Rassismus ist unbiblisch und ist eine gewaltige Sünde.

“Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln von Händen gemacht; ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte, da er ja selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht, daß es auf dem ganzen Erdboden wohne, und hat im Voraus die Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt,..” Apg.17,24-26
“Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm! Offb.7,9
Das Erste, was man in dieser Diskussion verstehen muss, ist, das es nur eine Rasse gibt – die menschliche Rasse. Weisse, Afrikaner, Asiaten, Inder, Araber, Juden usw. sind keine verschiedene Rasse. Sie sind nur verschiedene Völkergruppen der menschlichen Rasse. Alle Menschen haben dieselben physischen Merkmale (natürlich mit kleinen Unterschieden). Wichtiger ist, dass alle Menschen nach Gottes Abbild und Ihm ähnlich geschaffen sind (1. Buch Mose 1:26 – 27). Gott liebt die gesamte Welt (Johannes 3:16). Jesus hat Sein Leben für jeden in der gesamten Welt niedergelegt (1. Johannes 2:2). Die “gesamte Welt” schliesst offensichtlich alle Völkergruppen der Menschheit ein.
Gott zeigt kein Ansehen der Person (5. Mose 10:17; Apostelgeschichte 10:34; Roemer 2:11; Epheser 6:9), und wir sollten es auch nicht tun. Jakobus 2:4 beschreibt, das wenn man jemand diskriminiert, man dann ein “Richter mit bösen Gedanken” ist. Stattdessen sollten wir “unseren Nächsten lieben wie uns selbst” (Jakobus 2:8). Im Alten Testament unterteilte Gott die Menschen in zwei “Rassen-Gruppen”: Juden und Nicht-Juden. Gottes Absicht war, dass die Juden ein königliches Priestertum sind, und den Nicht-Jüdischen Nationen dienen sollten. Stattdessen, zum größten Teil zumindest, wurden die Juden stolz auf ihren Status und verachteten die Nicht-Juden. Jesus Christus setzte dem ein Ende, indem Er die Wand der Feindschaft niedergebrochen hat (Epheser 2:14). Alle Formen von Rassismus, Vorurteil und Diskriminierung sind ein Angriff auf das, was Jesus am Kreuz getan hat.
Jesus gebietet uns, einander so zu lieben, wie Er uns liebt (Johannes 13:34). Wenn Gott unparteiisch ist und uns mit Unbefangenheit liebt, so bedeutet das, das wir andere mit dem gleichen Standard lieben sollen. Am Ende von Matthäus 25 sagt Jesus, das was immer wir einem Seiner geringsten Geschwister getan haben, das haben wir Ihm getan. Wenn wir einen Menschen mit Verachtung behandeln, so behandeln wir einen Menschen schlecht, der nach Gottes Abbild geschaffen ist; wir verletzen jemanden, den Gott liebt und fuer den Jesus gestorben ist.
Rassismus in seinen variierenden Formen und seinen unterschiedlichsten Ausmassen ist seit Tausenden von Jahren eine Plage der Menschheit gewesen. Brüder und Schwestern aller Völkergruppen, dies sollte nicht so sein! An die Opfer des Rassismus, der Vorurteile und der Diskriminierung – ihr müsst vergeben. Epheser 4:32 sagt, “Seid aber gegeneinander gütig, mitleidig, einander vergebend, gleichwie auch Gott in Christo euch vergeben hat.” Nein, Rassisten verdienen nicht eure Vergebung, aber noch weniger haben wir Gottes Vergebung verdient! An die Täter von Rassismus, Vorurteilen und Diskriminierung – ihr müsst Reue zeigen und “stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind, und bietet ihm eure Glieder als Werkzeuge der Gerechtigkeit an” (Roemer 6:13). Möge Galater 3:28 vollkommen verstanden werden, “Da gibt es keine Juden oder Nichtjuden mehr, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen, denn in Christus seid ihr alle zu Einem geworden”. https://www.gotquestions.org/

