Wahr – ohne Einschränkung

O-Ton von U-Häftling Paulus: „Ich bekenne, dass ich allem glaube, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten“ (Apg 24,14).
Eben das bekennen heute viele nicht. Es glauben keineswegs alle alles, was in der Bibel steht. Im Gegenteil: Vom Konfirmanden bis zum Kirchenvorstand, vom Theologieprofessor bis zur Synode hat jeder irgendwo irgendwelche Bedenken gegen irgendwas, das in der Bibel steht, weil es seiner Erfahrung, Erkenntnis, Vernunft oder was weiß ich widerspricht.
Es sind ja heute alle, selbst wenn sie die Bibel nie gelesen haben, viel zu klug und gebildet, um das zu glauben, was da steht. Und da steht Paulus und erklärt: „Ich glaube allem, was geschrieben steht.“
Paulus war immerhin einer der größten Denker der Menschheit. Und da kommt heute jeder Spitzkopf mit seinen paar Jahren Schul- oder Hochschulbildung und wagt es, an der Bibel rumzufummeln und die Weisheit der göttlichen Offenbarung in Frage zu stellen! Paulus war der größte Theologe der Kirche, dem das ganze Heer der modernen Meckerer nicht das Wasser reichen kann. Dieser Geistesriese war sich nicht zu schade, vor seinen theologischen Anklägern und zeitlichen Richtern den geradezu kindlichen Satz zu sagen: „Ich glaube allem, was geschrieben steht im Gesetz und in den Propheten.“
Zu diesem Satz möchte ich mich ausdrücklich auch bekennen.
Nach einer Evangelisation zur DDR-Zeit, bei der sich ein Pfarrer bei der Stasi über meine „primitive Theologie“ lustig machte und sich die Stasi über die Bekehrung junger Menschen foppte, endete der Stasi-Bericht über mich: „Für ihn gilt die Bibel als uneingeschränkt wahr.“ Das war einer der wenigen Sätze in meiner Akte, über den ich mich gefreut habe.
Pfr. Dr. Theo Lehmann, Chemnitz https://www.gemeindehilfsbund.de/fileadmin/user_upload/Aufbruch_3_2019.pdf

Saubere Energie

„Lassen Sie mich Ihnen eine Geschichte erzählen, um zu veranschaulichen, was ich meine. Ich erinnere mich an eine Frau, die Spiritistin und sogar ein Medium war, ein bezahltes Medium, das von einer spiritistischen Gesellschaft angestellt wurde. Sie ging jeden Sonntagabend zu einem Spiritistentreffen und erhielt drei Guineen für ihre Tätigkeit als Medium.
Das war in den dreißiger Jahren, und das war eine ziemlich große Summe für eine Frau aus der unteren Mittelklasse. An einem Sonntag war sie krank und konnte ihren Termin nicht einhalten. Sie saß in ihrem Haus und sah Leute vorbeikommen, die auf dem Weg zu der Kirche waren, in der ich zufällig in Südwales diente. Irgendetwas verspürte in ihr den Wunsch zu wissen, was diese Leute hatten, und so beschloss sie, zum Gottesdienst zu gehen, und tat es.
Sie kam danach immer wieder, bis sie starb, und wurde eine sehr gute Christin. Eines Tages fragte ich sie, was sie bei diesem ersten Besuch gefühlt habe, und das sagte sie zu mir; und das ist der Punkt, den ich veranschauliche. Sie sagte: „In dem Moment, als ich Ihre Kapelle betrat und mich auf einen Platz unter den Menschen setzte, war ich mir einer Kraft bewusst. Ich war mir der gleichen Macht bewusst, die ich von unseren spiritistischen Treffen gewohnt war, aber es gab einen großen Unterschied; Ich hatte das Gefühl, dass die Energie in Ihrer Kapelle eine saubere Energie war.‘
Der Punkt, den ich mache, ist einfach, dass sie sich einer Macht bewusst war. Das ist dieses mysteriöse Element. Es ist die Gegenwart des Geistes im Herzen von Gottes Kindern, Gottes Volk, und ein Außenstehender wird sich dessen bewusst. Das ist etwas, was man nie bekommen kann, wenn man nur dasitzt und alleine ein Buch liest. Ich weiß, dass der Geist ein Buch gebrauchen kann, aber aufgrund der Beschaffenheit der menschlichen Natur – unseres geselligen Charakters und der Art, wie wir uns aufeinander stützen und uns sogar unbewusst gegenseitig helfen – ist dies ein äußerst wichtiger Faktor .
Das ist im natürlichen Sinne so, aber wenn der Geist gegenwärtig ist, ist es noch mehr so. Ich befürworte keinen Mob oder eine Massenpsychologie, die ich für äußerst gefährlich halte, insbesondere wenn sie aufgearbeitet wird. Alles, wofür ich eintrete, ist, dass beim Betreten einer Kirche, einer Gesellschaft, einer Gesellschaft des Volkes Gottes ein Faktor sofort in Kraft tritt, der noch mehr verstärkt wird durch den Prediger, der das Wort auf der Kanzel auslegt; und deshalb kann das Predigen niemals durch Lesen oder Fernsehen oder irgendeine dieser anderen Aktivitäten ersetzt werden.“ Martyn Lloyd-Jones
https://viralbeliever.com/de/martyn-lloyd-jones-quotes/

