Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!

Ein bekannter Theologe der Gegenwart gibt gern zu, dass seine bibelkundlichen Kenntnisse nicht optimal sind, und er illustriert das durch einen Bericht von seiner Prüfung in Bibelkunde. Jeder Theologiestudent muss ja während seines Studiums so eine Prüfung ablegen. Er wurde also gefragt: „Sagen Sie mal, was steht denn im Philipperbrief?“ Antwort: „Freuet euch!“ – „Ja, und steht vielleicht noch etwas darin?“ – „Doch. Und abermals sage ich, freuet euch!“
Diese kesse Antwort hat den Inhalt des Philipperbriefes sehr gut zusammengefasst und den Nerv des Briefes getroffen. Und abermals sage ich, freuet euch!“ Philipper 4, 4 Luther 2017


Ich brauche Gottes Wort dann am nötigsten, wenn ich keine Lust zum Beten und Bibellesen habe

Ich habe den Eindruck, dass viele Christen nicht gelernt haben, regelmässig die Bibel zu lesen. Manche behaupten, das sei zwanghaft und gesetzlich, man solle das nur tun, wenn es sich spontan ergibt. Ich frage solche Leute gern, ob sie mit Essen und Trinken, Zähneputzen und sonstiger Körperpflege auch so unregelmässig verfahren. Was für uns lebensnotwendig ist, brauchen wir regelmässig. Überflüssigen Luxus natürlich höchstens dann und wann, wenn überhaupt.
Tägliches Bibellesen ist ein Grundnahrungsmittel für einen gesunden Glauben. Kaum einer kann jeden Tag spontan entscheiden, ob, wann und wie er die Bibel liest. Gute Gewohnheiten helfen. Am besten morgens, bevor das Tagesprogramm über einen hereinbricht. Aber wenn jemand zu einer anderen Tageszeit besser regelmässig zur Stille findet, ist das auch gut. Und was Lust und Laune angeht – ich habe gelernt, dass ich Gottes Wort dann am nötigsten brauche, wenn ich keine Lust zum Beten und Bibellesen habe. Dann brauche ich das Reden meines Herrn, der die Blockierungen in mir wegräumt.
Ulrich Parzany. Was nun, Kirche? scm Hänssler: Holzgerlingen, 2017. S. 136-137.

Tiere sind nicht die Ausschussware der Schöpfung

Sehet die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie? Matthaeus 6:26 / LUT
Erst seit 1990 gelten Tiere im Bürgerlichen Gesetzbuch als das, was sie sind und immer schon waren – als „Mitgeschöpfe und schmerzempfindliche Lebewesen“. Und in der bayerischen Verfassungsreform werden Tiere als Mitgeschöpfe „unter den besonderen Schutz des Staates gestellt.
Tiere sind nicht die Ausschussware der Schöpfung, sondern ein wichtiger Teil von ihr. Gott, so steht es in der Bibel, brauchte sechs Tage, um die Welt zu erschaffen. Zwei Tage davon nahm er sich Zeit für die Tiere. Bisweilen, wenn ich unseren Familienkater Charly kraule, glaube ich, dass ihm die Tiere besser gelungen sind als mancher Mensch..
Peter Hahne Was wirklich wichtig ist Seite 24

