Wie man die Bibel studiert

Warum ist Gottes Wort so wichtig? Weil es Gottes Gedanken und Willen für dein Leben enthält (2Tim 3,16.17). Für dich, als Diener Jesu Christi, stellt sie die einzige Quelle absoluter göttlicher Autorität dar. Betrachten wir einmal die folgenden Behauptungen, die die Bibel aufstellt.»Das Gesetz des HERRN ist vollkommen, es erquickt die Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise« (Ps 19,7). »Alle Reden Gottes sind geläutert; er ist ein Schild denen, die ihm vertrauen. Tue nichts zu seinen Worten hinzu, dass er dich nicht strafe und du als Lügner erfunden werdest« (Spr 30,5.6). »Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht; und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt, und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen« (Offb 22,18.19). »Also soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es soll nicht leer zu mir zurückkehren, sondern ausrichten, was mir gefällt, und durchführen, wozu ich es sende« (Jes 55,11).
Was ist das kleine Einmaleins des Bibelstudiums?
Persönliches Bibelstudium ist in der Regel einfach, aber du musst Selbstdisziplin mitbringen und dir langfristige Ziele stecken. Ich möchte dir hier fünf Schritte zum Bibelstudium erklären, die dir ein Muster bieten, das du befolgen kannst.
Schritt 1 – Lesen
Entwirf einen Plan, wie du systematisch die Bibel durchlesen willst. Im Gegensatz zu den meisten anderen Büchern wirst du die Bibel wahrscheinlich nicht in einem Zug von vorn bis hinten durchlesen. Es gibt viele gute Bibellesepläne, die dir bei dieser Aufgabe eine Stütze bieten. Lies einen Abschnitt in der Bibel mehrere Male hintereinander. Tu das so lange, bis du die Aussage, die Bedeutung und die Hauptwahrheit dieses Abschnitts verstanden hast.
Das Alte Testament würde ich z.B. über einen bestimmten Zeitraum in einem Zug durchlesen. Lass dich durch den Umfang an Lesestoff nicht entmutigen. Versuch einfach, die von Gott offenbarten Wahrheiten zu finden, um sie zu verinnerlichen und zu lernen. Vielleicht wählst du für das Neue Testament eine andere Variante. Du kannst ein Buch mehrmals lesen, so dass das Gelesene auch wirklich in deinem Gedächtnis verankert bleibt. Falls du dich für diese Variante entscheidest, beginne mit einem kurzen Buch, z.B. 1. Johannes. Nimm dir Zeit, um alle fünf Kapitel in Ruhe und an einem Stück durchzulesen. Nachdem du das einmal gemacht hast, beginnst du wieder von vorn. Das tust du über einen Zeitraum von 30 Tagen. Nach dieser Zeit wirst du wirklich wissen, was im 1. Johannes steht.
Schritt 2 – Auslegen
Behalte beim Lesen der Bibel eine einfache Frage im Sinn: »Was bedeutet das?« Lass den Heiligen Geist dein Lehrer sein (1Joh 2,27), denn er ist schliesslich auch der Verfasser dieses Buches. Bete um Weisheit, damit du die Bedeutung erfasst, und lies genau und aufmerksam. Beim Auslegen der Schrift sollten die folgenden häufig gemachten Fehler vermieden werden.
1. Ziehe keine Schlussfolgerungen auf Kosten richtiger Auslegung.
D.h. lege nichts in die Bibel hinein, wovon du gerne hättest, dass die Bibel es sagt, sondern lass sie das sagen, was Gott beabsichtigte, als er sie schrieb.
2. Vermeide oberflächliche Auslegung.
Wir alle haben Leute schon mal sagen gehört: »Für mich bedeutet diese Schriftstelle …« oder »Ich meine, das bedeutet …« Der erste Schritt zum Auslegen der Bibel ist, die vier Klüfte anzuerkennen, die wir überbrücken müssen: Sprache, Kultur, Geografie und Geschichte. Diese Klüfte verneinen nicht die biblische Wahrheit. Es ist einfach sehr hilfreich für das allgemeine Verständnis der Botschaft, wenn wir uns bewusst sind, welche Umstände zur Zeit der Abfassung herrschten.
3. Vergeistliche den Abschnitt nicht.
Deute und verstehe den Abschnitt in seinem normalen, buchstäblichen, historischen, grammatischen Sinn, genau wie du ein anderes Stück Literatur verstehen würden, das du heute liest. Beim Auslegen der Bibel sollten wir uns von vier Prinzipien leiten lassen: dem wörtlichen, historischen, grammatischen und synthetischen Prinzip.
Das wörtliche Prinzip.
Die Bibel sollte in ihrem wörtlichen, normalen und natürlichen Sinne verstanden werden. Die Bibel enthält zwar sprachliche Bilder und Symbole, doch sind diese dazu gedacht, die wörtliche Wahrheit zu vermitteln. Im Allgemeinen jedoch spricht die Bibel wörtlich, und wir müssen sie für sich selbst reden lassen.
