Hast du mich lieb?

Johannes-Evangelium 21, 15-17

Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: »Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als irgendein anderer hier?« Petrus gab ihm zur Antwort: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.« Darauf sagte Jesus zu ihm: »Sorge für meine Lämmer!« (Johannes 21, 15)

Jesus fragte ihn ein zweites Mal: »Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich?« Petrus antwortete: »Ja, Herr, du weißt, dass ich dich lieb habe.« Da sagte Jesus zu ihm: »Hüte meine Schafe!« (Johannes 21, 16)

Jesus fragte ihn ein drittes Mal: »Simon, Sohn des Johannes, hast du mich lieb?« Petrus wurde traurig, weil Jesus ihn nun schon zum dritten Mal fragte: »Hast du mich lieb?« »Herr, du weißt alles«, erwiderte er. »Du weißt, dass ich dich lieb habe.« Darauf sagte Jesus zu ihm: »Sorge für meine Schafe! (Johannes 21, 17)

Als kleiner Junge habe ich oft mit den Nachbarkindern auf unserem Bauernhof Cowboy und Indianer gespielt. Wir haben alles Mögliche benutzt, um Gewehre und Pistolen dazustellen, sei es ein Axtstiel oder einfach ein Stück Holz. Die Bögen haben wir aus Weidenstöcken gebaut und Pfeile aus Strohhalmen, wo wir vorne ein Stück von einem Fliederbast drauf setzten, der ist in der Mitte weich und somit lässt er sich einfach auf den Strohhalm drücken und er diente als Schutz vor den sonst recht sitzen Strohhalmpfeilen. Ohne diesem Aststück flogen die Pfeile aber viel weiter und besser und so hab ich sie auch einfach mal weg gelassen, dadurch kam es leider dazu, dass ich einem Nachbarsmädchen mal fast mit einem unkontrollierten Schutz ins Auge getroffen hätte, zum Glück traf sie der Pfeil ein paar Millimeter neben dem Auge, aber Ärger mit den Eltern gab es dennoch.

Vielleicht kennt ihr das auch, ab und zu wenn ihr einen Streifzug durch eurer Leben macht, wünscht ihr euch noch mal zurück, um anders zu reagieren, etwas anderes zu sagen oder, um es anders zu machen, als so wie ihr es gemacht habt.

Mir fallen da einige Sachen ein, die ich ganz sicher so nicht noch mal machen würde.

Einer davon ist das ich den Pfeil nicht auf meine Nachbarin geschossen hätte.

Ich kann mir vorstellen, wenn Petrus, der Jünger Jesu, über sein Leben nachgedacht hat, dann fällt ihm auch eine Sache ein, die er sehr gerne ändern würde.

Ich meine, er hat so viele tolle, außergewöhnliche Sachen mit Jesus erlebt: Petrus erlebte, wie Lahme wieder gehen konnten, Blinde wieder sehen, Taube wieder hören, wie 5000 Menschen nur mit 2 Fischen und 5 Broten satt wurden, er hörte Worte von Jesus, die voller Weisheit und Liebe steckten und er konnte mit der Hilfe Jesu auf dem Wasser stehen. Was für Hammer Erlebnisse, was für ein spannendes Leben.

Und doch gab es die eine Situation, für die er sich zutiefst geschämt hat.

Wenn man mit einen Menschen so viel erlebt, dann möchte man nicht dass es aufhört. Doch dann sprach Jesus plötzlich davon, dass man ihn verhaften und töten wird. Das konnte Petrus nicht akzeptieren, das wollte er nicht zulassen und so gab er Jesus sein Versprechen. „Herr und wenn alle sich von dir abwenden, ich niemals, ich würde mit dir ins Gefängnis, ja sogar in den Tod gehen.“

Wir kennen die Geschichte und was dann kommt. Jesus sagt Petrus, dass er ihn verleugnen wird und genau so passiert es dann ein paar Stunden später, dass Petrus dreimal behauptet: Ich kennen diesen Jesus nicht, ich hab nichts mit dem zu tun! Als der Hahn dann kräht weiß Petrus genau, was er getan hat und nicht nur das, er sieht, dass Jesus es auch weiß.

