GOTT OFFENBART SEINE HERRLICHKEIT IN DER NIEDRIG-KEIT DES MENSCHEN

(V. 4-6). Gehen wir einen Schritt weiter, von den Kindern zu den Erwachsenen. Wenn wir auf die Erwachsenen schauen, ist die Botschaft des Psalms zunächst: Im Anblick der gesamten Schöpfung Gottes ist der Mensch eigentlich ein Nichts. Er ist niedrig. Er ist unbedeutend, auch der Erwachsene. „Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die Sterne, die du bereitet hast …“ (Vers 4). Das Weltall, der Kosmos mit allem, was wir sehen, und allem, was wir auch nicht sehen oder nur durch die Teleskope erkennen können und was uns die Wissenschaftler erklären, dieser Kosmos ist atemberaubend, riesig und schön. Im Internet kann man immer wieder Fotos sehen, wenn z. B. das Weltraumtele-skop Hubble gerade ganz neue Fotos geschossen hat. Wer sich so etwas einmal mit Bewusstsein angeschaut hat, kann nur sagen: Es ist einfach unglaublich schön und faszinierend, was Gott geschaffen hat. Die Botschaft hier in unserem Psalm ist: So schön das Weltall auch ist, Gott ist noch viel größer! Er benötigte ja sogar nur Seinen Finger, um das alles zu machen! „Wenn ich sehe die Himmel, deiner Finger Werk“. Es gibt andere Texte, wo davon die Rede ist, das Gott mit Seinen Händen etwas schafft. Hier reicht jetzt der Finger. Es ist ein Bild, was man nicht zu buchstäblich interpretieren sollte. Der Schöpfungsbericht sagt uns vielmehr: „Gott sprach, und es geschah“. Wie Gott genau geschaffen hat, ist aber nicht das Thema hier in Psalm 8. Er will uns vor allem deutlich machen: Gott ist so groß, dass es eigentlich ausreicht, wenn Gott mit dem Finger schnipsen würde – und die Welt wäre da. Gott ist so viel größer, dass wir es uns eigentlich nicht vorstellen können.
Offenbarung der Herrlichkeit Gottes am Menschen 5 Ich erinnere mich an einen Abend im August vor ein paar Jahren. Wir waren im Schwarzwald im Urlaub und sind abends noch einmal spazieren gegangen. Es war sternenklarer Himmel. Und es war noch schön warm. So haben wir uns am Ende auf einen Waldweg, der gut asphaltiert und schön sauber war, hingelegt und einfach in den Himmel geschaut. Es war gerade die Zeit mit sehr vielen Sternschnuppen. (Jedes Jahr um den 12. August kommt die Erde in den Sternschnuppenstrom der Perseiden, die dann wirklich gut zu sehen sind, wenn nicht gerade Wolken den Himmel bedecken.) Im Halbminutentakt sind die Sternschnuppen gefallen – hier und da und dort. Auf dem Boden liegend, hatten wir ein sensationelles Panorama. Ich weiß noch wie heute, wie faszinierend es war, Gottes Schöpfung so zu sehen – einfach traumhaft. Das ist das, worauf der Psalm hier anspielt, auf diese wundersamen Dinge, Mond und Sterne, alles, was wir im Weltall sehen. Und was wäre da eigentlich der nächste Gedanke? „Wie so gar nichts ist dagegen der hinfällige winzige Mensch.“ So hat es einmal der Autor eines alten Bibelkommentars ausgedrückt. Wenn ich das Weltall anschaue, alles, was so wunderbar ist, „wie so gar nichts ist dagegen der hinfällige winzige Mensch“. Wir sind ein Staubkorn, oder? Und wie viele Leute, auch wie viele Wissenschaftler, wie viele Evolutionisten wollen uns genau das sagen? Schaut euch das an. Wir haben nicht mehr die Erde im Mittelpunkt. Gut, das glauben wir schon lange nicht mehr. Aber plötzlich ist auch die Sonne mit unserem Planeten nicht mehr im Mittelpunkt. Wir sind irgendwo am Rande der Galaxie. Und unsere Galaxie ist auch irgendwo. Der Mensch – im Zentrum des Denkens Gottes? Warum sollte Er? Es mag tausende Erden geben, wo es Menschen gibt. Es hat noch keiner welche gesehen, aber das ist das, was viele uns sagen. Und irgendwo kann man das ja fast verstehen. Aber der Psalm geht anders weiter! Er fragt: „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst?“ Wie kommt es um alles in der Welt, dass Gott des Menschen gedenkt, obwohl der Mensch so winzig ist im Verhältnis zu Sonne und Mond, Sternen und Sternschnuppen? „Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst und des Menschen Kind (oder: des Menschen Sohn), dass du dich seiner annimmst?“ Dieser große, dieser gewaltige Gott, der Schöpfer Himmels und der Erde, Er lässt sich herab und kümmert sich um den Menschen. Das ist das, was hier steht.