Das historische Prinzip.
Das bedeutet, dass wir sie in ihrem historischen Kontext auslegen. Wir müssen uns fragen, was der Text für die Menschen bedeutet, an die er zuerst geschrieben wurde. Auf diese Weise können wir uns ein richtiges kontextuelles Verständnis der ursprünglichen Aussageabsicht des Bibeltextes erarbeiten.
Das grammatische Prinzip.
Dieses Prinzip erfordert, dass wir die grundlegende grammatische Struktur jedes einzelnen Satzes im Grundtext verstehen. Auf wen beziehen sich die Pronomen? Welche Zeitform hat das Hauptverb? Dabei wirst du feststellen: Wenn du einige einfache Fragen wie diese stellst, wird die Bedeutung des Textes sofort klarer.
Das synthetische Prinzip.
Dieses Prinzip ist das, was die Reformatoren die analogia scriptura (Analogie der Schrift) nannten. Es bedeutet, dass die Bibel sich nicht selber widerspricht. Wenn wir zu einer Auslegung einer Schriftstelle gelangen, die einer Wahrheit widerspricht, die an anderer Stelle der Schrift gelehrt wird, muss unsere Auslegung falsch sein. Schrift muss mit Schrift verglichen werden, um ihre volle Bedeutung zu entdecken.
Schritt 3 – Auswerten
Manchmal kann es hilfreich sein, den Rat Dritter zu suchen, um uns zu versichern, dass wir die Bibel auch wirklich korrekt ausgelegt haben. Lies Einführungen in die Bibel, Kommentare und Bücher über biblischen Hintergrund, die dein Denken mit Einsicht bereichern. Sei bei deiner Auswertung ein wahrhaftiger Bibelforscher. Sei jemand, der die Wahrheit des Wortes Gottes annimmt, auch wenn er dabei seine bisherigen Ansichten oder sein praktisches Leben ändern muss.
Schritt 4 – Anwenden
Die Bibel zu studieren, ohne zuzulassen, dass sie die Tiefen unserer Seele durchdringt, wäre wie das Zubereiten eines Festmahls, ohne es zu essen. Das Fazit, das du am Schluss daraus ziehen solltest, ist die Frage: »Wie kann ich die geistlichen Wahrheiten und Prinzipien dieser Schriftstelle auf mich, mein Verhalten und mein Handeln anwenden?« Jesus gab denen eine Verheissung, die ihr persönliches Bibelstudium bis an diesen Punkt durchziehen: »Wenn ihr dies wisst, glückselig seid ihr, wenn ihr es tut« (Joh 13,17).
Wenn du die Bibel gelesen und ausgelegt hast, solltest du ein grundlegendes Verständnis davon haben, was die Bibel sagt und was sie damit meint. Aber an dieser Stelle ist das Bibelstudium nicht zu Ende. Das letztendliche Ziel sollte sein, die Bibel zu sich reden zu lassen und uns zum geistlichen Wachstum zu befähigen. Das erfordert persönliche Anwendung. Unser Bibelstudium ist nicht abgeschlossen, solange wir uns nicht fragen: »Was bedeutet das für mein Leben und wie kann ich es praktisch anwenden?« Wir müssen aus der Erkenntnis, die wir aus unserem Bibelstudium gewonnen haben, die praktischen Prinzipien herausziehen, die für unser persönliches Leben gelten. Wenn es ein Gebot zu befolgen gibt, gehorchen wir ihm. Wenn es eine Verheissung anzunehmen gilt, nehmen wir sie in Anspruch. Wenn eine Warnung zu beherzigen ist, achten wir darauf. Das ist der wichtigste Schritt: Wir unterwerfen uns der Bibel und lassen unser Leben von ihr umgestalten. Wenn du diesen Schritt überspringst, wirst du niemals Freude an deinem Bibelstudium haben und die Bibel wird nie dein Leben verändern.
Schritt 5 – In den Gesamtzusammenhang einbinden
Dieser letzte Schritt verbindet die gelernte Wahrheit eines bestimmten Abschnittes oder Bibelbuches mit geistlichen Wahrheiten und Prinzipien, die an anderer Stelle der Bibel gelehrt werden, um eine grosse Gesamtschau zu erhalten. Bedenke stets, dass die Bibel ein Buch mit 66 Teilen ist und eine Anzahl von Wahrheiten und Prinzipien enthält, die immer wieder in verschiedener Weise und in unterschiedlichen Umständen gelehrt werden. Wenn du einzelne Stellen in Beziehung zueinander setzt und miteinander vergleichst, wirst du eine gesunde Lehrgrundlage aufbauen.
Und nun?
Es reicht nicht aus, die Bibel nur zu studieren. Wir müssen darüber nachsinnen und in das reinigende Wasserbad des Wortes Gottes eintauchen. »Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln« (Jos 1,8).
Autor: John MacArthur Quelle: Basisinformationen zur Bibel