Sicherlich ist es leicht zu sagen. Dreimal hat Petrus, Jesus verleugnet, dreimal hat Jesus, Petrus seine Liebe zu ihm bestätigen lassen. Ich denke aber, dass Jesus, Petrus da berühren wollte, wo sein Tiefpunkt festsaß: in seinem Herzen! Und das hat Jesus geschafft, wie wir an der dritten Antwort sehen konnten.

Jesus hat sich um Petrus gekümmert. Petrus hatte Jesus verleugnet, wohl der Tiefpunkt seines Lebens, aber Jesus hat ihm verziehen und nicht nur das, er hat ihn gebraucht – und wie! Das können wir alles in der Apostelgeschichte nachlesen. Petrus hat den Auftrag angenommen und eine super Arbeit geleistet unter den ersten Christen.

Die Bibel ist immer auslegungsbedürftig.

„Die Bibel ist immer auslegungsbedürftig. Und bei der Auslegung ist niemand von uns objektiv. Wir bringen alle unsere Prägungen und Vorerwartungen mit. Deshalb werden sich unsere Auslegungsergebnisse nie vollständig decken. Wer das leugnet, macht die Bibel zum Spaltpilz statt zur Einheitsstütze. Aber heißt das, dass die Bibel zur Einheit der Kirche gar nichts beitragen kann, weil sie keine klaren und objektiv für alle geltenden Aussagen macht? Martin Luther war da anderer Meinung. Er sprach davon, dass die Bibel in ihren zentralen, heilsentscheidenden Aussagen so klar ist, dass auch einfache Leser ihre Botschaft verstehen können. Auch der Theologe Heinzpeter Hempelmann schreibt: „Christlicher Glaube und christliche Kirche haben seit nunmehr fast 2000 Jahren sehr genau gewusst, wovon im Neuen und Alten Testament die Rede ist, und genau dies hat diese religionsgeschichtlich einzigartige Bewegung zur Bewegung gemacht und bis heute in Bewegung gehalten.“ Wenn wir dies heute mit unseren Methoden nicht mehr einzuholen wissen, bedeutet dies „nicht die Profillosigkeit der biblischen Schriften, sondern weist im Gegenteil hin auf die methodische Insuffizienz einer alt- und neutestamentlichen Exegese, die dringend einer Revision ihrer wissenschaftstheoretischen und methodologischen Grundlagen bedarf.“ Es liegt also nicht nur an der Bibel, sondern auch an unserem Umgang mit der Bibel, wenn sie ihre Klarheit und damit auch ihre einende Kraft verliert.“ Zeitschrift AUFATMEN Thema Brückenbau Teil 2 Markus Till FB 260221

Wunder

Ich war in Gemeinden, die Wunder in ihren Versammlungen ankündigten… Diese Art von Aufführungen interessiert mich nicht. Du kannst Wunder nicht machen, wie man eine chemische Reaktion auslöst. Du kannst kein Wunder bekommen, wie ein Magier auf der Bühne eine erstaunliche Vorstellung vorführt. Gott gibt sich nicht in die Hände religiöser Magiker. An diese Art von Wunder glaube ich nicht. Ich glaube an die Art von Wundern, die Gott seinem Volk gibt, das so nah bei Ihm lebt, dass Gebete für gewöhnlich erhört werden und diese Wunder nicht ungewöhnlich sind. John Wesley hat sich nicht einmal herabgewürdigt, Wunder zu predigen. Aber die Wunder, die John Wesleys Dienst folgten, war unfassbar. Einmal hat er einen Predigttermin und sein Pferd wurde lahm, so dass er nicht weiter reiten konnte. Wesley ging auf seine Knie neben dem Pferd und betete für seine Heilung. Dann stand er auf und ritt weiter, ohne dass das Pferd lahmte. Er machte das Wunder nicht öffentlich und sagte: “Wir stellen ein großes Zelt auf und machen Werbung dafür.” Gott tat diese Dinge einfach für ihn. Während C. H. Spurgeon nicht über Heilung predigte, wurden auf sein Gebet hin mehr Menschen von Krankheiten befreit als durch irgendeinen Arzt in London. Dies sind die Wunder, über die ich spreche. A.W.Tozer (1897-1963)

