In Christus sein

In Christus sein heisst nicht bloss: sich in das Leben und die Worte Christi versenken, sondern: Anschluss an ihn haben

Das Wort Jesu: »Bleibt in mir… Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht« (Joh. 15,4-7) hat nicht bloss die Bedeutung: Die Jünger sollen sich in sein Leben, sein Werk, seine Worte hineindenken oder sich andächtig da hineinversenken.

Das »Leben Jesu«, sein »Erlösungswerk«, sein »Wort« können ja, losgelöst von ihm, zu einem Neutrum werden, zu einem Gedankending, zu einem Schemen, an dem man mit grossem Eifer festhält, ohne doch Christus nahe zu sein.

Jesus sagt seinen Jüngern hier einfach: Sie sollen in direkter Berührung mit ihm bleiben, den Anschluss an seine Person festhalten. Es handelt sich hier um eine so reale Lebensverbindung, wie sie zwischen dem Weinstock und seinen Reben besteht. In Christus sein heisst danach: durch den unmittelbaren Anschluss an ihn teilhaben an der Fülle seines Lebens; mit anderen Worten: seine Kräfte aus den Tiefen der Gottheit schöpfen.

In Christus sein heisst: in seinem Wirkungsbereich sein

Wir haben im Deutschen eine Redewendung, die uns das »in Christus sein« sprachlich verständlich macht. Wir sprechen davon, dass jemand »in der Sonne liegt«, »im Wind steht«; damit meinen wir, er befindet sich dort, wo die Sonne scheint, der Wind weht: er ist den Wirkungen dieser Mächte ausgesetzt.

In Christus sein, heisst: im Wirkungsbereich Christi sein, unter dem Einfluss seiner Kräfte stehen, heisst: mit Christus in die Himmelswelt versetzt sein (Eph. 2,6).

Man kann es deutlich merken, ob man in Christus ist

Das ist nicht etwas, wovon man nicht wissen könnte, ob es so ist oder nicht. Jesus hat es seinen Jüngern deutlich gesagt: An jenem Tag werdet ihr es merken, dass ihr in mir seid und ich in euch (Joh. 14,20). Und Johannes nennt das Erkennungszeichen, an dem jeder feststellen kann, ob er in Christus ist, den »Geist, den er uns gegeben hat« (1. Joh. 3,24).

Das Wirken des Geistes ist immer spürbar. Der Schiffer kann es merken, ob Windstille ist oder ob ein frischer Wind sein Fahrzeug vorwärts bringt. Der Mensch kann es merken, ob es in seinem Leben göttlich vorwärts geht oder nicht. Christen können es feststellen, ob ihr Tun und Streben von oben her erleuchtet, gehoben, getragen ist oder ob sie trotz aller Kraftanstrengungen nicht vom Fleck kommen. Das heisst: Sie können es merken, ob sie Anschluss an Christus haben oder nicht.

Wer in Christus ist, in dem ist die Macht seiner Stärke (Eph. 6,10), der kann siegen auf der ganzen Linie (trotz einzelner Teilniederlagen, 2. Kor. 2,14). In der Schutzzone des Wirkens Christi (»in Christus«) hat man Frieden, man ist unverletzt, ungekränkt von feindlichen Mächten (Joh. 16,33).

Wer im Bereich der Lebensfülle Christi ist, an dem ist nichts zu tadeln (Röm. 8,1). Er fällt nicht aus der Gemeinschaft mit Gott, er tut nichts auf eigenes Risiko (»er sündigt nicht«, 1. Joh. 3,6). In ihm ist die Liebe des Vaters vollkommen, er lebt, wie Christus gelebt hat (1. Joh. 2,5-6).

In solch einem Menschen ist die Gerechtigkeit Gottes verwirklicht (2. Kor. 5,21). Er ist ein neues Geschöpf (2. Kor. 5,17).

In Christus bleibt, wer nach seinen Weisungen handelt

Bleiben in Christus kann der, der seine Gebote hält, der die besonderen Weisungen, die Christus ihm für sein Leben gibt, erfüllt (Joh. 15,10; 1. Joh. 3,24). Wer die Aufträge (eigentlich »Mandate«) Christi nicht ausführt, hat sich von ihm getrennt; er verliert den Anschluss an ihn, verdorrt und taugt nur noch dazu, verbrannt zu werden (Joh. 15,4-6).

Ein Soldat kann nur im Wirkungsbereich eines grossen Feldherrn bleiben (mitwirken), wenn er dessen Befehle ausführt und es sich nicht herausnimmt, auf eigene Faust zu handeln.

Alle, die in Christus sind, sind organisch miteinander verbunden

In Christus (im Bereich seiner Lebensmächte) fallen die Scheidewände zwischen den Menschen hin – sie sind alle eines (ein lebendiges Ganzes). Sie brauchen nicht weiter zusammengebracht zu werden durch besondere Vorsätze und Veranstaltungen, sie sind schon beisammen; man organisiert sie nicht, denn sie sind ein Organismus (Joh. 17,20-23).

