Was bedeutet das Wort Gott

Das Wort „Gott“ ist kein Akronym, d.h. ein aus den Anfangsbuchstaben mehrerer Wörter gebildetes Kurzwort wie z. B. UFO (= Unbekanntes Flugobjekt). Gott hat sich den Menschen immer wieder mit neuen Namen offenbart, die mit ihrer Wortbedeutung das Wesen Gottes beschreiben (die folgenden Bibelstellen geben das erste Vorkommen an):

  • Elohim (1 Mose 1,1; Gott – Pluralform, um die Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist auszudrücken)
  • Eloah (41mal im Buch Hiob, sonst nur vereinzelt; Gott – Singularform von Elohim)
  • El (1 Mose 33,20; Gott, der Allmächtige)
  • El-Olam (1 Mose 21,33; ewiger Gott)
  • El-Schaddai (1 Mose 17,1; allmächtiger Gott)
  • El-Roi (1 Mose 16,13; Gott, der mich sieht)
  • Jahwe (1 Mose 2,4; nach 2 Mose 3,14-15 „Ich bin, der ich bin“)
  • Jahwe-Rapheka (2 Mose 15,26; Jahwe, dein Arzt)
  • Jahwe-Nissi (2 Mose 17,15; Jahwe, mein Panier)
  • Jahwe-Jireh (1 Mose 22,13+14; Jahwe ersieht)
  • Jahwe-Schalom (Richter 6,24; Jahwe ist Friede)
  • Jahwe-Zidkenu (Jeremia 23,6; Jahwe, unsere Gerechtigkeit)
  • Jahwe-Schammah (Hesekiel 48,35; Jahwe ist daselbst)
  • Jahwe-Roi (Ps 23,1; Jahwe, mein Hirt)
  • Jahwe-Zebaoth (Gott der Heerscharen)
  • Adonai (1 Mose 15,2; mein Herr, 134-mal im AT)

(Lit.: Abraham Meister: Biblisches Namenlexikon, Pfäffikon, 1970)

Aus „Fragen, die immer wieder gestellt werden“ von Prof. Dr.-Ing. Werner Gitt. Christliche Literatur-Verbreitung (CLV), 33661 Bielefeld. Hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Bild und Bildnis


Um den Unterschied zwischen Bild und Bildnis zu verdeutlichen, eine kleine
Aufzählung einiger biblischer Gottesbilder und ihre Abgrenzungen hierzu:

Gott ist wie ein Vater, aber kein noch so fürsorglicher Vater ist Gott.
Gott ist wie eine Mutter, aber keine noch so liebende Mutter ist Gott.
Gott ist wie ein guter Hirt, aber kein noch so guter Hirt ist Gott.
Gott ist wie eine Sonne, aber keine noch so helle Sonne ist Gott.
Gott ist wie eine Burg, aber keine noch so sichere Burg ist Gott.
Gott ist wie ein Schild, aber kein noch so großer Schild ist Gott.
Gott ist wie ein Retter, aber kein noch so guter Retter ist Gott.
Gott ist wie ein Fels, aber kein noch so fester Fels ist Gott.
Jedes einzelne Gottesbild beschreibt Gott, ist aber nicht Gott selbst.
Alle Namen und Gottesbilder, die wir Menschen für Gott finden, können Gott nie vollständig beschreiben. Gott ist mehr als wir Menschen mit Namen und Bildern ausdrücken können.

Warum wurde Gott Mensch?

„Denn als der Tod in die Menschheit durch dem Ungehorsam der Menschen eingetreten ist, war es passend, dass das Leben durch dem Gehorsam eines Menschen wiederhergestellt wird. Da die Sünde, die der Ursache unserer Verdammnis ist, ihren Anfang bei einer Frau gehabt hat, war es passend für den Autor unserer Gerechtigkeit und Erlösung von einer Frau geboren zu werden. Da der Teufel den Menschen besiegt hat, indem er ihn versucht hat, von einem Baum zu kosten, war es passend, dass der Teufel besiegt wurde, indem ein Mensch an einem Baum gelitten hat. 
Auf dieselbe Art zeigen viele andere Dinge, wenn wir sie richtig betrachten, die unausdrückbare Schönheit unserer Errettung, die Christus vollbracht hat.“
Anselm von Canterbury

Gott ist Liebe?