Wie unglaublich ist das! Gott offenbart Seine Herrlichkeit tatsächlich auch in der Niedrigkeit des Menschen. Er ist sich nicht zu fein, ganz unmittelbar persönlich am einzelnen Menschen tätig zu werden. „Deswegen wird über den Gedanken, dass der Mensch so winzig ist, hinausgeschritten“, so schreibt der Kommentator weiter, „um in dankbarer Rührung und staunender Anbetung die in umso herrlicherem Lichte erscheinende Liebe Gottes zu feiern, die sich zu dem armen Erdenstaube herausbläßt.“ Wir als Menschen sind vom Staub genommen, so sagt es der Schöpfungsbericht. Und die Bezeichnungen, die hier im Psalm verwendet werden, deuten auch darauf hin. Es gibt im Hebräischen verschiedene Wörter für „Mensch“. Der erste Begriff („enosch“) weist auf die Ohnmacht, die Hinfälligkeit und die Sterblichkeit des Menschen hin. Der zweite Begriff, „der Sohn des Menschen“ (oder „Kind des Menschen“, wie es Luther übersetzt) ist auch ein Hinweis darauf, dass der Mensch vom Erdboden genommen ist. Da steht nämlich das Wort „Adam“. Und Adam ist nicht nur der Eigenname des ersten Menschen gewesen, sondern heißt zunächst einmal „Mensch“. Die allgemeine Bezeichnung für Mann und Frau in den ersten Kapiteln der Bibel ist einfach „Adam“. Warum? Der Mensch heißt deshalb „Adam“, weil er von der „Adamah“, von dem Erdboden, genommen ist. Deswegen haben manche das mit einem Wortspiel wiedergegeben: „Der Mensch ist ein Erdling.“ Er ist ein Erdling, weil er von der Erde, vom Staub der Erde genommen ist. Von dieser Seite aus betrachtet ist dann an dem Begriff „Adam“ nichts Großartiges mehr dran. Es ist Staub, Materie, vergänglich, nichts, womit wir Gott von uns aus beeindrucken könnten. Und gerade heute sind wir durch den Tod eines lieben Bruders unserer Gemeinde wieder an diese Vergänglichkeit erinnert worden. Dieser Leib, durch den Sündenfall gezeichnet, ist nicht für die Ewigkeit gemacht. Wir müssen ihn eines Tages zurücklassen. Aber Gott hat uns verheißen, dass es einen neuen, einen Auferstehungsleib gibt. Preis dem Herrn! Aber diesen alten Leib müssen wir zurücklassen. Das tut weh. Letzte Woche hatten wir auch eine Situation, wo wir als Familie wieder einmal mit dem Tod konfrontiert waren und ich habe gedacht: Ich hasse ihn, ich hasse den Tod! Solche Punkte im Leben sind die stete Erinnerung daran, dass wir in einer gefallenen Welt leben, die Erlösung braucht. Der Psalm sagt uns viel Positives. Und doch erinnert er uns hier auch durch die Begriffe für den Menschen daran, dass wir nach dem Sündenfall leben. Gott sei Dank kommt eine Zeit, wo Gott das alles zur Seite setzt, wo Sünde nicht mehr sein wird, ja wo Tod nicht mehr sein wird. Wenn der Psalm hier vom „Sohn des Menschen“ redet, ist das auch ein erster leiser Hinweis auf den einen Menschensohn, der (aus der Sicht Davids) einst kommen wird. So ist es nicht verwunderlich, dass der Psalm ein paar mal im Neuen Testament aufgegriffen und auf Jesus hin, also messianisch ausgelegt wird. Für den Begriff des „Menschensohns“, den Jesus häufig als Selbstbezeichnung gebraucht, bezieht man sich traditionell auf Daniel 7,13. Da ist von dem Menschensohn die Rede, der vom Himmel kommt. Aber hier in Psalm 8,5 steht es auch ganz wortwörtlich so da. Somit ist der Psalm 8 nicht weniger Anknüpfungspunkt für den Begriff des Menschensohns als Daniel 7. Gott gedenkt also dieses Adams, dieses sterblichen Menschen. Ja, Er schreibt sogar ein „Gedenkbuch“ (Maleachi 3,16). Alle Menschen, die Ihm wichtig sind, die Seine Kinder sind, werden in ein Buch eingetragen, und das wird regelrecht „Gedenkbuch“ genannt. Gehen wir ganz zurück an den Anfang der Bibel. In 1Mose 8,1 haben wir die erste Stelle, wo dieser Begriff auftaucht: Gott „gedenkt“ an Noah und an die Arche, an die Tiere in der Arche, an die Familie von Noah. Im zweiten Buch Mose „gedenkt“ Gott des Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob (2Mose 2,24). Das ist nicht nur einfach eine Erinnerung, nach dem Motto: „Ach so, ja, da war mal was.