Alle die vielen Vereine und Vereinchen mit ihren Verfassungen sind hinfällig; denn die Christen sind schon ohne sie zusammenverfasst unter einem Haupt; sie sind ein Leib in Christus (Röm. 12,5).

Autor: Ralf Luther
Quelle: Neutestamentliches Wörterbuch
http://www.life.de/information/bibel/neutestamentliches_woerterbuch/146292-in_christus_sein.html

Ein Christ ist gesegnet mit jeder geistlichen Segnung.

– Du bist mit Christus den Sünden, dem Gesetz, der Welt und der Philosophie gestorben (vgl. Röm. 6,2; 1.Petr. 2,24; Gal. 2,19; Kol. 2,20; Gal. 6,14).

– Du bist errettet (vgl. Kol. 1,13; Eph. 2,5.8; 2.Tim. 1,9; Tit. 3,5).

– Du bist am Herz beschnitten worden (vgl. Kol. 2,11).

– Du bist versiegelt worden mit dem Heiligen Geist (vgl. Eph. 1,13).

– Du hast mind. eine Gnadengabe des Geistes empfangen (vgl. Röm. 12,6-8; 1.Kor. 12,8-11).

– Du bist ein Geheiligter und Heiliger (vgl. Röm. 1,8; 8,27; 1.Kor. 1,2).

– Du bist vor Gott gerechtfertigt (vgl. Röm. 5,1).

– Du bist durch Christus mit Gott versöhnt (vgl. 2.Kor. 5,19).

– Du hast ewiges Leben (vgl. Röm. 6,23; 1.Joh. 5,11).

– Du bist lebendig gemacht (vgl. Röm. 6,13; Eph. 2,5).

– Du bist mit Christus auferweckt worden (vgl. Eph. 2,6; Kol. 2,12).

– Du hast jede geistliche Segnung erhalten (vgl. Eph. 1,3).

– Du bist ein Sohn/eine Tochter Gottes (vgl. 2.Kor. 6,18; Gal. 3,29).

– Du hast die Sohnschaft empfangen (vgl. Röm. 8,15; Gal. 4,5; Eph. 1,5).

– Du bist von Gott vor Grundlegung der Welt auserwählt, um heilig und tadellos vor ihm zu sein (vgl. Eph. 1,4).

– Du bist in Christus vollendet (vgl. Kol. 2,9).

– Du bist Licht in dem Herrn (vgl. Eph. 5,8; Phil. 2,15).

– Du hast die Welt bereits überwunden (vgl. 1.Joh. 5,4f.).

– Du bist mitversetzt worden in den himmlischen Regionen in Christus (vgl. Eph. 2,6).

– Du bist versetzt in das Reich Jesu Christi (vgl. Kol. 1,13).

– Du bist eine neue Schöpfung (vgl. 2.Kor. 5,17).

– Du bist gereinigt durch das Wasserbad im Wort (vgl. Eph. 5,26).

– Du bist durch das Wort Gottes von neuem geboren (vgl. 1.Petr. 1,3.23) bzw. gezeugt durch das Wort der Wahrheit (vgl. Jak. 1,18).

– Du bist frei vom Gesetz der Sünde und des Todes (vgl. Röm. 8,2).

– Du hast Zutritt zu Gott, dem Vater (vgl. Eph. 2,18).

– Du hast Gemeinschaft mit dem Vater und dem Sohn (vgl. 1.Kor. 1,9; 1.Joh. 1,3).

– Du gehörst nun zu Gottes Volk, zu seinem Eigentumsvolk und gehörst du Gott (vgl. Tit. 2,14; 1.Petr. 2,9).

– Du hast ein Bürgerrecht Himmel (vgl. Phil. 3,20).

– Du bist Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenosse (vgl. Eph. 2,19).

– Du gehörst zum Leib Christi (vgl. 1.Kor. 12,13).

Du bist ein Priester und König Gottes (vgl. 1.Petr. 2,5.9; Offb. 1,6; 5,10).

– Du bist Gottes Erbe (vgl. Eph. 1,18).

– Du hast ein Erbe im Himmel (vgl. 1.Petr. 1,4; 3,7).

– Du hast eine Wohnung im Himmel (vgl. Joh. 14,2).

– Du bist mit dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist verbunden (vgl. Joh. 14,20.23; 17,23)

– Du bist sicher in Gottes Händen und nichts und niemand kann dich von der Liebe Gottes trennen (vgl. Joh. 10,28f.; Röm. 8,38f.).

– Du kannst wissen, dass du ewiges Leben hast (vgl. 1.Joh. 5,13).

