Wenn unsere Väter eine Chronik schrieben, dann setzten sie vor die Jahreszahl ein „Anno Domini”.

Wenn unsere Väter eine Chronik schrieben, dann setzten sie vor die Jahreszahl ein „Anno Domini”. Das heißt auf Deutsch: „Im Jahre des Herrn.” Sie nannten ihre Jahre „Gottesjahre”.

Nun bricht das neue Gottesjahr an. Lasst uns dafür sorgen, dass es wirklich ein Gottesjahr wird. Das Psalmwort spricht von unseren Augen. Ja, wohin sind unsere Augen gerichtet beim Beginn des neuen Jahres?

Der Weltmensch schaut ängstlich oder trotzig in das Dunkel, das seinen Weg verhüllt. Da sind die Augen nach vorwärts gerichtet. Und dann sind da die Alten. Deren Augen schauen zurück. Sie kramen in Erinnerungen. Und sie sind sehr einsam darin.

Was tun unsere Augen? „Ich hebe meine Augen auf.”  Die Christen schauen aufwärts, zu ewigen Höhen. Sie richten ihren Blick auf den, der in Jesus ihr lieber, gnädiger Vater ist.

In diesem Psalmwort ist alles gesagt, was über das neue Jahr zu sagen ist. Da kommt das Wörtlein „Hilfe” vor. O gewiss, so wird es sein, dass wir Hilfe brauchen. Es wird gehen „durch Angst und Plagen”, durch Anfechtung, Not und Versuchung. Aber das andere ist eben auch da, dass wir unsere Augen aufheben dürfen zu dem Herrn. Und ob wir das tun, davon hängt es ab, ob das neue Jahr für uns ein „Gottesjahr” wird. Amen.

Pastor Wilhelm Busch

„Weltrettung für Fortgeschrittene“

– Weltrettung ist eine ernste Angelegenheit!
– Eine Aufgabe für mutige, verwegene Männer
– Und zu allem entschlossene Frauen.
– Eine Aufgabe für Superhelden
– Und für Esel!
– Ja, ihr habt richtig gelesen!
– Gott braucht für seine Weltrettung vor allem Esel.
– Genau solche Esel, über die Sie und ich täglich stöhnen, denen wir lieber aus dem Weg gehen, mit denen kein Staat zu machen ist.
– Auf dem Rücken dieser Esel und vor ihren Augen entfaltet Gott das ganz große Szenario von Katastrophe, Untergang und Weltrettung.
– Beim ersten Auftritt eines Esels in Gottes Rettungsplan sind Katastrophe und Untergang in den Köpfen der Menschen allgegenwärtig. Die Zerstörung Jerusalems ist ein Trauma in der Erinnerung und in den Herzen der Menschen. Zwar leben sie nun wieder in Jerusalem und auch der Tempel ist wieder aufgebaut, aber nun werden sie von anderen Fremdherrschern regiert, sind nicht frei, fühlen sich gedemütigt und erniedrigt.
– Noch immer ist für sie die Katastrophe Jerusalems damals nicht begreifbar. War sie eine Strafe Gottes, oder sogar eine Niederlage Gottes?
– In diese Zweifel hinein schreibt Sacharja:
– Du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, jauchze! Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, arm und reitet auf einem Esel, auf einem Füllen der Eselin.
– Denn ich will die Wagen wegtun aus Ephraim und die Rosse aus Jerusalem, und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden gebieten den Völkern, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis zum andern und vom Strom bis an die Enden der Erde.

»Da ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann noch Frau; denn ihr alle seid einer in Christus Jesus.« Galater 3,28

Bei einem Vers wie diesem ist es ungeheuer wichtig, genau zu wissen, was damit gemeint und was nicht damit gemeint ist. Sonst werden wir unversehens ganz eigenartige Meinungen vertreten, die dem Rest der Heiligen Schrift Gewalt antun und ebenso den Tatsachen dieses Lebens.

Das Schlüsselwort in diesem Vers finden wir in den Worten »in Christus Jesus«. Hier wird unsere Stellung beschrieben, das heißt das, was wir in der Sicht Gottes sind. Hier geht es nicht um unser alltägliches Leben, um das, was wir selbst sind oder was wir in der Gesellschaft darstellen, in der wir leben.

Der Vers sagt dann also, daß es, was die Stellung vor Gott angeht, weder Jude noch Grieche gibt. Sowohl der gläubige Jude als auch der gläubige Nichtjude sind in Christus Jesus, und daher stehen sie beide vor Gott in einer Position der absoluten Gnade. Keiner hat einen Vorteil vor dem anderen. Das heißt aber nicht, daß körperliche Unterschiede oder Verschiedenheiten im Temperament einfach abgeschafft wären.