Meine Identität in Jesus Christus

Ich bin …
… eine neue Schöpfung in Christus
2.Kor 5,17: Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das
Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
… errettet durch Jesu Blut
Eph 1,7: In ihm haben wir die Erlösung durch sein Blut, die Vergebung der Verge-
hungen, nach dem Reichtum seiner Gnade.
… teuer erkauft und gehöre nun Gott
1.Kor 6,20: Denn ihr seid um einen Preis erkauft worden. Verherrlicht nun Gott mit
eurem Leib!
… befreit von der Herrschaft der Finsternis
Kol 1,13: Er hat uns gerettet aus der Macht der Finsternis und versetzt in das Reich
des Sohnes seiner Liebe.
… ein Kind Gottes
Joh 1,12: So viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu
werden, denen, die an seinen Namen glauben.
… gerecht gemacht
Röm 5,1: Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden
mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus.
… frei von Verdammnis
Röm 8,1: Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind.
… erwählt, heilig und geliebt
Kol 3,12: Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches
Erbarmen, Güte, Demut, Milde, Langmut!
… ein Freund Gottes
Joh 15,15: Ich nenne euch nicht mehr Sklaven, denn der Sklave weiß nicht, was sein
Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem
Vater gehört, euch kundgetan habe.
… mehr als Überwinder durch den, der mich geliebt hat
Röm 8,37: Aber in diesem allen sind wir mehr als Überwinder durch den, der uns
geliebt hat.
… ein Tempel des Heiligen Geistes
1.Kor 6,19: Oder wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes in
euch ist, den ihr von Gott habt, und dass ihr nicht euch selbst gehört?
… versiegelt mit dem Heiligen Geist der Verheißung
Eph 1,13: In ihm seid auch ihr, als ihr das Wort der Wahrheit, das Evangelium eures
Heils, gehört habt und gläubig geworden seid, versiegelt worden mit dem Heiligen
Geist der Verheißung.
… ein Glied am Leib Christi
1.Kor 12,27: Ihr aber seid Christi Leib und, einzeln genommen, Glieder. … tot der Sünde und lebend für Gott
Röm 6,2+11: Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie werden wir noch in ihr leben?
… So auch ihr: Haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus!
… stark im Herrn
Eph 6,10: Schließlich: Werdet stark im Herrn und in der Macht seiner Stärke!
… ein Erbe von Gott und Miterbe mit Christus
Röm 8,17: Wenn aber Kinder, so auch Erben, Erben Gottes und Miterben Christi,
wenn wir wirklich mitleiden, damit wir auch mitverherrlicht werden.
… ein Teilhaber der göttlichen Natur
2.Petr 1,4: Durch die er uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt hat,
damit ihr durch sie Teilhaber der göttlichen Natur werdet, die ihr dem Verderben, das
durch die Begierde in der Welt ist, entflohen seid.
… zur Fülle gebracht
Kol 2,10: Und ihr seid in ihm zur Fülle gebracht. Er ist das Haupt jeder Gewalt und
jeder Macht.
… in seinen Wunden geheilt
1.Petr 2,24: Der unsere Sünden an seinem Leib selbst an das Holz hinaufgetragen
hat, damit wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch dessen
Striemen ihr geheilt worden seid.
… mit Christus in Gott verborgen
Kol 3,3: Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in
Gott.
… verwandelt in sein Ebenbild
2.Kor 3,18: Wir alle aber schauen mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des
Herrn an und werden so verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit,
wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.
… versetzt mit Christus in himmlische Örter
Eph 2,6: Er hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in der Himmelswelt in
Christus Jesus,
… ein Bürger des Himmels
Phil 3,20: Denn unser Bürgerrecht ist in den Himmeln, von woher wir auch den Herrn
Jesus Christus als Retter erwarten.
… im Triumphzug umhergeführt
2.Kor 2,14: Gott aber sei Dank, der uns allezeit im Triumphzug umherführt in
Christus und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Ort durch uns offenbart!
… fähig, alles zu tun durch Christus, der mich stärkt
Phil 4,13: Alles vermag ich in dem, der mich kräftigt.
… eine Rebe am Weinstock
Joh 15,5: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm,
der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.
… lebendig
Eph 2,5: auch uns, die wir in den Vergehungen tot waren, mit dem Christus lebendig
gemacht – durch Gnade seid ihr gerettet!
… ein Überwinder in der Welt
1.Jo 5,4: Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt; und dies ist der
Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube.
… ein Botschafter der Versöhnung
2.Kor 5,18: Alles aber von Gott, der uns mit sich selbst versöhnt hat durch Christus
und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat,
… Salz und Licht der Welt
Mt 5,13-14: Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz fade geworden ist, womit
soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, als hinausgeworfen und von den
Menschen zertreten zu werden. Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf
einem Berg liegt, kann nicht verborgen sein.

