Die Verklärung Jesu

Raffael (Raffaelo Santi, 1483-1520): Die Verklärung Christi. Vatikanische Museen, Rom (Eigene Aufnahme)

Matth. 17,1-9
Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören!Mt. 17,5
C.S. Lewis hat geschrieben, dass wir, wenn wir die zukünftige, himmlische Herrlichkeit eines Christen im Hier und Jetzt sehen würden, zutiefst versucht wären auf unsere Knie zu fallen und ihn anzubeten. Federführend Petrus, mit Jakobus und Johannes, haben aber nicht die himmlische Gestalt eines „normalen“ Gläubigen, eines Sohnes Abrahams, gesehen. Sie wurden Zeugen eines Vorgeschmacks der Herrlichkeit Jesu Christi – der Logos, Alpha und Omega, vollkommenes Opferlamm, ewiger Hohepriester und Sohn GOTTES ist.
Während Jesus mit den Vertretern des alten Bundes, im Hinblick auf das Gesetz (Mose) und die Propheten (Elia), sprach, sind Petrus die Augen gehalten, um über den geistlichen Tellerrand zu blicken. Jesus wusste um den Auftrag des Vaters, dass sein Werk nicht hier oben am Berg sondern dort unten am Kreuz vollbracht werden sollte. Und der Vater ließ keinen vernebelten Blick zu. Wie auch zuvor bei der Taufe, bestätigte der Vater die Sohnschaft Jesu, seinen Auftrag und sein GOTT-Sein. In Jesus erfüllt sich das Gesetz und die Propheten (Mt. 5,17), in Jesus ist der neue Bund verankert (Mt. 26,26-28) und in Jesus ist das Ja auf alle Verheißungen GOTTES (2. Kor. 1,20).
Hast du diesen Jesus schon erkannt?
Bleib nicht im Nebel deiner eigenen Vorstellungen über Jesus, sondern lass deinen Blick auf den Sohn GOTTES durch das Wort klar werden. Hebe deinen Blick auf Jesus allein. von Stefan Januar 25, 2020 https://www.wortzentriert.at/lehre/kurzandachten/die-verklaerung-jesu/

Gott ist kein Add-on

Bei Computerprogrammen gibt es sogenannte „Add-ons“. Das sind optionale Zusatzprogramme, die das Hauptprogramm um bestimmte Funktionen erweitern. Sie sind häufig ganz nützlich, aber nicht notwendig für das Funktionieren des Hauptprogramms.
Ein wesentliches Problem unserer säkularisierten westlichen Gesellschaften ist aus meiner Sicht, dass wir Gott wie so ein optionales Add-on behandeln. Er kann, so meinen wir, ganz nützlich sein für den, der bestimmte Zusatzfunktionen im Leben braucht, sei es Trost in schweren Stunden, einen spirituellen Erweckung, oder sogar die Aussicht auf ein Weiterleben angesichts des nahenden Todes. Das Leben an sich aber funktioniert auch ganz gut ohne das Add-on Gott. Das Hauptprogramm benötigt die Ergänzung nicht…
Wenn es Gott aber tatsächlich gibt, einen Gott, der diese Bezeichnung wirklich verdient, dann müssen wir völlig anders von ihm denken. Dann ist er nämlich kein optionales Add-on, sondern dann ist er das Betriebssystem, ohne das im Computer überhaupt nichts läuft. Das Betriebssystem ist die Basis für alles andere, es gibt den Rahmen, die Sprache, die Abläufe aller anderen Elemente vor. Und wenn ein Programm richtig funktionieren soll, dann muss es sich an die Vorgaben des Systems halten, alles andere führt unweigerlich ins Chaos.
Genauso sieht es die Bibel. Sie bezeichnet den, der sein Leben ohne das Betriebssystem Gott führt, als Narren, als Dummkopf. „Die Toren sprechen in ihren Herzen: ‚Es ist kein Gott‘. Sie taugen nichts; ihre Treiben ist ein Gräuel; da ist keiner, der Gutes tut“ (Psalm 14,1). Umgekehrt ist das Rechnen mit Gott, die Beachtung des Betriebssystems, die Voraussetzung für ein gelingendes Leben: „Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang“ (Psalm 111,10). Wir täten gut daran, zu dieser Grundeinsicht zurückzukehren: dass das Leben nur dann richtig gelebt werden und gelingen kann, wenn wir die Basis, die Rahmenbedingungen, die Vorgaben beachten. Nur so lässt sich Chaos vermeiden bzw. Ordnung wiederherstellen. Die Basis ist Gott. Denn er ist kein Add-on. Er ist das Betriebssystem. Kurt Igler

