Gebet ist wichtig

„Die Bibel lehrt uns, dass unsere Gebete wichtig sind – wir haben nicht, weil wir nicht bitten (vgl. Jak 4,2) – und dass trotzdem Gottes weiser Plan souverän und unfehlbar ist. (…) Wenn wir glauben, dass Gott alles regiert und dass unser eigenes Handeln nicht zählt, führt uns das in eine passive Entmutigung – es bringt ja doch nichts zu beten … Glauben wir dagegen ernsthaft, dass wir mit unserem Handeln und Beten Gottes Arm bewegen und seine Pläne ändern können, ist das Ergebnis eine lähmende Angst. (Was, wenn wir Gottes Arm falsch bewegen?) Ist dagegen beides wahr, haben wir den bestmöglichen Anreiz, uns anzustrengen, und wissen uns doch die ganze Zeit getragen von den ewigen Armen Gottes, denn es ist ja gar nicht möglich, dass wir Gottes gute Pläne für uns zunichtemachen können (vgl. Jer 29,11). (244f)

Timothy Keller, Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Gießen: Brunnen, 2016.

Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsste im Leben immer alles glatt gehen

Ich bitte nicht um Wunder und Visionen, Herr,sondern um Kraft für den Alltag.Bewahre mich vor dem naiven Glauben,es müsste im Leben immer alles glatt gehen.Schenke mir die nüchterne Erkenntnis, dass Schwierigkeiten,Niederlagen, Misserfolge, Rückschläge eine selbstverständliche Zugabezum Leben sind, durch die wir wachsen und reifen.Erinnere mich daran, dass das Herz oft gegen den Verstand streikt.Schick mir im rechten Augenblick jemand,der den Mut hat, mir die Wahrheit in Liebe zu sagen.Bewahre mich vor der Angst, ich könnte das Leben versäumen.Gib mir nicht, was ich mir wnsche, sondern was ich brauche.Lehre mich die Kunst der kleinen Schritte!(Antoine de Saint-Exupéry)

Schritte zum Glauben

1

Beten Sie zu Jesus Christus. Sie können ganz einfach mit ihm reden. Er versteht und liebt Sie (Matthäus 11,28).

2

Bekennen Sie ihm, dass Sie bisher ohne Gott gelebt haben. Erkennen Sie an, dass Sie ein Sünder sind, und bekennen ihm dies als Ihre Schuld. Sie können ihm alle konkreten Sünden nennen, die Ihnen bewusst sind (1. Johannes 1,9).

3

Bitten Sie Jesus Christus, als Herr und Gott in Ihr Leben einzukehren. Vertrauen und glauben Sie ihm von ganzem Herzen. Wenn Sie sich so Jesus Christus als Herrscher anvertrauen, macht er Sie zu einem Kind Gottes (Johannes 1,12).

4

Danken Sie Jesus Christus, dem Sohn Gottes, dass er für Ihre Sünde am Kreuz gestorben ist. Danken Sie ihm, dass er Sie aus Ihrem sündigen Zustand erlöst hat und jede einzelne Sünde vergeben wird (Kolosser 1,14). Reden Sie jeden Tag mit ihm im Gebet und danken Sie ihm für Ihre Gotteskindschaft.

5

Bitten Sie Jesus Christus als Herrn, die Führung in Ihrem Leben zu übernehmen. Suchen Sie den täglichen Kontakt mit ihm durch Bibellesen und Gebet. Der Kontakt mit anderen Christen hilft, als Christ zu wachsen. Jesus Christus wird Ihnen Kraft und Mut zur Nachfolge geben.

Herr, segne dieses Smartphone

Herr, lass dieses Smartphone ein Werkzeug zum Guten sein.
Ich begreife dieses Gerät als einen spürbaren Erweis deines Segens,
für den ich dankbar sein will, indem ich ihn als Zeugnis deiner Güte verstehe.
Du lässt dein Angesicht scheinen über mir, und ich will es zu einem Segen für andere machen.

Hilf mir, meine Zeit damit nicht zu vergeuden,
sondern weise zu gebrauchen.
Ich will meine Zeit damit auskaufen,
will es als Zeitsparer und nicht als Zeitverschwender einsetzen.
Will es nicht zum Dienst am Mammon verwenden,
sondern mich in meinem Leben stets auf das Wesentliche konzentrieren.
Dieses Smartphone soll kein Altar meiner Launen sein,
sondern Hilfsmittel für einen Diener an deinem Altar.