Es ist wahre Demut, das über mich zu denken, was Gottes Wort über mich sagt – und nicht das, was ich im Moment fühle.
Manfred Hauenschild
https://homepage.ruhr-uni-bochum.de/Manfred.Hauenschild/pdf/IchbinListe.pdf

Bibellesen mit Gewinn

Hier sind neuen Anwendungsfragen, die Sie sich stellen können, wenn Sie das Wort Gottes aufschlagen:

Gibt es ein Beispiel, dem ich nacheifern sollte?

Gibt es eine Sünde, die ich vermeiden sollte?

Gibt es eine Verheißung, die ich in Anspruch nehmen könnte?

Gibt es ein Gebet, das ich wiederholen sollte?

Gibt es eine Anweisung, der ich gehorchen sollte?

Gibt es eine Bedingung, die ich erfüllen muss?

Gibt es einen Vers, sen ich auswendig lernen sollte?

Gibt es einen Irrtum, den ich mir merken sollte?

Gibt es eine Herausforderung, der ich mich stellen muss?

Bibellesen mit Gewinn, Hendricks, Seite 317

Der Philemonbrief

1. Der Inhalt des Philemonbriefes

1-3 Briefkopf (Verfasser, Empfänger, Gruß): Paulus und Timotheus dem Philemon, der Appia, dem Archippus und der Gemeinde in Philemons Haus Gnade und Friede!

4-7 Dank und Fürbitte für Philemon

8-21 Paulus schickt den entlaufenen Sklaven Onesimus, der durch ihn in seiner Gefangenschaft zum Glauben gekommen ist, zu seinem Besitzer Philemon zurück und bittet um gute Behandlung des Onesiumus in christlicher Bruderliebe.

22-25 Paulus bittet um Vorbereitung eines Gästezimmers für sich selbst, da er hofft, bald zu Philemon kommen zu können. Epaphras, Markus, Aristarchus, Demas und Lukas lassen grüßen. Segenswunsch zum Schluß.

2. Für die Einleitungsfragen bedeutsame Aussagen des Briefes

1 Verfasser sind Paulus, Gefangener Jesu Christi und Timotheus.

1-2 Empfänger sind Philemon, Appia, Archippus und die Gemeinde in Philemons Haus

5 Paulus hörte von Philemons Liebe und Glauben (durch Onesimus?).

9-10 Onesimus wurde von Paulus in seiner Gefangenschaft „gezeugt“, d.h. zum Glauben an Jesus Christus geführt.

13 Onesimus hätte Paulus in seiner Gefangenschaft um des Evangeliums willen

dienen können.

22 Paulus bittet: „Bereite mir die Herberge“, d.h. er hat Hoffnung auf Freilassung.

23f: Grüße von: Epaphras, Pauli Mitgefangenen in Christus Jesus; Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, die Pauli Gehilfen sind.

Nach Kol 4,9 gehörte Onesimus nach Kolossä, d.h. Philemons Haus und Hausgemeinde gehörten auch dahin, denn Onesimus war sein Sklave. Dazu paßt auch, daß Archippus als Mitarbeiter der Gemeinde von Kolossä erwähnt wird (Kol 4,17) und ebenfalls in Philemon 2 als einer der namentlich genannten Empfänger neben Philemon. Da aber Tychikus sowohl den Epheserbrief als auch den Kolosserbrief überbracht hat und Onesimus mit ihm reiste (Eph 6,21; Kol 4,7-9), sind alle drei Briefe (Eph, Kol und Philemon) in zeitlicher Nähe voneinander geschrieben und dann auch ausgeliefert worden. Onesimus hatte wahrscheinlich die „Ehre“ den Philemonbrief an Philemon zu überreichen, ein Brief, der hauptsächlich wegen Onesimus geschrieben wurde, damit Philemon den reumütigen und frisch bekehrten entlaufenen Sklaven freundlich aufnehme. Ein weiterer Grund für den Brief ist die Bitte des Paulus um Herberge bei Philemon. Da Philipper, Kolosser und Philemon neben Paulus auch Timotheus als Mitverfasser nennen, der Epheserbrief aber nur Paulus erwähnt, sind wohl Philipper, Kolosser und Philemon zuerst geschrieben worden, dann wurde Timotheus wie in Phil 2,19 erwähnt nach Philippi geschickt, dann wurde der Epheserbrief geschrieben und die drei Briefe Epheser, Kolosser und Philemon von Tychikus und Onesimus ausgeliefert. Da die Sendung des Timotheus laut Phil 2,23 dann geschehen sollte, wenn Paulus mehr über seinen Gerichtsfall erfahren hätte (wenn ich erfahren habe, wie es um mich steht), können wir davon ausgehen, daß Timotheus diese Neuigkeiten in Philippi verkünden würde, wie auch Tychikus dieselben in Ephesus und Kolossä (Eph 6,21; Kol 4,7-9). Zumindest zum Zeitpunkt der Abfassung von Philemon 22 hatte Paulus die Hoffnung, bald frei zu kommen (vgl. auch Phil 1,25). Der Brief kann in Cäsarea oder Rom abgefaßt sein. Ist er in Rom abgefaßt, so wissen über Apg 28,30-31 hinaus nichts Näheres über Paulius Umstände. Ist Cäsarea der Abfassungsort, so wußte Paulus seit Apg 23,11 vom Herrn, daß er Judäa wieder verlassen und nach Rom reisen würde. Aber er konnte nicht wissen, daß Felix ihn einerseits vor den Juden retten würde, aber andererseits aus Hoffnung auf Bestechungsgelder den Prozeß zwei Jahre hinziehen würde, ohne Paulus freizulassen (Apg 24,22-27). In bezug auf die Chronologie nehme ich an, daß Epheser, Philipper, Kolosser und Philemon alle im Sommer 56 AD geschrieben wurden, und zwar in der ersten Zeit nach der Gefangennahme des Paulus in Jerusalem, als er noch relativ frisch im Prätorium in Cäsarea war, vielleicht erst ein paar Wochen, ohne absehen zu können, wie sein Prozeß sich entwickeln würde.