In Christus gibt es weder Sklaven noch Freie. Der Sklave ist durch die Person und das Werk Jesu genauso bei Gott angenommen wie der freie Mann. Und doch bleiben im täglichen Leben die sozialen Unterschiede bestehen.

Es gibt auch weder Mann noch Frau in Christus Jesus. Eine gläubige Frau ist vollkommen in Christi Augen, angenommen bei dem Geliebten, gerechtfertigt aus freier Gnade – ganz genauso wie ein gläubiger Mann. Sie hat genauso wie er den freien Zugang zur Gegenwart Gottes.

Doch dieser Vers darf nicht gewaltsam auch auf das tägliche Leben bezogen werden. Die sexuelle Unterscheidung bleibt – es gibt Männer und Frauen. Die sich daraus ergebenden Rollen bleiben bestehen – Vater und Mutter. Die von Gott bestimmten Stellungen der Autorität und der Unterordnung bleiben – der Mann hat den Platz des Hauptes in der Familie zugewiesen bekommen und die Frau den der Unterordnung unter die Autorität des Mannes. Das Neue Testament unterscheidet auch besondere Dienste des Mannes und der Frau in der Gemeinde (s. 1. Timotheus 2,8-12, 1. Korinther 14,34.35). Diejenigen, die argumentieren, daß es doch in der Gemeinde keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen geben dürfe, sind gezwungen, die eben genannten Bibelverse umzudeuten, Paulus unwürdige Motive zu unterschieben oder sogar seine Inspiration durch den Heiligen Geist an dieser Stelle in Frage zu stellen.

Man muß hier folgendes verstehen: Was die Stellung vor Gott anbetrifft, sind die rassischen, sozialen und sexuellen Unterschiede abgeschafft; aber im täglichen Leben sind sie nicht aufgehoben. Man sollte auch einsehen, daß diese Unterscheidungen nichts mit Minderwertigkeit zu tun haben. Der Heide, der Sklave, die Frau sind nicht weniger wert als der Jude, der Freie oder der Mann. In vieler Hinsicht können sie ihnen sogar überlegen sein. Anstatt zu versuchen, die Ordnung Gottes in seiner Schöpfung und Vorhersehung umzuschreiben, sollte man diese Ordnung vielmehr annehmen und sich daran freuen.
W.MacDonald https://clv.de/andachten/v05986.htm

„Buße tun“?

„Buße tun“? Buße tun bedeutet, dass ich mein Denken ändere über Sünde, über mich selbst, über Gott und über Christus. Das ändert meine ganze Einstellung und damit auch meine Handlungen. Buße betrifft nicht nur den Verstand, sondern auch das Gewissen. Es ist das Eingeständnis des Sünders, dass er gottlos, verloren, hilflos und hoffnungslos ist und Gottes Gnade nötig hat. Es ist eine Umkehr von 180 Grad. Es bedeutet, dass ich mich auf Gottes Seite stelle, Gott Recht gebe und mich selbst verurteile. Es beinhaltet auch Reue, das heißt, Schmerz darüber, dass ich gesündigt habe. Aber es ist mehr als nur das. Denn manchmal tut es einem leid, dass man gesündigt hat, aber man hört nicht auf.William MacDonald

„Im Canyon – Fünf Tage und Nächte bis zur schwierigsten Entscheidung meines Lebens“ von Aron Ralston.

„Im Canyon – Fünf Tage und Nächte bis zur schwierigsten Entscheidung meines Lebens“ von Aron Ralston.

Der Arm des Abenteurers Ralston wird von einem Felsen in einer engen Schlucht getroffen, er steckt fest. Weit und breit keine Menschenseele die im helfen könnte. Nach fünf Tagen Ausharren muss er eine Entscheidung treffen: Sterben mit Arm oder den Arm amputieren um eine geringe Überlebenschance zu wahren. Die Geschichte erinnert unmittelbar an folgenden  Vers:„Wenn aber deine Hand oder dein Fuß für dich ein Anstoß [zur Sünde] wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser für dich, daß du lahm oder verstümmelt in das Leben eingehst, als daß du zwei Hände oder zwei Füße hast und in das ewige Feuer geworfen wirst.“ (Mt 18,8) Für Ralston stand das irdische Leben auf dem Spiel und er hat sich seinen Arm bei vollen Bewusstsein (mit einem stumpfen Messer) abgetrennt. Wie weit gehen wir, wenn es um unser ewiges Heil geht?

