Atheismus: 5 Gründe, warum ich kein Atheist bin

Gibt’s das? Man stelle sich vor: Ein Atheist, ein Philosoph und ein Theologe sind zusammen in einen dunklen Raum gesperrt. Sie sollen eine schwarze Katze finden. Der Atheist sucht erst gar nicht. Für ihn steht fest: Es gibt keine schwarze Katze in diesem Raum. Der Philosoph tappt unsicher im Dunkeln herum, um die Katze zu suchen, die durchaus da sein könnte. Der Theologe schreit: „Ich hab sie!“ Es ist aber nur eine Behauptung. – Die Frage ist, ob sich die schwarze Katze tatsächlich im Raum befindet. Gibt es die Katze und kann man sie wirklich finden?

Ganz schön konsequent!

Eigentlich sind Atheisten konsequente Menschen. Sie schlussfolgern aus dem, wie sie die Wirklichkeit erleben, dass es keinen Gott geben kann. Schließlich kann man Gott nicht sehen, ja, man kann sich ihn nicht einmal vorstellen. Wenn man wirklich mal einen Gott braucht, so hilft er nicht. Man spürt ihn nicht. Man kann ihn nicht beweisen. Alle philosophischen Gottesbeweise gelten als widerlegt. Die vernünftige Konsequenz lautet: Es gibt ihn nicht. Basta! Von daher finde ich Atheisten sympathisch. Nur was man sehen, messen, beweisen kann, ist real. „Und was ein Realist ist, der weiß, dass das, was ist, ist“, dichtet der Dichter. Das heißt umgekehrt, der Realist weiß auch, was nicht ist. Gott nämlich!

Und wie ist die Idee von Gott entstanden? Der Mensch hat einfach all seine Sehnsüchte, Hoffnungen und Fragen auf eine Fiktion projiziert, die er verehrt und von der er sich Hilfe und Sinnfindung erhofft. Das Christentum gibt dem Atheist recht – zumindest in der Problemanalyse, nicht in der Konsequenz. Gott kann man sich nicht vorstellen, weil er uns unendlich überlegen ist. Ein Gott, der in unseren Kopf passen würde, wäre kein Gott, sondern nur eine menschliche Idee von Gott. Wie kann der Ozean in eine Tasse passen? In der Bibel wird geschildert, wie Menschen die Erfahrung machen, dass kein Gott hört und hilft. Der Grund besteht aber nicht darin, dass es Gott nicht gibt, sondern darin, dass eine unüberwindliche Mauer der Entfremdung zwischen Gott und dem Menschen steht. Der Prophet Jesaja beschreibt das so: „Ihr meint wohl, der Herr sei zu schwach, um euch zu helfen, und dazu noch taub, sodass er eure Hilferufe gar nicht hört. O nein! Eure Schuld steht wie eine Mauer zwischen euch und eurem Gott.“

Eigentlich entstand der Atheismus aus der konsequenten Reflexion dieser Wirklichkeit. Das Christentum bleibt nicht bei dieser Wirklichkeit stehen. Es lädt den Menschen ein zu einem Weg, der ihm hilft, aus der Entfremdung des Menschen von sich selbst und von seinem Schöpfer zu Gott zu finden. Das Zentrum des christlichen Glaubens besteht darin, dass ein Mensch durch Jesus zur Erfahrung der Liebe Gottes finden kann. Wenn man heute in einer deutschen Großstadt Menschen auf der Straße fragen würde, was das Wichtigste am christlichen Glauben wäre, so wäre eine Antwort sicher der Spitzenreiter: „Nächstenliebe.“ Nächstenliebe ist gewiss sehr wichtig. Aber im Kern geht es darum, dass Menschen zu einer Vertrauensbeziehung mit ihrem Schöpfer finden.

Fünf Konsequenzen des Atheismus

Im Winter besuche ich immer ein Fitnessstudio. Während Gewichte gestemmt werden, kann man interessante Gespräche führen. Über die Boxen an der Decke läuft irgendein Berliner Popmusiksender. Eine kurze Nachricht über irgendetwas Kirchliches wird vermeldet. Ein älterer Herr in der Muckibude, der offensichtlich nicht wusste, dass ich Pfarrer bin, echauffierte sich über die Dummheit von Menschen, die sich auf Religion einlassen. Ich fragte ihn: „Sind Sie Atheist?“ Er bejahte diese Frage, nicht ohne einen gewissen Stolz. „Wie konnte Ihnen das passieren? Das ist ja furchtbar“, antwortete ich fröhlich besorgt. „Wissen Sie eigentlich, was Sie da sagen, wenn Sie sich als Atheist bezeichnen?“, wollte ich wissen. Er sah mich verdutzt an. Dann versuchte ich, ihm die Konsequenzen des Atheismus aufzuzeigen.

