GOTT OFFENBART SEINE HERRLICHKEIT DURCH VERANTWORTUNGSÜBERGABE AN DEN MENSCHEN

(V. 7-9). „Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk“ (Vers 7). So lesen wir es inhaltlich auch im Schöpfungsbericht, vor dem Sündenfall. Das ist der Grundauftrag des Menschen (1Mose 1,28): Er soll sich die Erde untertan machen. Er soll über die Tiere herrschen. Gott hat dem Menschen Autorität gegeben, Verantwortung für diese Welt. Ein konkretes Beispiel finden wir in 1Mose 2: Der Mensch soll den Garten Eden bebauen und bewahren (Vers 15). Nach dem Sündenfall ist leider häufig nur noch das erste übriggeblieben. Und wir sind erst in den letzten Jahren und Jahrzehnten ganz langsam wieder darauf gekommen, dass wir die Erde auch bewahren müssen, weil sie sonst bald nicht mehr vernünftig bewohnbar sein wird. Lasst uns beten dafür, dass wir auch dieser Verantwortung gerecht werden, gerade auch als Christen, jeder ganz persönlich. Ich spare mir jetzt eine ökologische Detaildebatte. Das ist nicht mein Hauptgedanke. Aber der Text redet ein Stück weit davon. Deshalb gilt ganz grundsätzlich: Wir müssen uns dem stellen. Auch das ist ein Punkt, wo wir als Christen unserer Verantwortung gerecht werden müssen. Denn Gott könnte zwar das alles viel einfacher und besser selbst tun, aber Er tut es nicht und hat sich vielmehr dazu entschieden, uns als Seine Ebenbilder mit einzubeziehen! Letztlich sagt der Psalm hier am konkreten Beispiel: Der Mensch ist Herr, erst einmal über die Haustiere, z. B. Rinder und Schafe, dann aber auch über die wilden Tiere, über die Vögel und die Fische. David nennt also exemplarisch die ganze Tierwelt, über die der Mensch gesetzt ist. Letztlich ist das aber nur ein Teil. Die Welt ist größer, klar. Aber David sagt: „Lieber Leser, schon allein hier habt ihr eine echte, große Verantwortung.“ Um ein Beispiel zu nennen: Ich war kürzlich in einer Ausstellung, wo man solch kleine Käfige gezeigt hat, in denen man noch bis vor nicht so langer Zeit Hühner gehalten hat. Ist das wirklich angemessen? Gott sei Dank, dass das heute verboten ist. Aber wie lange haben wir damit einfach gelebt? Und die Tiere sind schlicht und einfach kaputtgegangen. Keiner will am Ende solche Bilder sehen z. B. mit Hühnern fast ohne Federn. Es gibt viele andere Punkte dabei. Aber das ist das, was der Psalm hier zunächst einmal anspricht. Der Mensch ist Herr über die Tiere. Aber wird er der Verantwortung auch gerecht? Leider Gottes an vielen Stellen nicht. Lasst uns beten dafür, dass das anders wird. Und dort, wo wir selbst unmittelbar herausgefordert sind, lasst uns wirklich unseren Teil tun, dass auch Tiere so behandelt werden, wie es Gott möchte, als Geschöpfe, die Er geschaffen hat. Denn auch Tiere sind Gott wichtig. Am Ende vom Buch Jona kommt das einmal schön zum Ausdruck. Jona ist ärgerlich auf Gott, weil er eigentlich gehofft hatte, dass Ninive untergehen würde. So sitzt er da und denkt: „Herr, wann wirfst du endlich Feuer vom Himmel und vernichtest die Stadt?“ Gott lässt daraufhin eine schöne Staude wachsen, an der sich Jona erfreut, die aber am nächsten Tag schon wieder eingegangen ist – und Jona, jetzt wieder voll der Sonne ausgesetzt, jammert furchtbar über diese eine Blume. Aber Gott sagt – etwas frei formuliert: „Geht’s dir noch? Du jammerst über diese Staude, die du nicht gepflanzt hast! Aber hier ist Ninive, diese riesige Stadt, hundertzwanzigtausend Menschen. Und ich sollte nicht jammern über diese Menschen, die nicht wissen, was rechts und links ist? Dazu auch viele Tiere?“ (nach Jona 4,10-11). Ja, da sind die Tiere ausdrücklich mit erwähnt. Und Jona jammert über eine Blume. Da sind dem großen Evangelisten die Verhältnismäßigkeiten offenbar völlig durcheinander geraten. Also, wir haben eine Verantwortung, auch für die Tiere. Werden wir ihr gerecht? Ich hoffe und bete darum. Gott hast uns zu Seinen Mitarbeitern in der Gemeinde und im Reich Gottes gesetzt (vgl. 1. Korinther 3,9). Wir reden viel darüber – und das ist gut und richtig und wichtig! Aber unser Leben ist breiter und größer, und Gott hat uns auch in diese Welt hineingestellt und in ihr Verantwortung gegeben. Wir sind nicht von der Welt, aber wir sind in dieser Welt. Lasst uns auch da Vorbilder sein. Bei ehrlicher Bestandaufnahme müssen wir eben leider Gottes sagen: Wir scheitern oft in unserer Verantwortung. Die Sünde tut in vieler Hinsicht ganze Arbeit. Deswegen bin ich froh, dass dieser Psalm auch im Neuen Testamente aufgegriffen