„Das Kreuz: Zentrum des christlichen Glaubens“

Wir müssen an der biblischen Offenbarung des lebendigen Gottes festhalten, der das Böse hasst, von ihm angewidert und erzürnt ist und sich weigert, sich jemals damit abzufinden.
Doch dem modernen Menschen sind diese Gedanken fremd. Die Art von Gott, die den meisten Menschen heute genehm wäre, würde unsere Übertretungen gelassen tolerieren. Er wäre sanft, freundlich, entgegenkommend und hätte keinerlei heftige Reaktion. Unglücklicherweise scheinen wir selbst in der Kirche die Vision der Majestät Gottes verloren zu haben. Es gibt viel Seichtigkeit und Leichtfertigkeit unter uns. Propheten und Psalmisten würden wahrscheinlich sagen: „Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.“ In den öffentlichen Gottesdiensten haben wir uns angewöhnt, uns auf unseren Stühlen zu lümmeln oder zu kauern; wir knien heutzutage nicht mehr nieder, geschweige denn, dass wir uns in Demut vor Gott niederwerfen. Es ist eher typisch für uns, dass wir vor Freude in die Hände klatschen, als dass wir vor Scham oder Tränen rot werden. Wir schlendern zu Gott hin und nehmen seine Gunst und Freundschaft in Anspruch; dass er uns fortschicken könnte, kommt uns gar nicht in den Sinn.
Wir haben es nötig, wieder auf die ernüchternden Worte des Apostels Petrus zu hören: „Und wenn ihr den als Vater anruft, der ohne Ansehen der Person nach eines jeden Werk richtet, so wandelt die Zeit … in Furcht!“ (1.Petr.1,17) Mit anderen Worten, wenn wir es wagen, unseren Richter „Vater“ zu nennen, müssen wir uns davor hüten, ihm anmaßend entgegenzutreten. Es muss sogar gesagt werden, dass unser evangelikales Schwergewicht auf der Sühne gefährlich ist, wenn wir zu schnell dorthin kommen. Erst, nachdem wir Gottes Unnahbarkeit für Sünder erkannt haben, lernen wir den Zugang zu Gott zu schätzen, den Christus uns eröffnet hat. „Halleluja“ können wir aufrichtig erst dann rufen, wenn wir zuerst „Wehe mir, denn ich bin verloren“ gerufen haben.
„Nur wer die Größe des Zornes kennt, [wird] von der Größe des Erbarmens überwältigt.“
Aus John Stott: „Das Kreuz – Zentrum des christlichen Glaubens“

«Früher war alles besser»

Sprüche 7,10: Frage nicht: „Warum war früher alles besser als heute?“ Damit verrätst du nur, dass du das Leben noch nicht kennst.

War früher alles besser? Schauen wir uns einige Fakten an:

  • Oft höre ich die Klage: Alles wird teurer! In Bezug auf Nahrungsmittel stimmt diese Aussage nicht. Heute geben wir etwa 11% unseres Einkommens für Nahrungsmittel aus. Vor 100 Jahren waren das über 50%.
  • Manche schimpfen über faule, freche und undisziplinierte Jugendliche. Auf einer Keilschrift aus Ur vor über 4000 Jahren steht: „Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.“ Hört sich das irgendwie vertraut an?
  • ‚Abzockerei‘ ein Thema, das in der vergangenen nationalen Abstimmung die Gemüter erregte. Wir empören uns über Manager, die 500 Mal mehr verdienen als einfache Angestellte. Ich bin keinesfalls für solche Missstände, aber es ist kein neues Phänomen. Pilatus, der römische Stadthalter zur Zeit von Jesus erhielt ein Jahresgehalt von 75‘000 Denaren. Das ist das 300-fache eines Legionärs. Cicero, ein römischer Anwalt und Politiker, brachte es auf 150‘000 Denare.
  • Wir beschweren uns über unsere Gesellschaft, deren Religion Sex, Geld und Macht sein soll. Waren die Umstände vor 2000 Jahren wirklich besser, als Jesus Christus seinen Fuss auf die Erde setzte? War die Situation der ersten Christen wirklich besser? Sie verkündeten die Gute Nachricht von Jesus Christus in einer heidnischen Bevölkerung. Sie mussten mit Verleumdung, Verfolgung, Gefängnis, Folter und Tod rechnen. In der Bibel können wir sehen, dass die Gesellschaft von damals keineswegs moralischer war als heute und auch die Gemeinde in Korinth damit zu kämpfen hatte. Auch sie waren Kinder ihrer Zeit.