An Pfingsten kommt der Heilige Geist und der bringt nichts

„An Weihnachten bringt das Christkind Geschenke, an Ostern der Hase seine bunten Eier – an Pfingsten kommt der Heilige Geist und der bringt nichts.“ Die Kinderweisheit ist ernüchternd, der Heilige Geist nicht in Warenwerten abzuwiegen. Und dennoch: Pfingsten – ein Festtag, an dem wir Gott danken: für das Überströmen der Gnade, die Ausgießung des Heiligen Geistes, unseres Trösters und Lehrers, den „Geburtstag der Kirche“.
Kurze Erklärung zum Pfingstfest:
Pfingsten ist das „Fest des Heiligen Geistes“ und nach Weihnachten und Ostern das dritte Hauptfest des christlichen Kirchenjahres. Der Name geht auf das griechische Wort „pentekoste“ (der fünfzigste) zurück, weil das Pfingstfest seit etwa Ende des vierten Jahrhunderts fünfzig Tage nach Ostern gefeiert wird. In Erinnerung an die in der Bibel geschilderte Ausgießung des Heiligen Geistes wird Pfingsten auch als Geburtstag der Kirche und Beginn der weltweiten Mission verstanden. Die biblischen Berichte schildern nach Jesu Tod am Kreuz, der Auferstehung Christi und Himmelfahrt eine neue Gemeinschaft der Jünger: „Sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an, zu predigen in anderen Sprachen“, heißt es in der Apostelgeschichte. Bis zum vierten Jahrhundert wurde an Pfingsten zugleich Christi Himmelfahrt gefeiert. Erst später entwickelten sich daraus zwei eigenständige Feiertage. Im Kirchenkalender endet mit Pfingsten die österliche Festzeit. Die Ausgießung des Heiligen Geistes wurde früher in einigen Gottesdiensten an Pfingsten durch das Herablassen einer hölzernen Taube in der Kirche dargestellt.

Wer hat Gott erschaffen?

Die Menschen mögen vielleicht denken: ‚Da jede Wirkung eine Ursache haben muss, muss auch Gott eine Ursache haben.‘ Sie mögen deshalb fragen: „Was kam vor Gott?“ Aber der ewige Gott ist keine Wirkung. Es gab niemals eine Zeit, in der er nicht da war. Gottes Wesen leitet sich weder von etwas außerhalb seiner selbst ab, noch ist er abhängig von irgendetwas außerhalb seiner selbst. Nichts unterscheidet Gott von der Schöpfung auf dramatischere Weise als dies, weil die Schöpfung per Definition abhängig und abgeleitet ist und die Macht des Seins nicht in sich selbst trägt. Gott dagegen braucht nichts; er existiert von aller Ewigkeit her.

Die Ewigkeit erstreckt sich auch in die andere Richtung. Es wird niemals eine Zeit in der Zukunft geben, in der Gott aufhört zu existieren. Sein Wesen bleibt selbstexistierend in alle Ewigkeit. Wenn irgendetwas existiert, dann muss etwas schon immer existiert haben. Wenn es jemals absolut nichts gegeben hat, dann könnte es auch jetzt nichts geben, weil man nicht irgendetwas aus nichts zaubern kann. Und umgedreht – wenn es jetzt etwas gibt, dann beweist das in sich selbst, dass es schon immer etwas gegeben hat. Und das, was immer da ist, existiert aus sich selbst heraus. Das ist derjenige, der die Macht des Seins in sich selbst trägt, der lebendige Gott. Also ist seine Ewigkeit eine weitere Eigenschaft, die unsere Seele zur Anbetung und zum Lobpreis anregen sollte: Wir sind von dem geschaffen, der auf ewig die Macht des Seins in sich selbst trägt. Stell dir die Größe eines solchen Wesens vor.

Seine Ewigkeit trennt Gott vielleicht mehr als alles andere von uns. Seine Heiligkeit bezieht sich nicht nur auf seine Reinheit, sondern auch auf seine Andersartigkeit oder Transzendenz – der Sinn, in dem er verschieden von uns ist. Eine Sache, die wir Menschen gemeinsam haben, ist, dass wir Geschöpfe sind, die von Natur aus zeitlich sind. Am Ende eines menschlichen Lebens, wenn wir begraben werden, wird unser Grab mit einem Grabstein markiert, auf dem unser Name sowie der Geburts- und Todestag stehen. Wir leben auf dieser Erde zwischen diesen zwei Zeitpunkten: Geburt und Tod. So etwas gibt es für Gott nicht. Er ist unendlich nicht nur in Bezug auf den Raum, sondern auch in Bezug auf die Zeit. Es gab niemals eine Zeit, in der Gott nicht da war. Er ist von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gottes Ewigkeit ist untrennbar mit seiner Selbstexistenz, seiner Aseität, verknüpft. Und doch ist das Wort Aseität nicht im Wortschatz des durchschnittlichen Christen. Aseität bedeutet „Sein oder Existenz in sich selbst zu tragen“.