Das Fundament des Christseins

Grundlage unseres Christseins ist nicht etwas, was wir für unseren Herrn getan haben, noch nicht einmal unsere Entscheidung für ihn, sondern das, was unser Herr für uns getan hat: Er hat sich für uns entschieden! Er tut nicht etwas für uns, weil wir etwas für ihn tun, sondern wir können nur etwas für ihn tun, weil er alles für uns getan hat! Wenn diese Reihenfolge verkehrt wird, wird alles verkehrt!
In Christus bin ich:
– das Salz der Erde (Matthäus 5, 13)
– das Licht der Welt (Matthäus 5, 14)
– ein Kind Gottes (Johannes 1, 12)
– eine Rebe am Weinstock, ein Kanal des Lebens Christi (Johannes 15, 1-5)
– Christi Freund (Johannes 15, 15)
– ein Diener der Gerechtigkeit (Römer 6, 18)
– Gottes Knecht / Gottes Magd (Römer 6, 22)
– ein Miterbe Christi (Römer 8, 17)
– ein Tempel des Heiligen Geistes (1. Korinther 3, 16; 1. Korinther 6, 19)
– ein Glied am Leib Christi (Epheser 5, 30)
– eine neue Kreatur (2. Korinther 5, 17)
– ein Heiliger (Philipper 1, 1)
– ein Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenosse (Epheser 2, 19)
– ein Gefangener Christi (Epheser 3, 1; Epheser 4, 1)
– ein Bürger des Himmels (Philipper 3, 20; Epheser 2,6)
– ein Auserwählter Gottes (Kolosser 3, 12; 1. Thessalonicher 1, 4)
– ein Kind des Lichts und nicht der Finsternis (1. Thessalonicher 5, 5)
– ein Teilhaber der himmlischen Berufung (Hebräer 3, 1)
– ein Feind des Teufels (1. Petrus 5, 8)
– ein Fremdling und Pilger in der Welt, in der ich jetzt lebe (1. Petrus 2, 11)

