Folgen der Eitelkeit

Ein Kardinal der Katholischen Kirche wurde besonders umschmeichelt und umworben. Er hat angeordnet, dass man sieben Wochen nach seiner Bestattung den Leichnam aus der Erde nehme und ihn abbilde. Dieses abschreckende Bild sollte seinen Verehrern und Verehrerinnen gezeigt werden, damit man sehe, wie der Dienst der Eitelkeit den Menschen zerstört.

Entnommen aus einer Bibelstunde von Hermann Bezzel zu Römer 8,18-23.
Eitelkeit hat heute so viele Synonyme: Überheblichkeit, Hochnäsigkeit, Wichtigtuerei, Aufgeblasenheit, Snobismus, Großtuerei, Hochmut, Stolz, Blasiertheit, Selbstgefälligkeit…Eitelkeit hat so viele Erscheinungsformen…
Aber letztlich zerfrisst Eitelkeit die Menschen und macht sie hässlich. Das einzige Gegenmittel ist die Selbsterkenntnis durch Gottes Wort.
http://www.lgvgh.de/wp/folgen-der-eitelkeit/7606

Gedicht zum Thema: Gott

Noch einmal ehe ich weiter ziehe und meine Blicke vorwärts sende, heb ich vereinsamt meine Händezu dir empor, zu dem ich fliehe, dem ich in tiefster Herzenstiefe Altäre feierlich geweiht, daß allezeitmich deine Stimme wieder riefe. Darauf erglüht tief eingeschriebendas Wort dem unbekannten Gotte. Sein bin ich, ob ich in der Frevler Rotte auch bis zur Stunde bin geblieben: Sein bin ich – und ich fühl die Schlingen,die mich im Kampf darnieder ziehn und, mag ich fliehn, mich doch zu seinem Dienste zwingen. Ich will dich kennen, Unbekannter. Du tief in meine Seele Greifender,mein Leben wie ein Sturm Durchschweifender, du Unfaßbarer, mir Verwandter! Ich will dich kennen, selbst dir dienen.
Friedrich Nietzsche(1844 – 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und SchriftstellerQuelle: Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. April – September 1864

Der Scopes-Prozess

1926 fand der berühmte Scopes-Prozess in Tennessee gegen John T. Scopes statt, weil er Evolution unterrichtet hatte. Doch nur wenige erinnern sich daran, dass sein verwendetes Lehrbuch (Civic Biology von George Hunter) nicht nur Evolution lehrte, sondern sich auch dafür aussprach, solche Schichten von Menschen zu sterilisieren oder gar zu töten, die den Genpool schwächen würden, indem sie „Krankheit, Unmoral und Verbrechen über das ganze Land ausbreiten“.14 Das war üblich für damalige Lehrbücher.
Keller, Timothy. Glauben wozu?: Religion im Zeitalter der Skepsis (German Edition) . Brunnen Verlag Gießen. Kindle-Version.

Bleibt eurer Führer eingedenk, die euch das Wort Gottes verkündigt haben! Betrachtet immer wieder den Ausgang ihres Wandels und nehmt ihren Glauben zum Vorbild! Hebr. 13,7