Der Mathematiker und Philosoph Bertrand Russel erklärt in dem Buch Warum ich kein Christ bin die Gründe für seinen Unglauben. Bevor er ein Jugendlicher war, sei er überzeugt gewesen, dass es einen Gott geben müsse, um das Universum zu erklären. Dann las er jedoch John Stuart Mill, der das traditionelle, kosmologische Argument für die Existenz Gottes bestritt, das von der Gegenwart der Dinge im hier und jetzt auf die Existenz einer ersten Ursache zurückschließt. Dieser Schluss ist gegründet auf dem Gesetz von Ursache und Wirkung, welches besagt, dass jede Wirkung eine vorhergehende Ursache haben muss. Mill behauptete, dass, wenn alles eine vorhergehende Ursache habe, auch Gott eine haben müsse. Aber wenn Gott eine vorhergehende Ursache habe, dann sei er ein Geschöpf wie alle anderen. Als er das in seinen späten Jugendjahren las, entschied sich Russel dafür, das klassische Argument für die Existenz Gottes als fehlerhaft zu betrachten. Russel behielt diese Position bis zu seinem Tod und erkannte nicht, dass sie auf einer fehlerhaften Definition des Gesetzes von Ursache und Wirkung beruht.

Das Gesetz von Ursache und Wirkung lehrt, dass jede Wirkung eine Ursache haben muss, nicht dass alles eine Ursache haben muss. Wirkungen sind per Definition von etwas anderem verursacht. Wir müssen jedoch nicht unterstellen, dass alles eine Wirkung ist – zeitlich, endlich, abhängig und abgeleitet. Es ist nichts Irrationales an der Vorstellung eines selbstexistierenden, ewigen Wesens, welches die Macht des Seins in sich selbst trägt. Solch ein Konzept ist nicht nur logisch möglich, sondern (wie Thomas Aquinas gezeigt hat) logisch notwendig. Damit irgendetwas existieren kann, muss etwas irgendwo, irgendwie die Macht des Seins haben, denn ohne die Macht des Seins könnte nichts sein. Dasjenige, welches die Macht des Seins in sich selbst trägt und nicht abhängig ist von irgendetwas außerhalb seiner selbst, muss die Macht des Seins von aller Ewigkeit her haben. Das ist es, was Gott von uns unterscheidet. Wir erinnern uns an den ersten Satz des Alten Testaments: „Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde“ (1Mo 1,1). Alles im Universum, außer Gott, ist geschöpflich. Alles in der Schöpfung – im Universum – hat einen Anfang in der Zeit. Gott allein ist von Ewigkeit zu Ewigkeit und besitzt die Eigenschaft der Ewigkeit. Dieser majestätische Aspekt von Gottes Wesen geht so weit über alles hinaus, was wir uns in dieser Welt vorstellen können, dass er allein ausreichen sollte, um unsere Seelen dazu zu bewegen, ihn zu preisen und zu verehren. Er allein hat die Macht des Seins in sich selbst. Wir denken über diese Dinge nicht oft genug nach. Wenn wir über ein Wesen nachsinnen, das ewig ist und die Macht für alles andere generiert, was existiert – uns eingeschlossen – dann sollten wir dazu bewegt werden, ihn anzubeten.GottSchöpfung1. Mose 1,1

R.C. Sproul (1939 – 2017) war ein reformierter Pastor und Professor für Systematische Theologie. Er ist Gründer von Ligonier und Autor zahlreicher Bücher und Filme.

Dieser Beitrag erschien zuerst bei Ligonier Ministries. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung. Mehr Ressourcen von Ligonier Ministries.
https://www.evangelium21.net/media/1629/wer-hat-gott-erschaffen

Jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Johannes 11,26

7-mal «nicht»

Im Johannes-Evangelium finden wir sieben wertvolle Aussagen mit einer starken Form der Verneinung.