“ Nein, wenn Gott einer Sache gedenkt, ist da deutlich mehr dahinter. Er wird aktiv. Er handelt. „Gott nimmt sich seiner an“, das ist die zweite Formulierung hier in Psalm 8, die dieses Gedenken noch ein Stück illustriert. Und ist das nicht wirklich faszinierend? Der Gott, der ein solches Weltall geschaffen hat, eine solche Schönheit gemacht hat, der kommt und denkt an dich! Er nimmt dich an! So unbedeutend du sein magst als Mensch – oder vielleicht kommst du dir auch nur so vor – Gott nimmt dich an! Ist das nicht Grund zu Lob und Preis? Ja, mehr noch. Der Psalm sagt: „Du hast ihn wenig niedriger gemacht als Gott.“ Der Mensch wird fast in den Himmel gehoben, hat man den Eindruck, wenn man das so liest. Aber zunächst einmal ist dies eine Erinnerung daran, dass Gott den Menschen nach Seinem Bild geschaffen hat (1Mose 1,27). Und davon ist immer noch etwas da. Es ist nicht alles kaputtgegangen. Es ist viel kaputtgegangen. Gott sei’s geklagt! Die Sünde hat auch da ganze Arbeit getan. Aber es ist nicht alles kaputtgegangen. So kann Gott auch den Menschen zur Rechenschaft ziehen, wenn unter Menschen Mord und Totschlag geschieht. „Wer Menschenblut vergießt, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden“. Warum? „Denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht“ (1Mose 9,6). Einen Menschen umzubringen, ist kein Kavaliersdelikt, weil der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen ist. Und das gilt eben nicht in gleicher Weise von den Tieren, von den Pflanzen, von den Bergen und Seen und was Gott sonst noch geschaffen hat. Der Mensch ist insoweit wirklich etwas Besonderes. Er ist nicht einfach nur ein höheres Tier. Nein, er ist tatsächlich die Krone der Schöpfung. Der Text sagt: „Mit Ehre und Herrlichkeit hast du ihn gekrönt.“ Dieser Mensch, der heute in Sünde lebt, vielfach in grausamer Sünde lebt, ist trotzdem zunächst einmal der, den Gott mit Ehre und Herrlichkeit gekrönt hat. Und deshalb kümmert Er sich um den Menschen. Deshalb hat Er auch einen Weg geschaffen, damit gefallene Menschen wieder zurückkommen können zu Ihm als dem Vater im Himmel. Der Mensch ist Ihm insoweit wirklich wichtig. Gott sagt: „Ich lasse das nicht alles kaputtgehen. Nein, ich schaffe einen Weg des Heils durch meinen Sohn Jesus.“ Im Neuen Testament werden gerade diese Verse aufgegriffen. Und sie werden ganz ausdrücklich auf Jesus bezogen. In Hebräer 2,5ff werden diese Verse zitiert, dort allerdings in einer klein wenig abweichenden Übersetzung, nämlich so, wie es die Septuaginta, die griechische Übersetzung des Alten Testaments wiedergibt. Die Elberfelder und die Schlachter Übersetzung haben das dann gewissermaßen aus dem NT zurück ins AT übernommen und schreiben deshalb auch in Psalm 8,6 nicht: „Etwas weniger als Gott“, sondern „etwas weniger als die Engel“. Der hebräische Begriff „Elohim“ heißt an den allermeisten Stellen einfach „Gott“, hat aber doch im Grundsatz eine gewisse Bedeutungsbreite, die auch an einigen anderen Stellen im AT zum Tragen kommt, so dass die Übersetzung der Septuaginta hier wohl prinzipiell möglich ist. Weitere Details sprengen den Rahmen einer Predigt. Worauf aber der Hebräerbrief hinaus will, ist dies: Jesus ist der Mensch, der Sohn des Menschen, der Sohn Adams, nämlich der neue oder letzte Adam, der gekommen ist und der im vollsten und besten Sinne Mensch ist, wie Gott es sich vorgestellt hat, der auch die Sünde überwunden hat, der alles wiederhergestellt hat. Ja, Jesus ist der, von dem dann gesagt wird, dass Ihm dereinst, wenn alles vollendet ist, auch wirklich alles vollständig unter die Herrschaft Seiner Füße gekommen sein wird. So ist Jesus der Prototyp des neuen Menschen schlechthin. Wir haben hier zwei verschiedene Blickrichtungen: Der Psalm selbst hat stärker den Blick von der Schöpfung her und legt einen Fokus auf das, was noch intakt ist. Das Neue Testament, besonders jetzt hier in Hebräer 2, hat stärker den Blick von der Erlösung her und erinnert uns daran, was schon kaputtgegangen ist und wiederhergestellt werden muss. Beides zusammen erschließt uns den Psalm in seiner vollen Bedeutung.
Titus Vogt © https://www.arche-gemeinde.de/fileadmin/Media/Print/Kanzeldienst/2012/07/P120729M.pdf