EINFACH ZUM NACHDENKEN…

„Weil Gott uns getröstet und ermutigt hat, können wir andere trösten und ermutigen.“ (2. Korinther 1,4)
„WENN KEIN WUNDER PASSIERT, SEI SELBST EINS!“
»Mein fehlerhafter Körper ist zu einem richtig guten Werkzeug geworden. Ich habe das Talent, andere aufzubauen, ihnen Mut zu machen, Gott sei Dank!« Das schreibt ein Mann mit 28 Jahren, dem von Geburt an Arme und Beine fehlen. Als ich die 280 Seiten seines Buches »Mein Leben ohne Limits« gelesen habe, war ich tief beeindruckt. Als Kind wurde er von anderen Kindern als »Monster« bezeichnet. In dieser Zeit wurde Nick Vujicic von Selbstmitleid und Depressionen überrollt. Und die Frage, welchen Sinn das Leben für ihn überhaupt hat, bedrängte ihn so sehr, dass er sich in einer Badewanne ertränken wollte.
JEDER MENSCH IST EIN GEDANKEN GOTTES
Was brachte die Wende in seinem Leben? »Es ging mit mir bergauf, als mir klar wurde: Obwohl ich alles andere als perfekt bin, bin ich trotzdem der perfekte Nick Vujicic. Ich bin ein Gedanke Gottes!« Er begriff, dass er genauso war, wie Gott es wollte. Dann musste er auch alles können, was Gott von ihm getan haben wollte.
Ich halte das für eine großartige Einsicht, weil sie ihn nicht nur vor Verzweiflung bewahrte, sondern ihn sogar befähigte, anderen Menschen Mut zu machen, ihr Vertrauen auf Gott zu setzen und ihm zuzutrauen, dass er keine Fehler macht und dass ihm auch nichts unmöglich ist.
DURCH ABHÄNGIGKEIT ZU GOTT ZUM MUTMACHER
Alle Schwächen unserer Seele und unseres Körpers hat Gott doch nur zugelassen, damit wir unsere Abhängigkeit von unserem Schöpfer sehen lernen. Sie ist immer da; aber leider übersehen wir sie, solange wir scheinbar ohne Gott fertig werden. Welche Kraft liegt doch in dem Bewusstsein, den großen Gott zum Freund zu haben! Und das will er gern sein, wenn wir an Christus als an unseren Erlöser glauben. Dann können auch wir Mutmacher für andere werden.
Autor: Detlef Kranzmann
Quelle: talk-about.org

„Im Gefängnis habe ich meine wahre FREIHEIT durch JESUS CHRISTUS gefunden“.. (Josef Müller)