  1. «Wer irgend von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird nicht dürsten in Ewigkeit» (Johannes 4,14). Bei Jesus Christus wird unser Durst nach echter Lebenserfüllung für immer gestillt.
  2. «Wer zu mir kommt, wird nicht hungern» (Johannes 6,35). Im Herrn Jesus finden wir eine Person, die unser Herz und unser Leben erfüllen kann, so dass wir nie mehr inneren Hunger leiden müssen.
  3. «Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstossen» (Johannes 6,37). Bei Jesus Christus sind wir willkommen. Nie wird Er jemand ablehnen, der sich vertrauensvoll an Ihn wendet.
  4. «Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln» (Johannes 8,12). Wenn wir an den Herrn Jesus glauben und seine Jünger werden, wird es in unserem Leben für immer hell.
  5. «Wenn jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit» (Johannes 8,51). Als Glaubende kommen wir nicht ins Gericht. Der Tod ist für uns das dunkle Tor zu ewigem Glück.
  6. «Ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie gehen nicht verloren in Ewigkeit» (Johannes 10,28). Als Schafe des guten Hirten können wir nicht mehr verloren gehen. Wir bleiben ewig sein Eigentum.
  7. «Jeder, der lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit» (Johannes 11,26). Als Erlöste besitzen wir die Hoffnung, dass der Herr uns lebend in den Himmel entrücken wird. https://nzd.beroea.ch/home.html

Die Himmelfahrt Jesu Christi Ihre Bedeutung und ihr Platz in der Heilsgeschichte

Leitverse: 1. Timotheus 3,16; 2. Könige 2,9-14 Inhalt

Als der Prophet Elia in den Himmel auffuhr, wünschte sich sein Nachfolger Elisa das Doppelte der Kraft des Elia. Die Voraussetzung, dieses zu bekommen, ist bemerkenswert: Nur wenn Elisa sähe, wie Elia in den Himmel auffuhr, dann würde er dieses Teil bekommen. Deshalb war Elisa sehr konzentriert, diesen Moment der Auffahrt nicht zu verpassen. Er verpasste sie nicht und wurde Zeuge einer beeindruckenden Szene (2Kön 2,9-14).

Auch heute könnte es genauso wichtig sein, die Auffahrt des Herrn nicht zu verpassen. Natürlich, sie ist längst geschehen und nicht mehr zu verpassen. Aber die Bedeutung der Himmelfahrt Jesu wird selten herausgestellt. Sie hat ihren wichtigen Platz in der Heilsgeschichte so wie die Kreuzigung und Auferstehung.

Aufgenommen in Herrlichkeit

Zu dem Geheimnis der Gottseligkeit, die Basis des Glaubens, welches uns in der Person Christi geöffnet wird, gehört, dass ER aufgenommen wurde in Herrlichkeit:

  • 1Tim 3,16: Und anerkannt groß ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Er, der offenbart worden ist im Fleisch, ist gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit.

Nicht nur, dass die Herrlichkeit der Ort war, zu dem Er auffuhr. Der ganze Einzug in den Himmel war eingehüllt in Herrlichkeit. Die Wolke der Herrlichkeit Gottes nahm Ihn auf und war das Geleit für seinen Einzug in den Himmel. Er wurde aufgenommen in der Wolke:„Und als er dies gesagt hatte, wurde er emporgehoben, indem sie es sahen, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen weg“ (Apg 1,9).

Ich glaube, dass diese Auffahrt des Herrn nicht weniger beeindruckend war als die des Elia. Es ist der Sohn des Vaters, der seine Mission mit dem Einsatz seines Lebens erfüllt hat, der jetzt in den Himmel eintritt, hinaufsteigt zur Krönung, um von Gott dem Vater begrüßt zu werden. Es beginnt mit seiner Auffahrt, seiner Inthronisierung. Jesus, der verachtete Nazarener, wird unmittelbar darauf zum Herrn und Christus gemacht. Er nimmt jetzt Platz auf dem Thron des Vaters. Ein Mensch, der der Sohn Gottes ist, betritt als erster Mensch den Himmel, den Thronsaal Gottes und wird mit allen Ehren, Begeisterung und Bewunderung, die Gott der Vater seinem Sohn geben kann, empfangen und begrüßt. Der Himmel ist Zeuge dieser einmaligen Szene, die Rückkehr Jesu in das himmlische Reich, von dem Er ausgegangen war (Joh 3,13; 6,62). Der Sohn kommt wieder nach Hause und Er sagt: Ich habe dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, das du mir gegeben hast, dass ich es tun sollte. Und nun verherrliche du, Vater, mich bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war“ (Joh 17,4.5).