„Gott, sagen [viele Leute], ist Liebe, und viele von ihnen meinen damit eigentlich, dass Liebe Gott ist und dass überall, wo man Liebe finde, auch Gott zu finden sei. Also erzählen Ihnen diese Leute, Sie sollten nicht in eine Kirche gehen, um Gott zu finden, sondern hinaus in die Welt, in die Kneipen, und dort werden Sie Freundlichkeit finden, die ein Mensch dem andern erzeigt. Und das sei Gott.“ (D. M. Lloyd-Jones)

Wir können Gott niemals überraschen

„Am Anfang schuf Gott..Diese ersten Worte der Bibel sind mehr als nur der Einstieg in die Schöpfungsgeschichte oder das erste Buch Mose (Genesis). Sie bieten den Schlüssel für unser Verständnis der ganzen Bibel. Sie besagen, dass in einem in der Bibel begründeten Glauben Gott die Initiative ergreift.

Die Sache ist die: Wir können Gott niemals überraschen, geschweige denn ihm zuvorkommen. Er macht immer den ersten Schritt. Er steht immer „am Anfang“. Bevor es uns gab, war Gott schon am Werk. Bevor wir uns auf den Weg machen, um Gott zu suchen, geht Gott uns schon entgegen. Es geht in der Bibel nicht darum, dass Menschen versuchen, Gott zu entdecken, sondern dass Gott sich nach uns ausstreckt, um uns zu finden.

Viele stellen sich einen Gott vor, der bequem auf einem fernen Thron sitzt – unnahbar, reserviert und desinteressiert. Ein Gott, der sich nicht wirklich um unsere Belange kümmert und den man erst bedrängen muss, damit er sich unseretwegen um etwas bemüht. Doch ist solch eine Sichtweise ganz und gar falsch. Die Bibel zeigt uns einen Gott, der schon lange die Initiative ergriffen hatte, bevor die Menschen überhaupt nur daran dachten, sich ihm zuzuwenden. Während sie noch in der Dunkelheit verloren und in ihren Sünden versunken waren, hat er die Initiative ergriffen und ist von seinem Thron aufgestanden. Er hat seine Herrlichkeit abgelegt und sich erniedrigt, um die Menschen zu finden.
Der Christliche Glaube: Eine Einführung, R. Brockhaus, 2010, S. 13) John Stott

Menschliche Urteile über Gott

„Alle menschlichen Urteile über Gott sind immer töricht und verkehrt, wie es die Geschichte aller Zeiten und aller Völker bezeugt. Der eine hat sich Ihn so gedacht und beschrieben, der andere ganz anders. Der eine hat geglaubt, Ihm mit diesem zu gefallen, der andere mit jenem, so daß es erbärmlich ist, zu sehen, wie sie geirrt haben und im Finstern gelaufen sind. Das geschieht auch uns, sobald wir das Wort aus den Augen verlieren.“ (Carl Olof Rosenius)

In Gottes Ebenbild

„Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, im Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie.“ – 1 Mose 1:27
Was bedeutet es, dass Gott uns in seinem Ebenbild geschaffen hat?
1. Alle Menschen ähneln Gott: Wir sind moralische und kommunizierende Wesen.
2. Alle Menschen vertreten Gott: Als Regenten repräsentieren wir Gottes Herrschaft über diese Welt. Die Herrscher im antiken Nah-Osten liessen Geldstücke mit ihrem Bild drauf drücken, um ihre Herrschaft über ein Land auszudrücken. Gott hat Menschen geschaffen, um seine Herrschaft über die ganze Welt sichtbar zu machen.
3. Alle Menschen sind Beziehungswesen wie Gott: Wir sind Gemeinschaftswesen.
4. Die ersten Menschen waren Rechtschaffen vor Gott: Gott hat Adam und Eve als aufrichtige, gerechte Menschen geschaffen. Diese Rechtschaffenheit besitzen die Kinder Adams nicht mehr. Wir sind wie heruntergekommene, zerstörte Palastruine.
5. Alle Menschen haben Würde: Wir sind Gottes besonders Schöpfungswerk.
6. Alle Menschen in Christus haben eine vollkommen menschliche Zukunft: Gott ist dabei seine Ebenbildlichkeit in Christen wiederherzustellen.
Wohl bemerkt: Gott hat uns in, oder nach, seinem Bild geschaffen. Jesus Christus ist nicht nur in Gottes Ebenbild geschaffen, als der perfekte Gott-Mensch ist Er das Ebenbild des unsichtbaren Gottes (Kol 1:15).
(Aus einem Podcast von Kevin DeYoung, Collin Hansen, und Justin Taylor genommen: Life, Books and Everything.)

