der Sonntag ist ein Ruhetag zu Gottes Ehre. Also hat er sich für den 400 Meter-Lauf eingetragen.
Aber ein Sprinter wie Eric war es gewohnt, kurze Zeit sehr schnell zu laufen. Wenn ein Sprinter weit laufen sollte, dann ist er am Ende zu langsam geworden. Denn niemand konnte so lange (400m) sprinten.
Und doch hat Eric es geschafft. Der Wettkampf bei den olympischen Spielen in Paris 1924 ist bekannt. Er ist gelaufen und gelaufen und er kam als erster ins Ziel. Gott hatte ihm die Kraft gegeben, so lange so schnell zu laufen. Niemand hat das gedacht – es war unlogisch. Und jetzt war er plötzlich kein Verräter mehr, sondern ein Held.
Matthäus 6,33 Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!

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