wird und im Besonderen auf Jesus hin interpretiert wird, den Sohn Adams, den Menschensohn, der eines Tages wirklich und in jeder Hinsicht alles vollständig unter Seinen Füßen haben wird. So zitiert es Paulus in Epheser 1,21-22, und in 1. Korinther 15,26-27 greift Paulus den Vers auch noch einmal auf. Dort geht es dann sogar darum, dass Jesus den Tod besiegt haben wird. Ist das nicht eine wunderbare Perspektive, die wir haben? Der irdische Tod ist nicht das Ende aller Dinge. Gott sei Dank! Jesus wird ihn eines Tages besiegt haben! Und dann wird wirklich alles unter Seinen Füßen sein. Ja, mehr noch. Selbst in der Ewigkeit ist Jesus der, der uns Anteil gibt an der Regierung über die Welt. Es wird ja nicht nur einen neuen Himmel geben, irgendwie ein paar schöne Wölkchen, wie man sich das manchmal so vorstellt. Es ist uns auch eine neue Erde verheißen, wie immer die auch aussehen wird. Sie wird auf jeden Fall schöner und herrlicher sein als die alte Erde. Ja, sie wird wirklich „Erde“ genannt. Es muss also irgendwie auch eine Kontinuität geben zwischen dem, was Gott am Anfang der Tage geschaffen hatte (und was Er ja „Sehr gut“ genannt hatte, aber was durch die Sünde kaputtgegangen ist) und was eines Tages neu kommen wird. Es gibt ein paar wenige Andeutungen im Neuen Testament, wo wir sehen können: Ja, wir werden Gott in ganz unterschiedlicher Weise preisen und ehren, und das unter anderem dadurch, dass wir Herrschaft und Autorität ausüben, wie Jesus es einmal in dem Gleichnis von den anvertrauten Pfunden sagt: Die, die treu sind, die wird Er setzen über zehn Städte, über fünf Städte usw. (Lukas 19,11-27). Wir haben keine Texte an der Hand, die uns dazu Details geben, was das konkret heißt. Ob da nun ein Bürgermeister wir oder nicht, wissen wir einfach nicht. Es ist müßig, darüber zu spekulieren. Aber ich glaube schon, dass z. B. dieser Text ein Hinweis darauf ist, dass wir Verantwortung haben werden, besser und schöner, als es im Paradies bei Adam und Eva der Fall gewesen ist. Und ich freue mich darauf! Ich sage ganz offen: Seit einigen Jahren ist mir gerade dieser Punkt persönlich immer wieder neu wirklich wichtig geworden. Man merkt, das irdische Leben ist doch überschaubar kurz, selbst wenn man eine normale Lebenserwartung hat. Und ich spüre, wie viele Dinge, die man eigentlich auch noch tun müsste und könnte und sollte und wofür man begabt ist, einfach keinen Platz mehr finden. Und was es noch alles Schönes auch in der Freizeit zu tun gäbe – und man kommt einfach nicht dazu. Vielleicht geht es dem einen oder anderen auch so oder ähnlich. Ich zumindest habe eine Liste im Kopf mit verschiedenen Dingen, die ich eigentlich noch machen will, aber wo aktuell einfach die Zeit und die Möglichkeiten fehlen. Manchmal sage ich dann ganz bewusst – und das ist nicht flapsig gemeint –, dass ich diese Dinge auf die neue Erde verschiebe. Das ist wirklich mein ganzer Ernst. Es gibt eine Menge Dinge, wo ich nach menschlichem Ermessen sicher sein kann, dass ich das in meinem irdischen Leben hier nicht mehr tun kann, einfach weil die Zeit fehlt oder weil andere Dinge effektiv wichtiger sind oder vielleicht auch, weil mich Sünde daran hindert. Und ich bin Gott von Herzen dankbar, dass es eine Zeit gibt, wo wir nicht mehr gebunden sind an 50, 60 oder 80 Jahre, sondern wo wir Zeit haben, all das Wunderschöne zu tun, was Gott geschaffen hat, was wir genießen können. Denn dafür war die Schöpfung auch da. Davon reden unter anderem diese Schöpfungspsalmen. Wie herrlich ist das, was Gott gemacht hat. Wir sollen es auch ein Stück weit genießen und dadurch Gott preisen und loben und Ihn verherrlichen. Lasst uns dankbar sein für diese Perspektive, die wir als Christen haben, wo auch keine Sünde mehr sein wird und wo endlich auch kein Tod mehr sein wird, wo alles das hinfällig sein wird, was hier noch kratzt und wo wir wieder traurig sind und Tränen vergießen. Und deshalb schließt der Psalm so, wie er angefangen hat: „Herr unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen“ (Vers 10). Lasst uns Ihn anbeten für das, was Er getan hat in der Schöpfung, aber gerade auch hier, wie Er sich verherrlicht hat und wie Er das immer noch tut an uns Menschen, sei es in den kleinen Kindern, sei es in der Niedrigkeit von uns Menschen, sei es aber auch darin, dass Er uns Verantwortung gegeben hat. Amen.   Titus Vogt © https://www.arche-gemeinde.de/fileadmin/Media/Print/Kanzeldienst/2012/07/P120729M.pdf