Wer ist Jesus Christus?

Frage: „Wer ist Jesus Christus?“

Antwort:
Im Unterschied zu der Frage “Existiert Gott?”, stellen nur sehr wenige Leute in Frage, ob Jesus Christus wirklich gelebt hat. Man nimmt allgemein an, dass Jesus ein Mensch war, der vor fast 2.000 Jahren auf dieser Erde lebte. Die Auseinandersetzung beginnt, wenn es um das Thema der Identität Jesu geht. Fast jede Religion lehrt, dass Jesus ein Prophet, ein guter Lehrer oder ein gottesfürchtiger Mann war. Das Problem besteht darin, dass wir aus der Bibel erfahren, dass Jesus unendlich viel mehr war als ein Prophet, ein guter Lehrer oder ein gottesfürchtiger Mann.

In seinem Buch Mere Christianity (früherer deutscher Titel: Christentum schlechthin, jetzt: Pardon, ich bin Christ) schreibt C. S. Lewis: “Hier versuche ich, die Leute daran zu hindern, diese wirklich törichte Sache zu sagen, die Aussage die viele über Ihn [Jesus Christus] machen: ‘Ich bin bereit, Jesus als einen großen Morallehrer anzuerkennen, aber seine Behauptung Gott zu sein kann ich nicht hinnehmen.’ Das ist genau das was wir nicht sagen dürfen. Ein Mann, der ein bloßer Mensch war, und Dinge sagte wie Jesus, wäre kein großartiger Morallehrer. Er wäre entweder ein Wahnsinniger – auf gleicher Höhe mit jemandem, der sagt, er sei ein verlorenes Ei – oder er wäre der Teufel aus der Hölle. Sie müssen wählen. Entweder war und ist dieser Mann der Sohn Gottes, oder er war ein Verrückter oder noch Schlimmeres. Sie können ihm als einem Narren den Mund stopfen, Sie können ihn anspucken und ihn als einen Dämon töten oder Sie können zu seinen Füssen niederfallen und Ihn Herrn und Gott nennen. Aber lassen Sie uns nicht irgendeinen herrablassenden Unsinn darüber aus dem Ärmel schütteln, dass Er ein großer menschlicher Lehrer war. Diese Alternative hat Er uns nicht gelassen. Das hat Er nicht beabsichtigt.“

Wer nun behauptete Jesus, zu sein? Was sagt die Bibel über Ihn? Lassen Sie uns zuerst Jesu Worte in Johannes 10,30 betrachten: “Ich und der Vater sind eins.” Auf den ersten Blick scheint dies kein Anspruch auf Gottheit zu sein. Aber beachten wir die Reaktion der Juden auf seine Aussage: “Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um eines guten Werkes willen steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslästerung willen, denn du bist ein Mensch und machst dich selbst zu Gott.” (Johannes 10,33). Die Juden verstanden die Aussage Jesu als die Behauptung, Gott zu sein. In den folgenden Versen korrigiert Jesus die Juden keineswegs mit dem Hinweis: “Ich habe nie behauptet, Gott zu sein.” Das weißt darauf hin, dass Jesus wirklich behauptete, Gott zu sein, indem Er aussagte: “Ich und der Vater sind eins.” (Johannes 10,30). Johannes 8,58 ist ein weiteres Beispiel. “Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham wurde, bin ich.” Die Juden hoben wieder Steine als Antwort auf und versuchten, Jesus zu steinigen (Johannes 8,59). Jesu’ Bekanntmachung Seinder Identität als “Ich bin” ist eine direkte Verwendung des Namen Gottes im Alten Testamentes (2.Mose 3,14). Warum sollten die Juden Jesus wieder steinigen wollen, wenn Er nicht etwas gesagt hätte, wovon sie glaubten es sei gotteslästerlich, und zwar die Behauptung, Gott zu sein.