„Seid heilig, denn ich bin heilig.“

Oft machen wir den Standard für unser Verhalten an falschen Maßstäben fest. Wir denken: „Solang ich mehr in der Gemeinde mache als der Durchschnitt, reicht es.“ „Wenn ich in Gesprächen merke, dass ich mein Christenleben besser im Griff habe als mein Gegenüber, habe ich alles erreicht was ich brauche.“ „Schau mal auf ihn/sie. Zum Glück bin ich da doch ein wenig christlicher.“
Gott gibt uns unsere Geschwister nicht, damit wir uns mit oder an ihnen messen. Wenn er auf unser Leben schaut, dann wird er unsere Taten auch nicht mit dem Durchschnitt der Christenheit vergleichen. Er wird seinen eigenen Maßstab an unser Verhalten legen. Und wer kann dann von sich behaupten, ein wirklich guter Christ zu sein?
Gott sagt: „Seid heilig, denn ich bin heilig.“ (1. Petr 1,16). Die Hürde, die wir dafür überspringen müssten, ist zu hoch für uns. Niemand ist völlig heilig. Völlig perfekt. Niemand liebt Gott zu jeder Zeit mit allem was er hat und seinen Mitmenschen wie sich selbst. Und weil wir das merken, suchen wir uns eine niedrigere Hürde: Die Mit-Sünderinnen und Sünder dieser gefallenen Welt. Solang wir da im Mittelfeld mithalten, fühlen wir uns gut genug.
Lasst uns neu darauf ausrichten, Gottes Maßstab an unser Leben zu legen und uns in seinem Licht zu sehen. Er will uns heiligen, nicht nur „ein bisschen besser“ als den Durchschnitts-Christen machen. Sind wir dazu bereit?
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Die Auslegungs-Predigt vermeidet diese Einfluss der Zeit

Ohne die Autorität des Wortes wird die Predigt zu einer endlosen Suche nach Themen, Therapien und Techniken, nach Bestätigung, die Akzeptanz zu fördern, eine Sache voran zu treiben oder die Sorgen zu beruhigen.
Menschliche Vernunft, soziale Agenda, populärer Konsens und persönliche moralische Überzeugungen werden die Ressourcen der Predigt. Es fehlt dabei „die historische Überzeugung: was die Schrift sagt, sagt Gott“. Die Meinungen und Emotionen, die den Inhalt der Predigt formulieren, denen die biblische Autorität fehlt, sind die gleichen Kräfte, die die Gültigkeit dieser Konzepte in einer veränderten Kultur, einer nachfolgenden Generation oder einem rebellischen Herzen verleugnen können.
Die Auslegungs-Predigt vermeidet diese Einfluss der Zeit, indem sie den Prediger an die Grundlage, das Wortes Gottes, bindet. Klan Ed (FB)

Was ist das Evangelium?