Herr, dieses Smartphone ist wahrscheinlich nicht unter fairen Arbeitsbedingungen entstanden.
Ich bitte dich für die zahlreichen Arbeiter aus aller Welt,
durch deren harte Arbeit es entstanden ist.
Ich bitte dich, dass du ihnen Hoffnung und Kraft durch das Evangelium schenkst,
und dass auch ihre Herren dich als ihren Herren erkennen.
Dieser Arbeiter will ich bei zukünftigen Kaufentscheidungen gedenken
und will dich für Sie um ein Ende der Ausbeutung bitten.

Herr, segne dieses Smartphone.

Dieses Jahr habe ich mir Anfang April anlässlich einer Geschäftsreise nach Deutschland endlich ein eigenes Smartphone zugelegt. Ich freue mich, dass das Wundergerät einige Dinge viel einfacher macht – war aber im Vorfeld auch nervös, ob das Handy keinen negativen Einfluss auf mein Leben nehmen würde.

Jahrelang stand ich schon in der Versuchung, konnte den Kauf aber vor mir selbst nie rechtfertigen. Da ich zuhause arbeitete, kamen meine Frau und ich gut zurecht, indem wir uns ihr iPhone teilten. Stattdessen besitze ich seit zwei Jahren ein Kindle-Tablet – wunderbar zum Lesen, aber auch für nicht viel mehr. Nun hätte ich eigentlich gerne ein fair hergestelltes Handy gekauft, aber verschiedene Faktoren haben das verhindert.

Mein literarisch sicherlich eher anspruchsloser bis grausamer Smartphone-Segen ist aus dem Bedürfnis heraus entstanden, für mich selbst einen vor Gott verantwortungsvollen Umgang mit dem Gerät festzulegen.

Die theologische Inspiration dazu kommt von Psalm 67 (1. Teil), Eph 5,15-20 und einigen Jesusworten der Bergpredigt (2. Teil). Die Gedanken im 3. Teil sind ein wenig von der Wirtschaftsethik des AT in Gesetz und Propheten sowie von Jak 5,1-6 beeinflusst.

Besonders wichtig ist mir bei meinem Smartphone aber, dass es mir nicht noch mehr Zeit wegfrisst, als ich ohnehin schon am Bildschirm verbringe. Dazu habe ich mir einige Richtlinien formuliert. Alles folgt dem Prinzip: Nicht am Bildschirm kleben.

Die vielen Ausnahmen funktionieren in der Praxis sehr gut – wer sich hier anregen lässt und große Probleme hat, das Handy wegzulegen, mag vielleicht eine rigorosere Linie nötig finden.

Meine Smartphone-Regeln:

  1. Zuhause und im Büro wird es weggelegt. Ausnahme: Zum Lesen von Ebooks und Artikeln.
  2. Im Auto ist es tabu. Ausnahme: Navigation
  3. Keine Social Apps. Ausnahme: Facebook (ohne Benachrichtigungen), das ich aber nur alle paar Wochen zum Teilen eines Artikels oder Fotos verwende. Social Media benutze ich sehr bewusst nur auf meinem Laptop.
  4. Keine Chat-Apps, insbesondere Facebok Messenger. Ich bin kein großer Chatter, deshalb komme ich damit zurecht, dass ich sowohl Whatsapp als auch eine andere App zum Chatten mit einem kleinen Kreis installiert habe. Es funktioniert, weil ich die Apps so wenig benutze. Da das Handy meist weggelegt ist, schaue ich ohnehin nicht ständig darauf.
  5. Strikte Kontrolle von Benachrichtigungen. Facebook-Benachrichtigungen sind aus, ebenso wie die anderer Apps, die keinen echten Mehrwert haben. Diese Maßnahme ist vielleicht die wichtigste. Die meisten Benachrichtigungen sind auf stumm geschaltet, sodass mein Handy nicht ständig piepst. Ich lasse im Wesentlichen nur Nachrichten, Emails und die gelegentliche Chat-Nachricht zu.
  6. Arbeit bleibt in der Arbeit. Auch Apps, die ich aus beruflichen Gründen installiert habe, dürfen mir keine Benachrichtigungen anzeigen. Finde ich einen ganz wichtigen Grundsatz in der Work-Life-Balance. Zur Produktivität habe ich ja einen Laptop.
    https://biblio-blog.de/smartphone-segen/