Das Lebensende von Johannes Calvin
Nach 23 Jahren unermüdlicher Arbeit sind die Kräfte des 55-jährigen Reformators aufgezehrt. Er fühlt den Tod und bestellt sein Haus. In allen Kirchen, selbst im fernen Zürich, wird für ihn gebetet. Ausnahmsweise nimmt er vom Rat ein Geschenk an: ein Fässchen Wein zur Stärkung. Als selbst der greise Farel aus Neuchâtel nach Genf reitet, um ihn an seinem Lager nochmals zu umarmen, ist Calvins Freude vollkommen. Mit letzter Kraft verabschiedet er sich vom Konsistorium. Alle sind tief betroffen, denn sie wissen, dass ein Freund von ihnen scheidet, durch den Gott die Rhonestadt erneuert und Spuren des Segens in die weite Welt gezogen hat. Calvins Einfluss reicht weit über die Mauern Genfs und die Schweiz hinaus. Teile von Westdeutschland, das gebildete Frankreich, Kirchen auf den Britischen Inseln, die Niederlande, Kirchen in Polen, Ungarn und Amerika bauen und ordnen ihre Gemeinden nach dem Geiste Calvins. Sie bezeugen die Herrlichkeit des Herrn auch für diese Welt und übernehmen Mitverantwortung in Staat und Gesellschaft. […] In ihm verliert die evangelische Kirche ihren bescheidensten und körperlich schwächsten, hinsichtlich seiner Wirkung aber den stärksten Reformator [Herv. Durch Verf.].
Calvin leidet an Gicht und Nierensteinen. Eine Lungenentzündung schwächt ihn vollends. So stirbt er, im Dienste Christi verzehrt, bei Sonnenuntergang am 27. Mai 1564 mit den Worten: „Quousque Domine?“, d.h. „Wie lange noch, Herr?“ Seine Hinterlassenschaft beträgt ganze 250 Taler, die er auf die Bruderkinder und die Akademie verteilt. Wie sein Testament es verlangt, wird er ohne Gedenkstein, Reden, Lieder oder Gepränge bestattet. Als wenige Monate später Fremde auf dem Friedhof von Plainpalais die Stätte seiner Ruhe suchen, kann man unter den vielen frischen Gräbern das seine schon nicht mehr vorzeigen. So kennt denn niemand sein Grab bis auf den heutigen Tag [Herv. Durch Verf.].[2]
[1] Sierszyn, Armin 2012: 2000 Jahre Kirchengeschichte. Ulm.
[2] Ebd. S.538f

Am Anfang war das Wort. Und das Wort bei Gott …und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Und jetzt noch eine ganz schwierige Frage, sagte der Lehrer in der Schule. Was meint ihr, Gott ist doch im Himmel, aber gleichzeitig soll er doch hier mitten unter uns sein. Wie kann man sich das denn wohl vorstellen? Nach einiger Zeit meldete sich das kleine Töchterlein des Arztes und erklärte ganz selbstsicher: Das ist doch ganz einfach. Seine Wohnung hat der liebe Gott im Himmel, aber seine Praxis, die hat er hier auf der Erde.

Alles „rechts“!?

Zwischenzeitlich scheint es fast, als sei das Lieblingsklischee großer deutscher Medien „rechts“. Ganz gleich, wer welche Meinung vertritt, die nicht dem momentanen Mainstream entspricht, oder dem, was diese Medien dazu erklären, wird schnell mit dem Etikett „rechts“ versehen.
Mit jemandem der als „rechts“ eingeordnet wurde muss man eben nicht mehr sprechen, man muss sich nicht einmal mehr seine Argumente anhören, ganz gleich wie gut sie auch sind. Zumeist wird dabei nicht ganz genau angegeben, das und warum eine Meinung oder Person „rechts“ ist; es wird einfach behauptet. Der damit Stigmatisierte muss dann sehen, wie er das Gerücht seines vorgeblichen Extremismus wieder loswird.
Wer öffentlich Kritik an staatlichen Corona- Maßnahmen übt, ist „rechts“.
Wer Forderungen der Klimaschützer infrage stellt, ist „rechts“.
Wer vor islamistisch motivierter Gewalt warnt, ist „rechts“.
Wer Fleisch isst, ist „rechts“.
Wer für den Schutz der Ehe eintritt, ist „rechts“.
Wer Abtreibung kritisiert, ist „rechts“.
Wer sich übrigens zu christlich äußert, ist auch „rechts“.
Und dabei ist von vornherein klar, wer „rechts“ ist natürlich falsch; wird gesagt. Die Unterdrückung und Diffamierung nicht gewünschter Meinungen und die Diskussionsverweigerung mit Andersdenkenden ist höchst problematisch und gefährdet mittelfristig eine freie Gesellschaft. Stattdessen fördern diese Tendenzen eine einseitige Ideologisierung der Bevölkerung. Michael Kotsch
Aber philosophiegeschichtlich gesehen sind Links und Rechts zwei Seiten der gleichen Medaille, diese heißt Materialismus, bzw. Naturalismus. Deshalb muss ein Christ beide Positionen ablehnen und zwar nicht nur dass er sich selbst dagegen wehrt, derartig fixiert zu werden auf eine seine Persönlichkeit reduzierende Position, die ein wirksames christliches Zeugnis nicht mehr zulässt, sondern auch dahingehend, dass er sich gegen jegliche materialistischen Ideologie wehrt. Man kann nicht an Christus glauben und daran, dass auch aus materiellen/sinnlichen Erfahrungen irgendein Heil entspringt. Linke und rechte Ideologien sind aus Sicht des Christentums Irrlehren und müssen immer wieder angeprangert werden. Stattdessen sehe ich, wie sich Christen diesem Schema unterwerfen. In den 70er Jahren war man gerne auch mal links, das änderte sich im Laufe der 80er Jahren. Wobei heute viele Christen kein Problem damit haben, sich rechten, ganz offensichtlich Ideologiefixierten Parteien anzunähern und sogar Mitglieder derselben zu werden. Ich habe zunehmend ein Problem damit, diese Menschen Brüder bzw. Schwester zu nennen. Wer das einfach nicht verstehen will, dass Gottes Reich nicht von dieser Welt ist, mit dem kann ich keine geistliche Gemeinschaft pflegen.