Unsere Voraussetzungen und Zustände mögen um und in uns wirklich bedenklich sein. Sie sind aber nicht besser oder schlechter als zu anderen Zeiten. Der Mensch ändert sich nicht wesentlich. Er kämpft mit seinen Bedürfnissen und Lebensumständen. Die Frage ist wohl die, wie wir uns in der Situation, in der wir stehen, verhalten.

Klagen wir und wünschen uns das Früher zurück, in dem nur scheinbar alles besser war? Ich glaube, das hilft für die Gegenwart nicht wirklich weiter.

In der „Stillen Zeit“ eröffnete Gott eine neue Blickrichtung, die mir Mut und Hoffnung gibt für den Alltag. Eine Blickrichtung, die aus dem Klagen und Verharren in der Ohnmacht reisst. Eine Blickrichtung, die glauben lässt, dass Veränderung möglich ist. Wer möchte es wissen, was eine neue Sicht verschafft?
1. Mose 18,14: Ist für den Herrn irgendetwas unmöglich? Nächstes Jahr um die verabredete Zeit komme ich wieder, dann hat Sara einen Sohn.
Eine fast 100-jährige Frau, die ihr ganzes Leben unfruchtbar war, bekommt einen Sohn! Gott, für den nichts unmöglich ist, den möchte ich ins Visier nehmen und nicht vergangenen Zeiten nachtrauern.
Mit Gott ist auch heute nichts unmöglich! Es gibt Hoffnung für die Gegenwart!

Von der Wirksamkeit von Gebeten

Von der Wirksamkeit von Gebeten

Beten heisst bitten. Es gehört zum Wesen einer Bitte, dass sie erfüllt werden kann oder auch nicht. … Ausnahmsloser “Erfolg” der Gebete bewiese die christliche Lehre keineswegs. Er bewiese viel eher etwas wie Magie – eine Macht gewisser Menschen, den Lauf der Natur zu beeinflussen und in eine Richtung zu zwingen.

Das Gebet im Sinne einer Bitte um etwas bildet nur einen kleinen Teil des Gebetes überhaupt; Bekenntnis und Busse sind seine Schwelle, Anbetung sein Heiligtum, Gegenwart, Schau und Genuss Gottes sein Brot und Wein. In ihm zeigt sich uns Gott. Dass er Gebete erhört, ist eine Folge – und nicht unbedingt die wichtigste – dieser Offenbarung. Was er tut, erfährt man aus dem, was er ist.

Das Gebet ist keine Maschine. Es ist keine Magie, es ist kein Rat, der Gott gegeben würde. Wenn wir beten, darf unser Tun – sowenig wie all unser übriges Handeln – nie aus der anhaltenden Tat Gottes selbst herausgelöst werden; alle endlichen Ursachen wirken einzig in ihr.

Aus: C. S. Lewis. Die letzte Nacht der Welt. Brunnen Verlag: Giessen 1995.

Was bedeutet eigentlich „an Gott glauben“?

An Gott glauben bedeutet nicht, was heute viele Menschen darunter verstehen. Ein Glaube wie Gott ihn möchte, besteht nicht nur in der Annahme, dass es ihn gibt. Ein Vers aus dem Buch Sprüche drückt etwas klarer aus, was an Gott glauben bedeutet:

Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen so wird er dich recht führen.

Verlass dich auf den Herrn

Dieses Vertrauen und an Gott glauben bedeutet:

  1. Ich glaube seinem Urteil über mich: Ich bin ein Sünder. Ich habe Gottes Gebote nicht gehalten und seine Strafe verdient.
  2. Ich glaube an das Angebot Gottes in Jesus Christus: Er kam zu uns, damit wir zu Gott kommen können. Durch Jesus können mir meine Sünden vergeben und die Beziehung zu Gott wiederhergestellt werden.
  3. Ich vertraue ihm im Alltag – hoffe auf seine Hilfe, suche Trost und Korrektur und habe Freude an Gott.
  4. Ich bin Gott gehorsam – wer mich liebt hält meine Gebote. Nicht menschliche Regeln, sondern Gott lieben und den Nächsten lieben – darin sind alle Gebote eingeschlossen.

Verlass dich auf den HERRN! Eigentlich steht dort für Herr „Jahwe“, Gottes Eigenname, den die Juden aus Gottesfurcht nicht benutzt haben. An Gott zu glauben bedeutet ihn persönlich zu kennen und sich auf ihn zu verlassen. Das ist die Aufforderung. Es geht sogar darum, das von ganzem Herzen zu tun. Das erinnert stark an das wichtigste Gebot des christlichen Glaubens (und den Inhalt dieses Blogs): Liebe Gott von ganzem Herzen.