Das Wort Evangelium bedeutet “gute Neuigkeit, die erzählt wird”. Das unterscheidet es von Religionen, die eher einem “gutem Rat, der befolgt werden sollte” ähneln.
Die gute Neuigkeit ist, dass wir so selbstzentriert und beziehungsunfähig sind, dass wir von uns aus Gott nicht finden können, und dass Gott zu uns gekommen ist, um uns zu finden und bedingungslos abzusichern. Dazu wurde er Mensch, Jesus von Nazareth. Er führte ein normales Leben, das nur in einer Hinsicht ungewöhnlich war: er beging nie einen Fehler. Er hielt sich an alle Gesetze Gottes, und übertrug das summa cum laude für diese Leistung allen, die ihn lieben und ihm vertrauen.
Zusätzlich dazu, dass er uns den Lohn für sein Leben schenkte, ertrug Jesus die Auswirkungen unseres selbstzentrierten Daseins selbst. Als er am Kreuz starb vergab er denen, die ihn töteten. Jesus blieb nicht tot, er lebt auch jetzt noch. Sterben konnte ihm nichts anhaben. Das Gleiche gilt für alle, die das auch möchten und ihm ihr Leben anvertrauen.
Unsere Wiedervereinigung mit Gott hängt deshalb nicht von unseren Bemühungen ab, auch nicht von der Stärke unseres Glaubens. Es ist nicht die Qualität unseres Glaubens, die uns absichert, sondern Jesus.
Die Kraft dieses Geschenks und Aufnahme in die Familie Gottes hat einen aha-Effekt im Leben jedes Christens. Dadurch, dass wir uns nicht mehr das ‘bestanden’ vor Gott erarbeiten müssen, sind wir frei ihn in Dankbarkeit und Freude zu lieben. Unser Gehorsam und unsere ‘guten Taten’ werden zum ersten Mal tatsächlich gut, weil sie aus Dank motiviert sind, nicht um richtig-gemacht-Punkte bei Gott oder Menschen zu sammeln.
Allmählich ähneln wir unserem Meister, der uns von allen einschränkenden Abhängigkeiten und Zwängen befreit hat. Jesus setzte sich restlos für die Welt ein. So sind auch wir dazu aufgerufen, aus Dankbarkeit Gutes für unsere Mitmenschen zu tun. Egal was sie glauben: Jesus bezeichnete sich als Diener für alle und sagte, dass wir uns aufopfernd für alle einsetzen sollten, wenn wir uns ihm zugehörig fühlen.
Was mache ich jetzt?
Eine Faszination für Jesus erfüllt noch nicht komplett, und reicht nicht aus, um sein lebensveränderndes Vermächtnis zur Geltung zu bringen. Neugierigkeit ist gut. Darüber hinaus darfst du intensiver nachforschen, etwa indem du Texte in der Bibel liest. Du kannst auch darüber nachdenken, dich einer christlichen Gruppe anzuschließen, in der Menschen persönlich an dir interessiert sind und dir helfen möchten, weiter zu kommen.
Timothy Keller: https://www.redeemer.com/skeptics_welcome/who_is_jesus/

Das Drama der evangelischen Kirche

Prof. Gerhard Maier fasste schon 1974 das Drama der evangelischen Kirche treffend zusammen. Leider wurde er nicht gehört – im Gegenteil: Inzwischen begegnet mir genau diese Sichtweise immer öfter auch im freikirchlichen Bereich:
„Die Exegeten können das NT nicht mehr als Einheit begreifen, sondern nur noch als Sammlung verschiedener Zeugnisse, die unter sich widersprüchlich sind … Es steht für sie fest, dass der formale Kanon nicht gleichzusetzen ist mit dem Wort Gottes. Bis heute hat die Semlersche Scheidung von Schrift und Wort Gottes unumstrittene Bedeutung. … Das feine Gewebe der historisch-kritischen Methode ergab eine neue babylonische Gefangenschaft der Kirche. Sie wurde mehr und mehr abgesperrt von dem lebendigen Strom der biblischen Verkündigung und deshalb immer unsicherer und blinder, sowohl was ihren eigenen Gang betrifft, wie auch in Beziehung auf das Wirken nach außen. … Die Vertreter der historisch-kritischen Methode sind in einen scharfen Gegensatz zu den orthodoxen Gedanken von der Klarheit und der Genügsamkeit der Schrift getreten. Sie haben die Klarheit durch den von ihnen geführten Nachweis der Widersprüchlichkeit beseitigt und die Unklarheit durch die vergebliche Suche nach einem Kanon im Kanon festgehalten und vertieft. Sie haben die Genügsamkeit der Schrift aufgehoben, indem die historisch-kritische Arbeit nötig wurde, um die Schrift zu begreifen. Soweit ihre Anschauungen sich durchsetzten, kam es zu einer Trennung von Schrift und Gemeinde. Da es bei der Schrift jedoch nicht sein Bewenden hat, sondern die Schrift uns Gott begegnen und kennenlernen lässt, ist durch die Aufhebung der Klarheit und Genügsamkeit der Schrift auch die Gewissheit des Glaubens zerstört. Ist unsicher, WO der lebendige Gott redet, dann weiß ich auch nicht mehr, WER da redet. Damit ist Vertrauen unmöglich geworden. … Es wäre ein großer Fehler, die Schuld an solcher Entwicklung der Dinge etwa im Unvermögen der METHODIKER zu suchen. Vielmehr ist es die Schuld der METHODE, die man gewählt hat. Die Methode musste scheitern, weil sie ihrem Gegenstand nicht entsprach.“ (Prof. Gerhard Maier 1974 „Das Ende der historisch-kritischen Methode“ S. 44/45)