Über die Unentbehrlichen und ihre Irrtümer


Einer, der sonst auf Energie und Dynamik setzt, liegt auf einmal flach. Einer, der gewohnt ist zu bestimmen, wird hilflos. Das Fundament unserer Sicherheiten ist stets weniger stabil, als wir denken. In einer Welt, der alles planbar und machbar scheint, werden die Weichen letztlich doch woanders gestellt. Und man fragt sich: Gehört die Erkenntnis, dass unser Leben verletzlich und vergänglich ist, zur Pädagogik des Schöpfers? Damit wir wieder Mensch werden und unsere Grenzen erkennen? Vielleicht sind wir ja so gebaut, dass wir den berühmten Warnschuss vor den Bug brauchen, um wieder Kurs zu kriegen. Wir halten uns doch alle irgendwie für unentbehrlich: als König in der Familie, im Verein im Büro. Im Wettlauf des Lebens legt man ein Tempo vor, als könnten einem nichts passieren. Das Leben wird verheizt, scheinbar mühelos steckt man seine Zwölf-Stunden-Tage weg. Arbeitszeit und Überstunden, dem Freund beim Hausbau helfen, dem Onkel beim Renovieren. Hobbys, Ehrenämter und Verein. Stress wird zur Sucht, als habe man Angst, eine Pause zuzulassen. Und plötzlich holt das Leben zum großen Schlag aus und verordnet die Zwangspause. Wenn wir aufwachen und davongekommen sind, spüren wir mit Erleichterung, was uns vorher in Erschrecken versetzt hätte: Vielleicht geht es auch ohne mich. Vielleicht auch mit weniger im niedrigen Gang. Statt Reibungsverlust im Wettstreit mit Wichtigen und Wichtigtuern gibt es einen Zeitgewinn für die Familie, den Partner.
Der Mensch ist mehr als die Summe seiner Leistungen. Peter Hahne
Was wirklich wichtig ist Seite 96/97
Leiden besteht auf Aufmerksamkeit. Gott flüstert zu uns in unseren Freuden. Er redet zu uns in unserem Gewissen, aber Er schreit in unseren Leiden: Sie sind Gottes Megaphon um eine taube Welt zu wecken. * (C.S. Lewis)

Ermutigungen in der aktuellen Situation

Ermutigung aus der Bibel
Gott spricht: „Wenn ich den Himmel verschließe und kein Regen fällt oder wenn ich der Heuschrecke gebiete, das Land abzufressen, und wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, und mein Volk, über dem mein Name ausgerufen ist, demütigt sich, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren bösen Wegen, dann werde ich vom Himmel her hören und ihre Sünden vergeben und ihr Land heilen“ (2. Chronik 7,13-14). Jetzt ist die Zeit, zu Gott umzukehren, ihm unsere Sünden zu bekennen und Gottes Vergebung anzunehmen.Ermutigung dank Gebet
Gebet für den Bundes-, National- und Ständerat sowie alle Menschen in Verantwortung. Gebet für Christen, dass sie diese herausfordernde Situation zur Ehre Gottes nutzen. Gebet für Menschen, die Jesus noch nicht kennen, dass sie ihn als persönlichen Herrn und Heiland ergreifen. Weitere Infos: www.gebet.chErmutigung durch persönliche Nachrichten
Ermutigung von Menschen durch Telefonate, Emails, SMS, WhatApps, Facebookposts usw. und sie auf die Hoffnung hinweisen, die Jesus uns schenkt, weil er uns das ewige Leben als Geschenk anbietet. Das kann z.B. durch die Weiterleitung der Tageslosung (zwei Bibelverse) geschehen. Mehr Infos: www.losung.chEvangelisation ist Ermutigung
Ein Postwurf mit einer kurzen christlichen Schrift (Traktat) ist eine gute Möglichkeit, ein ganzes Dorf mit dem Evangelium, der guten Nachricht und frohen Botschaft von Jesus, zu erreichen.
Mehr Infos zur Schweizerischen Traktatmission: www.christliche-schriften.chund 056 556 14 99Notvorräte sind ermutigend
Einrichtung einer Einkaufshilfe für alleinstehende Senioren. Es ist empfehlenswert, einen Notvorrat an Trinkwasser und Essen anzulegen. Mehr Infos: www.bwl.admin.ch/bwl/de/home/themen/notvorrat.htmlSpenden ermutigen zum Weitermachen
Der Verein Adonia, der christliche Kinder- und Teenagermusicals organisiert, musste seine Frühlingstournee absagen. Ihnen entstehen dadurch hohe finanzielle Verluste. Eine Spende an Adonia ist ein Zeichen der Ermutigung, damit sie ihren wertvollen Dienst weiterführen können. Mehr Infos: www.adonia.ch/spendenJesus, unser Ermutiger
Jesus ermutigt uns: „Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid guten Mutes, ich habe die Welt überwunden“ (Johannesevangelium 16,33).Leutwil, 16.03.2020, Pfarrer Michael Freiburghaus