Von der Wirksamkeit von Gebeten

Von der Wirksamkeit von Gebeten

Beten heisst bitten. Es gehört zum Wesen einer Bitte, dass sie erfüllt werden kann oder auch nicht. … Ausnahmsloser “Erfolg” der Gebete bewiese die christliche Lehre keineswegs. Er bewiese viel eher etwas wie Magie – eine Macht gewisser Menschen, den Lauf der Natur zu beeinflussen und in eine Richtung zu zwingen.

Das Gebet im Sinne einer Bitte um etwas bildet nur einen kleinen Teil des Gebetes überhaupt; Bekenntnis und Busse sind seine Schwelle, Anbetung sein Heiligtum, Gegenwart, Schau und Genuss Gottes sein Brot und Wein. In ihm zeigt sich uns Gott. Dass er Gebete erhört, ist eine Folge – und nicht unbedingt die wichtigste – dieser Offenbarung. Was er tut, erfährt man aus dem, was er ist.

Das Gebet ist keine Maschine. Es ist keine Magie, es ist kein Rat, der Gott gegeben würde. Wenn wir beten, darf unser Tun – sowenig wie all unser übriges Handeln – nie aus der anhaltenden Tat Gottes selbst herausgelöst werden; alle endlichen Ursachen wirken einzig in ihr.

Aus: C. S. Lewis. Die letzte Nacht der Welt. Brunnen Verlag: Giessen 1995.

Was bedeutet eigentlich „an Gott glauben“?

An Gott glauben bedeutet nicht, was heute viele Menschen darunter verstehen. Ein Glaube wie Gott ihn möchte, besteht nicht nur in der Annahme, dass es ihn gibt. Ein Vers aus dem Buch Sprüche drückt etwas klarer aus, was an Gott glauben bedeutet:

Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen so wird er dich recht führen.

Verlass dich auf den Herrn

Dieses Vertrauen und an Gott glauben bedeutet:

  1. Ich glaube seinem Urteil über mich: Ich bin ein Sünder. Ich habe Gottes Gebote nicht gehalten und seine Strafe verdient.
  2. Ich glaube an das Angebot Gottes in Jesus Christus: Er kam zu uns, damit wir zu Gott kommen können. Durch Jesus können mir meine Sünden vergeben und die Beziehung zu Gott wiederhergestellt werden.
  3. Ich vertraue ihm im Alltag – hoffe auf seine Hilfe, suche Trost und Korrektur und habe Freude an Gott.
  4. Ich bin Gott gehorsam – wer mich liebt hält meine Gebote. Nicht menschliche Regeln, sondern Gott lieben und den Nächsten lieben – darin sind alle Gebote eingeschlossen.

Verlass dich auf den HERRN! Eigentlich steht dort für Herr „Jahwe“, Gottes Eigenname, den die Juden aus Gottesfurcht nicht benutzt haben. An Gott zu glauben bedeutet ihn persönlich zu kennen und sich auf ihn zu verlassen. Das ist die Aufforderung. Es geht sogar darum, das von ganzem Herzen zu tun. Das erinnert stark an das wichtigste Gebot des christlichen Glaubens (und den Inhalt dieses Blogs): Liebe Gott von ganzem Herzen.

Gott will ein ungeteiltes Herz. Er will die Nummer eins in unserem Leben sein. Er will nicht, dass wir für ihn und für unsere Ehre leben. Woher erhoffen wir uns Hilfe? Wo suchen wir unsere Freude? Wie gelingt uns ein erfolgreiches Leben? Die Antwort will Gott selbst sein. Das ist der Anspruch zu „glauben“.