Ich glaube; hilf meinem Unglauben! – Gedanken zur Jahreslosung

Der Bibelvers aus dem Markusevangelium (Mk 9,24) versetzt uns direkt hinein in das Gespräch Jesu mit einem hilfesuchenden Vater (Mk 9,14-29). Jesus interessiert sich für dessen schwer kranken Sohn und fragt genauer nach. Der Vater verdeutlicht die Schwere der Krankheit und ergänzt „Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!“ Jesus entgegnet ihm „Du sagst: Wenn du kannst! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ Ergriffen schreit der Vater „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Schließlich erbarmt sich Jesus und heilt den Jungen, nimmt seine Hand und richtet ihn wieder auf.

Zweifel und Glaube

Ganz ähnlich ging es auch dem Apostel Petrus. In Mt 14,22-33 lesen wir, wie er voller Vertrauen mitten auf dem See aus dem Boot steigt und auf dem Wasser auf Jesus zugeht. Doch dann bemerkt er, wie starker Wind aufzieht, erschrickt und beginnt zu sinken. Petrus lässt seinen Blick weg von Jesus auf die vermeintliche Gefahr lenken. Er schreit „Herr, rette mich!“ Dann streckt Jesus voller Gnade Seine Hand aus und rettet ihn.

Schau auf Jesus

Was heißt das für dich und mich? Behalte Jesus im Blick, denn Er hat alles im Blick! Wende dich voll Vertrauen an ihn und er wird dich hören und handeln! Ps 18,7 dürfen wir als Zusage Gottes annehmen:

In meiner Not rief ich zum Herrn und schrie zu meinem Gott, er hörte aus seinem Tempel meine Stimme, mein Hilfeschrei drang an seine Ohren.

Geschenk des Glaubens

Später schreibt Petrus einen Ermutigungsbrief an seine Glaubensgeschwister. Darin verdeutlicht er, warum und wie wir überhaupt glauben können, was auch uns heute noch gilt. Wir können und dürfen durch Jesus Christus an Gott glauben. Der allmächtige Schöpfer hat seinen einzigen Sohn gegeben und verherrlicht, dass wir, die wir ihm nachfolgen, in Ihm Glauben und Hoffnung haben:

„Er ist zwar zuvor ausersehen, ehe der Welt Grund gelegt war, aber offenbart am Ende der Zeiten um euretwillen, die ihr durch ihn glaubt an Gott, der ihn von den Toten auferweckt und ihm die Herrlichkeit gegeben hat, sodass ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt.“ 1.Petrus 1,20-21 Sebastian Hoffmann
https://www.josia.org/2020/01/ich-glaube-hilf-meinem-unglauben-gedanken-zur-jahreslosung/

Psalm des Tages

Du tränkest uns auch in dem dürren Sand,
du öffnest uns in heißer Wüste Quellen,
der kleine Bach muß hoch für uns aufschwellen,
der alte Strom versiegt durch deine Hand.

Dein ist der Tag, dein ist die Nacht dazu,
du rufst das Licht, du machst die Sonne glänzen.
Du stellest fest der Erde weite Grenzen;
den Sommer schaffst, den Winter machest du.

(Psalm 74,15-17 / Bereimung: Matthias Jorissen [1798])

"Viel Glück und Segen!"