Wer ist Jesus Christus?

Frage: „Wer ist Jesus Christus?“

Antwort:
Im Unterschied zu der Frage “Existiert Gott?”, stellen nur sehr wenige Leute in Frage, ob Jesus Christus wirklich gelebt hat. Man nimmt allgemein an, dass Jesus ein Mensch war, der vor fast 2.000 Jahren auf dieser Erde lebte. Die Auseinandersetzung beginnt, wenn es um das Thema der Identität Jesu geht. Fast jede Religion lehrt, dass Jesus ein Prophet, ein guter Lehrer oder ein gottesfürchtiger Mann war. Das Problem besteht darin, dass wir aus der Bibel erfahren, dass Jesus unendlich viel mehr war als ein Prophet, ein guter Lehrer oder ein gottesfürchtiger Mann.

In seinem Buch Mere Christianity (früherer deutscher Titel: Christentum schlechthin, jetzt: Pardon, ich bin Christ) schreibt C. S. Lewis: “Hier versuche ich, die Leute daran zu hindern, diese wirklich törichte Sache zu sagen, die Aussage die viele über Ihn [Jesus Christus] machen: ‘Ich bin bereit, Jesus als einen großen Morallehrer anzuerkennen, aber seine Behauptung Gott zu sein kann ich nicht hinnehmen.’ Das ist genau das was wir nicht sagen dürfen. Ein Mann, der ein bloßer Mensch war, und Dinge sagte wie Jesus, wäre kein großartiger Morallehrer. Er wäre entweder ein Wahnsinniger – auf gleicher Höhe mit jemandem, der sagt, er sei ein verlorenes Ei – oder er wäre der Teufel aus der Hölle. Sie müssen wählen. Entweder war und ist dieser Mann der Sohn Gottes, oder er war ein Verrückter oder noch Schlimmeres. Sie können ihm als einem Narren den Mund stopfen, Sie können ihn anspucken und ihn als einen Dämon töten oder Sie können zu seinen Füssen niederfallen und Ihn Herrn und Gott nennen. Aber lassen Sie uns nicht irgendeinen herrablassenden Unsinn darüber aus dem Ärmel schütteln, dass Er ein großer menschlicher Lehrer war. Diese Alternative hat Er uns nicht gelassen. Das hat Er nicht beabsichtigt.“

Wer nun behauptete Jesus, zu sein? Was sagt die Bibel über Ihn? Lassen Sie uns zuerst Jesu Worte in Johannes 10,30 betrachten: “Ich und der Vater sind eins.” Auf den ersten Blick scheint dies kein Anspruch auf Gottheit zu sein. Aber beachten wir die Reaktion der Juden auf seine Aussage: “Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.” (Johannes 10,33). Die Juden verstanden die Aussage Jesu als die Behauptung, Gott zu sein. In den folgenden Versen korrigiert Jesus die Juden keineswegs mit dem Hinweis: “Ich habe nie behauptet, Gott zu sein.” Das weißt darauf hin, dass Jesus wirklich behauptete, Gott zu sein, indem Er aussagte: “Ich und der Vater sind eins.” (Johannes 10,30). Johannes 8,58 ist ein weiteres Beispiel. “Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.” Die Juden hoben wieder Steine als Antwort auf und versuchten, Jesus zu steinigen (Johannes 8,59). Jesu’ Bekanntmachung Seinder Identität als “Ich bin” ist eine direkte Verwendung des Namen Gottes im Alten Testamentes (2.Mose 3,14). Warum sollten die Juden Jesus wieder steinigen wollen, wenn Er nicht etwas gesagt hätte, wovon sie glaubten es sei gotteslästerlich, und zwar die Behauptung, Gott zu sein.