Das könnte man nun noch negativ abgrenzen:

und verlass dich nicht auf deinen Verstand

Wir Menschen vertrauen auf

  • unsere eigene Kraft, Intelligenz, Schönheit
  • was wir uns aufbauen: Erfolg, Anerkennung, Wohlstand.
  • Vergnügen: Feiern, Ausgelassenheit, Lust.
  • Hoffen auf andere Menschen: Suchen unser Glück im Partner, den Kindern, der Familie.
  • die Wissenschaft (die sich immer an der aktuellen philosophischen Mode orientiert und immer mehr selbst korrigiert)

Jeder von weiß meint doch am Besten zu wissen, was richtig und falsch ist, ob es Gott gibt und wie er ist… Alle Menschen verlassen sich auf ihr eigenes Denken und ihr eigenes Urteil. Sie meinen es am Besten zu wissen. Verlass dich nicht auf deinen Verstand… er ist so trügerisch.

Gott ist gnädig und spricht in unser Leben hinein – durch sein Wort – er ruft uns. Er will unser Herz gewinnen – unser Vertrauen und unsere Liebe.

Es gibt Menschen, die kopfüber 100 Meter in die Tiefe springen im Vertrauen auf ein Gummiseil, obwohl es nicht immer gehalten hat.
Es gibt Menschen, die sich Tausende von Kilometern hoch in den Weltraum schießen lassen im Vertrauen auf die Technik, obwohl sie nicht immer funktioniert hat.
Und es gibt Menschen, die mit allen Sinnen das Abenteuer des Glaubens wagen im Vertrauen auf Gott, weil er bisher immer sein Wort gehalten hat.

Doch selbst dann als Gläubiger irrt man so häufig – verlässt sich auf eigene Überzeugungen und Vorstellungen. Das führt zur Ablehnung – die Fehlerhaftigkeit der Christen gebrauchen manche Menschen als Argument für ihre Ablehnung Gottes und ihren Ungehorsam. Auch uns Christen fehlt manchmal Liebe und Wahrheit – wir suchen sie in seinem Wort. Darum geht es im nächsten Teilsatz.

Sondern gedenke an ihn, in allen deinen Wegen!

Gedenke an ihn bedeutet erkenne ihn, suche ihn! Gott möchte, dass wir seineHilfe suchen und darauf hoffen (Spr 16,3; Ps 37,5) und nach seinem Willen fragen!

 Vertrau auf Jahwe und tue das Gute, · wohne im Land und lebe wahrhaftig! (…) Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen (…) Sei stille dem HERRN und warte auf ihn. (Ps 37,3.5.7)

Egal wie es dir geht und was passiert ist, sollst du Gott suchen und nach ihm fragen. Das bedeutet an Gott zu glauben! Das Leben kann unheimlich hart und ungerecht sein. Die einen wenden sich deshalb von Gott ab, doch andere wenden sich gerade deshalb Gott zu!

Ich wünsche dir, dass du glauben kannst! Oder dass du betest: „Jesus ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

http://www.lgvgh.de/wp/tag/glaube

Gottes Herrlichkeit loben

„Wenn Gott das Schönste und Größte überhaupt ist, das Wunderbare hinter allem Wunderbaren, dann bedeutet ihn zu loben und zu bewundern schlicht, ‚dass man wach ist, dass man in der wirklichen Welt angekommen ist‘“. (209)
„Ich glaube, wir loben deshalb gerne, was und Freude bereitet, weil der Lobpreis die Freude nicht nur ausdrückt, sondern vervollständigt; er ist die ihr bestimmte Vollendung“ (209, C. S. Lewis)
„Gott loben heißt, ihn anzubeten für das, was er in sich selber ist; Gott danken heißt, ihn für das zu preisen, was er getan hat.“(213)
„Verstehen sie jetzt, warum Gott Undank so ernst nimmt? Weil er bedeutet, dass wir uns der Illusion hingeben, uns geistlich selbst zu genügen. Undank bedeutet, dass wir Dinge als unsere eigene Leistung betrachten, die in Wirklichkeit Geschenke sind.“ (214)
Timothy Keller, Beten: Dem heiligen Gott nahekommen, Gießen: Brunnen, 2016