Pray in Jesus’ Name

Jesus promised anything we ask God in His Name will be given to us. “Name” isn’t a label or a magic word. It means the nature and character and will of Jesus. If we ask for whatever we imagine would be good and add Jesus’ name to the prayer the promise is not valid. Praying in His Name means praying for what He wants for us. Why would God give us something He doesn’t want us to have? It would not bless us. The goal of praying is to relate to God and be more like Jesus.
Betet in Jesu Namen
Jesus hat versprochen, dass alles, was wir Gott in seinem Namen bitten, uns gegeben wird. ′′ Name ′′ ist kein Etikett oder ein Zauberwort. Es bedeutet Natur und Charakter und Wille Jesu. Wenn wir um alles bitten, was wir uns vorstellen, wäre gut und dem Gebet Jesu Namen hinzufügen, ist das Versprechen nicht gültig. In seinem Namen beten bedeutet, für das zu beten, was er für uns will. Warum sollte Gott uns etwas geben, das er nicht will, dass wir haben? Es würde uns nicht segnen. Das Ziel des Betens ist es, sich auf Gott zu beziehen und mehr wie Jesus zu sein. Ellis H. Potter

Prayer is not meditation

Prayer Part 2
Prayer is not meditation, contemplation, thinking, imagining, feeling, action or work, communion with nature, ecstatic or transcendental experience, Union with the “ALL”, silence ritual or magic. Prayer is not natural but is given by God as part of our full spiritual life with Him. Prayer is personal communication between one person and another Person. Prayer is language – direct, definite, and committed. In the Bible God’s people speak to him in ordinary language. God speaks to us through His Word and creation. We can respond by speaking to Him about His Word that brings us life. Return to God. Bring words with you.
Gebet Teil 2
Gebet ist keine Meditation, Betrachtung, Denken, Denken, Vorstellen, Fühlen, Handeln oder Arbeiten, Kommunion mit der Natur, verzückte oder transzendentale Erfahrung, Union mit dem ′′ ALL „, Stille Ritual oder Magie. Das Gebet ist nicht natürlich, sondern wird von Gott als Teil unseres spirituellen Lebens mit Ihm gegeben. Gebet ist persönliche Kommunikation zwischen einer Person und einer anderen Person. Gebet ist Sprache – direkt, definitiv und engagiert. In der Bibel sprechen Gottes Menschen in gewöhnlicher Sprache zu ihm. Gott spricht mit Seinem Wort und Schöpfung zu uns. Wir können antworten, indem wir mit Ihm über Sein Wort sprechen, das uns Leben bringt. Kehre zu Gott zurück. Bring Worte mit.

Beten ist etwas Großes.