Das wünschen wir uns zur Hochzeit und zu Geburtstagen. Reflexartig, wenig überlegt, wie automatisch. Derzeit steht in Bonn ein Segensroboter auf der Strasse. Er spricht sieben Sprachen, wahlweise mit weiblicher oder männlicher Stimme. Die Art der Segenssprache lässt sich am Bildschirm wählen. Der ist auf der Roboterbrust montiert. Auf den Touchscreen gedrückt, rotieren die Blecharme von BlessU-2 – so heisst der Roboter – in die Höhe. Während die Handflächen blinken, spricht die Maschine ein Segenswort. Anschliessend lässt sich der Vers wie eine Quittung ausdrucken. Ist das nun witzig, sinnlos oder ernst zu nehmen?
So, wie sich „Freundschaft“ letztlich nicht definieren lässt, ist es auch mit dem „Segen“. Wir begnügen uns zu oft mit der Oberfläche, reden rasch von einer „gesegneten Begegnung“ und „gesegneten Tagen“. Was aber machte die Begegnung, diese Tage im Unterschied zu anderen „gesegnet“? Zum Beispiel dies: Versöhnliche Worte nach dem Streit, eine Ermutigung nach Tagen der Angst, das Ablegen einer sündhaften Gewohnheit, der Ruf in eine neue Aufgabe. In vielen Fällen zeigt sich Segen in sehr konkretem Verhalten. Dies allerdings ist anstrengender als Segenssprüche, die an der Oberfläche bleiben.
Woher kommt das Wort „segnen“? Vom Lateinischen „cruce signare“, mit dem Kreuz zeichnen. Gesegnete sind Gezeichnete. Ausgezeichnet mit der Kraft Gottes, die den Tod in Leben wandelt. Ja, Segen wandelt Böses in Gutes. Segnen ist mitunter ein Ausdruck von Gottes Macht. Auf alle Zeiten sichtbar ist sie am Kreuz. Diesen Galgen, dieses Fluchinstrument macht Gott zum Heilszeichen. Er erweckt Jesus Christus zu neuem Leben.
Wir lernen dieses Prinzip in der Bibel kennen. Die Söhne Jakobs verkaufen ihren Bruder Josef als Sklaven nach Ägypten. Menschenhandel aus purer Eifersucht. Josef macht aber Karriere. Er steigt auf zum Berater des Pharao. Am Ende kriegen es Josefs Brüder mit der Angst vor seiner Rache zu tun. Doch er sagt ihnen: „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen“ (1. Mose 50,20). Josef segnet sie. Damit werden Beziehungen wieder möglich, das Leben geht gut weiter. Im Segen liegt die „gantze Theology auff einen Hauffen“. So sagte es Martin Luther. Der Segen steht in Verbindung mit dem Heil, das Christus schenkt. Und das Alltägliche wird für den zum Segen, der dies dankbar erkennt. Sei ein Segensträger! Rolf Hoeneisen Facebook

Wie hätten Sie’s denn gern?