Vorschlag für eine chiastische Struktur des Philemonbriefes nach Welch1

A Briefeingang (1-3)
  B Paulus Dank in seinen Gebeten für Philemon (4)
    C Philemons Liebe, Glaube und Gastfreundschaft (5-7)
      D Paulus könnte seine Autorität gebrauchen, (8)
        E aber Paulus legt lieber Fürsprache ein. (9-10)
          F Onesimus ist ein in Pauli Gefangenschaft Bekehrter. (10)
            G Paulus hat Onesimus nützlich gemacht. (11)
              H Nimm Onesimus wie Paulus eigenes Herz auf.(12)
                I Paulus würde in den Banden des Evangeliums Onesimus gern
                  als seinen Diener an Philemons Statt zurückbehalten. (13)
                  J Ohne Philemons Zustimmung will Paulus Onesimus nicht zurück-
                    behalten, damit Philemons gute Tat freiwillig geschieht. (14)
                  J’ Vielleicht ist Onesimus deswegen weg gewesen,
                     damit Philemon ihn auf ewig wieder bekommt. (15)
                I’ nicht als Sklaven, sondern als einen Bruder in dem Herrn. (16)
              H’ Nimm Onesimus wie Paulus selbst auf. (17)
            G’ Paulus wird allen von Onesimus angerichteten Schaden zurückerstatten. (18-19)
          F’ Philemon steht als Bekehrter bei Paulus in der Schuld. (19)
        E’ Paulus legt bittend Fürsprache bei Philemon ein, (20)
      D’ auch wenn er Gehorsam verlangen könnte. (21)
    C’ Paulus erbittet Philemons Gastfreudschaft, da er hofft, bald kommen zu können. (22)
  B’ Philemons Gebete für Paulus (22)
A’ Briefausgang (23-25) Epaphras, Markus, Aristarchus, Demas und Lukas lassen grüßen.
   Segenswunsch zum Schluß.
Eddy Lanz, Februar 2007
1 Mit Änderungen nach: Welch, J. W. <Hrsg.>, Chiasmus in Antiquity, Hildesheim, Gerstenberg Verlag, 1981, John W. Welch: Chiasmus in the New Testament, S. 225-226
http://www.lanz.li/gernt/18philemonger.html

„Danken schützt vor Wanken, Loben zieht nach oben“

Wer das Buch der Psalmen liest, der wird eine Reihe von „Dank-Psalmen“ finden, Lieder, deren Thema der Dank Gott gegenüber ist. Es gibt in der Theologie – ausgehend von Hermann Gunkel – Versuche, die Psalmen systematisch in „Gattungen“ einzuteilen (Klage-Lieder des Einzelnen und des Volkes, Dank-Lieder, Hymnen, Jahwe Königspsalmen, Zion-Psalmen, usw.).
Der Aufbau der Danklieder folge dem Schema:
„1. Hymnischer Aufgesang […]
2. Der Rückblick auf das frühere Geschehen, die Schilderung der abgewendeten Not […]
3. Der Schluss wiederholt das Gotteslob und die Aufforderung, Gott zu danken.“ (Quelle: http://www.bibelwissen-
schaft.de/bibelkunde/themenkapitel-at/psalmengattungen)