Mit geistlich gebundenen Händen bin ich hinein – Heraus bin ich innerlich frei in ein Neues Leben gegangen.
Eine komplette Verwandlung hat in den 5 Jahren stattgefunden. Auch wenn es krass klingt:
Ich bereue keinen Tag in München- Stadelheim, denn seitdem L E B E ich !
und wie……..🙂
Ich habe eine INNERE Freiheit gefunden, die ich NIE wieder hergeben möchte!
DU musst nicht ins Gefängnis- um frei zu sein!
Du musst AUS dem Gefängnis des Mainstream raus und in die Welt GOTTES eintauchen. Lass Dich von nichts und niemanden abhalten von der tgl. Bibellese.
Sprich bzw unterhalte Dich den Tag über mit JESUS d.h. danke und und bete zu IHM.
Der satan versucht Dich permanent davon abzuhalten.
Prüfe das mal nur einen Tag. Wenn Du eine GEFAHR für den satan bist, wird er Dich mit allem beschäftigen und versuchen, Dich von allem Kontakt zur Bibel und Gebet abzuhalten. Aber..JESUS CHRISTUS hat dafür den Preis am Kreuz für DICH bereits bezahlt. Du musst diese Erlösung aus dem ALTEN Leben nur annehmen, umkehren und IHN in Dein Leben aufnehmen, falls Du es noch nicht getan hast.
Danke JESUS CHRISTUS – Du bist die Hoffnung für die Welt!! Josef Müller

Das Gebet des deutschen Astronomen Kepler

Das berühmte Gebet des großen deutschen Astronomen Kepler ist der Lobpreis vieler geworden: »O Gott, ich danke Dir, dass Du mir erlaubt hast, Deine Gedanken nachzudenken!« Dieses Gebet ist theologisch gesund, weil es die Priorität Gottes im Universum anerkennt. Was immer man an Neuem entdeckt, ist alt, weil es nur der gegenwärtige Ausdruck vorhergehender Gedanken Gottes ist.
Die Idee eines Dinges geht diesem stets voraus. Und wenn Dinge im Herzen des Forschers Gedanken aufsteigen lassen, dann sind es die alten Gedanken Gottes, so unvollkommen sie auch begriffen sein mögen. Sollte ein Atheist zum Beispiel feststellen, dass zweimal zwei vier ist, so würde er eine Wahrheit bestätigen und Gottes Gedanken nachvollziehen, selbst wenn er die Existenz Gottes leugnen mag.
In ihrer Suche nach Tatsachen haben die Menschen Wahrheiten mit Wahrheit verwechselt. Das Wort Christi: »Ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen«, wurde aus dem Zusammenhang gerissen, um die Menschen zu der Hoffnung aufzustacheln, Erkenntnis würde sie »befreien«. Ganz gewiss hat Christus das nicht gemeint, als Er diese Worte sprach. Der Sohn selbst ist die Wahrheit, und Er befreit die Menschen. Keine Fakten, keine wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern die ewige Wahrheit selbst erlöst den Menschen, und diese ewige Wahrheit wurde Fleisch und wohnte unter uns!
Aiden Wilson Tozer