Schon zuvor hören wir Ihn sagen: „Als er nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, und Gott ist verherrlicht in ihm. Wenn Gott verherrlicht ist in ihm, so wird auch Gott ihn verherrlichen in sich selbst, und sogleich wird er ihn verherrlichen“ (Joh 13,31.32).

Die Himmelfahrt, die zehn Tage vor dem Pfingstfest und vierzig Tage nach seiner Auferstehung stattfand, ist eng verbunden mit seiner Verherrlichung. Wir dürfen uns die Freude des Himmels vor Augen malen, wie unser Herr, als unser Vorläufer, im Himmel empfangen wird.

Sieg und Triumph

Die Himmelfahrt ist der Beweis seines Triumphes. Die Schlacht ist geschlagen, der Kampf gewonnen. Und der Himmel will Ihn zurück:

  • Mk 16,19: Der Herr nun wurde, nachdem er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes.
  • 1Pet 3,22: Jesus, in den Himmel gegangen, ist zur Rechten Gottes, indem Engel und Gewalten und Mächte ihm unterworfen sind.
  • Eph 4,10: Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfüllte.

Wenn seine Auferstehung schon der Beweis einer vollbrachten Erlösung war, dann ist mit dem Einnehmen des höchsten Ehrenplatzes im Universum endgültig besiegelt, dass der Christus Gottes alle Forderungen Gottes erfüllt, ja übertroffen hat. Freiwillig stieg Er hinab, lebte wie wir – ausgenommen die Sünde –, starb den Tod für Sünder, stieg hinab in die unteren Örter der Erde.

Das Wort spricht wiederholt von seinem Abstieg und Aufstieg. Es ist diese unendliche Distanz, diese grenzenlose Erniedrigung, die nötig war, um Gottes Rat zu erfüllen. Und seine Erhöhung daraufhin ist genauso grenzenlos, so hoch und erhaben wie nie ein Mensch hätte kommen können. Und es ist atemberaubend, dass, weil Er sich so erniedrigte, Er den Himmel für uns öffnet. Er hat nicht nur den Weg frei gemacht, wir sind in Ihm schon jetzt dorthin mitversetzt.

Die Ehre seines Platzes auf dem Thron kann man nur dann ermessen, wenn man seine tiefe Erniedrigung empfindet.

„Damit Er alles erfüllte!“ Es ist so, als ob in jedem Winkel des Himmels sein Name zu lesen ist, alles ist von Ihm geprägt und erfüllt!

  • Apg 2,36: Das ganze Haus Israel wisse nun zuverlässig, dass Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt.

Auch dieses Wort macht die heilsgeschichtliche Dimension seiner Auffahrt und Verherrlichung deutlich. Die Reichweite seiner Verherrlichung hat Konsequenzen für die ganze Welt. Das Haus Israel verliert sein Monopol auf Gottes Heil, die ganze Welt kann Christus den Herrn, den Gesalbten Gottes, kennenlernen.

Erlösung ist vollbracht!

Natürlich ist die Erlösung schon in der Auferstehung von Gott besiegelt. Im Hebräerbrief aber wird vor dem Hintergrund der nie endenden Opfer und Dienste des Alten Bundes die Einmaligkeit und ewige Gültigkeit der Hingabe und des Wertes seines Blutes direkt in Verbindung gebracht mit seinem Eingang in das himmlische Heiligtum.

  • Heb 9,12: Er ist auch nicht mit {o. durch} Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit {o. durch} seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen, als er eine ewige Erlösung erfunden hatte.

Auf Golgatha gab Er sein Blut, d.h. sein Leben, und ging geistlicherweise in das Allerheiligste mit seinem Blut. In diesem Schriftwort geht es aber darum, dass Er ein einziges Mal hineinging und nicht wieder neu hineingehen musste wie der irdische Hohepriester und dass Er sich zur Rechten Gottes gesetzt hat. Der „Dienst“ der Erlösung ist vollbracht, Christus sitzt auf dem Thron.

Er ist der Urheber, der Schöpfer ewigen Heils. Wer kann diesen atemberaubenden Anspruch stellen, wer kann sagen, dass er solches vollbracht hat?

  • Heb 5,9.10: Vollendet worden, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden, von Gott begrüßt {o. angeredet} als Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.