  1. Wenn es keinen Gott gibt, dann weiß der Mensch nicht, wer er wirklich ist, dass er geliebt und geschaffen ist. Er hält sich für einen Zufall.
  2. Der Mensch hätte kein letztes großes Ziel. Sein Leben wäre eine Reise ohne Ankunft. Wir glichen Kindern, die den Weg nach Hause nicht kennen. All unsere Hoffnungen und Erwartungen würden wir allein auf dieses Leben konzentrieren. Wir müssten aus ihm alles herausholen. Wir würden versuchen mitzunehmen, was sich uns bietet, und unsere Moral dem Lebensgenuss unterordnen. Eine unersättliche Lebensgier mit schrecklichen Folgen wäre das Ergebnis.
  3. Es gäbe keinen verlässlichen, absoluten Maßstab für Gut und Böse. Der Mensch wäre beliebig manipulierbar.
  4. Es gäbe keine letzte Rechenschaft, die der Mensch für die Früchte seines Lebens vor einem gerechten Gott ablegen müsste. Die Ausbeuter und Herrscher dieser Welt würden am Ende recht behalten und triumphieren. Menschen wie Martin Luther King oder Dietrich Bonhoeffer, die für das Gute gestorben sind, wären die großen Dummköpfe und Verlierer.
  5. Es gäbe keinen Gott, der die Herzensschreie von uns Menschen erhören würde. Der Mensch wäre in einem kalten und sinnlosen Universum völlig auf sich selbst gestellt. „Das finde ich alles so schrecklich“, fuhr ich fort, »dass ich mich aufgemacht habe, um die Wahrheit zu finden: ob es einen Gott gibt, ob er an mir interessiert ist und ob ich zu ihm finden kann.« Der Jünger des Unglaubens sah mich nur verdutzt an und meinte: „Sie sind wohl ein Profigläubiger?“ Ich hätte es toll gefunden, wenn wir ernsthaft ins Gespräch gekommen wären.

„Ein Atheist ist einer, der sich ein Bild macht und es verneint.“
Peter Horton (österreichischer Musiker und Autor)

Das Elend des Atheisten

Vor einigen Monaten: Vor mir saß ein verzweifelter, gebrochener Mann. Seine Frau war vor Kurzem gestorben. Von heute auf morgen. Eine strahlende Christin. Zwei Kinder im Schulalter hatten ihre Mutter verloren, ein Mann seine geliebte Frau. Wir weinten gemeinsam und verstanden Gott nicht. Warum lässt er so etwas zu? Was soll das? Ist Gott vertrauenswürdig? Und dann spielten wir die Frage durch: Wie könnte es weitergehen, wenn der so von Gott Enttäuschte seinen Glauben verliert und den Weg nun ohne geht, ohne Gott, ohne die Gemeinschaft der Kirche? Wie könnte ein Leben ohne Glauben aussehen? Was wäre, wenn es Gott nicht gäbe? Kann man nach so einem Schicksalsschlag überhaupt ein gläubiger Mensch bleiben? Was ist die Alternative zu Jesus? Wir entwarfen Szenarien eines künftigen Lebens ohne Glauben.

Das Fazit unserer atheistischen Fantasiereise war einfach nur deprimierend. Ich hörte die Worte des jungen Witwers: „Es gibt keine Alternative. Egal, was passiert ist, ohne Jesus ist alles noch viel schlimmer. Ohne Glaube gibt es für mich überhaupt keinen Sinn und kein Ziel.“ Der Entertainer, Journalist und TV-Moderator Robert Lembke (1913 – 1989) bemerkte treffend: „Atheist? Ein Mensch, der ohne unsichtbare Unterstützung auskommen muss.“


Alexander Garth ist evangelischer Theologe, Gründer der Jungen Kirche Berlin und seit 2017 Pfarrer an der Stadtkirche in Wittenberg.
Der Text oben ist ein gekürzter Abschnitt aus seinem Buch: Warum ich kein Atheist bin: Glaube für Skeptiker

Drei Arten von Atheisten

Ein deutscher Dichter unserer Tage berichtet, wie er einmal mit einigen jungen Leuten am gleichen Tisch saß, die sich über Gott und andere religiöse Fragen unterhielten. Sie bezeichneten sich selbst als Gottesleugner.