Das Geschenk der Freundschaft

Das sind goldene Zeiten: … wenn wir, Pantoffeln an den Füßen, das Glas in Reichweite, die Beine dem Kaminfeuer entgegenstrecken, wenn sich uns Welten öffnen im Gespräch – und keiner erhebt Ansprüche, keiner ist für die anderen verantwortlich, alle sind wir frei und gleichgestellt, als seien wir uns vor einer Stunde zum ersten Mal begegnet, während uns gleichzeitig eine Zuneigung umfängt, die in Jahren gereift ist. Das Leben – das natürliche Leben – hält keine bessere Gabe bereit. Wer hätte sie verdient?
C. S. Lewis, „Freundschaft“, Was man Liebe nennt

Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch!

Ein bekannter Theologe der Gegenwart gibt gern zu, dass seine bibelkundlichen Kenntnisse nicht optimal sind, und er illustriert das durch einen Bericht von seiner Prüfung in Bibelkunde. Jeder Theologiestudent muss ja während seines Studiums so eine Prüfung ablegen. Er wurde also gefragt: „Sagen Sie mal, was steht denn im Philipperbrief?“ Antwort: „Freuet euch!“ – „Ja, und steht vielleicht noch etwas darin?“ – „Doch. Und abermals sage ich, freuet euch!“
Diese kesse Antwort hat den Inhalt des Philipperbriefes sehr gut zusammengefasst und den Nerv des Briefes getroffen. Und abermals sage ich, freuet euch!“ Philipper 4, 4 Luther 2017


Why Does God love people?