C. S. Lewis – ein Literaturprofessor argumentiert für den christlichen Glauben

Wie viele Menschen seiner Zeit genoss C. S. Lewis (1898-1963) eine christliche Erziehung. Er glaubte an das, was er sonntags in der Kirche hörte, zumindest irgendwie. Doch als er älter wurde, meldeten sich Zweifel. War das Christentum für einen modernen, vernünftigen Menschen überhaupt eine ernst zu nehmende Option? Und so wandte sich Lewis von Gott ab, den er eigentlich nie persönlich kennengelernt hatte.
Doch immer wieder kam er mit überzeugten Christen in Berührung. Ihre logischen Argumente und ihr fröhliches Leben wirkten immer anziehender auf ihn. Dazu kam dieses eigentümliche Buch, die Bibel, auf die sich seine gläubigen Freunde beriefen. In seiner Autobiografie schreibt Lewis: »Ich war mittlerweile als Literaturwissenschaftler zu erfahren, um die Evangelien als Mythen zu betrachten. Es gab in der ganzen Literatur nichts, was ganz genauso gewesen wäre. Alle Mythen waren sich in einer Hinsicht ähnlich. Alle Geschichtswerke in einer anderen. Aber nichts war einfach genauso wie das hier. Und keine Person war so wie die Person Jesu, die in den Evangelien geschildert wird, so real, so erkennbar über die Kluft der Jahrhunderte hinweg und gleichzeitig bestrahlt von einem Licht jenseits der Welt.«
Schließlich waren für Lewis die Argumente so überzeugend, dass der Oxford-Professor sich gezwungen sah, das Evangelium als Wahrheit zu akzeptieren. Und so wurde aus dem erklärten Atheisten ein überzeugter Christ. In den kommenden Jahrzehnten verteidigte und erklärte Lewis in vielen Veröffentlichungen den christlichen Glauben. Seine klare und schöne Sprache und die weite Verbreitung seines Werkes machten ihn zu einem der bedeutendsten christlichen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts.
Der Glaube ist … ein Überzeugtsein von Dingen, die man nicht sieht. Hebräer 11,1
https://www.lebenistmehr.de/leben-ist-mehr.html?datum=27.06.2021

Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß.

Dieser Werner Heisenberg, einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler der Menschheitsgeschichte, hat die Wissenschaft mit einem Schiff verglichen, das wir gebaut haben, das sich aber im Kreis dreht, weil es keinen Kompass hat, nach dem es sich richten kann. Der Nobelpreisträger ergänzte: „Wir brauchen Anhaltspunkte außerhalb des Schiffes namens Wissenschaft, um wieder auf Kurs zu kommen. Damit meine er die biblischen Offenbarungen. Der Atomphysiker, Friedensforscher und Philosoph Carl Friedrich von Weizsäcker war sein engster Freund, der ihn begleitete bis auf sein Sterbebett. Nach einem fünfstündigen Gespräch mit Weizsäcker, der in derselben Woche meiner Begegnung mit ihm zu den sieben bedeutendsten Persönlichkeiten (u.a. neben Albert Einstein) des 20. Jahrhunderts gewählt wurde, war derselben Meinung wie Heisenberg: „Je mehr ich weiß, umso mehr weiß ich, dass ich nichts weiß.“ Nicht nur am Ende seines Lebens war für ihn die wichigste Entdeckung der Glaube an Gott. Günther Klempnauer