Als er eine Zeit lang ruhig zugehört hatte, sagte er endlich: „Meine Herren, es gibt drei Arten von Atheisten: Die einen sind tiefe Denker, die beim Studium der philosophischen Systeme alter und neuer Zeit auf Abwege geraten und endlich an Gott irre geworden sind. Ich weiß nicht, ob solche Studien Sie dahin gebracht haben.“ Sie verneinten schüchtern.

„Nun, die zweite Art bilden die, welche ohne jedes eigene Urteil, wie die Papageien, die Worte, die sie am meisten hören, nachplappern. Ich hoffe, dass Sie nicht zu diesen gehören.“ Sie verneinten mit lebhafter Entrüstung.

„Nun denn, die dritte Art besteht aus solchen, die kein gutes Gewissen haben, in deren Leben etwas faul ist, sodass sie wünschen müssen, dass es keinen Gott der Heiligkeit und Gerechtigkeit gibt. Darum trösten sie sich mit der Behauptung: ‚Nein, es gibt keinen Gott; sündige nur weiter nach Herzenslust!’ Meine Herren, eine vierte Art gibt es nicht…“ Und damit erhob er sich und ließ die Gottesleugner mit langen Gesichtern sitzen.

[Aus dem Buch „Anders als gedacht“. Dieses evangelitische Taschenbuch erschien beim CSV, Hückeswagen.] Friedhelm König

Wenn Gott existieren würde

Während ich Hitchens und Dawkins lese, frage ich mich manchmal, ob sie tatsächlich lieber Gott existieren würden. Ihre wilde Wut und ihre Litanei der Beschwerden würden sich dann gegen ein echtes Wesen richten, das vor seinen Anklagern geschleppt und zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Wenn die Ferocity einiger New-Atheist-Schriftsteller und Blogger irgendetwas zum Vorschein bringt, würde Gott wahrscheinlich gelyncht werden. (Wenn ich darüber nachdenke, gab es das nicht einmal? )Alister McGrath

Metaphysische Obdachlosigkeit, Lisa Eckhart über Atheismus:

„Ich habe mir vom Atheismus sehr viel erhofft: Lebensfreude, Humor, Orgien. Letztlich aber ist man dann in dieser oft zitierten metaphysischen Obdachlosigkeit gelandet. Und jetzt ist die säkularisierte Welt fast noch lust- und lebensfeindlicher als die, gegen die man angehen wollte. Weswegen ich ganz bei Nietzsche bin, der sinngemäß sagt: ‚Gott ist tot. Wir haben ihn getötet, aber war diese Tat nicht etwas zu groß für uns?‘

Apologetik

QUESTION: I recall you once lectured on “apologetics as love”. A lot of people that I know, when they think about apologetics, don’t necessarily think about love or they reframe the word “love” as “tough love”. How can we genuinely talk about our faith and express love at the same time?

ANSWER: I’m not fond of the word “apologetics”. I use the word “kategorics” instead. Apologetics means defense, and the great commission is not, “Go into all the world and defend yourselves.” The defense can turn into attack, and the function of apologetics is sometimes to win and to defeat. I find that a bit counterproductive. Kategoria as apposed to apologia is to give the categories of reality, as in the ancient Greek court system. The prosecutor gave the categories of crime – the dead body, the motive, the knife, the witnesses. The apologia might claim that, “the witnesses were drunk, and they’re liars”, and “That’s not my knife, and I didn’t even know this guy”. The mantra of Christian apologetics is 1 Peter 3:15: “Always be prepared to give and answer to those who question the faith that is in you” (and do this with gentleness and respect). I believe that instruction is from the Holy Spirit, and that we should take it seriously. The difficulty is that no one is asking. I should be prepared to give an answer, but no one is questioning the faith that is in me, because nobody cares. The kategoria are pre-apologetics, involving giving the categories that stimulate the useful questions that people can ask about the faith that is in me. Serving the people with the questions that will be useful to them is love.Von „Atemberaubend zusammen mit Gott“ Pg. 142 Uhr.

FRAGE: Ich erinnere mich daran, dass du einst über “ Apologetik als Liebe “ belehrt hast. Viele Leute, die ich kenne, wenn sie an Apologetik denken, denken nicht unbedingt an Liebe oder sie das Wort “ Liebe “ als “ umrahmen. Wie können wir wirklich über unseren Glauben sprechen und gleichzeitig Liebe ausdrücken?