Johannes 1,1 sagt: “Gott war das Wort” Johannes 1,14 sagt: “Das Wort ward Fleisch”. Dies weißt deutlich darauf hin, dass Jesus Gott im Fleisch ist. Der Jünger Thomas bekannte vor Jesus: “Mein Herr und mein Gott!” (Johannes 20,28). Jesus berichtigte ihn nicht. Der Apostel Paulus beschreibt Ihn als “die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus” (Titus 2,13). Der Apostel Petrus sagt dasselbe: „unser Gott und der Heiland Jesus Christus” (2.Petrus 1,1). Gott der Vater bezeugt die volle Identität Jesu ebenso: “aber von dem Sohn: »Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches.” (Hebräer 1,8). Alttestamentliche Prophezeiungen über Jesus Christus kündigen Seine Gottheit an: “Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst” (Jesaja 9,5).

Also, so wie C. S. Lewis schon argumentierte, ist die Ansicht, dass Jesus nur ein guter Lehrer sei, keine Alternative. Jesus behauptete klar und unbestreitbar, Gott zu sein. Wenn Er nicht Gott ist, dann ist Er ein Lügner und deshalb kein Prophet, guter Lehrer oder gottesfürchtiger Mensch. In der Bestrebung Jesu’ Worte weg zu erklären, behaupten moderne “Theologen” der “wahre historische Jesus” hätte viele der Dinge nie gesagt, die die Bibel Ihm zuschreibt. Wer sind wir, dass wir Gottes Wort hinsichtlich dessen was Jesus gesagt oder nicht gesagt hat, bestreiten könnten? Wie kann ein “Theologe” zweitausend Jahre nach Jesus eine bessere Einsicht darüber haben, was Er gesagt oder nicht gesagt hat, als diejenigen, die mit Ihm lebten, dienten und von Jesus selbst gelehrt wurden (Johannes 14,26)?

Warum ist die Frage nach der wahren Identität Jesu so wichtig? Warum spielt es eine Rolle, ob Jesus Gott ist oder nicht? Der Hauptgrund für die Notwendigkeit dafür, dass Jesus Gott ist, ist der Umstand, dass Sein Tod nicht genügt hätte, die Strafe für die Sünden der ganzen Welt zu zahlen, wenn Er nicht Gott wäre (1.Johannes 2,2). Nur Gott konnte eine so unendliche Strafe begleichen (Römer 5,8; 2.Korinther 5,21). Jesus musste Gott sein, damit Er unsere Schuld bezahlen konnte. Jesus musste Mensch sein, damit Er sterben konnte. Errettung ist nur durch den Glauben an Jesus Christus möglich. Jesu Gottheit ist der Grund dafür, dass Er der einzige Weg der Errettung ist. Weil Er Gott ist verkündete Jesus: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.” (Johannes 14,6).
https://www.gotquestions.org/Deutsch/Wer-Jesus-Christus.html

Trinität

Die christliche Trinitätslehre ist nicht einfach; sie ist Schwerarbeit für unsere grauen Zellen. Sie besagt ja, dass Gott ein Gott ist, der jedoch von Ewigkeit an in drei Personen existiert. Dies ist kein Tritheismus, bei dem drei separate Götter harmonisch zusammenwirken. Es ist auch kein Unipersonalismus, also die Vorstellung, dass Gott mal die eine, mal die andere Gestalt annimmt, die dabei immer Manifestationen des einen Gottes sind. Nein, die Trinitätslehre besagt, dass es einen Gott gibt, der gleichzeitig in drei Personen existiert, die einander kennen und lieben. Gott ist nicht prinzipiell mehr Einer als Drei, und er ist nicht prinzipiell mehr Drei als Einer. Das ist ein Mysterium und eine Herausforderung für unseren Verstand. Doch so „schwierig“ sie auch ist, die Trinitätslehre ist eine wahre Schatzkammer des Lebens. Keller, Timothy. Jesus: Seine Geschichte – unsere Geschichte Seite 21

https://bibelkreismuenchende.wordpress.com/2012/05/07/trinitatslehre-1113-oder/

Kommt mein Kuscheltier in den Himmel?

Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ 2.Petrus 3,13
Wie stellst du dir die Ewigkeit vor? Ist der Himmel eine große, goldene Stadt? Schweben die Menschen dort auf Wolken? Oder wird es im Himmel einfach unvorstellbar, sodass wir uns kein Bild davon machen können? Und ist das alles eh nur Spekulation oder gibt es in manchen Dingen auch Gewissheit?
Einer unserer Dozenten erzählte uns einmal, wie er seinem kleinen Sohn den Himmel erklärte. Dieser fragte daraufhin seinen Papa, ob sein Kuscheltier dann auch im Himmel sei. Die Antwort, die unser Dozent gab, war beeindruckend. Anstatt seinem Sohn eine Ausarbeitung vorzulegen („Mein Sohn, das wissen wir nicht, doch es ist unwahrscheinlich, denn wir haben nur folgende fünf Indizien über die Begebenheiten im Himmel…“), sagte er einfach „Ja!“. Nun, wie kann ein gelehrter Theologie-Dozent so etwas sagen? Nirgends in der Bibel steht, dass Kuscheltiere im Himmel sein werden, oder? Nein, hierbei sollte uns eins wichtig werden: Der Himmel, also die Ewigkeit, wird uns in der Bibel immer wieder mit wunderschönen Begriffen vor Augen gemalt. In Jesaja wird dafür ein ultimatives Friedensreich als Bild gebraucht, in dem sogar wilde Tiere Gras fressen. In der Offenbarung gebraucht Johannes das Bild einer wertvollen Stadt, die die Gemeinde in perfekter Harmonie zu Gott zeigt, er benutzt das Bild einer Hochzeit, es muss also etwas Wunderschönes sein.
Auch Petrus zeigt auf, wie es im Himmel sein wird: Dort wohnt Gerechtigkeit. Im Himmel wohnt Gerechtigkeit, das bedeutet, Gott ist in seiner vollen Präsenz dort. Er regiert, sodass Sünde keinen Platz mehr hat. Alle Menschen dort sind sündlos und sie feiern das Lamm, das ihre Gerechtigkeit vor Gott wurde. Und genau deshalb kann unser Dozent seinem kleinen Sohn sagen, dass auch sein Kuscheltier dort anwesend sein wird: Dort wird Freude, Jubel und Friede sein. Das, was wir hier auf der Erde mit größter Geborgenheit und Liebe verbinden (wie ein Kuscheltier), wird im Himmel in viel besserer Weise existieren und uns umgeben. Gott hat versprochen, die Erde neu zu machen. Wie sie dann aussehen wird, können wir uns nicht genau vorstellen. Aber eins, das wir sicher wissen, ist dass Gott dort wohnt. Und das gibt uns die absolute Sicherheit, dass es in seiner Gegenwart keine Sünden, Schmerzen und Versuchungen mehr geben wird. Dort wird vollkommene Gerechtigkeit herrschen.
Stell dir einmal einen wunderschönen Moment deines Lebens vor. Dieser Moment war, wie alle anderen auch, mit Sünde behaftet, weil er auf dieser Welt stattfand. Im Himmel wird dieser Moment noch einmal unendlich viel schöner sein und darauf freue ich mich sehr! Auch wenn es im Himmel keine Kuscheltiere mehr gibt, wird die Liebe und Geborgenheit Gottes uns so groß werden, dass wir nicht einmal das beste Plüschtier der Welt vermissen werden. Das wird einfach schön!
https://flowwaters.wordpress.com/2020/05/14/kommt-mein-kuscheltier-in-den-himmel/