Jedoch scheint die Definition eines „Dankliedes“ nicht so eindeutig zu sein, denn die unterschiedlichen Ausleger benennen unterschiedliche Psalmen. Auch der Aufbau der Danklieder stellt sich nicht so schematisch dar. Beispielhaft seien erwähnt: Ps 9: Lob (2-11) – Aufforderung zum Lob (12f.) – aktuelle Not (14f.) – Lob (16-19) – Ruf um Hilfe (20f.)
Ps 18: Lob (2-4) – frühere Not (5-16) – Beschreibung der Hilfe (17-20) – Lob (21-51)
Ps 30: Lob (2) – frühere Not (3f.) – Aufforderung zum Lob (5f.) – frühere Not (7-11) – Lob (12f.)
Ps 107: Aufforderung zum Lob (1-3). Darauf folgen fünf Zyklen: frühere Not– Rettung – Aufforderung zum Lob (4-9; 10-16; 17-22; 23-32; 33-43)
Ps 118: Aufforderung zum Lob (1-4) – frühere Not (5) – aktuelle Not (6-13) – Lob (14-17) – aktuelle Not (18-20) – Lob (21-28) – Aufforderung zum Lob (29)
Ps 138: Lob
Aber wer sucht, wird auch in vielen anderen Psalmen Worte des Dankes an Gott finden! Der Dank und das Lob Gottes zieht sich durch das ganze Psalmenbuch und nimmt keine Rücksicht auf irgendwelche „Gattungen“, denn die Psalmen stammen aus dem Leben der Menschen; und da sind selten Klage und Dank und andere Inhalte fein säuberlich voneinander getrennt! Die Psalmen sind Lieder und Gebete, die uns hineinnehmen in die Beziehung der Menschen zu Gott, dem Herrn. Sie sind deshalb zeitlos, weil Gott den Menschen heute immer noch seine Freundschaft anträgt, und weil das Wesen der Menschen heute gleich ist wie damals. So können sie auch zu unseren Gebeten werden.
Neben den Liedern, die speziell für Gottesdienste und Feste geschrieben wurden, finden wir in den Psalmen auch Lieder, die auf ein konkretes Ereignis zurückgehen. Die Einführung Ps 18,1 erwähnt z.B. das Aufatmen Davids, nachdem der Herr ihn vor seinen Feinden, speziell vor Saul, errettet hatte. Diese Lieder mit ihrer Geschichte wurden in der Folge aber im Gottesdienst eingesetzt. Auf den Einwand, dass diese Einführungen später dazugeschrieben oder der ganze Psalm David in den Mund gelegt worden sei, könnte man die Frage stellen: „Weshalb haben die Dichter des Volkes dem größten König – David – ein Schuldbekenntnis seines Ehebruchs in den Mund gelegt (Ps 51,1f.), das dann im Gottesdienst über Generationen hinweg in der Erinnerung wach gehalten werden sollte?“
Was kennzeichnet die Dankpsalmen?
Liebe zum Herrn
„Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen“, „ich freue mich“, „ich bin fröhlich in dir“ (Ps 9,2f.). „Herzlich lieb habe ich dich, Herr“ (Ps 18,2): Das Verhältnis der Psalmbeter zu ihrem Gott ist geprägt von einer persönlichen Liebe, einem tiefen Vertrauen und einem lebhaften Kontakt. Wenn diese Liebesbeziehung durch Sünde getrübt ist, kann das den Beter so sehr mitnehmen, dass er es sogar körperlich spürt (Ps 32,3f.). Umso größer die Erleichterung und Dankbarkeit, wenn er seine Sünde bekennt und Vergebung bekommt (Ps 32,7.11). Offene Augen für das Wirken des Herrn Weshalb können die Beter von den Wundern Gottes erzählen? Weil sie sie bemerken! Weil sie mit offenen Augen und wachen Sinnen in ihrem Alltag unterwegs sind (Ps 107,7.14.20.29f.42) und weil sie die Erinnerung an diese Wunder wachhalten (Ps 103,2).
Zeugnis vom Handeln des Herrn
Die Dankpsalmen erinnern lebhaft an die großen Taten Gottes bei der Erschaffung und Erhaltung der Welt (Ps.104), in der Geschichte Israels (Ps 107,43: „Wer ist weise und behält dies? Der wird merken, wie viel Wohltaten der Herr erweist.“; auch Ps 105,5) und im Ergehen Einzelner (Ps 18,7: „Als mir angst war, rief ich den Herrn an […] Da erhörte er meine Stimme.“).
Dadurch ermutigen die Beter die Menschen, die diese Gebete lesen oder singen: „Wagt es auch! Vertraut dem Herrn! Es ist viel besser, als auf Menschen zu vertrauen.“ (vgl. Ps 118,8f.) Die Psalmen zeigen: Man kann sogar für etwas danken, das Gott noch gar nicht getan hat, etwa als Signal des Vertrauens, Ps 118,13: „Man stößt mich, dass ich fallen soll, aber der Herr hilft mir.“ Oder man kann danken, dass er seine Verheißungen erfüllen wird. Wir können ihm danken, wenn wir aus dem Neuen Testament entdecken, dass er Verheißungen erfüllt hat (z.B. Ps. 118,22).
Aufforderung, in den Dank mit einzustimmen
Wenn die Gottesdienstbesucher nicht nur distanziert in den Dank einstimmen sollen, dann müssen sie Ähnliches erleben wie die Psalmdichter! Das „Gebetbuch der Bibel“ (D. Bonhoeffer) ist so nah am Puls der Menschen, dass wir ohne Herzrhythmusstörungen heute Worte daraus zu unserem Gebet machen können. David will seine Zeitgenossen an die Wunder Gottes erinnern und sie mit in den Dank hineinnehmen, deshalb die wiederholten Ermunterungen: „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich. So sollen sagen, die erlöst sind durch den Herrn.“ (Ps 107,1f.) oder „… die sollen dem Herrn danken für seine Güte“ (Ps 107,8.15.21.31).
Dass Dank nicht immer leicht fällt, ist den Betern in den Psalmen wohl bekannt. Sie sprechen dann davon, dass sie „Dank opfern“ (z.B. Ps 50,23). Man kann sich zum Danken entschließen.
Die große Einladung der Dankpsalmen ist: Geht mit wachen Augen durch euer Leben! „Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, und seine Güte währet ewiglich.“ (Ps 118,1) Und dann erzählt davon, singt von dem Herrn, selbst vor anderen Göttern: „Ich danke dir von ganzem Herzen, vor den Göttern will ich dir lobsingen.“ (Ps 138,1)
Christoph Bacher, Sonnenbühl-Undingen
https://www.die-apis.de/fileadmin/BILDER/5-Bibel-und-Medien/2-Gemeinschaft_Magazin/1-Archiv/PDFs%20Gemeinschaft%202016/Gemeinschaft_2016-3.pdf