Die erste Lektion in der Schule des Gebets ist die Erkenntnis unserer geistlichen Leere und diese Lektion ist ein Muss. Wir sind es so gewohnt, leer zu sein, dass wir diese Leere gar nichts merken – bis wir versuchen zu beten. Wir spüren sie erst, wenn wir anfangen zu lesen, was die Bibel und andere über die Größe und die Verheißung des Gebets sagen. Dann spüren wir sie endlich, unsere innere Einsamkeit und unseren Hunger. Es ist ein wichtiger, aber irritierender erster Schritt auf dem Weg zur Gemeinschaft mit Gott.Wenn unser Gebetsleben dann endlich aufzublühen beginnt, können erstaunliche Dinge geschehen. Da ist jemand ein selbstmitleidiger Mensch, der (wie er meint) zu Recht wegen irgendetwas verbittert ist. Er fängt an zu beten – und dort, vor dem Angesicht Gottes, wird ihm in einem Augenblick seine ganze Kleinlichkeit bewusst und sein ganzes schönes Selbstrechtfertigungshaus stürzt ein. Oder wir sind voller Angst und Sorgen und während wir beten, fragen wir uns auf einmal, vor was wir da Angst haben. Ist das nicht eigentlich lächerlich? Und wir lachen über uns selber und danken Gott für das, was er ist und was er getan hat. […] Aber Vorsicht: Es kann aus den verschiedensten Gründen zu erneuten Dürreperioden kommen. Es ist nicht so, dass wir nach einer gewissen Zeit in der „Wüste“ für immer zur Freude durchbrechen, sondern die spürbare Neuausrichtung des Herzens und das Gefühl der Nähe Gottes kommen immer öfter und manchmal überraschende Weise, und dazwischen gibt es neue Phasen des Kampfes, ja sogar der Abwesenheit Gottes. Doch wenn wir Gott im Gebet suchen, wird das früher oder später Früchte tragen – weil Gott will, dass wir ihn anbeten (Johannes 4,23) und weil das Gebet etwas so unendlich Reiches und Wunderbares ist.
Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Tim Keller, Seite 32ff

PRAYER (part one)

Prayer is special and ordinary. It is special and wonderful to be able to speak to the Creator of the Universe and know that He hears us and cares about us and what we say to Him. Prayer is ordinary because we can pray at any moment of the day or night for 2 seconds or 2 minutes. We can pray in the middle of working or a conversation or reading or driving (maybe don’t close your eyes). Prayer is ordinary because it brings order into our lives in both time and eternity. Prayer is essential for life.
GEBETE (Teil eins)
Das Gebet ist etwas Besonderes und gewöhnliches. Es ist etwas Besonderes und wunderbar, mit dem Schöpfer des Universums sprechen zu können und zu wissen, dass Er uns hört und sich um uns kümmert und was wir Ihm sagen. Das Gebet ist gewöhnlich, weil wir in jedem Moment des Tages oder der Nacht für 2 Sekunden oder 2 Minuten beten können. Wir können mitten in der Arbeit beten oder in einem Gespräch oder Lesen oder Fahren (vielleicht nicht die Augen schließen). Das Gebet ist gewöhnlich, weil es sowohl in der Zeit als auch in der Ewigkeit Ordnung in unser Leben bringt. Gebet ist lebenswichtig. Ellis H.Potter

Jeder Christ glaubt an die Souveränität Gottes

Wenn der Christ betet, ist es nicht ein Versuch, auf Gott einen Druck auszuüben, sondern das demütige Eingeständnis der Hilflosigkeit und Abhängigkeit. Wenn wir vor ihm niederknien, ist uns bewusst, dass nicht wir die Welt regieren und dass es daher nicht in unserer Macht steht, durch eigenes Bemühen für uns Sorge zu tragen. […] Beim Beten ist uns das alles ganz klar, auch wenn wir uns bei einer nachfolgenden Auseinandersetzung zu anderen Aussagen verleiten lassen sollten. (S. 8)
Warum? Weil wir überzeugt sind, dass nur Gott allein sie bewirkte. Nicht wir haben uns bekehrt, sondern er tat es. Unser Dank schon ist ein Eingeständnis, dass unsere Bekehrung nicht unser, sondern sein Werk war. […] Unsere Buße führen wir ja schließlich auch nicht auf unsere Weisheit und unseren gesunden Menschenverstand zurück. […] Wir denken doch nicht im Traum daran, das Verdienst um unsere Errettung zwischen Gott und uns aufzuteilen. Nicht einen Augenblick könnten wir annehmen, der entscheidende Beitrag zu unserer Errettung sei von uns und nicht von Gott geleistet worden. Wir würden doch niemals Gott sagen, bei aller Dankbarkeit für die von ihm geschenkten Mittel und Wege der Gnade hätten wir doch erkannt, dass wir nicht ihm, sondern uns selbst für seine Antwort auf seinen Ruf zu danken hätten. (S. 9)
„Prädestination und Verantwortung. Gott und Mensch in der Verkündigung“ J. I. Packer

GROßER GOTT, HEILGER GEIST, KOMM!