Gott will ein ungeteiltes Herz. Er will die Nummer eins in unserem Leben sein. Er will nicht, dass wir für ihn und für unsere Ehre leben. Woher erhoffen wir uns Hilfe? Wo suchen wir unsere Freude? Wie gelingt uns ein erfolgreiches Leben? Die Antwort will Gott selbst sein. Das ist der Anspruch zu „glauben“.

Das könnte man nun noch negativ abgrenzen:

und verlass dich nicht auf deinen Verstand

Wir Menschen vertrauen auf

  • unsere eigene Kraft, Intelligenz, Schönheit
  • was wir uns aufbauen: Erfolg, Anerkennung, Wohlstand.
  • Vergnügen: Feiern, Ausgelassenheit, Lust.
  • Hoffen auf andere Menschen: Suchen unser Glück im Partner, den Kindern, der Familie.
  • die Wissenschaft (die sich immer an der aktuellen philosophischen Mode orientiert und immer mehr selbst korrigiert)

Jeder von weiß meint doch am Besten zu wissen, was richtig und falsch ist, ob es Gott gibt und wie er ist… Alle Menschen verlassen sich auf ihr eigenes Denken und ihr eigenes Urteil. Sie meinen es am Besten zu wissen. Verlass dich nicht auf deinen Verstand… er ist so trügerisch.

Gott ist gnädig und spricht in unser Leben hinein – durch sein Wort – er ruft uns. Er will unser Herz gewinnen – unser Vertrauen und unsere Liebe.

Es gibt Menschen, die kopfüber 100 Meter in die Tiefe springen im Vertrauen auf ein Gummiseil, obwohl es nicht immer gehalten hat.
Es gibt Menschen, die sich Tausende von Kilometern hoch in den Weltraum schießen lassen im Vertrauen auf die Technik, obwohl sie nicht immer funktioniert hat.
Und es gibt Menschen, die mit allen Sinnen das Abenteuer des Glaubens wagen im Vertrauen auf Gott, weil er bisher immer sein Wort gehalten hat.

Doch selbst dann als Gläubiger irrt man so häufig – verlässt sich auf eigene Überzeugungen und Vorstellungen. Das führt zur Ablehnung – die Fehlerhaftigkeit der Christen gebrauchen manche Menschen als Argument für ihre Ablehnung Gottes und ihren Ungehorsam. Auch uns Christen fehlt manchmal Liebe und Wahrheit – wir suchen sie in seinem Wort. Darum geht es im nächsten Teilsatz.

Sondern gedenke an ihn, in allen deinen Wegen!

Gedenke an ihn bedeutet erkenne ihn, suche ihn! Gott möchte, dass wir seineHilfe suchen und darauf hoffen (Spr 16,3; Ps 37,5) und nach seinem Willen fragen!

 Vertrau auf Jahwe und tue das Gute, · wohne im Land und lebe wahrhaftig! (…) Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen (…) Sei stille dem HERRN und warte auf ihn. (Ps 37,3.5.7)

Egal wie es dir geht und was passiert ist, sollst du Gott suchen und nach ihm fragen. Das bedeutet an Gott zu glauben! Das Leben kann unheimlich hart und ungerecht sein. Die einen wenden sich deshalb von Gott ab, doch andere wenden sich gerade deshalb Gott zu!

Ich wünsche dir, dass du glauben kannst! Oder dass du betest: „Jesus ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

http://www.lgvgh.de/wp/tag/glaube

Der Mensch tendiert nicht zur Heiligkeit.

Abgesehen von den von der Gnade angetriebenen Bestrebungen, wird der Mensch nicht von Gottesfurcht, Gebet, Gehorsam gegenüber der Schrift, Glauben und der Lust am Herrn angezogen. Wir tendieren zum Kompromiss und nennen ihn Toleranz; wir tendieren zum Ungehorsam und nennen ihn Freiheit; wir tendieren zum Aberglauben und nennen ihn Glaube. Wir hegen die Disziplinlosigkeit verlorener Selbstkontrolle und nennen sie Entspannung; wir lümmeln uns in die Gebetslosigkeit und täuschen uns mit dem Gedanken, wir seien der Gesetzlichkeit entkommen; wir schlittern in die Gottlosigkeit und überzeugen uns selbst, wir seien befreit worden. D.A. Carson