„…Redewendungen wie „Übung macht den Meister“ oder „Der Klügere gibt nach“ dürften nicht mehr gebraucht werden,

„…Redewendungen wie „Übung macht den Meister“ oder „Der Klügere gibt nach“ dürften nicht mehr gebraucht werden, weil die geschlechtsübergreifende Bedeutung nicht mehr gedacht werden darf.
Sätze wie „Frauen sind eben doch die besseren Zuhörer“ könnten überhaupt nicht mehr formuliert werden, da die sprachfeministisch korrekten Versionen „Frauen sind eben doch die besseren Zuhörerinnen“ oder „Frauen sind eben doch die besseren Zuhörerinnen und Zuhörer“ ad absurdum führen würden.
Wo es möglich ist, ersetzt man die Doppelform durch Partizipien wie „Studierende, Lehrende oder Lernende“ oder neue Begriffe wie „Lehrperson“, was ein abstraktes und entfremdendes Deutsch und einen papierenen Stil ergibt.
In einem österreichischen Universitätsmagazin heißt es: „Besorgniserregend ist die Entscheidung des Bildungsministeriums, nur mehr gendergerechte Schulbücher zu approbieren. So liest man in einem Unterstufen[!]-Deutschbuch folgende Aufforderung: ,Eine/r ist Zuhörer/in, der/die andere ist die Vorleser/in. Eine/r liest den Abschnitt vor, der/die Zuhörer/in fasst das Gehörte zusammen.‘“ Man schreibe nie, was man nicht sprechen kann, oder was zu einer Verkrüppelung der gesprochenen Sprache führt….“
Dichter Reiner Kunze: "Sprachgenderismus ist eine aggressive Ideologie"
pnp.de
Dichter Reiner Kunze: „Sprachgenderismus ist eine aggressive Ideologie“
Diese künstliche Sprache ist nur scheinbar „gerecht“. Der Grundfehler ist die (laienhafte) Verwechslung einer grammatischen Kategorie mit menschlichen Persondifferenzierungen. Als jemand, der in seinem Leben an die 30 Sprachen, europäische, semitische, afrikanische usw., studiert hat, (und selbst die Grammtiken zweier afrikanischer Sprachen verfasst hat) kann ich nur den Kopf schütteln über diesen Irrtum. Natürlich will ich Geschlechtergerechtigkeit, aber der Weg über eine Sprachverhunzung ist der falsche, wird auch nie die (Herrschafts-)Verhältnisse ändern können, und verlagert den Fokus auf ein Nebengleis. Die wirklichen Herausforderungen (zum Beispiel das „gender pay gap“ und anderes) werden so nicht angegangen. Gerade deshalb ist es kontraproduktiv. Und außerdem: Sprache kann nie verordnet werden, sie ist ein faszinierendes, fluides Gesamtkommunikationsgeschehen, das nicht regulierbar ist. Ob ich persönlich das gut finde oder nicht: Der Genitiv weicht gegenwärtig dem Dativ an vielen Stellen. Finde ich doof, werde ich aber auch durch Regelungen nicht aufhalten können. Wenden wir uns also den wirklich wichtigen Dingen zu!