Das Ikonische Foto der Weltmeisterschaft 2022

Ist möglicherweise ein Bild von 3 Personen und Gras

Ecuadors Nationalmannschaft hat die ganze Welt überrascht, indem sie das Hausteam besiegte. Die katarische Nationalmannschaft, Gastgeberin des ersten Cups in einem arabischen Land, hat diesen Sonntag verloren, und zum ersten Mal seit 92 Jahren verliert das heimische Land bei seinem Eröffnungsspiel bei der Fußballweltmeisterschaft. Was jedoch die größte Überraschung war, war, was außerhalb der Linie passiert ist. Während ihres Sieges haben mehrere Spieler der ecuadorianischen Nationalmannschaft, Christen waren, öffentlich ihren Glauben und ihre Hingabe gezeigt, zusammen knien, beten und Gott Ehre erweisen, ohne Einschüchterung oder Vorbehalte vor einem Publikum. nte Muslimin.
Bitte versteht jetzt, warum das sehr bedeutungsvoll ist, manche könnten sogar sagen, gefährlich:
Alle offiziell registrierten christlichen Kirchen in Katar können sich nur in einem speziell von der Regierung bezeichneten Komplex in der Hauptstadt Doha versammeln, der Mesaymee-Komplex genannt wird. Dieser Komplex ist nur für ausländische Christen (ausländische Arbeiter und Touristen) offen, aber für katarische Muslime ist es streng verboten. Darüber hinaus kann keine Kirche religiöse Zeichen öffentlich zeigen, wie Kreuze oder Krippen usw. außerhalb ihres Gebäudes. Es gibt noch einige andere Auswandererkirchen außerhalb des Komplexes, aber sie erhalten derzeit keine gesetzliche Erlaubnis, ihre Religion auszuüben.
Kein Christ kann öffentlich ein christliches Symbol ausstellen oder mit dem Glauben verbundene Praktiken in der Öffentlichkeit durchführen und das Evangelium offen teilen kann leicht als Proselitismus interpretiert werden, was als strafbares Verbrechen gilt. Sie hat 5 Jahre Gefängnis. (Gilt natürlich nicht für Muslime, die Proselitismus betreiben).
Dann gibt es die kleine einheimische Gemeinde Kataris, die zum Christentum konvertiert wurde. In Katar wird das als Apostasie angesehen und de jure (also laut Gesetz in Büchern) mit dem Tod bestraft (obwohl dies de facto nicht mehr in der Praxis durchgeführt wird). Trotzdem stehen die katarischen Christen unter extremem Druck seitens ihrer muslimischen Familie und Mitglieder der Gemeinschaft im Allgemeinen. Um euch einen Einblick zu geben, hier ein Zitat eines katarischen Bürgers darüber, was passiert, wenn ein Sohn eines Muslims versucht, zum Christentum zu konvertieren (Autoors registriert):
„Wann will er zum Christentum konvertieren? Wenn er 10 Jahre alt ist, wird sein Vater ihm Verse aus dem Koran zeigen. Wenn er 15 ist, bringt sein Vater ihn in eine Moschee, um ihm Unterricht zu erteilen. Wenn er 20 Jahre alt ist, wird ihn ein Cousin töten oder die Familie wird jemand anderen engagieren, um ihn umzubringen.“
Wie könnt ihr also sehen: Dieses wunderschöne Bild von professionellen Ecuadorianern Cristianos, die sich häufen, um ihren christlichen Glauben offen und ohne Einschüchterung zu bekunden, ist in vielerlei Hinsicht ein viel größerer Sieg als ihr Sieg auf dem Platz. Manuel Garin (FB) https://www.soulsaver.de/