Errettung im Titus-Brief

1,1 Durch Auserwählung Gottes.
1,1 Durch Erkenntnis der Wahrheit.
2,11 Gottes erschienene Gnade bringt den Menschen das Heil.
2,14 Durch das freiwillige Opfer Jesu‘ Christi.
2,14 Durch seinen Loskauf aus unserer Gesetzlosigkeit.
2,14 Durch Jesu‘ Absonderung zum Eigentumsvolk.
3,4 Durch die erschienene Güte und Menschenliebe unseres Heiland-Gottes errettet er uns.
3,5 Gott errettete uns nicht aus Werken (die in Gerechtigkeit vollbracht wir getan hätten).
3,5 Gott errettete uns nach seiner Barmherzigkeit.
3,5 Gott errettete uns durch die Waschung der Wiedergeburt und die Erneuerung des Heiligen Geistes (den er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesus).
3,7 Rechtfertigung passiert durch Gottes Gnade.

Das Wesen Gottes im Titus-Brief

1,1 Gott hat Knechte. (Er ist Herr)
1,1 Jesus sendet Menschen (Paulus: Apostel).
1,1 Gott auserwählt.
1,2 Gott verheißt ewiges Leben vor ewigen Zeiten.
1,2 Gott kann nicht lügen.
1,3+4;2,10+13;3,4+6 Gott ist der Heiland-Gott.
1,4 Gott gibt Gnade und Friede.
1,7 Gott bestellt Verwalter/Älteste.
1,16 Gott kann man kennen, was Auswirkungen auf unsere Werke hat.
2,10 Gott gibt Lehre, er lehrt.
2,11 Gottes Gnade ist erschienen, sie bringt allen Menschen Heil.
2,12 Gottes Gnade unterweist uns zu Heiligung/Gottseligkeit.
2,13 Gott/Jesus kommt wieder in Herrlichkeit.
2,13 Gott ist groß.
2,14 Jesus hat sich für uns hingegeben.
2,14 Jesus kaufte uns los von Gesetzlosigkeit.
2,14 Jesus reinigt sich ein Eigentumsvolk, das eifrig ist in guten Werken.
3,4 Gott ist gütig und menschenliebend und zeigt diese Eigenschaften.
3,5 Gott errettet uns nach seiner Barmherzigkeit.
3,5 Gott errettet durch Wiedergeburt.
3,5 Gott errettet durch Erneuerung des Heiligen Geistes.
3,6 Gott gießt den Heiligen Geist über uns aus durch Christus.
3,7 Gott rechtfertigt uns durch Gnade.
3,7 Gott macht uns Erben des ewigen Lebens.

Wie man Weisheitsliteratur (Sprüche, Prediger, Hiob) NICHT lesen sollte

Die Weisheitsbücher wurden traditionell auf dreifache Weise missbraucht.

  1. Oft werden diese Bücher nur in Auszügen gelesen. Dabei übersieht man, dass es eine Gesamtbotschaft gibt, die vom inspirierten Autor beabsichtigt wurde.
  2. Gewisse Begriffe und Kategorien sowie bestimmte Stile und literarische Formen der Weisheitsliteratur werden oft missverstanden.
  3. Besonders bei Weisheitsreden wie dem Buch Hiob versäumen Christn of, den Argumentationsverlauf zu berücksichtigen. Infolgedessen zitieren sie als biblische Wahrheit, was als falsche Lebensauffassung gemeint war.