„VERSTEHST DU AUCH, WAS DU LIEST?“

„Verstehst du auch, was du liest?“ Philippus hat dem Kämmerer aus Äthiopien beim Lesen von Jesaja 53 ohne Umschweife diese Frage gestellt. Die Antwort war ganz ehrlich: „Wie kann ich…?“ (Apostelgeschichte 8,30-31) – Geht es mir beim Lesen der Bibel nicht gelegentlich ähnlich? Verstehe ich immer, was ich lese? Die Überschrift ist bewusst persönlich formuliert. Ich möchte aus meiner Erfahrung antworten.
MÖGLICHE OFFENE FRAGEN
Die thematischen Bereiche der offenen Fragen können individuell ganz unterschiedlich sein. Was dem einen ein Problem ist, da ist für den anderen alles klar. Ich möchte ein paar Fragenfelder zusammenstellen ohne Anspruch auf Vollkommenheit und jeweils einige Beispiele nennen:
Historische Fragen: Ist denn die Bibel in historischen Fragen zuverlässig, etwa was Zahlen anbetrifft. Hat es den Auszug aus Ägypten tatsächlich gegeben?
Naturwissenschaftliche Fragen: Wurde die Erde in sechs Tagen geschaffen, oder wie muss man diesen Text verstehen? Ist der Hase tatsächlich ein Wiederkäuer?
Gibt es nicht Widersprüche in der Bibel, und wie gehe ich damit um?
Wie ich mit schwierigen Bibelstellen umgehe
Schwierige biblische Bücher: Wie oft habe ich erlebt, dass ein Bibel- oder Hauskreis mit großer Begeisterung die Besprechung der Offenbarung aufnahm und wenige Wochen später ernüchtert resigniert hat.
Ethische Fragen: Welche Gebote sind heute noch gültig? Insbesondere richtet sich diese Frage an das Alte Testament. Aber ebenso an die Praxis des Glaubens: Mit welchem Recht werden die einen Gebote gehalten und andere Gebote ohne große Diskussion nicht mehr?
Theologische und geistliche Fragen: Hier könnte ich eine Fülle aufzählen. Ist denn die Dreieinigkeit wirklich biblisch begründet? Kann Gott tatsächlich eifersüchtig und zornig sein? Musste sein Sohn wirklich sterben, oder hätte es nicht eine andere Lösung zur Rettung gegeben?
WIE GEHE ICH MIT SCHWIERIGEN BIBELSTELLEN UM?
Die oben beispielhaft angesprochenen möglichen Fragen kann ich auf diesem knappen Raum nicht beantworten. Ich möchte ein paar grundsätzliche Linien nennen, wie man mit schwierigen und zunächst unverständlichen Bibelstellen umgehen kann.
Ich verzichte auf Sachkritik an der Bibel. Das ist ein Grundanliegen des Bengelhauses. Ich stelle mich nicht über die Schrift. Ich bestimme nicht über die Gültigkeit von Texten. Auch wenn ich Stellen nicht verstehe, auch wenn mir manche Aussagen Not machen und es schwer fällt, sie zu akzeptieren, dann gilt doch: Die ganze Bibel ist Gottes Wort. Ich arbeite gründlich an Bibeltexten. Manche Fragen klären sich, wenn ich an den Texten gründlich arbeite. Wenn zwei Bibelstellen zunächst widersprüchlich erscheinen, löst sich dies eventuell, wenn ich den näheren Zusammenhang und die jeweilige Situation berücksichtige.
Ich lerne offene Fragen auszuhalten. Ich kann dies, indem ich mir einige Dinge klar mache. Die Bibel ist ein Buch, das einen großen Zeitraum mit einer wechselhaften Geschichte umfasst. Außerdem ist sie in ferner Zeit und in einem anderen Kulturraum entstanden. Schon aus diesem Grund müssen mir Dinge fremd sein. Auf Grund dieser äußeren Ferne ist historisches Forschen notwendig. Allerdings lassen sich nicht alle Fragen eindeutig klären, weil das Hintergrundwissen (noch) fehlt.
Ich achte die Bibel als Gottes Wort. Gott kann ich aber nicht fassen. Das gilt auch für sein Wort. Gottes Wort ist für mich Menschen zumal als Sünder immer auch ein fremdes Wort. Und dann ist die Bibel Gottes Volk und der Gemeinde gegeben. Sie ist kein Buch nur für mich. Was ich nicht verstehe, versteht ein anderer. Was an meinem Ort und in meiner Situation gar nicht so wichtig ist, ist an einem anderen Ort und in einer anderen Situation vielleicht äußerst wichtig.
Ich will durch die Bibel geistlich reifen. Die Bibel ist nicht nur ein Lehrbuch, sondern vor allem ein Lebensbuch. Bibel verstehen ist nicht nur ein Verstehen mit dem Verstand. Bibel verstehen hat mit Kopf und Herz zu tun. Dies gilt vor allem für die geistlichen Fragen. Biblisches Verstehen heißt erkennen. Es ist ein personales Erkennen, weil es mit Gott zu tun hat. Geistliche Fragen sind nie nur Wissensfragen. Geistlich verstehen heißt wachsen und reifen und das verstehen, wofür ich reif bin.
Ich möchte mehr verstehen. Obwohl ich weiß, dass ich nie alles verstehen werde, möchte ich doch in der Erkenntnis wachsen und zunehmen. Je länger je mehr sind mir solche Texte eine besondere Hilfe, die zunächst sperrig sind, fremd und unverständlich. Texte, um die ich mich mühen muss, an denen ich mich reibe, sind mir inzwischen besonders lieb. Sie fordern mich heraus und bringen mich (in der Regel) weiter. Für solche Texte brauche ich jedoch Zeit. Sie müssen mich begleiten. Sie müssen in mir Raum haben. An solchen Texten muss ich auch immer wieder vorbeikommen und innehalten.
Ich höre auf andere Bibelleser. Der Kämmerer antwortet auf die Frage des Philippus: „Wie kann ich, wenn mich nicht jemand anleitet?“ Ich kann viele Fragen nicht selbst beantworten. Aber andere sind mir eine Hilfe auf dem Weg des Verstehens.
Ich möchte das Erkannte bewahren und tun. Die nicht verstandenen Stellen und Sachverhalte sollen das Erkannte nicht überdecken. Die wichtigsten Dinge sind in der Bibel ganz klar. Kann das Problematisieren auch der Versuch sein, den klaren Stellen aus dem Weg zu gehen? Was ich verstanden habe, möchte ich bewahren und tun.
Beispiel Eine historische Frage: Von nicht wenigen Forschern wird der Auszug Israels aus Ägypten grundsätzlich in Frage gestellt. Ein Hauptargument lautet, dass er außerbiblisch nicht bezeugt sei. Dagegen steht das eindeutige Zeugnis der Schrift. Es wird an so vielen Stellen auf den Auszug Bezug genommen, dass mir eine Infragestellung dieses Geschehens nicht möglich ist.
Eine biologische Frage: Im dritten Buch Mose gibt es viele Speisevorschriften, welche Tiere man essen und welche man nicht essen darf. Der Bibeltext gibt dafür kaum Begründungen. Kürzlich hatte ich ein Gespräch mit einer Bäuerin. Sie kennt die Schrift und sie hat Tiere beobachtet. Aus ihren Beobachtungen konnte sie mir einleuchtende Erklärungen für das biblische Gebot geben. Ein konkretes Beispiel: Oft wird gesagt, der Hase sei entgegen 3. Mose 11,6 kein Wiederkäuer. Er ist es zwar anders als die Kuh, er ist es aber doch, denn er frisst seinen ersten Kot nochmals.
Eine ethische Frage: Welche Gebote (vor allem aus dem Alten Testament) sind (noch) gültig? Dies kann man nicht aus dem einzelnen Text erheben. Hier bedarf es einer gesamtbiblischen Auslegung. Legt man die ganze Schrift zugrunde erkennt man, dass es Gebote gibt, die nur für einen bestimmte Zeit verpflichtende Gültigkeit hatten. Eine Vielzahl von Geboten ist durch Jesus Christus erfüllt, andere sind neu hinzugekommen. Und dann gibt es Gebote, die ungebrochen in der ganzen Schrift Gültigkeit haben.
Schwierige Bücher: Für mich zählten dazu lange Zeit das Buch Hiob und die Offenbarung. Den Zugang fand ich, indem ich diese Bücher mehrmals ganz durchgelesen habe und nicht an Einzelfragen hängen blieb. Es waren dann nicht alle Fragen gelöst, aber ich hatte einen Eindruck von der Gesamtaussage. Und von dieser her lassen sich die Einzelfragen besser einordnen und auch beantworten.
Eine theologische Frage: Mit einem Bibelkreis bespreche ich den 1. Johannesbrief. Zwei Aussagen stehen unmittelbar beieinander. Die eine: Wir sind Sünder. Die andere: Wir halten seine Gebote. Logisch haben wir dies nicht zusammenbringen können. Logisch kann nur eine Aussage richtig sein. Geistlich möchte ich diese Spannung aushalten und die Aussagen gelten lassen. Beide gelten gleichzeitig. Dies ist eine geistliche Wirklichkeit.
WAS Klar SEIN MUSS Gewiss gibt es viele offene Fragen. Gewiss werden nicht alle Fragen beantwortet. Was klar sein muss, ist das wichtigste Ziel, das Gott mit seinem Wort hat. Bengel hat es so formuliert: Die Bibel zeigt den Weg zum Heil. Wenn ich diesen Weg erkannt habe, wenn ich im Glauben mit Jesus Christus verbunden und durch ihn erlöst bin, dann habe ich das Wichtigste erkannt. Alle anderen Fragen sind dann nicht unwichtig, aber zweitrangig. Hartmut Schmid