Jüngerschaft bedeutet Wachstum

Der griechische Begriff „Jünger“ bedeutet wörtlich „Lehrling“. Jünger sollen also vom Meister lernen, sie sollen Fortschritte machen. Gibt es bei uns im Glaubensleben einen Lernfortschritt? Wachsen wir geistlich? Diesen Aspekt der Jüngerschaft untersuchen wir im folgenden Artikel.
Ein Schüler ist nicht über dem Lehrer
Carl Friedrich Gauß (1777–1855), ein großer deutscher Mathematiker, war schon als Kind ein brillanter Denker. Berühmt ist eine Anekdote aus Gauß‘ Schulzeit: Sein Lehrer stellte der Klasse die Aufgabe, die Zahlen von 1 bis 100 schriftlich zusammenzuzählen – eine aufwändige Fleißaufgabe für achtjährige Schüler, die dem Lehrer eine Zeit lang Ruhe im Klassenraum verschaffen würde. Doch nach drei Minuten stand der kleine Carl Friedrich mit seiner Schiefertafel vor dem Lehrerpult. Das richtige Ergebnis und der geniale Rechentrick verblüfften den strengen Lehrer. Nach dem Unterricht gab er Gauß ein schwieriges Mathematikbuch, das dieser ihm am nächsten Tag zurückgab, mit dem Hinweis, er habe das Buch durchgearbeitet. Nach einer halbstündigen Befragung erkannte der Lehrer, dass er es mit einem mathematischen Genie zu tun hatte. „Er ist mir über. Ich kann ihm nichts mehr beibringen“, stellte der Pädagoge fest.
„Er ist mir über“ – Der Schüler ist besser als sein Lehrer?! Das ist sicherlich die Ausnahme, denn um Lernfortschritte bei den Schülern erzielen zu können, muss der Lehrer notwendigerweise kompetenter sein als die Lernenden. Im Geistlichen gilt ein ähnliches Prinzip. Der Herr Jesus selbst erwähnt diesen Grundsatz gegenüber seinen Jüngern in Lukas 6,40: „Ein Jünger steht nicht über dem Lehrer“. Das gilt auch für heutige Jünger: Wir stehen nicht über dem Herrn Jesus, wir wissen Dinge nicht besser als Er. Nein, die Rollen sind klar verteilt – Er steht als der vollkommene Lehrer über uns, wir lernen von Ihm. Aber der Vers in Lukas 6 geht noch weiter: „Jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Lehrer.“ Wenn wir gerade betont haben, dass wir niemals über dem Meister stehen können, so erkennen wir jetzt, dass es aber eine Möglichkeit gibt, Ihm gleich zu sein! Wir können sein „wie der Lehrer“ – nämlich dann, wenn wir vollendet sind.
Vollendet sein – erwachsen sein
Was bedeutet es, vollendet zu sein? Ein perfekter Christ zu sein, der nie mehr sündigt? Nein, gewiss nicht. Das griechische Wort bedeutet „zugerüstet, vollkommen gemacht“ . Es beschreibt den geistlichen Zustand, in den Gott uns schon hier auf der Erde bringen möchte. Gott möchte, dass wir reife, erwachsene Christen werden. Paulus beschreibt das so: „damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig geschickt“ (2. Tim 3,17).
Im Neuen Testament gibt es eine Reihe von „Wachstumsversen“, die uns zeigen, was einen erwachsenen, „vollkommenen“ Jünger ausmacht[1]. Hier eine kleine Auswahl von Kennzeichen:
Erkenntnis Christi: „Wachst in der … Erkenntnis unseres Herrn und Heilandes Jesus Christus“ (2. Pet 3,18). Erwachsene Christen kennen die zentrale Person, um die sich alles dreht: Sie kennen Christus in seinen verschiedenen Herrlichkeiten, als Heiland am Kreuz, als Herrn in ihrem Leben, als Mensch auf der Erde und als verherrlichten Christus im Himmel (vgl. Eph 4,13; 1. Joh 3,14). Dabei meint „kennen“ mehr als ein lehrmäßiges Wissen, es meint ein Ausleben dieser Wahrheiten; „erkennen“ geschieht mit dem Herzen, nicht nur mit dem Kopf.
Christusähnlichkeit: Christus zu (er)kennen, bewirkt ein Leben, das die Wesenszüge Christi zeigt. Deshalb werden Eigenschaften wie Freude, Frieden und Gnade mit Vollkommenheit in Verbindung gebracht (2. Kor 13,11; 2. Pet 3,18). Ein Jünger hält sich nah bei seinem Lehrer auf, pflegt enge Gemeinschaft mit Ihm und wünscht, ein möglichst vollkommenes Ebenbild seines Meisters zu werden, wie wir in Lukas 6,40 gesehen haben: „Jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Lehrer.“
Geistliches Unterscheidungsvermögen: Ein erwachsener Christ hat „infolge der Gewöhnung geübte Sinne … zur Unterscheidung des Guten sowohl als auch des Bösen“ (Heb 5,14). Er ist gewohnt, Dinge an Christus und der Bibel zu messen. Dabei folgt ein solcher Jünger nicht einem gesetzlichen Regelkatalog (dafür braucht man kein geistliches Leben im Licht Gottes!), sondern besitzt durch den Heiligen Geist Weisheit und ein verständiges Herz, um Gutes und Böses zu unterscheiden (vgl. 1. Kön 3,9).