Johannes 1,1 sagt: “Gott war das Wort” Johannes 1,14 sagt: “Das Wort ward Fleisch”. Dies weißt deutlich darauf hin, dass Jesus Gott im Fleisch ist. Der Jünger Thomas bekannte vor Jesus: “Mein Herr und mein Gott!” (Johannes 20,28). Jesus berichtigte ihn nicht. Der Apostel Paulus beschreibt Ihn als “die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilands Jesus Christus” (Titus 2,13). Der Apostel Petrus sagt dasselbe: „unser Gott und der Heiland Jesus Christus” (2.Petrus 1,1). Gott der Vater bezeugt die volle Identität Jesu ebenso: “aber von dem Sohn: »Gott, dein Thron währt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das Zepter deines Reiches.” (Hebräer 1,8). Alttestamentliche Prophezeiungen über Jesus Christus kündigen Seine Gottheit an: “Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und er heißt Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst” (Jesaja 9,5).

Also, so wie C. S. Lewis schon argumentierte, ist die Ansicht, dass Jesus nur ein guter Lehrer sei, keine Alternative. Jesus behauptete klar und unbestreitbar, Gott zu sein. Wenn Er nicht Gott ist, dann ist Er ein Lügner und deshalb kein Prophet, guter Lehrer oder gottesfürchtiger Mensch. In der Bestrebung Jesu’ Worte weg zu erklären, behaupten moderne “Theologen” der “wahre historische Jesus” hätte viele der Dinge nie gesagt, die die Bibel Ihm zuschreibt. Wer sind wir, dass wir Gottes Wort hinsichtlich dessen was Jesus gesagt oder nicht gesagt hat, bestreiten könnten? Wie kann ein “Theologe” zweitausend Jahre nach Jesus eine bessere Einsicht darüber haben, was Er gesagt oder nicht gesagt hat, als diejenigen, die mit Ihm lebten, dienten und von Jesus selbst gelehrt wurden (Johannes 14,26)?

Warum ist die Frage nach der wahren Identität Jesu so wichtig? Warum spielt es eine Rolle, ob Jesus Gott ist oder nicht? Der Hauptgrund für die Notwendigkeit dafür, dass Jesus Gott ist, ist der Umstand, dass Sein Tod nicht genügt hätte, die Strafe für die Sünden der ganzen Welt zu zahlen, wenn Er nicht Gott wäre (1.Johannes 2,2). Nur Gott konnte eine so unendliche Strafe begleichen (Römer 5,8; 2.Korinther 5,21). Jesus musste Gott sein, damit Er unsere Schuld bezahlen konnte. Jesus musste Mensch sein, damit Er sterben konnte. Errettung ist nur durch den Glauben an Jesus Christus möglich. Jesu Gottheit ist der Grund dafür, dass Er der einzige Weg der Errettung ist. Weil Er Gott ist verkündete Jesus: “Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; niemand kommt zum Vater denn durch mich.” (Johannes 14,6).
https://www.gotquestions.org/Deutsch/Wer-Jesus-Christus.html

Sehnsucht nach Gott

Vater, ich möchte Dich erkennen, aber ich habe Angst, die Dinge aufzugeben, die mir wichtig sind. Ich kann mich nicht von ihnen trennen, ohne inneren Schmerz zu empfinden, und ich möchte auch diese Trennungsangst vor Dir nicht verbergen. Ich komme zu Dir mit Zittern, aber ich komme. Bitte reiße Du all die Dinge aus meinem Herzen, die ich schon so lange mit mir trage und die wesentlicher Bestandteil meines Ichs geworden sind, damit Du allein wieder in mir uneingeschränkt herrschen kannst. Dann wird mein Herz von Deiner Herrlichkeit und von Deinem Licht erfüllt werden. Amen. A. W. Tozer