Durch das Abendmahl werden mehrere Dinge versinnbildlicht und bekräftigt:

1. Der Tod Christi. Wenn wir das Brot brechen, symbolisiert es das Gebrochenwerden des Leibes Christi und wenn der Wein aus dem Kelch ausgegossen wird, symbolisiert dies das Vergossenwerdens des Blutes Christi für uns. Daher ist die Teilnahme am Abendmahl auch eine Art Verkündigung: „Denn so oft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ (1Kor 11,26).
2. Unsere Teilhabe an den Segnungen des Todes Christi. Jesus gebot seinen Jüngern „Nehmt, esst! Das ist mein Leib“ (Mt 26,26). Wenn wir einzeln aus dem Kelch trinken, verkündigen wir durch unsere Handlung, dass wir an den Segnungen teilhaben, die durch den Tod Jesu für uns erworben worden sind.
3. Geistliche Ernährung. Brot und Wein bilden die Tatsache ab, dass Christus unsren Seelen geistliche Nahrung und Erquickung darreicht. (vgl. Joh 6,53-57).
4. Die Einheit der Gläubigen. Wenn Christen gemeinsam am Abendmahl teilnehmen, geben sie ein deutliches Zeichen für ihre Einheit miteinander ab. So sagt Paulus: „Denn es ist ein Brot, so sind wir, die vielen, ein Leib; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot“ (1Kor 10,17).
5. Christus bekräftigt seine Liebe zu mir. Die Tatsache, dass ich am Abendmahl teilnehmen kann, ja, dass Jesus mich zu kommen einlädt, ist eine lebendige Erinnerung und eine anschauliche Zusicherung, dass Jesus Christus mich persönlich liebt.
6. Christus bestätigt, dass mir alle Segnungen des Heils vorbehalten sind. In dem Abendmahl esse und trinke ich einen Vorgeschmack auf das große Festmahl des Königs. Ich komme als Angehöriger seiner ewigen Familie zu ihm. Wenn der Herr mich an seinem Tisch willkommen heißt, vergewissert er mir, dass er mir auch den Zugang zu allen anderen Segnungen der Erde und des Himmels gewähren wird, insbesondere zum großen Hochzeitsmahl des Lammes, bei dem ein Platz für mich reserviert worden ist.
7. Ich bekräftige meinen Glauben an Christus. Durch meine Teilnahme am Abendmahl verkündige ich immer wieder, dass meine Sünden das Leiden und den Tod Jesu mitverschuldet haben. Somit sind Trauer, Freude, Danksagung und Tiefe Liebe zu Christus in der Schönheit des Abendmahls reichlich miteinander vermischt.
Schließlich stellt sich die Frage, wer am Abendmahl teilnehmen sollte. Es ist außer Frage, dass nur Gläubige daran teilnehmen sollten, denn das Abendmahl symbolisiert die Gemeinschaft mit Christus. Paulus warnt aber davor, das Abendmahl unwürdig einzunehmen (1Kor 11,27-29). Vorher tadelt Paulus die Korinther für ihr rücksichtsloses Verhalten, wenn sie in der Gemeinde zusammenkommen (V20.21). Wir sollten uns daher prüfen, ob wir uns selbstsüchtig und feindschaftlich unseren Geschwistern gegenüber verhalten und somit nicht die Wesenszüge unseres Herrn widerspiegeln oder ob unsere Beziehungen das Opfer unseres Herrn in seiner Selbsthingabe verkündigen (vgl. Mt 5,23.24).
Nach Wayne Grudem: Biblische Dogmatik, Kapitel 50: Das Abendmahl, © VKW und arche-medien, 1. Auflage 2013