Am Ende steht die Gnade

Mit meiner ganzen Seele erfasse ich die Gnade, die (Gott) durch Jesus Christus erwiesen hat, indem er Sühnung tat für meine Sünden durch die Verdienste seines Todes und seiner Leiden, dass er auf diese Weise Genüge getan hat für alle meine Verbrechen und Fehler und sie aus seinem Gedächnis gelöscht hat. […] Ich bekenne, unzählige Male versagt und mein Amt nicht richtig ausgeführt zu haben; und hätte er mir nicht in seiner grundlosen Güte beigestanden, wäre all mein Eifer umsonst und vergeblich. […] Aus all diesen Gründen bezeuge und erkläre ich, dass ich auf keine andere Sicherheit für meine Erlösung vertraue als auf diese, und nur auf diese: Weil nämlich Gott der Vater der Barmherzigkeit ist, wird er sich mir als ein solcher Vater erzeigen, mir, der sich selbst als elender Sünder bekennt.
Gefunden in: Piper, John, Überwältigt von Gnade. Aurelius Augustinus, Martin Luther, Johannes Calvin, S. 43.

GOTT OFFENBART SEINE HERRLICHKEIT DURCH VERANTWORTUNGSÜBERGABE AN DEN MENSCHEN

(V. 7-9). „Du hast ihn zum Herrn gemacht über deiner Hände Werk“ (Vers 7). So lesen wir es inhaltlich auch im Schöpfungsbericht, vor dem Sündenfall. Das ist der Grundauftrag des Menschen (1Mose 1,28): Er soll sich die Erde untertan machen. Er soll über die Tiere herrschen. Gott hat dem Menschen Autorität gegeben, Verantwortung für diese Welt. Ein konkretes Beispiel finden wir in 1Mose 2: Der Mensch soll den Garten Eden bebauen und bewahren (Vers 15). Nach dem Sündenfall ist leider häufig nur noch das erste übriggeblieben. Und wir sind erst in den letzten Jahren und Jahrzehnten ganz langsam wieder darauf gekommen, dass wir die Erde auch bewahren müssen, weil sie sonst bald nicht mehr vernünftig bewohnbar sein wird. Lasst uns beten dafür, dass wir auch dieser Verantwortung gerecht werden, gerade auch als Christen, jeder ganz persönlich. Ich spare mir jetzt eine ökologische Detaildebatte. Das ist nicht mein Hauptgedanke. Aber der Text redet ein Stück weit davon. Deshalb gilt ganz grundsätzlich: Wir müssen uns dem stellen. Auch das ist ein Punkt, wo wir als Christen unserer Verantwortung gerecht werden müssen. Denn Gott könnte zwar das alles viel einfacher und besser selbst tun, aber Er tut es nicht und hat sich vielmehr dazu entschieden, uns als Seine Ebenbilder mit einzubeziehen! Letztlich sagt der Psalm hier am konkreten Beispiel: Der Mensch ist Herr, erst einmal über die Haustiere, z. B. Rinder und Schafe, dann aber auch über die wilden Tiere, über die Vögel und die Fische. David nennt also exemplarisch die ganze Tierwelt, über die der Mensch gesetzt ist. Letztlich ist das aber nur ein Teil. Die Welt ist größer, klar. Aber David sagt: „Lieber Leser, schon allein hier habt ihr eine echte, große Verantwortung.“ Um ein Beispiel zu nennen: Ich war kürzlich in einer Ausstellung, wo man solch kleine Käfige gezeigt hat, in denen man noch bis vor nicht so langer Zeit Hühner gehalten hat. Ist das wirklich angemessen? Gott sei Dank, dass das heute verboten ist. Aber wie lange haben wir damit einfach gelebt? Und die Tiere sind schlicht und einfach kaputtgegangen. Keiner will am Ende solche Bilder sehen z. B. mit Hühnern fast ohne Federn. Es gibt viele andere Punkte dabei. Aber das ist das, was der Psalm hier zunächst einmal anspricht. Der Mensch ist Herr über die Tiere. Aber wird er der Verantwortung auch gerecht? Leider Gottes an vielen Stellen nicht. Lasst uns beten dafür, dass das anders wird. Und dort, wo wir selbst unmittelbar herausgefordert sind, lasst uns wirklich unseren Teil tun, dass auch Tiere so behandelt werden, wie es Gott möchte, als Geschöpfe, die Er geschaffen hat. Denn auch Tiere sind Gott wichtig. Am Ende vom Buch Jona kommt das einmal schön zum Ausdruck. Jona ist ärgerlich auf Gott, weil er eigentlich gehofft hatte, dass Ninive untergehen würde. So sitzt er da und denkt: „Herr, wann wirfst du endlich Feuer vom Himmel und vernichtest die Stadt?