Ich habe nichts gegen das Sterben

Woody Allen, der Filmregisseur, meinte einmal: „Ich habe nichts gegen das Sterben. Ich möchte nur nicht dabei sein, wenn es passiert.“ Er spricht aus, was viele denken und empfinden. Doch ist das klug?
Im Alten Testament betete Mose: „Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.“ (Psalm 90,12) Wer den Gedanken an das Sterben zulässt, lässt existenzielle Fragen zu: „Was wird bleiben? Wo werde ich sein? Was ist deshalb wirklich wichtig?“ Das sind Fragen, bei denen wir begründete Antworten brauchen. Wer diese Antworten sucht, kommt an dem nicht vorbei, der von sich gesagt hat: „Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt; und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit.“ (Johannesevangelium 11,25-26) So sagt es Jesus. Er gibt die Antwort, mit der sich leben lässt. Und mit der sich sterben lässt. Gibt dir das Hoffnung? Darum Ostern

Geduld – Können wir noch warten?

Man kann es immer wieder lesen oder hören: Dem modernen Menschen fehlt es an Geduld. Man hat sich daran gewöhnt, dass (fast) alles immer sofort verfügbar ist. Deswegen bestellt man im Internet und die Ware trifft schon am nächsten Tag ein. Man schreibt etwas, drückt auf „Senden“ (oder ähnlich) und schon können es alle Empfänger weltweit sehen und lesen. Die Aktion-Reaktion-Zyklen werden immer kürzer.
Dietrich Bonhoeffer schreibt über die Geduld (Illegale Theologenausbildung: Sammelvikariate 1937–1940, Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, Logos Sonderausgabe, Bd. 15, S. 82–83):
Liebe Brüder, unsre wirkliche Not ist gar nicht der Zweifel an unserem angefangenen Weg, sondern unser Versagen in der Geduld, im Drunterbleiben. Wir können es uns immer noch nicht denken, daß Gott heute wirklich von uns nichts Neues will, sondern ganz allein die Bewährung in dem Alten. Das ist uns zu wenig, zu monoton, zu anspruchslos. Wir können uns auch einfach noch nicht damit abfinden, daß die Sache Gottes nicht immer die Sache des Erfolges ist und daß wir wirklich auch mit unserem rechten Wege „erfolglos“ sein könnten. Aber eben hier entscheidet es sich, ob wir im Glauben oder in der Begeisterung angefangen haben.
Es ist auffallend, welche Bedeutung der Geduld im Neuen Testament zukommt. Nur der Geduldige empfängt die Verheißung (Mat 24, 13), nur der Geduldige bringt rechte Frucht (Luk 8, 15). Ein Glaube, der nicht zur Geduld wird, ist unecht, unbrauchbar. Der Glaube muß bewährt sein. Bewährung gibt es nur im Leiden. Nur aus dem Erleiden, aus dem Drunterbleiben wird das „vollkommene Werk“ hervorgehen (Jak 1,3 f). Wenn wir uns daran erinnern, daß das Wort Glaube – πίστις – schon das Moment der Treue enthält, so wird uns der enge Zusammenhang von Glaube und Geduld nicht verwundern. Geduld gibt es nur „in Jesus“ (Offb. 1,9); denn Jesus übte Geduld als er das Kreuz trug. Hebr 12,2 beschreibt den Kreuzweg Jesu als ein Drunterbleiben, als Geduld. Drunterbleiben heißt für uns in der Gemeinschaft der Leiden des Christus stehen (2 Kor 1,6 ff) und dadurch Zuversicht gewinnen. Haben wir an der Geduld Jesu Anteil, so werden wir selbst geduldig, und zuletzt werden wir an seinem Königtum teilhaben (2. Tim 2, 12). Der Weg zur Geduld geht über die Zucht (2. Petr 1,6). Je freier wir von der Bequemlichkeit und Trägheit, von persönlichen Ansprüchen werden, desto williger werden wir zur Geduld.
https://theoblog.de/bonhoeffer-durch-ungeduld-zerbricht-die-gemeinschaft/34799/