Matthäus 11, 28: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. –

Schlüssel
worte:
Luther 1984: Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. –
Menge 1949 (V1): «KOMMT her zu mir alle, die ihr niedergedrückt und belastet* seid: Ich will euch Ruhe schaffen! –
Revidierte Elberfelder 1985: Kommt her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. –
Schlachter 1952: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!
Zürcher 1931: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch Ruhe geben. – Jeremia 31, 25.
Luther 1545: Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!
Neue Genfer Übersetzung 2011: »Kommt zu mir, ihr alle, die ihr euch plagt und von eurer Last fast erdrückt werdet; ich werde sie euch abnehmen.
Albrecht 1912: Kommt alle her zu mir, die ihr euch abmüht* und von Last gedrückt seid*! Ich will euch Ruhe schenken.
Luther 1912: Kommet her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. – Matthäus 12, 20; Jeremia 31, 25.
Meister: «KOMMT her zu Mir alle, die ihr euch abgemüht habt und belastet seid, und Ich werde euch Ruhe geben!
Menge 1949 (V2): «KOMMT her zu mir alle, die ihr niedergedrückt und belastet* seid: Ich will euch Ruhe schaffen! –
Nicht revidierte Elberfelder 1905: Kommet her zu mir, alle ihr Mühseligen und Beladenen, und ich werde euch Ruhe geben. –
Revidierte Elberfelder 1985-1991: Kommt her zu mir, alle ihr – ptp-Mühseligen und – ppfp-Beladenen! Und ich werde euch Ruhe geben. –

Falsche Zugänge zur Bibel

Falsche Zugänge zur Bibel erkennt man daran, dass sie rundum schlüssig sind. Denn die ganze Wahrheit kennt nur Gott – wir kennen lediglich Ausschnitte. Es sind unsere menschlichen Gehirne, die Symmetrie, Proportionalität und Kausalität bevorzugen. Doch die Realität schert sich nicht um unsere kognitiven Bedürfnisse. Die biblische Erzählung ist randvoll mit Wirklichkeit und ergo auch mit scheinbarer Widersinnigkeit. Je weiter die Geschichte von JHWH und seinem auserwählten Volk voranschreitet, umso mehr Fragen bleiben.
Ursprünglich gingen die Israeliten davon aus, dass sich anständiges Verhalten in diesem Leben auszahlt. Doch warum regieren dann einige der bösesten Könige – wie der Kinderschlächter Manasse – am längsten, und warum sterben einige der besten Könige – wie der Moral-Reformer Josia – so jung? Warum residieren schmeichlerische Fake-Propheten in schönen Landhäusern, während die echten Boten Gottes im Gefängnis schmachten? Warum schrumpft und dümpelt das auserwählte Volk Israel vor sich hin, während die gottlosen Staaten ringsherum bedrohlich expandieren?
Welcher Logik folgt das Leben also, wenn Glück Glückssache ist und Gottes Handeln unbegreiflich? Warum soll man überhaupt an Gott glauben?
Dieselbe Frage stellen sich die griechischen Philosophen, die daraufhin den überlieferten Göttergestalten die Gefolgschaft aufkündigen und stattdessen dem «Logos» oder einfach der Natur huldigen.
Die biblischen Autoren gehen einen anderen Weg, denselben, den schon Abraham und Jakob beschritten haben: Sie ringen mit ihrem Gott.
Markus Spieker in ‚Jesus. Eine Weltgeschichte.‘