Du siehst die geistige Verwirrung in unseren Ländern, dass viele Menschen in Hass und Furcht gefangen sind, weil ihr Verstand durch Rassismus und Verschwörungstheorien verdunkelt ist.
KOMM HEILIGER GEIST!
Du siehst, dass Menschen das herrliche Evangelium nicht mehr sehen, weil sie von säkularen und postmodernen Ideologien verblendet sind.
KOMM HEILIGER GEIST!
Du siehst, dass selbst viele Christen bis hin zu kirchenleitenden Menschen den Glauben an die erlösende Kraft des Kreuzes Christi verloren haben.
WIR DANKEN DIR, grosser Gott, dass durch die Erlösung, die Jesus für die Menschen vollbracht hat, der Geist der Liebe und der Erkenntnis des Herrn ausgegossen ist.
Seit zweitausend Jahren leben wir unter einem geöffneten Himmel. Pfingsten war gestern und Pfingsten ist heute.
Darum bitten wir Dich um ein neues Pfingsten in unseren Kirchen, dass die Herzen BEGEISTET werden für Jesus und für die erbarmende Liebe Gottes in dieser Welt. Erfülle die kirchlichen Leiter mit Liebe, Glaube, Hoffnung, dass Dein Reich zunehme in dieser Welt.
KOMM HEILIGER GEIST!
Wir danken Dir für unsere Politiker, für ihren schweren Dienst: Bewahre sie vor Bitterkeit und Resignation und erfülle sie mit Weisheit und Mut, gute und richtige Entscheidungen zu treffen.
KOMM HEILIGER GEIST!
Erfülle uns alle mit dem Glauben, dass Du alles gut machst und die Welt vollendest durch Jesus Christus. Amen Alexander Garth FB