Francis Schaeffer on Race.

„If I were writing my early books again (for example, The God Who Is There and The Church at the End of the Twentieth Century), I would make one change.
I would continue to emphasize that previously in the Northern European culture (including the United States) the controlling consensus was Christian, and that this is now changed and we live in a post-Christian world. However, in doing this I would point out that previously, when the Christian consensus was the controlling factor, certain things were definitely sub-Christian.
Christians of all people should have opposed any form of racism. We know from the Bible that all men have a unity because we have a common origin—we had a common ancestor. The “Christian” slave-owner should have known he was dealing with his own kind, and not only because when he had sexual intercourse with his female slave she produced a child, which would not have happened had he performed bestiality with one of his animals: he should have heard the message of a common ancestor not only taught but applied in a practical way in the Sunday-morning sermon. This applies to slavery, but it applies equally to any oppression or feeling of superiority on the basis of race.“
Christianity Today, January 4, 1974
Francis Schaeffer auf Race.
′′ Wenn ich meine frühen Bücher wieder schreiben würde (zum Beispiel The God Who Is There and The Church am Ende des zwanzigsten Jahrhunderts), würde ich eine Veränderung vornehmen.
Ich möchte weiterhin betonen, dass zuvor in der nordeuropäischen Kultur (einschließlich der Vereinigten Staaten) der kontrollierende Konsens christlich war und dass dies nun geändert wird und wir in einer post christlichen Welt leben. Dabei möchte ich jedoch darauf hinweisen, dass zuvor, als der christliche Konsens der kontrollierende Faktor war, bestimmte Dinge definitiv sub christlich waren.
Christen aller Menschen hätten gegen jede Form von Rassismus sein sollen. Wir wissen aus der Bibel, dass alle Männer eine Einheit haben, weil wir einen gemeinsamen Ursprung haben – wir hatten einen gemeinsamen Vorfahren. Der ′′ christliche ′′ Sklavenbesitzer hätte wissen müssen, dass er sich mit seiner eigenen Art befasst hat, und nicht nur, weil sie, als er Geschlechtsverkehr mit seiner Sklavin hatte, ein Kind produziert hat, was nicht passiert wäre, hätte er Bestialität mit einem seiner Tiere durchgeführt : Er hätte die Botschaft eines gemeinsamen Vorfahren gehört haben sollen, der nicht nur in der Sonntagmorgen-Predigt praktiziert, sondern sich praktisch beworben hat. Dies gilt für Sklaverei, aber es gilt gleichermaßen für jede Unterdrückung oder Überlegenheit auf der Grundlage von Rasse.“
Christentum heute, 4 Januar 1974
Facebook Udo W Middelmann 26.07.2019

Die Geschichte des Esels, der Gott dienen wollte

Vor langer Zeit erblickte ein Esel das Licht der Welt. Dieser Esel wuchs schnell heran und wurde stark. Seit der Esel denken konnte, wusste er: “Ich will mit meinem Leben Gott dienen.” Der Esel wurde erwachsen und er musste beginnen, auf eigenen Füssen zu stehen, seine Eltern zu verlassen und seine eigenen Wege zu gehen. Da der Esel Gott dienen wollte, fragte er Gott: “Herr, wie kann ich dir dienen?” Und Gott sagte zum Esel: “Esel, ich weiss dass du mir dienen möchtest, doch habe Geduld! Du wirst deinen Dienst für mein Reich noch beitragen.”

So ging der Esel dahin und suchte sich einen Meister, bei dem er arbeiten konnte. Und siehe da, sein Meister hatte auch eine hübsche Eselin, mit der sich der Esel prächtig verstand. Und so hatte der Meister bald nicht mehr nur zwei Esel, sondern drei, vier, fünf, sechs und sogar noch mehr. Der Esel hatte alle Füsse voll zu tun. Arbeit, Eselin und Nachwuchs nahm ihn voll in Anspruch. So zogen die Jahre ins Land. Doch eines Tages erinnerte sich der Esel an seinen Lebenswunsch Gott zu dienen. So sprach er erneut zu Gott: “Herr, jeden Tag zerrinnen mir die Stunden nur so zwischen den Hufen, doch ich habe mir gesagt, dass ich dir dienen möchte. Nimm mich und brauche mich für dein Reich!” Gott sagte zum Esel: “Esel, ich weiss dass du mir dienen möchtest, doch habe Geduld! Sorge für deine Familie und arbeite für deinen Meister. Du wirst deinen Dienst für mein Reich noch beitragen.”