Doch nur der, den Gott begrüßt und in seinem Heiligtum willkommen heißt, Platz zu nehmen auf seinem Thron, den höchsten Platz, den es gibt. Welch eine Begrüßung! Der Sohn kommt nach 33 Jahren zurück! Und Er bekommt den Ehrentitel „Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks“!

Die Anrede des Vaters beinhaltet dieses Wort: „Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße!“ (Ps 110,1).

Vertretung im Himmel – Rettung auf der Erde!

Er ist durch die Himmel gegangen. Das ist seine Himmelfahrt, die Voraussetzung ist für sein Hohepriesteramt. Er fuhr auf in einem Triumphzug, gesehen von allen Engeln.

  • Heb 4,14-16: Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesus, den Sohn Gottes, so lasst uns das Bekenntnis festhalten; denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unseren Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise wie wir, ausgenommen die Sünde. Lasst uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu rechtzeitiger Hilfe.

Er schaut nicht nur zu, wie wir es oft tun, nein, Er verwendet sich für uns bei Gott, dass wir auf dem schmalen Weg zur Herrlichkeit nicht aufgeben: „Daher vermag er auch völlig die zu erretten, die durch ihn Gott nahen, indem er immerdar lebt, um sich für sie zu verwenden {o. sie zu vertreten, für sie zu bitten}“ (Heb 7,25).

Gottes Geist: Lebendiges Wasser, Beistand und Kraft aus der Höhe

Die Bedingung, dass Gottes Geist zu Pfingsten auf die Erde gesandt würde, war ein in den Himmel aufgefahrener und verherrlichter Christus!

  • Joh 7,38.39: Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Dies aber sagte er von dem Geist, den die an ihn Glaubenden empfangen sollten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.

Der Geist Gottes sollte von einem verherrlichten Christus zeugen, uns diese Herrlichkeit lebendig sein lassen auf unserem Weg zum Ziel, der rein äußerlich nichts von dieser Herrlichkeit Christi, die Er mit uns teilen wird und die jetzt schon unser Besitz ist, erkennen oder erahnen lässt. In diesem Sinne können wir auch von Kraft aus der Höhe sprechen, der Inbegriff und die Auswirkung der Herrlichkeit in der Höhe.

Es ist in der Tat unser Geheimnis, dass unser Herr jetzt der Herr der Herrlichkeit ist und dass wir auf dem Weg in gerade diese Herrlichkeit sind. Er will uns seine Herrlichkeit zeigen, die der Vater Ihm gab aufgrund seines vollbrachten Werkes.

Zu Pfingsten kam dieser Geist und wurde die Kraft aus der Höhe für die Jünger. Aber dieser Tag wurde eben auch durch den Geist die Geburtsstunde der Gemeinde Gottes: „Nachdem er nun durch die Rechte {o. zur Rechten} Gottes erhöht worden ist und die Verheißung des Heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er dies ausgegossen, was ihr seht und hört. Denn nicht David ist in die Himmel aufgefahren; er sagt aber selbst: ,Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße‘ {Ps 110,1}“ (Apg 2,33-35).

An diesem Tag wurden alle Jünger mit einem Geist getränkt und zu einem Leib getauft. Haupt und Leib sind Bild und Realität der innigen und untrennbaren Verbindung Christi und der Gemeinde. Und es sollte ein verherrlichter Christus das Haupt sein, der, der alles in allem erfüllt. Nicht ein auferstandener Christus vor seiner Himmelfahrt, als Er noch auf der Erde war, sondern der, dem die Zukunft gehört, der, welcher diese Herrlichkeit für immer mit der Gemeinde teilen will. Er wird nirgends mehr sein, ohne dass die Gemeinde dabei ist, weil Haupt und Leib untrennbar sind.

Dass der Herr Jesus die Jünger verlassen würde, musste sie traurig machen. Doch der Meister macht ihnen klar, und auch uns durch das ganze NT, wie wichtig und absolut nötig es ist, dass Er zurückging. In diese Leere würde der Geist Gottes treten und sie erfüllen und in ihnen wohnen. Er würde wiederkommen, in diesem Geist, der auch „Geist Christi“ genannt wird.

  • Joh 16,5-7: Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand von euch fragt mich: Wohin gehst du? Doch weil ich dies zu euch geredet habe, hat Traurigkeit euer Herz erfüllt. Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, dass ich weggehe, denn wenn ich nicht weggehe, wird der Sachwalter {o. Fürsprecher, Tröster, Beistand} nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, werde ich ihn zu euch senden.