Festigkeit: Dank ihres geistlichen Beurteilungsvermögens werden geistlich Erwachsene – im Gegensatz zu geistlichen Kindern („Unmündige“) – nicht durch falsche Lehren, die man auf dem christlichen Sektor oder im Internet findet, verunsichert (Eph 4,14-15). „Vollkommen gemachte“ Gläubige stehen gegründet und befestigt in der biblischen Wahrheit (1. Pet 5,10).
„Puh, was für ein hoher Anspruch! Das schaff ich nie?!“ Denkst du das jetzt auch? Bitte leg an dieser Stelle das Heft nicht frustriert weg. Gott lässt uns auch „jung“ sein – Er fordert von einem Baby nicht, ein Erwachsener zu sein. Aber Er möchte, dass wir nicht immer ein „geistliches Baby“ bleiben, sondern reife Christen werden, indem wir „zu dem Maß des vollen Wuchses“ gelangen (Eph 4,13; Heb 6,1). Im natürlichen Leben wäre es doch auch ziemlich seltsam, wenn ein zwölfjähriges Kind noch krabbeln würde, oder? Deshalb beschäftigen wir uns im zweiten Teil des Artikels damit, wie wir geistlich erwachsen werden können.
Der Weg zum Erwachsensein? Wachsen!
Um körperlich zu wachsen, benötigt ein Kind gesunde Nahrung. Um geistig und kognitiv zu wachsen, sind für ein Kind Belehrung, Vorbild und Erfahrungen wichtig. Die Bibel benutzt diese Bilder aus dem natürlichen Leben, um uns zu zeigen, wie wir geistlich wachsen und lernen können.
Nahrung: Das Wort Gottes bietet uns die nötige Nahrung im Wachstumsprozess. „Deine Worte waren vorhanden, und ich habe sie gegessen“ (Jer 15,16). Das regelmäßige Bibellesen ist für einen Jünger Jesu unerlässlich – selbst wenn es mal nicht so „schmeckt“. Wir dürfen sogar richtig „gierig“ nach dem Wort Gottes sein (1. Pet 2,2)! Wer allerdings ausschließlich Milch trinkt, wird niemals erwachsen werden, irgendwann ist „feste Speise“ nötig (Heb 5,13). – Lies nicht immer nur die „Sonntagschulgeschichten“ in der Bibel, sondern bemühe dich mal, mit einer guten Bibelauslegung die schwierigeren Abschnitte zu verstehen oder auch die lehrmäßige Bedeutung der Begebenheiten zu entdecken, die du vielleicht schon aus der Sonntagschule kennst.
Belehrung: Gerade für das Verständnis von schwierigen Bibelabschnitten ist gute Anleitung hilfreich. Auch „feste Speise“ kann durch die verständliche Auslegung eines Lehrers mundgerecht serviert werden. Die in diesem Artikel schon mehrfach angeführten Wachstumsverse in Epheser 4,12-15 stehen nicht umsonst in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gabe des Lehrers zur „Auferbauung des Leibes“. – Hörst du aufmerksam zu, wenn in den Zusammenkünften oder auf Bibelkonferenzen das Wort Gottes erklärt wird – besonders dann, wenn es um die neutestamentliche Lehre geht? Lass dir doch mal einen guten Bibelkommentar schenken, der deiner geistlichen Wachstumsphase entspricht.
Vorbild: Lernen durch Nachahmung ist eine der effektivsten Arten zu lernen. Wir kennen das vom Sport: Der Trainer macht eine Übung vor, die anderen machen sie möglichst exakt nach. – Um Christus ähnlicher zu werden, musst du Ihn nachahmen, und seine Worte, seine Taten und seine Empfindungen anhand der Bibel gründlich studieren. Mit zunehmender geistlicher Reife sollte dann Christus immer mehr Gestalt in dir gewinnen (Gal 4,19). Neben dem vollkommenen Vorbild des Herrn, gibt es auch reife Gläubige, von denen wir lernen können, deren Glauben wir nachahmen können (Heb 13,7; Phil 3,17).
Erfahrungen: Positive Erfahrungen mit deinem Herrn (beispielsweise Gebetserhörungen) bestärken dich in deinem persönlichen Glaubensleben und ermutigen dich, die Gemeinschaft mit Ihm zu vertiefen. Ein Beispiel sind die Jünger, deren Auftreten in der Apostelgeschichte in mancher Hinsicht dem Verhalten des Herrn Jesus ähnelt – ihre Erfahrungen mit ihrem Meister hatten sie geprägt.
Geistliches Wachsen und Lernen ist ein lebenslanger Prozess! Lasst uns als Jünger Jesu versuchen, seinem Wunsch zu folgen und Ihm ähnlicher zu werden: „Es ist dem Jünger genug, dass er sei wie sein Lehrer und der Knecht wie sein Herr“ (Mt 10,25). Autor: Jens Krommweh
https://www.folgemirnach.de/2020-06-juengerschaft-bedeutet-wachstum-a3497.html