Psalm 13

Hilferuf eines Angefochtenen
1 Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2 HERR, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?
3 Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele / und mich ängsten in meinem Herzen täglich? Wie lange soll sich mein Feind über mich erheben?
4 Schaue doch und erhöre mich, HERR, mein Gott! Erleuchte meine Augen, dass ich nicht im Tode entschlafe,
5 dass nicht mein Feind sich rühme, er sei meiner mächtig geworden, und meine Widersacher sich freuen, dass ich wanke.
6 Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; / mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem HERRN singen, dass er so wohl an mir tut. Martin Luthers 2017,
Der Psalm kann nicht auf eine besondere Begebenheit oder Zeit in Davids Geschichte zurückgeführt werden. Alle Versuche, seine Geburtsstätte ausfindig zu machen, sind nur Mutmaßungen. Was er sagt, ist ohne Zweifel mehr als einmal die Sprache dieses vielgeprüften Gottesmannes gewesen und will den Gefühlen des Volkes Gottes in den stets wiederkehrenden Anfechtungen Ausdruck geben. Wenn der Leser noch nie Anlass gefunden hat, sich die Sprache dieses kurzen Liedes zu eigen zu machen, so wird es nicht lange währen, bis er dazu Gelegenheit hat, wenn anders er ein Mann nach dem Herzen Gottes ist. Das Stichwort des Psalms ist: Wie lange?
Wie lange? Diese Frage wird nicht weniger als viermal wiederholt. Sie drückt ein heftiges Sehnen nach Errettung und große Herzensangst aus. Und wenn ein wenig Ungeduld dabei mit untergelaufen wäre, ist es dann nicht ein umso treueres Bild unserer eigenen Erfahrung? Es ist nicht leicht, die feine Grenzlinie zwischen starkem Verlangen und Ungeduld innezuhalten. Wolle uns Gott nur bewahren, dass wir nicht beim sehnlichen Harren auf Gottes Hilfe einem Geist des Murrens Raum geben.
Der aufmerksame Leser wird also merken, dass die Frage „Wie lange “ in vierfacher Gestalt erscheint. Des Dichters Kummer wird dargestellt, wie er zu sein scheint, wie er ist, wie er nach innen auf ihn selbst und nach außen auf seine Feinde wirkt. Wir alle sind geneigt, auf der schlechtesten Saite am meisten zu spielen. Wir errichten Denksteine über den Gräbern unserer Freuden; wer aber denkt daran, Denkmale der Lobpreisung für empfangene Gnaden zu erbauen?
Der ganze Psalm besteht aus Du, Dein, und Ich, Mein, Mir, Mich. Das Du ist ein Ausruf, es steht im Vokativ, jedes Mal verbunden mit der bohrenden Frage: Wie lange? Vier Fragezeichen – in fast allen Übersetzungen, die ich gefunden habe -, dazu zwei oder drei Ausrufezeichen.
Erzväter-Geschichten, Evangelien-Erzählungen, Propheten-Reden, Paulus-Briefe: die sind an uns adressiert, das kann und soll man predigend auslegen, diskutieren, lehren. Aber Psalmen? Sie sind und bleiben an Gott adressiert, deswegen gehören sie nachgesprochen, angeeignet. Sie sind Formulare für meine Sprachlosigkeit und deinen stummen Schrei, für meine Bitten und deinen Dank, für meinen Jubel und deine Verzweiflung. Deswegen werden sie immer neu übersetzt, nachgedichtet und vertont.
Wenn wir sie als Texte hören, die an uns gerichtet sind, dann verlieren sie den Adressaten: aus dem Ich und dem Du werden er und sie und es, aus dem Vokativ werden alle anderen Fälle, womöglich doppelte Genitiv-Konstruktionen. Aus Fragezeichen und Ausrufezeichen werden Punkte, die übergehen in theologische Behauptungen.
Also singen und beten wir die Psalmen! Wir sprechen sie nach, wir eignen sie uns an, wir fühlen uns hinein – und stellen fest: sie geben wieder, was unser Herz bewegt, wovon auch unser Mund überläuft – nicht jeden Tag, nicht jede Stunde, aber in den wirklich bewegenden Situationen jedenfalls!

 

Wozu Beten?

„Die Gläubigen beten nämlich nicht, um Gott unbekannte Dinge anzutragen, ihn zu seiner Pflicht zu bewegen, oder den Säumigen zu mahnen, sondern
1. um sich selbst zu ermuntern, ihn aufzusuchen
2. um ihren Glauben zu üben, indem sie über die Verheißungen nachdenken,
3. um sich selbst zu erleichtern, indem sie ihre Sorgen in seinen Schoß abladen,
4. endlich um zu bezeugen, dass sie alles gute für sich wie für die anderen einzig von ihm erhoffen und erbitten.“
John Stott, Die Botschaft der Bergpredigt, s. 167

„Vaterunser“

Interessanterweise ist die Formulierung des Vaterunsers bei Lukas nicht Wort für Wort dieselbe wie bei Matthäus. Das Vaterunser ist so etwas wie die Zusammenfassung aller anderen Gebete, die große Gebetsvorlage, was die Prioritäten und Themen, den Zweck, ja den Geist allen Betens betrifft. Und so gilt: „Mag er [der Beter] auch noch so verschiedene Worte brauchen, so soll er doch im Sinn keine Abweichung eintreten lassen.“ Das Vaterunser muss all unseren Gebeten seinen Stempel aufdrücken und sie durch und durch prägen, und wie könnte man das besser erreichen als durch Luthers Übung, zwei Mal täglich das Vaterunser mit eigenen Worten nachzubeten, um anschließend zum freien Lob- und Bittgebet überzugehen?
Nicht minder wichtig ist die Tatsache, dass Jesus das Vaterunser im Plural und nicht im Singular formuliert hat. Wir bitten Gott, uns zu geben, was wir brauchen. Calvin schreibt: „Die Gebete der Christen müssen auch die anderen mit umfassen und ihr Ziel … in der Förderung der Gemeinschaft der Gläubigen haben.“ Der amerikanische Theologe Michael S. Horton stellt klar, dass nach Calvin „der öffentliche Gottesdienst die private Andacht prägt und nicht umgekehrt“. Calvin war die Gestaltung des Gemeindegottesdienstes und der Liturgie ein großes Anliegen, weil er hierin eine wichtige Vorlage für das private Gebet des einzelnen Christen sah. Tim Keller Beten S. 130–131 Hervorhebung