“ Gott lässt daraufhin eine schöne Staude wachsen, an der sich Jona erfreut, die aber am nächsten Tag schon wieder eingegangen ist – und Jona, jetzt wieder voll der Sonne ausgesetzt, jammert furchtbar über diese eine Blume. Aber Gott sagt – etwas frei formuliert: „Geht’s dir noch? Du jammerst über diese Staude, die du nicht gepflanzt hast! Aber hier ist Ninive, diese riesige Stadt, hundertzwanzigtausend Menschen. Und ich sollte nicht jammern über diese Menschen, die nicht wissen, was rechts und links ist? Dazu auch viele Tiere?“ (nach Jona 4,10-11). Ja, da sind die Tiere ausdrücklich mit erwähnt. Und Jona jammert über eine Blume. Da sind dem großen Evangelisten die Verhältnismäßigkeiten offenbar völlig durcheinander geraten. Also, wir haben eine Verantwortung, auch für die Tiere. Werden wir ihr gerecht? Ich hoffe und bete darum. Gott hast uns zu Seinen Mitarbeitern in der Gemeinde und im Reich Gottes gesetzt (vgl. 1. Korinther 3,9). Wir reden viel darüber – und das ist gut und richtig und wichtig! Aber unser Leben ist breiter und größer, und Gott hat uns auch in diese Welt hineingestellt und in ihr Verantwortung gegeben. Wir sind nicht von der Welt, aber wir sind in dieser Welt. Lasst uns auch da Vorbilder sein. Bei ehrlicher Bestandaufnahme müssen wir eben leider Gottes sagen: Wir scheitern oft in unserer Verantwortung. Die Sünde tut in vieler Hinsicht ganze Arbeit. Deswegen bin ich froh, dass dieser Psalm auch im Neuen Testamente aufgegriffen wird und im Besonderen auf Jesus hin interpretiert wird, den Sohn Adams, den Menschensohn, der eines Tages wirklich und in jeder Hinsicht alles vollständig unter Seinen Füßen haben wird. So zitiert es Paulus in Epheser 1,21-22, und in 1. Korinther 15,26-27 greift Paulus den Vers auch noch einmal auf. Dort geht es dann sogar darum, dass Jesus den Tod besiegt haben wird. Ist das nicht eine wunderbare Perspektive, die wir haben? Der irdische Tod ist nicht das Ende aller Dinge. Gott sei Dank! Jesus wird ihn eines Tages besiegt haben! Und dann wird wirklich alles unter Seinen Füßen sein. Ja, mehr noch. Selbst in der Ewigkeit ist Jesus der, der uns Anteil gibt an der Regierung über die Welt. Es wird ja nicht nur einen neuen Himmel geben, irgendwie ein paar schöne Wölkchen, wie man sich das manchmal so vorstellt. Es ist uns auch eine neue Erde verheißen, wie immer die auch aussehen wird. Sie wird auf jeden Fall schöner und herrlicher sein als die alte Erde. Ja, sie wird wirklich „Erde“ genannt. Es muss also irgendwie auch eine Kontinuität geben zwischen dem, was Gott am Anfang der Tage geschaffen hatte (und was Er ja „Sehr gut“ genannt hatte, aber was durch die Sünde kaputtgegangen ist) und was eines Tages neu kommen wird. Es gibt ein paar wenige Andeutungen im Neuen Testament, wo wir sehen können: Ja, wir werden Gott in ganz unterschiedlicher Weise preisen und ehren, und das unter anderem dadurch, dass wir Herrschaft und Autorität ausüben, wie Jesus es einmal in dem Gleichnis von den anvertrauten Pfunden sagt: Die, die treu sind, die wird Er setzen über zehn Städte, über fünf Städte usw. (Lukas 19,11-27). Wir haben keine Texte an der Hand, die uns dazu Details geben, was das konkret heißt. Ob da nun ein Bürgermeister wir oder nicht, wissen wir einfach nicht. Es ist müßig, darüber zu spekulieren. Aber ich glaube schon, dass z. B. dieser Text ein Hinweis darauf ist, dass