Ulrich Parzany: „ER ist jederzeit für Überraschungen gut“

Glauben leben Interview

Pfarrer und Evangelist Ulrich Parzany will durch sein Leben Christus verherrlichen. Er fragt sich, wie er das Evangelium besser „unter die Leute“ bringen kann.
1. Was ist Ihr Lieblingsbuch aus der Bibel? Warum? 
Ich habe keins. Im Laufe der Zeit rückt Gott mir immer wieder andere Teile der Bibel in den Vordergrund. ER ist jederzeit für Überraschungen gut.
2. Wenn Jesus bei Ihnen zum Essen vorbeikommen würde, was würden Sie kochen? Und worüber würden Sie sich mit ihm unterhalten? 
Fisch, weil er nach der Auferstehung mit den verzagten und zweifelnden Jünger Fisch gegessen hat. Und die Buchstaben des griechischen Wortes Fisch, ICHTHYS, sagen, wer er ist: Jesus Christus Gottes Sohn Retter.
Gesprächsthema Nummer eins wäre, was auch jetzt im Gebetsgespräch mit ihm Thema Nummer eins ist: Wie kann ich besser Deinen Willen tun und wie kann ich besser Dein Evangelium unter die Leute bringen? Gespannt aber wäre ich vor allem, worüber er mit mir sprechen will.
3. Was ist Ihr Zugang zu Gott? 
Jesus. Er hat mir durch sein Sterben und Auferstehen den Zugang zum Vater geöffnet. Jesus öffnet mir das Wort Gottes, die Bibel. Darum suche ich täglich die Stille zum Bibellesen und Beten.
Und kein Sonntag ohne Gottesdienst, wenn es irgendwie geht, weil Jesus versprochen hat: Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, bin ich in ihrer Mitte!
4. Welches Glaubensthema beschäftigt Sie in letzter Zeit? Warum? 
Dass Gott selbst in Jesus das Gericht Gottes trägt, das ich wegen meiner Sünde verdient habe. Gott „hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir durch ihn Gerechtigkeit Gottes würden.“ (2. Korinther 5,21) Zu dieser Stellvertretung gibt es kein vergleichbares Geschehen unter Menschen.
Keiner kann dem anderen sein Leben und Sterben abnehmen, auch wenn er es aus Liebe sehnlich wünscht. Das kann nur Gott. Und er hat es in Jesus getan. Darum ist Jesus der Retter, von dem alles abhängt. Das ist der Kern des Evangeliums. Das war schon immer und ist auch heute heftig umstritten.
5. Wofür leben Sie? 
Mit Paulus sage ich: „…dass frei und offen, wie immer so auch jetzt Christus verherrlicht (im Griechischen wörtlich: großgemacht) werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder durch Tod. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.“ (Brief an die Philipper 1,20-21)
Die Fragen stellte Pascal Alius.
https://www.jesus.de/glauben-leben/ulrich-parzany-er-ist-jederzeit-fuer-ueberraschungen-gut/?fbclid=IwAR0omN84J13XT3948d-TBcsqeChjyPjtJRzYaYHDAXDWSnkZdX4eykQA3NE