Gordon D. Fee und Douglas Stuart: „Effektives Bibelstudium: Die Bibel verstehen und auslegen“, Seite 264-265

Namen, Beschreibungen und Eigenschaften Gottes im 1. Timotheus-Brief

Da der Brief das Ziel hat, Timotheus darin zu unterweisen, wie man sich im Haus Gottes verhalten soll (3,14-15), ist es verständlich, dass Paulus viel über Gott selbst zu schreiben hat:
Christus Jesus/Jesus Christus (1,1; 1,14; 1,15; 1,16; 3,13; 4,6; 5,21; 6,13),

Gott, unser Heiland (1,1),

Christus Jesus, unsere Hoffnung (1,1),

Gott, der Vater (1,2),

Christus Jesus, unser Herr/unser Herr Jesus Christus (1,2; 1,12; 6,3; 6,14),

Gott (1,4; 3,5; 3,15; 4,3; 4,4; 4,5; 5,4; 5,5; 5,21; 6,1; 6,11; 6,13; 6,17),

der selige Gott (1,11),

unser Herr (1,14),

* (Jesus) ist in die Welt gekommen, um Sünder zu erretten (1,15),

König der Zeitalter (1,17),

unvergänglicher, unsichtbarer, alleiniger Gott (1,17),

* ihm sei Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen (1,17),

unser Heiland-Gott (2,3),

* der will, dass alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. (2,4),

Gott ist einer (2,5),

einer ist Mittler zwischen Gott und Menschen (2,5),

der Mensch Christus Jesus (2,5),

* (Jesus) gab sich selbst als Lösegeld für alle (2,6),

der/ein lebendige(r) Gott (3,15; 4,10),

* der offenbart worden ist im Fleisch, ist gerechtfertigt im Geist, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit (3,16),

der Geist (4,1),

* ein Erhalter aller Menschen, besonders der Gläubigen (4,10),

Christus (5,11),

* (Gott,) der alles am Leben erhält (6,13),

* (Christus Jesus,) der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat (6,13),

der selige und alleinige Machthaber (6,15),

der König der Könige (6,15),

der Herr der Herren (6,15),

* der allein Unsterblichkeit hat (6,16),

* der ein unzugängliches Licht bewohnt (6,16),

* den keiner der Menschen gesehen hat noch sehen kann (6,16),

* dem Ehre sei und ewige Macht! Amen. (6,16) ,

* (Gott,) der uns alles reichlich darreicht zum Genuss (6,17).
https://buythefield.wordpress.com/2014/02/26/namen-beschreibungen-und-eigenschaften-gottes-im-1-timotheus-brief/

Die Bedeutung des Begriffs „Scheol“

Der Begriff „Scheol“ hat im Alten Testament ein breites Bedeutungsspektrum, das sich um Tod, Grab, das Totenreich und die Nachwelt dreht.
Der Scheol ist mehr als ein Ort, der unter der Erdoberfläche liegt und zu dem die Toten hinab fahren (Hiob 7,9; Hesekiel 31,15.17; 32,27). Der Begriff beschreibt, was Menschen empfinden, wenn sie vor einem Grab stehen, in dem ein guter Freund beigesetzt wird. Angesichts des Scheols wird diese Grube von zwei mal drei mal drei Metern zum spürbaren Gegensatz zwischen absolutem Tod und intensiver Lebendigkeit. Wer in den Scheol hinabsteigt ist von der Heilsgeschichte1) abgeschnitten, nimmt nicht mehr an der gemeinschaftlichen Begegnung mit Gott teil. Deshalb ist der Scheol eine ewige Realität, die durch das Grab in Raum und Zeit symbolisiert wird. Der Scheol ist das Ende, er ist ein „Land ohne Wiederkehr“ (Hiob 7,9). Einmal dort angekommen, gibt es nur noch eine Hoffnung, nämlich dass Gottes Zusage aus Hosea 13,14 auf mich zutrifft: „Von der Gewalt des Scheols werde ich sie erlösen, vom Tod sie befreien“ (vgl. 1Korinther 15,54-55)2). Wo das nicht der Fall ist, wird Scheol zum Inbegriff absoluter Verlorenheit und ist – als Gegensatz zum ewigen Leben – mit dem neutestamentlichen Begriff „Hölle“ identisch (vgl. Sprüche 15,24).
1) Die Heilsgeschichte beschreibt Gottes rettendes Handeln mit der Welt. Solange ein Mensch lebt, ist er Teil dieser Geschichte und kann Vergebung finden (kleine Ausnahmen wie die Sünde gegen den Heiligen Geist bestätigen diese Regel).
2) Bei den Söhnen Korachs hört sich das so an: „Gott aber wird meine Seele erlösen von der Gewalt des Scheols; denn er wird mich entrücken.“ (Psalm 49,16)
https://www.frogwords.de/bibel_at_nt/hohelied/kommentar/anhang_1