So ging der Esel dahin, er sorgte für seine Familie und arbeitete für seinen Meister. Und die Jahre zogen ins Land. Die Eselkinder waren längst keine Kinder mehr und der Esel war nicht nur Vater sondern schon Grossvater vieler junger Esel. Und er wurde alt. Und in seinem Alter dachte er über sein Leben nach und erneut sprach er zu Gott: “Herr, seit meiner Jugend an wollte ich dir dienen. Doch nun bin ich alt und schwach. Und nichts habe ich für dich getan. Ich schäme mich dafür.” Und Gott sprach zum Esel: “Lieber Esel, ich weiss, dass du seit deiner Jugend an mir dienen wolltest und ich sage dir habe Geduld! Du wirst deinen Dienst für mein Reich noch beitragen.”

So ging der Esel etwas traurig dahin. Er lebte seine letzten Jahre auf Erden und hoffte stets, dass der Herr eines Tages seinen Dienst in Anspruch nehmen würde. Dann, eines Tages, fiel der Esel um und starb. Viele Esel und auch sein Meister trauerten um ihn, denn er hatte ein gutes und treues Leben gelebt. Sie nahmen Abschied vom Esel und sein Meister begrub ihn abseits seines Grundstücks. Die Überreste des Esels wurden wieder zu Erde und gefressen von allerlei Getier, bis nur noch die Knochen des Esels übrigblieben. Doch dann kam eines Tages ein Israelit an der Stelle vorbei, wo die Knochen des Esels lagen.

“Und er fand einen frischen Eselskinnbacken. Da streckte er seine Hand aus und nahm ihn und erschlug damit tausend Mann. Und Simson sprach: Mit eines Esels Kinnbacken hab ich sie geschunden; mit eines Esels Kinnbacken hab ich tausend Mann erschlagen. Und als er das gesagt hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand, und man nannte die Stätte Ramat — Lehi (Kinnbackenhöhe).” Richter 15,15-17
Quelle: unbekannt

»Wenn Sie wüßten, wie viele ich mir noch verkneife, dann würden Sie mich loben!«

Spurgeon war ein äußerst humorvoller Mensch und Prediger. Als ihm einmal jemand Vorhaltungen machte, daß er zu viele Späße in der Predigt verwende, antwortete er: »Wenn Sie wüßten, wie viele ich mir noch verkneife, dann würden Sie mich loben!« In seinem Buch »Ratschläge für Prediger« schreibt Spurgeon, daß sich manche Prediger gut zu Märtyrern eignen würden, denn »Sie sind so trocken, daß sie leicht brennen«. – na, wenn das nicht typisch britisch-makabrer Humor ist! 🙂
Einmal steht er auf der Kanzel und lässt seine Predigtschüler ganz hinten in der Kirche sitzen. Er will demonstrieren, daß man auch mit leiser Stimme bis in die hinterste Ecke zu verstehen sein muß. Er flüstert: »Brüder, wenn Ihr mich hört, dann schwenkt eure Taschentücher!« Sie tun es. Da donnert Spurgeon von der Kanzel: »Brüder, steckt sie wieder ein, sie sind dreckig!«
Spurgeon hält eine Freiversammlung. Anschließend läßt er seinen Hut herumgehen. Doch diesmal legt niemand etwas hinein. Man hat sich vorher abgesprochen, ihm einen Streich zu spielen. Die Zuhörer sind gespannt, wie er das übliche Dankgebet formuliert. Er ist verdutzt, als er in seinen Hut schaut und betet laut: „Ich danke Dir, dass mir diese geizige Bande wenigstens meinen Hut zurückgegeben hat!“
http://www.kleinode.de/spurgeons_humor.htm