ER bereitet unsere Ankunft vor!

Die Himmelfahrt hat auch direkt mit unserer Hoffnung zu tun. Er muss hingehen, um uns dort, wo Er mit dem Vater immer war, eine Wohnung einzurichten. Er kümmert sich persönlich darum, dass wir an diesen Ort kommen können.

  • Joh 14,2.3: In dem Haus meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, hätte ich es euch gesagt; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit, wo ich bin, auch ihr seiet.
  • Joh 14,28: Ihr habt gehört, dass ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und ich komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, würdet ihr euch freuen, dass ich zum Vater gehe, denn der Vater ist größer als ich.

Der Heiland lässt hier in sein Herz schauen. Er wollte nach Hause! Er war in der Welt nicht zu Hause. Er war ein Fremdling, ein Diener konzentriert auf seinen Auftrag. Aber Er wollte, dass sein Zuhause auch unser Zuhause wird.

So werden wir nicht auf der Erde zu Hause sein, sondern bei Ihm. Wir werden als ehemals Irdische wohl nichts vermissen, auch wenn uns solche Gedanken dann und wann beschleichen wollen.

Jesus ist als unser Vorläufer vorausgeeilt, und Er ist jetzt im Heiligtum, welches denselben Ort beschreibt wie das Haus des Vaters, unter einem anderen Aspekt natürlich.

  • Heb 6,19.20: Wir haben die vor uns liegende Hoffnung als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch in das Innere des Vorhangs hineingeht, wohin Jesus als Vorläufer für uns eingegangen ist, der Hoherpriester geworden in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.

Ein Vorläufer hat Nachfolger und die sind wir. Er ist der Anfänger und Vollender des Glaubens. Wir werden Ihm auf demselben Weg folgen, den Er durch die Himmel gegangen ist. Auch um unsere „Abholung“ wird Er sich persönlich kümmern.

ER hinterlässt einen Auftrag!

  • Mk 16,15: Und er sprach zu ihnen: Geht hin in die ganze Welt und predigt das Evangelium der ganzen Schöpfung.

Es wäre eine Unterlassung, diese Worte des Meisters in den Augenblicken seines Abschiedes von Jüngern nicht zu zitieren. Der Auftrag ist eindeutig. Es ist das Evangelium von der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Christi (2Kor 4,6). Es ist aber auch die Botschaft von ewigem Heil, für die Christus starb und auferstand und auffuhr zum Himmel. Und der Platz auf Gottes Thron gibt uns die Vollmacht, zu gehen. Es ist eben nicht die Botschaft eines Versagers, der am Kreuz endete. Es ist die Botschaft des Siegers, der wiederkommt, der lebt!

ER kommt wieder!

  • Apg 1,11: Männer von Galiläa, was steht ihr und seht hinauf zum Himmel? Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird ebenso kommen, wie ihr ihn habt auffahren sehen in den Himmel.

Auf dem Ölberg wird Er stehen: „Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen, der vor Jerusalem gegen Osten liegt; und der Ölberg wird sich in der Mitte spalten nach Osten und nach Westen hin, zu einem sehr großen Tale, und die Hälfte des Berges wird nach Norden und seine andere Hälfte nach Süden weichen“ (Sach 14,4).

Er sitzt jetzt auf dem Thron des Vaters. Dann, wenn Er kommt, wird Er herrschen auf seinem Thron, zu dessen Füßen alle seine Feinde liegen werden (Off 3,21).

Die Herrlichkeit, die Er jetzt schon hat, wird hervorbrechen wie die Sonne!

So gewiss es den Tag seiner Auffahrt gab, so gewiss wird es den seiner Wiederkunft geben!

Alles dies werden wir aus unmittelbarer Nähe miterleben. Halleluja!