ANTWORT: Ich mag das Wort “ Apologetik “ nicht, sondern ich benutze stattdessen das Wort “ kategorik „. Apologetik bedeutet Verteidigung, und die große Kommission ist nicht: “ Gehe in die ganze Welt und wehrt euch.“ Die Verteidigung kann sich in Angriff verwandeln, und die Funktion der Apologetik ist manchmal zu gewinnen und zu besiegen. Das finde ich etwas kontraproduktiv. Kategoria als Entschuldigung ist es, die Kategorien der Realität zu geben, wie im antiken griechischen Gerichtssystem. Die Staatsanwaltschaft gab die Kategorien der Kriminalität – die Leiche, das Motiv, das Messer, die Zeugen. Die Entschuldigung könnte behaupten, “ die Zeugen waren betrunken und sie sind Lügner „, und “ Das ist nicht mein Messer, und ich kannte diesen Kerl nicht einmal „. Das Mantra der christlichen Apotheker ist 1 Peter 3:15 : „Sei stets bereit, denen zu geben und zu antworten, die den Glauben, der in dir ist“ (und tue dies mit Sanftmut und Respekt). Ich glaube, dass die Anweisung vom Heiligen Geist stammt, und dass wir sie ernst nehmen sollten. Die Schwierigkeit ist, dass niemand fragt. Ich sollte bereit sein, eine Antwort zu geben, aber niemand hinterfragt den Glauben, der in mir ist, weil es niemanden interessiert. Die Kategoria sind Vorapologetik, die die Kategorien geben, die die nützlichen Fragen anregen, die Menschen über den Glauben stellen können, der in mir ist. Den Menschen mit den Fragen zu dienen, die ihnen nützlich sein werden, ist Liebe. Ellis H.Potter

Soviel ich weiß, gibt es keine Christen, die Gebäude in die Luft sprengen.Richard Dawkins: Das Christentum als „Bollwerk gegen Schlimmeres“

Der Evolutionsbiologe Richard Dawkins lehrte an der Universität von Oxford und ist der wichtigste Vordenker des „Neuen Atheismus“. Vor einigen Tagen warnte er vor den Folgen der Krise des Christentums in Europa, da das Christentum im Vergleich zu anderen Religionen einen „gutartigen“ Charakter besitze. Bereits 2016 hatte er das Christentum als „Bollwerk gegen Schlimmeres“ bezeichnet.
Dawkins bekräftigte dabei seine Kritik an den Atheisten, welche die Krise des Christentums begrüßten. Er zitierte in diesem Zusammenhang einen Ausspruch des katholischen Historikers Hilaire Belloc, in dem dieser eines der Prinzipien konservativer politischer Philosophie ausgedrückt hatte. Demnach führe die bloße Zerstörung eines unvollkommenen Zustands nicht zur Herstellung eines besseren Zustandes („Always keep a-hold of nurse/For fear of finding something worse“).
Zuvor hatte Dawkins atheistische Religionskritiker zur Differenzierung aufgerufen. Atheisten müssten anerkennen, dass es gravierende Unterschiede zwischen Religionen wie dem Christentum und dem Islam gebe. Das Christentum stelle möglicherweise ein „Bollwerk gegen etwas Schlimmeres“ dar:
Soviel ich weiß, gibt es keine Christen, die Gebäude in die Luft sprengen. Mir ist nichts davon bekannt, dass es christliche Selbstmordattentäter gibt. Mit ist nichts davon bekannt, dass eine grössere christliche Konfession den Abfall vom Glauben mit dem Tod bestrafen will. Ich habe gemischte Gefühle, was den Niedergang des Christentums angeht, weil das Christentum ein Bollwerk gegen etwas Schlimmeres sein könnte.
Auch wenn man davon ausgehe, dass Gott nicht existiere, könne man Religionen dennoch danach bewerten, welche Folgen ihr Wirken in der Welt habe und diese Bewertung falle je nach Religion sehr unterschiedlich aus. Man müsse zudem anerkennen, dass das Christentum die wesentliche Grundlage der Kultur und Geschichte Europas darstelle.
Hintergrund und Bewertung
Dawkins war ursprünglich durch seine Werke über Evolutionsbiologie bekannt geworden, die wegen ihrer hohen Qualität auch von Kritikern seiner Ideen positiv gewürdigt worden waren. Später trat er vor allem durch religionskritische Schriften in Erscheinung, die anders als seine früheren Werke von einem polemischen Stil geprägt waren.