So fragen der Frisör, der Metzger und viele andere. unser Geschmack, unsere Meinung und unsere Wünsche sind gefragt. So sind wir es gewohnt, so wollen wir es – auch bei weltanschaulichen und religiösen Themen.
Wer mit Jesus unterwegs ist, der entdeckt: Jesus fragt nach uns, richtet sich aber nicht immer nach uns und unserer Meinung. Ihn interessiert weder das Politbarometer noch was die Mehrheit sagt. Er redet nicht nur kuschelig, gesellschafts-konform oder religiös angepasst. Es war eine „harte Rede“, übersetzt Luther in Johannes 6,60. Jesus spricht „politically incorrect“. Er bürstet gegen den Strich. Was er zu sagen hat, will keiner hören. Seine Predigt ist oft nicht abgerundet und schön, sondern provoziert, sie ist sperrig und direkt. Er schließt nicht nur ein, sondern auch aus: „Nicht alle, die Herr, Herr zu mir sagen, werden ins Himmelreich kommen, sondern die, die Gottes Willen tun!“ (Matthäus 7,21) Was passt aus unserer Sicht zu Jesus? Jesus liebt alle Menschen, er schließt keinen aus, er vergibt, er ist freundlich, er steht auf der Seite der Armen und Unterdrückten und natürlich ganz auf unserer Seite. Aber war Jesus nur so, wie wir ihn gern hätten und wie wir meinen, dass er sei? Jesus spricht eine deutliche Sprache. Er redet von Gottes großer Liebe, von seiner Barmherzigkeit, seiner Geduld und Freundlichkeit. Aber er verschweigt nicht Gottes Gerechtigkeit, Gottes Gericht und nennt Sünde beim Namen. Lassen wir es zu, dass Jesus uns widerspricht? Wie bereit sind wir, uns seinen auch unbequemen Reden zu stellen? Wer mit Jesus lebt, der kann nicht einfach jeder gesellschaftlichen Sicht zustimmen, klein beigeben oder applaudieren. Jesus hat in seinen Reden klar gemacht, dass sich an ihm die Geister scheiden. Wie hätten Sie’s denn gern? – Wir stehen in der Gefahr, das auszublenden, was uns nicht gefällt. Versuchen Sie einmal, im Internet eine Predigt zu 1. Petrus 4,1–5 zu finden. Da geht es um den Lebensstil von Christen, die verspottet wurden, weil sie bei einem ausschweifenden Lebensstil nicht mehr mitmachten. Das scheint kein Thema bei uns zu sein. Das macht nachdenklich: Warum hat dieser Text bei uns keinen Platz? Könnte es sein, dass Petrus Dinge anspricht, die für uns unbequem und sperrig sind? Wir reden von ganzheitlichem Leben, einer transformierten Gesellschaft, von multikultureller Einheit, von Frieden und gutem Miteinander. Das alles ist erstrebenswert und sollte das sein, womit wir uns beschäftigen und worauf wir abzielen. Aber ist uns noch bewusst, dass Christen sich in einer Auseinandersetzung befinden, in der sie ins Schussfeld geraten können? Darum gilt es, nicht nur zu fragen „Wie hätten Sie’s denn gern?“, sondern ein Gespür dafür zu haben, wie er es denn gern hätte. Detlef Krause
https:///www.liebenzell.org/files/pdf/mw/6_3_1_Mission-weltweit_2016_07_08_web.pdf

Wunder sind wichtig

Wunder bringen Menschen zum Staunen.
Wunder fordern heraus, weil sie die Grenzen der eigenen Erkenntnisfähigkeit vor Augen führen.
Wunder sind Antworten Gottes auf scheinbar aussichtslose Situationen.
Wunder fördern das Vertrauen in die Fürsorge und Nähe Gottes.
Wunder sind Spuren der Gegenwart Gottes.
Wunder faszinieren, weil sie aus dem berechenbaren Alltag herausragen.
Wunder offenbaren die Grenzen menschlicher Möglichkeiten.
Wunder sind mehr als glückliche Zufälle oder noch nicht bekannte Phänomene der Natur.
Wunder machen es dem Menschen unmöglich Gott zu verdrängen.
Wunder müssen interpretiert werden, um aussagekräftig zu sein.
Wunder sind keine Grundlage des Glaubens; aber sie sind bestätigende Ermutigungen.
Wunder sind nicht berechenbar, planbar oder erzwingbar.
Wunder gehen allein auf Gottes Initiative und Aktivität zurück.
Wunder rücken die Verhältnisse zwischen Gott und Mensch zurecht.
Wunder ermöglichen einen Blick in die Ewigkeit Gottes.
Wunder sind erlebbare Mitteilungen Gottes.
Wunder geben Hoffnung in schweren Zeiten.
Wunder sind ein Ärgernis für Feinde Gottes oder für Gleichgültige.
Wunder sind überraschend, unberechenbar und einschüchternd.
Wunder wecken auf aus alltäglichen Sorgen und nie endenden Aufgaben.
Wunder beglaubigen die Realität Gottes. Michael Kotsch