Hans-Jörg Ronsdorf

© H.-J. Ronsdorf, online seit: 30.04.2007, aktualisiert: 10.05.2020
https://www.soundwords.de/die-himmelfahrt-jesu-christi-a3014.html

Meine Zeit steht in deinen Händen. Errette mich von der Hand meiner Feinde und von denen, die mich verfolgen Psalm 31,16

Der Psalm ist eine Bitte um Rettung und Schutz vor Feinden. In diesem Zusammenhang wird das Vertrauen zu Gott ausgedrückt. Von ihm ist sein „Schicksal“ abhängig. Gott hat die Dinge in seiner Hand unter Kontrolle.
Ähnliche Aussagen findet man in Prediger 3; Hiob 14,5. Zum Thema passen auch Bibeltexte wie Lukas 9,51; 12,16-21 und Johannes 7,6+30
Ein Mann hatte einen großen Terminkalender und sagte zu sich selbst: „Alle Termine sind eingeschrieben, aber noch sind die Tagung X und die Konferenz Y sowie die Sitzung der Unterausschüsse und die Treffen unseres Teams nicht eingeplant Wo soll ich sie alle unterbringen?“ Und er kaufte sich einen größeren Terminkalender mit Einteilungsmöglichkeiten der Nachtstunden, machte aus Abendessen Arbeitsessen, aus Wochenenden Klausurtage, disponierte noch einmal, trug alles sorgfältig ein und sagte zu sich selbst: „Nun sei ruhig, liebe Seele, du hast alles gut geplant, versäume nur nichts!“
Und je weniger er versäumte, umso mehr wuchs sein Informationsvorsprung. Er konnte überall mitreden. Er stieg im Ansehen und wurde in den Ausschuss Q und in den Vorstand K gewählt, zweiter und erster Vorsitzender, Ehrenmitglied. Und eines Tages war es so weit: Gott sagte: „Du Narr, diese Nacht stehst du auf meinem Terminkalender!“ (Gottfried Hänisch)
Was für eine provozierende Geschichte! Ist sie nicht wahr? Stunde um Stunde wird geplant, terminiert, getimt. Zeit ist Geld. Zeit ist Wissen. Zeit ist Macht. Zeit ist Einfluss. Und wir machen die Zeitrechnung ohne den Wirt.
Die Bibel kommt uns da in die Quere. Das Bekenntnis des Psalmisten stellt unsere Zeitrechnung in Frage: „Meine Zeit steht in deinen Händen.“ Wir dürfen es lernen, bevor wir auf Gottes Terminkalender stehen: Zeit ist ein Geschenk, Stunde um Stunde. Mir anvertraut von Gott dem Schöpfer, dem Ursprung aller Zeit.
„Meine Zeit steht in deinen Händen.“ Luther hat einmal nach überstandener Krankheit folgende Erfahrung mit diesem Wort notiert: „Diese Zeile habe ich jetzt in dieser Krankheit gelernt und will sie korrigieren, denn ich bezog sie früher nur auf die Todesstunde. Sie soll aber heißen: In deinen Händen sind meine Zeiten, mein ganzes Leben, alle Tage, Stunden und Augenblicke.“ Das alles spricht der Psalmist schonungslos offen aus. Aber in dieser extremen Situation äußerer und innerer Bedrängnis geht er nicht unter. Er vertraut sich Gott an:
„Meine Zeit, mein Leben mit allem, was dazu gehört, steht in deinen Händen.“
„Meine Zeit steht in Gottes Händen“ wäre missverstanden, wollte man daraus eine Art „Firewall“ gegen alles Böse, alles Schicksalhafte, alles Schlechte oder Gewaltsame ableiten.
Die Termine mit Gott sind wichtig. Verlorene Zeiten, sagt der Spötter. Erfüllte Zeiten, staunt der Glaube. Zeiten, in denen Gottes Geist an uns arbeitet.
Es gehört zur Schule der Demut, dass wir unsere Zeit nicht in eigene Regie nehmen, sondern sie von Gott füllen lassen. Dietrich Bonhoeffer

Das Wort Gottes und die Kultur

Oder, um es anders zu formulieren: die Kultur muß ständig aufgrund der Bibel beurteilt und nicht etwa die Bibel ständig der sie umgebenden Kultur unterworfen werden. Die frühe Kirche nahm die Bibel zum Maßstab, um damit die römischgriechische Kultur ihrer Tage zu beurteilen. Die Reformation tat dies zu ihrer Zeit in bezug auf die Ende des Mittelalters auftretende Kultur. Und wir dürfen nicht vergessen, daß all die großen Erweckungsprediger dasselbe taten, als sie die Kultur ihrer Tage beurteilten. Die christliche Kirche tat dies in jeder ihrer großen Epochen in der Geschichte. Francis Schaeffer (Die große Anpassung, 1988, S. 75