  • In diesen Schriften setzte Dawkins vor allem Strohmann-Argumente ein und stellte zentrale Konzepte christlicher Theologie unzutreffend oder stark verzerrt dar. Er rechtfertigte dies damit, dass religiöse Positionen so abwegig seien, dass man sich nicht näher mit ihnen auseinandersetzen müsse, um sie entschieden ablehnen zu können.
  • Dawkins differenzierte jedoch zuletzt stärker zwischen unterschiedlichen Religionen. Er äußerte sich vor allem deutlich positiver über das Christentum, während er seine Religionskritik auf die im Islam vorherrschenden Strömungen konzentrierte.

Seine aktuellen Darstellungen geben Aufschluss über die Argumente, denen atheistische und agnostische Gegner des Christentums im Dialog mit Christen potenziell zugänglich sind. Diese Argumente umfassen vor allem Verweise auf die kulturellen Leistungen des Christentums und die mögliche Rolle des Christentums bei der Bewältigung islambezogener Herausforderungen für Europa.
Offenbar beeindruckte es Dawkins auch, dass christliche Theologen und Philosophen auf seine Polemiken sachlich antworteten und die Debatte mit ihm suchten. Aus islamischen Kreisen sei ihm hingegen mit Drohungen begegnet worden und aus dem multikulturalistischen Milieu mit Aufrufen, dass ihm wegen „Islamophobie“ keine Plattform geboten werden dürfe.
Die Bewegung des „Neuen Atheismus“ war in den Jahren nach den Anschlägen des 11. September 2001 entstanden. Der katholische Publizist William Kilpatrick hatte in diesem Zusammenhang die These aufgestellt, dass allgemeine religionsfeindliche Tendenzen in westlichen Gesellschaften durch die Betonung von Gemeinsamkeiten zwischen Christentum und Islam durch Teile der Kirche gefördert würden.
Dies führe dazu, dass islamspezifische Probleme von Menschen verbreitet auf das Christentum übertragen würden. Um pauschaler Religionskritik entgegenzuwirken, sei daher eine stärkere Betonung der Unterschiede zwischen Christentum und Islam erforderlich. Der im Denken von Dawkins zu beobachtende Wandel, der anscheinend durch sein besseres Verständnis der Unterschiede zwischen den Religionen ausgelöst wurde, stützt Kilpatricks These. (ts) https://bundsanktmichael.org/2018/03/28/richard-dawkins-das-christentum-als-bollwerk-gegen-schlimmeres/

 

Tragischer Irrtum

„Eine Menge unbedeutender Menschen halten sich für große Geister und starke Seelen, nur weil sie den christlichen Glauben verachten.”
Luc de Clapiers, Marquis de Vauvenargues (Französischer Philosoph, 1715-1747)

„Warum brauchen Sie dann noch Jesus?“

Auch der Atheist muss vertrauen können

Auch der Atheist muss vertrauen können, einen doppelten Boden hat er dafür nicht. Er muss auf seine Sinne vertrauen und kann das Wahrgenommene nicht andauernd infrage stellen. Darum geht es letztlich jedem Menschen, ob Atheist, Esoteriker, Christ, ob Maschinenbauer, Chemiker, Webdesigner oder Bäcker: um die Hoffnung auf die für ihn ideale Ordnung. Um die Geborgenheit im Diesseits. Um das Heil in Gemeinschaft. Um den Rausch der spirituellen Erfahrung. Im Vertrauen versichert sich das Individuum seiner selbst. Wer glaubt, hofft. Wer hofft, vertraut. Und wer vertrauen kann – lebt der nicht glücklicher?
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2013/01/Glaube-Religion-Psychologie/seite-2

„Tun Sie nicht so, als wären Sie Gott, Professor Dawkins!“

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„Er (Gott) ist ein „psychotischer Krimineller“, den verrückte und verwirrte Leute erfunden haben.“ Das ist eine von Richard Dawkins milderen Feststellungen. Dawkins, Professor an der Universität von Oxford, ist auf einem Kreuzzug. Ziel dieses Kreuzzuges ist es, die Welt von einem ihrer größten Übel zu befreien: Religion. „Wenn dieses Buch („Der Gotteswahn“) wirkt, wie ich es mir vorgestellt habe“, meint er, „dann werden religiöse Leser dieses Buch aufschlagen und es als Atheisten wieder bei Seite legen.“ Aber er gibt auch zu, dass dieses Ergebnis sehr unwahrscheinlich ist. „In der Wolle gefärbte Fromme sind immun gegen Argumente“, meint Dawkins. Weiterlesen