Der Heilige Geist liebt Geschlechtsregister.

Sie sind Mini-Biographien durch Gottes Augen. Gott hat die wichtigsten zwei, drei Dinge aus dem Leben der Menschen herausgepickt und der Heilige Geist hat Menschen dazu inspiriert, das so aufzuschreiben. Was denkst du, was in deiner Mini-Bio drin steht, so wie dein Leben zur Zeit gerade aussieht? Und was wünschst du, was drin stehen soll, so als die wichtigsten Eckdaten deines Lebens aus Gottes Augen? Bei manchen finden wir in den Geschlechtsregistern ihren Beruf, bei manchen die Namen der Städte, die sie gegründet haben oder wichtige Dinge, die sie sonst geleistet haben. Nur bei Henoch diese Worte: Und er wandelte mit Gott. Aber eins weiß ich ganz bestimmt: Es wird niemand einen Eintrag bei Gott bekommen, der lautet: Und er zahlte seinen Zehnten, damit sein Pastor an seiner Stelle mit Gott wandelte. Das ist etwas, was ich immer wieder antreffe. Diese innere Haltung: Dafür ist doch mein Pastor zuständig. Dafür laden wir doch Prediger ein, damit sie für mich die Bibel lesen, damit sie für mich zu Gott beten, wir haben ein super begabtes Lobpreis-Team, damit sie für mich Gott anbeten. Gott hat keine Enkel, Ihm geht es um dein Herz. Jonas Erne FB 071122

Stammbäume

Es handelt sich hierbei um die Aufzeichnungen der Stammbäume: es wurde „das Verzeichnis ihrer Geschlechter“ erstellt (1. Chr 5,7; 7,9). Obschon es „Generationen“ von Anfang an gab, lesen wir nicht von Geschlechtern, bis Israel im Land war. Es war dann wichtig, dass die Stammbäume verzeichnet wurden, weil als Teil des Gesetzes der Kinder Israel jeder Mann am Erbe seiner Väter Gefallen haben sollte. Es durfte kein Erbteil von einem Stamm auf den nächsten übergehen (4. Mo 36,8.9). Als das Priestertum auf die Söhne Aarons beschränkt wurde, war es unverzichtbar, dass sie ihren Stammbaum aufbewahrten. Nach der Rückkehr aus dem Exil waren einige unfähig, ihre Abstammung von Aaron nachzuweisen und so wurden sie vom Priestertum ausgeschlossen (Esra 2,62).
Das Wissen über das priesterliche Geschlecht erstreckt sich bis in das NT, Zacharias war aus der Abteilung des Abia‘, und Elisabeth war von den Töchtern Aarons. So auch, was die Stämme und die Familien angeht. Bei der Zählung gingen Josef und Maria nach Bethlehem, weil sie von David abstammten; Anna war aus dem Stamm Aser und Paulus aus dem Stamm Benjamin.
Die Prophezeihungen, welche aussagen, dass in dem Samen Abrahams alle Nationen der Erde gesegnet werden sollten, und dass der Messias aus der königlichen Abstammung Davids war, macht es notwendig das die Geschlechter beider Linien bewahrt werden mussten, wie wir sie im NT finden. Im zukünftigen Besitz des Landes wird es zwölf Stämme geben und einige aus jedem werden für den Segen versiegelt (Hes 48; Off 7,3-8). Gott, der sie für zukünftige Ereignisse behütet, kann ebenso ihre Geschlechter bewahren.
Es ist wahrscheinlich, dass sich 1. Timotheus 1,4 und Titus 3,9 nicht auf jüdische Geschlechter beziehen, die einerseits nicht „endlos“ genannt werden können und andererseits keine Fabeln sind. Vielmehr beziehen diese Stellen sich auf die Äonen des Gnostizismus, der bis in die Ewigkeit zurückreicht, drei von ihnen repräsentieren Christus, den Heiligen Geist und Jesus. Tertullian zitierte den obigen Ausdruck in Timotheus, als er den Gnostizismus wiederlegte.
https://www.bibelkommentare.de/lexikon/2534/stammbaeume