wir Verantwortung haben werden, besser und schöner, als es im Paradies bei Adam und Eva der Fall gewesen ist. Und ich freue mich darauf! Ich sage ganz offen: Seit einigen Jahren ist mir gerade dieser Punkt persönlich immer wieder neu wirklich wichtig geworden. Man merkt, das irdische Leben ist doch überschaubar kurz, selbst wenn man eine normale Lebenserwartung hat. Und ich spüre, wie viele Dinge, die man eigentlich auch noch tun müsste und könnte und sollte und wofür man begabt ist, einfach keinen Platz mehr finden. Und was es noch alles Schönes auch in der Freizeit zu tun gäbe – und man kommt einfach nicht dazu. Vielleicht geht es dem einen oder anderen auch so oder ähnlich. Ich zumindest habe eine Liste im Kopf mit verschiedenen Dingen, die ich eigentlich noch machen will, aber wo aktuell einfach die Zeit und die Möglichkeiten fehlen. Manchmal sage ich dann ganz bewusst – und das ist nicht flapsig gemeint –, dass ich diese Dinge auf die neue Erde verschiebe. Das ist wirklich mein ganzer Ernst. Es gibt eine Menge Dinge, wo ich nach menschlichem Ermessen sicher sein kann, dass ich das in meinem irdischen Leben hier nicht mehr tun kann, einfach weil die Zeit fehlt oder weil andere Dinge effektiv wichtiger sind oder vielleicht auch, weil mich Sünde daran hindert. Und ich bin Gott von Herzen dankbar, dass es eine Zeit gibt, wo wir nicht mehr gebunden sind an 50, 60 oder 80 Jahre, sondern wo wir Zeit haben, all das Wunderschöne zu tun, was Gott geschaffen hat, was wir genießen können. Denn dafür war die Schöpfung auch da. Davon reden unter anderem diese Schöpfungspsalmen. Wie herrlich ist das, was Gott gemacht hat. Wir sollen es auch ein Stück weit genießen und dadurch Gott preisen und loben und Ihn verherrlichen. Lasst uns dankbar sein für diese Perspektive, die wir als Christen haben, wo auch keine Sünde mehr sein wird und wo endlich auch kein Tod mehr sein wird, wo alles das hinfällig sein wird, was hier noch kratzt und wo wir wieder traurig sind und Tränen vergießen. Und deshalb schließt der Psalm so, wie er angefangen hat: „Herr unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen“ (Vers 10). Lasst uns Ihn anbeten für das, was Er getan hat in der Schöpfung, aber gerade auch hier, wie Er sich verherrlicht hat und wie Er das immer noch tut an uns Menschen, sei es in den kleinen Kindern, sei es in der Niedrigkeit von uns Menschen, sei es aber auch darin, dass Er uns Verantwortung gegeben hat. Amen.   Titus Vogt © https://www.arche-gemeinde.de/fileadmin/Media/Print/Kanzeldienst/2012/07/P120729M.pdf

Pray in Jesus’ Name

Jesus promised anything we ask God in His Name will be given to us. “Name” isn’t a label or a magic word. It means the nature and character and will of Jesus. If we ask for whatever we imagine would be good and add Jesus’ name to the prayer the promise is not valid. Praying in His Name means praying for what He wants for us. Why would God give us something He doesn’t want us to have? It would not bless us. The goal of praying is to relate to God and be more like Jesus.
Betet in Jesu Namen
Jesus hat versprochen, dass alles, was wir Gott in seinem Namen bitten, uns gegeben wird. ′′ Name ′′ ist kein Etikett oder ein Zauberwort. Es bedeutet Natur und Charakter und Wille Jesu. Wenn wir um alles bitten, was wir uns vorstellen, wäre gut und dem Gebet Jesu Namen hinzufügen, ist das Versprechen nicht gültig. In seinem Namen beten bedeutet, für das zu beten, was er für uns will. Warum sollte Gott uns etwas geben, das er nicht will, dass wir haben? Es würde uns nicht segnen. Das Ziel des Betens ist es, sich auf Gott zu beziehen und mehr wie Jesus zu sein. Ellis H. Potter