God is love. There is love between and among the Persons of God. God created and loves His creation. The other parts of creation besides people function by laws and patterns. Other life forms live in rather narrow natural habitats and in patterns like migration and hibernation, following the seasons of the year. They automatically obey God in the patterns He has given them, or they die immediately. People are pattern breakers who live almost anywhere, breaking patterns and making their own patterns. People are not automatic and must choose to love and obey God or not. People are responsible and significant and more like God than the other creatures. God loves the whole creation and cares for it. He loves people in a special way because they are more like Him. God said, “Let us make people in our image” and “The image of God is them”. So people have relationships and creativity like God and the possibility of ruining themselves and the creation. God made people to be healthy and happy and creative and is sad and angry when they are not.Von DILIGIT (Teil 2), ein Interviewfilm, der in Mexiko vorbereitet wird.
DEUS DILIGIT MICH ERGO SUM – GOTT LIEBT MICH DORE ICH BIN

Warum liebt Gott Menschen?
Gott ist Liebe. Es gibt Liebe zwischen und unter den Menschen Gottes. Gott schuf und liebt Seine Schöpfung. Die anderen Teile der Schöpfung außer Menschen funktionieren nach Gesetzen und Mustern. Andere Lebensformen leben nach den Jahreszeiten in eher engen natürlichen Lebensräumen und in Mustern wie Migration und Winterschlaf. Sie gehorchen Gott automatisch in den Mustern, die Er ihnen gegeben hat, oder sie sterben sofort. Menschen sind Musterbrecher, die fast überall leben, Muster brechen und eigene Muster machen. Menschen sind nicht automatisch und müssen sich entscheiden, Gott zu lieben und zu gehorchen oder nicht. Menschen sind verantwortlich und bedeutend und ähnlicher Gott als die anderen Geschöpfe. Gott liebt die ganze Schöpfung und sorgt dafür. Er liebt Menschen auf eine besondere Art und Weise, weil sie ihm ähneln. Gott sagte: “ Lasst uns Menschen in unserem Bild machen “ und “ Das Bild Gottes sind sie „. So haben die Menschen Beziehungen und Kreativität wie Gott und die Möglichkeit, sich selbst und die Schöpfung zu ruinieren. Gott hat Menschen dazu gebracht, gesund und glücklich und kreativ zu sein und ist traurig und wütend, wenn sie es nicht sind.
Ellis H.Potter FB

Der fröhliche Tausch

Der Glaube ist ein fröhlicher Tausch: Unsere Selbstgerechtigkeit tauschen wir mit der geschenkten Gerechtigkeit Gottes. Gott nimmt unsere Schuld und vergibt uns diese in Jesus Christus. Er hat sie an meiner Stelle mit seinem Leben bezahlt. Als Tausch schenkt er mit Seine Gerechtigkeit als Kleid, um unsere Blösse zu bedecken. Die Gerechtigkeit Gottes bedeckt mich vor meinen eigenen und anderen kritischen Augen. Mit diesem Mantel der Gerechtigkeit bedeckt und von Gott als gerecht bezeichnet, sind wir Menschen nicht mehr „bloss gestellt”. Wir brauchen die bis jetzt benutzten Feigenblätter der Selbstrechtfertigung nicht mehr, weil wir eine bessere Bedeckung erhalten haben. So haben wir Freiraum, mehr zu lieben und weniger darauf bedacht zu sein, keine Blösse mehr zeigen zu müssen. (Beat Tanner, Ehe- und Familientherapeut)
Hier hebt nun der fröhliche Tausch und Wettstreit an: Christus ist ja Gott und Mensch, der noch nie gesündigt hat, und seine Rechtschaffenheit [Gerechtigkeit] ist unüberwindlich, ewig und allmächtig. Wenn nun er die Sünden der gläubigen Seele durch ihren Brautring (d.h. durch ihren Glauben) sich selbst zu eigen macht und geradeso tut, als hätte er sie getan, so müssen die Sünden im ihm verschlungen und ersäuft werden, denn seine unüberwindliche Gerechtigkeit ist allen Sünden zu stark.” (Martin Luther, Von der Freiheit eines Christenmenschen, 12. Abschnitt)
https://hanniel.ch/2011/07/14/der-frohliche-tausch/