Stammbaum des Herrn Jesus – Geschlechtsregister des Herrn Jesus

Der Stammbaum des Herrn Jesus wird in Matthäus 1 und Lukas 3 beschrieben. Entsprechend dem unverkennbaren Charakter von Matthäus, in welchem Christus als Messias und Sohn Davids dargestellt wird, beginnt der Stammbaum mit Abraham, während er in Lukas, wo Christus als Sohn des Menschen gezeigt wird, die Aufzählung bis auf „ein Sohn … des Adam, des Gottes“ zurückgeht. Beide Aufzählungen sind von Abraham bis David gleich, dann weichen sie voneinander ab, bis sie zu Salathiel und Serubbabel kommen, deren Namen in beiden Aufzählungen vorkommen; danach weichen sie wieder voneinander ab. Die Aufzählung in Lukas ist umfangreicher, und enthält von David bis Joseph 41 Namen, während in Matthäus nur 26 Namen vorkommen. Einige Namen wurden in Matthäus ausgelassen, und dies ermöglicht es den Stammbaum in drei Teile zu jeweils 14 Generationen einzuteilen. Josia wird als der Sohn Jorams genannt, aber nach 1. Chronika 3,11.12 (wo anstatt Josia Asarja gelesen wird, ebenso in 2. Kön 14,21), ist zu erkennen, dass drei Könige ausgelassen wurden: Ahasja, Joas und Amazja. Solche Auslassungen können auch in den Stammbäumen im A.T. gefunden werden. In 2. Chronika 22,9 wird Ahasja der Sohn von Josaphat genannt, obwohl er sein Enkel war; und beim Vergleichen der Stammbäume von 1. Chronika 6,3-15 mit Esra 7,1-5 werden sieben Namen gefunden die im letzteren ausgelassen werden. Es ist beachtenswert das in Matthäus das Wort „zeugen“ benutzt wird, während es in Lukas unbestimmter ist. Jesus war „angeblich“ oder „erwiesenermaßen“ der Sohn von Joseph und von Joseph heißt es, dass er „des Eli“ war, ohne dass das Wort „zeugen“ verwendet wird. Außerdem ist noch zu bemerken, dass nach dem jüdischen Gesetz bei einem kinderlos verstorbenen Mann sein Bruder ihm durch die Witwe Nachkommen zeugen sollte. Ein geborener Sohn wurde dann als der rechtmäßige Sohn des Verstorbenen anerkannt, während er eigentlich der direkte Sohn des Bruders war. Die Aufzählung in Matthäus ist eindeutig die königliche Linie; zwischen David und Salathiel werden zwölf Könige genannt, welche alle bei Lukas weggelassen werden. Da es die königliche Linie ist, muss es auch die direkte sein. Es gibt eine größere Schwierigkeit bei dem Stammbaum in Lukas: Ist er die Linie von Josephs oder von Marias? Frauen werden als Erbfolgen niemals direkt angeführt, jedoch wird Christus als „Same der Frau“ (1. Mo 3,15), „geboren von einer Frau“ (Gal 4,4), „der Same Abrahams“ (Heb 2,16), „der Same Davids nach dem Fleisch“ (Rö 1,3; 2. Tim 2,8), „die Wurzel Davids“ (Off 22,16) vorgestellt. Und da der Herr nicht der leibliche Sohn Josephs war, können diese Schriften nur durch seine Mutter erfüllt werden, die ein direkter Nachkomme von David und Abraham sein musste. Es ist deshalb besser zu erwägen, dass Lukas die direkte Nachkommenschaft durch Maria zeigt. In Übereinstimmung mit diesem Gedanken kann gesehen werden, dass Matthäus, wenn er von der Geburt des Herrn spricht, oft Joseph erwähnt aber seltener Maria, während Lukas oft Maria erwähnt aber seltener Joseph. https://www.bibelkommentare.de/lexikon/2548/stammbaum-des-herrn-jesus

Die Namen von Jesus (I)

Immanuel – Jes7,14
Wunderbarer, Berater, starker Gott, Vater der Ewigkeit, Fürst des Friedens – Jes9,5
Sohn des Menschen – Mt25,31
Christus – Mt16,16
Bräutigam – Luk5,34-35
Lamm Gottes – Joh1,29.36
Messias – Joh1,41
Sohn Gottes, König Israels – Joh1,49
Brot des Lebens – Joh6,35.48
lebendige Brot – Joh6,51
Licht des Lebens – Joh8,12
Licht des Welt – Joh9,5
die Tür – Joh10,7.9
der gute Hirte – Joh10,11
die Auferstehung und das Leben – Joh11,25
Lehrer und Herr – Joh13,13
der Weg, die Wahrheit, das Leben – Joh14,6
der wahre Weinstock – Joh15,1
Herr der Herrlichkeit – 1Kor2,8
Fels – 1Kor10,4
Haupt – Kol2,9
Machthaber, König der Könige, Herr der Herren – 1Tim6,15
Urheber der Rettung – Hebr2,10
Hoherpriester – Hebr4,14
Anfänger und Vollender des Glaubens – Hebr12,2
der große Hirte – Hebr13,20
der lebendige Stein – 1Petr2,4
Eckstein – 1Petr2,6
Hirte und Aufseher unserer Seelen – 1Petr2,25
Oberhirte – 1Petr5,4
der treue Zeuge, Erstgeborene der Toten, Fürst der Könige der Erde – Offb1,5
Alpha und Omega, der Allmächtige – Offb1,8
Löwe, Wurzel Davids – Offb5,5
Treu und Wahrhaftig – Offb19,11
Das Wort Gottes – Offb19,13
König der Könige, Herr der Herren – Offb19,16
Wurzel und Geschlecht Davids, Morgenstern – Offb22,16

Übersicht über das Esterbuch (I)

Position
Das Buch Ester beschließt im Kanon der protestantischen Bibeln den Teil Geschichtsbücher (LXX hat dann noch die apokryphen Schriften (Judit, Tobit und Makkabäerbücher), in der hebräischen Bibel gehört Ester zu den Schriften und steht zwischen den Klageliedern und Daniel (wohl wegen der historischen Bezugnahmen).
Purim-Fest
Das Buch gehört zu den fünf Megillot, den Rollen, die im Judentum zu besonderen Festen gelesen werden. Es begründet das Purim-Fest; nach Est.3,7 wird das Los (פּוּר, pûr) geworfen, um den Tag zu bestimmen, an dem die Juden getötet werden sollen. Das Esterbuch ist das erste greifbare Zeugnis dafür, dass Juden ohne besondere Gründe verfolgt werden, einfach deshalb, weil sie anders sind als alle anderen Völker (3,8).

Name
Die Deutung des Namens Ester ist nicht eindeutig, wahrscheinlich kommt er aus dem Persischen und heißt „Stern“. Nach 2,7 lautet Esters hebräischer Name Hadassa (dt. Myrte).

Datierung
Nach den Angaben des Buches spielt die Handlung in den Tagen des persischen Königs Xerxes I., also im frühen 5. vorchristlichen Jahrhundert. Es ist aber sicher deutlich jünger, man datiert es auf die Zeit des 3./2. Jahrhunderts. In 2.MAKKABÄER 15,26 ist für das 2./1. Jh. v.Chr. ein Mordechaitag belegt, das Purim-Fest muss also zu dieser Zeit schon begangen worden sein (terminus ante quem).
Inhalt
Das Buch spielt in der königlichen Residenz des persischen Großkönigs in Susa. Es erzählt die Rettung der gesamten Judenheit durch den Mut der jüdischen Königin Ester und ihres Ziehvaters Mordechai. Ähnlich wie die ersten Kapitel des Danielbuches zeigt es, dass das Leben der Juden in der Diaspora gefährlich ist, dass aber Treue zum Glauben die Rettung bringt. Daneben steht das Motiv, dass die persische Herrschaft letztlich durch den Einsatz der Juden innerhalb der Bevölkerung gestützt und befestigt wird.

Kanonisierung
Die Aufnahme des Esterbuches in den Kanon war offensichtlich lange umstritten, wohl vor allem deshalb, weil in ihm von Gott nicht die Rede ist. Es finden sich lediglich Anspielungen, vgl. 4,14 „Errettung von einer anderen Seite her“. Die griechische Übersetzung bietet zudem einen deutlich erweiterten Text; auch dies zeigt, dass die Kanonisierung nicht einheitlich vonstatten ging. Der Form nach ist die Schrift eine in der Diaspora spielende Novelle als Abwandlung eines griechischen historischen Romans, ähnlich beispielsweise den apokryphen Schriften Judit und Tobit oder der (älteren) Josefsnovelle. Sie will erzählerisch vermitteln, wie sich Juden in der Diaspora angemessen zu verhalten haben, vgl. auch die Erzählungen in Dan.1-6.

Übersicht über das Esterbuch

1+2Ester wird Frau des persischen Großkönigs Ahasveros/Xerxes I.
2,19-23Esters Vormund Mordechai deckt eine Verschwörung gegen den König auf
3Der persische Beamte Haman erreicht ein königliches Dekret, die Juden auszurotten
4Mordechai bittet Ester um Fürbitte beim König
5-8Ester erreicht beim König die Rettung der Juden, Haman wird an dem Pfahl aufgehängt, der für Mordechai vorgesehen war.
9+10Rache der Juden an ihren Feinden, Stiftung des Purimfestes und Festlegung des Termins