Anbetung, Dank,Lob

Was ist eigentlich Anbetung und was unterscheidet diese von Dank und Lob? Ich möchte das an einem Beispiel verdeutlichen. Ein Ehepaar: Es ist ein besonderer Abend. Es gibt etwas zu Feiern. Die Frau hat gekocht, eine Kerze brennt. Man speist zu zweit. Dank ist, wenn der Mann ihr dankt für das Essen und den Abend. Lob ist, wenn der die Kochkünste seiner Frau preist. Was ist Anbetung? Es geht dem Mann nicht mehr um das Essen. Es geht ihm um sie, wer sie ist, nicht um das,was sie tut. er fällt vor ihr auf die Knie: “ Du bist die wunderbarste Frau, die es gibt auf dieser Welt!“ Die wahre Höhe des Gebets ist die Anbetung, wenn ein Mensch nicht mehr um sich kreist, auch nicht um das was.. Alexander Garth
Untergehen oder Umkehren: Warum der christliche glaube seine beste Zeit noch vor sich hat.

Was ist Gottesdienst?

Luther bezeichnet mit dem Terminus Gottesdienst folglich nicht ausschließlich die Versammlung und Feier der Christen im Gotteshaus, sondern das gesamte Leben des Menschen vor dem Angesicht Gottes, wie seine Bezugnahme auf die Zehn Gebote deutlich macht.
Gott recht zu dienen, heißt nach der Auffassung Luthers:
1. Gott alle Zeit zu ehren und von ganzem Herzen zu lieben, sowie alle Zuversicht und alles Vertrauen auf ihn zu setzen. (Dies ist der Hauptgottesdienst und das höchste Stück.)
2. Gott in Not anzurufen und sich jederzeit öffentlich zu ihm zu bekennen.
3. Bereit zu sein, für dieses Bekenntnis zu Gott, Leid und Verfolgung auf sich zu nehmen.
Glauben, Bekennen und Leiden fordere die erste Tafel der Gebote. Auf diese Weise werde der Welt und diesem Leben entsagt und allein Gott gelebt. Gott recht zu dienen, heißt nach der zweiten Tafel der Gebote:
4. Vater und Mutter gehorsam zu sein, sie zu ehren und ihnen zu helfen.
5. Niemandem Schaden zuzufügen und statt dessen jedermann wohl zu tun.
6. Keusch und gemäßigt zu leben.
7. Niemanden zu betrügen und zu übervorteilen, sondern jedermann auszuhelfen und vor Schaden zu bewahren.
8. Keinen Menschen durch Worte zu verletzen und jeden zu schonen und zu entschuldigen.
9. u. 10. Niemandes Weib noch Gut zu begehren.
Ausschließlich dies verlange Gott, so daß überall dort, wo mehr oder anderes gefordert werde, Gott nicht recht gedient, sondern ein falscher Gottesdienst erfunden werde, so meint Luther.
Gudrun Neebe der wahre Gottesdienst nach Luther (Apostolische Kirche, 1997, S. 118–119):
https://theoblog.de/luther-wahrer-gottesdienst/33590/

Warum singen wir »Halleluja«?

Leonard Cohen ging mit seinem Lied «Halleluja» in die Geschichte ein. Manche benutzen den Begriff inzwischen als Ausdruck des Erstaunens. Und natürlich kennt man das Halleluja aus der Kirche. Doch was bedeutet dieses Wort eigentlich?
Es wird von Fans im Stadion gesungen und tönt aus dem Radio. Viele Menschen wären wahrscheinlich überrascht, wenn sie wüssten, was die da singen oder hören. Halleluja gehört zu den wichtigsten hebräischen Worten, die sich weltweit im Gottesdienst von Juden und Christen durchgesetzt haben.
«Halleluja» zählt wohl zu den bekanntesten Worten der Bibel. Ebenso wie das «Amen» wurde es nicht übersetzt, sondern in alle anderen Sprachen einfach übernommen. Halleluja ist also ein Wort wie Coca-Cola, man kennt es auf der ganzen Welt. Doch was es genau bedeutet, wissen viele nicht.
Das Wort Halleluja kommt ursprünglich aus dem Hebräischen. Es besteht aus zwei zusammengesetzten Wörtern: dem Verb «hillel», was so viel bedeutet wie: preisen, verherrlichen, loben, ausrufen. Und der zweite Teil steht für das Substantiv «Jah», eine verkürzte Form der hebräischen Bezeichnung für Gott: Jahwe. Einfach übersetzt bedeutet Halleluja also: verherrlicht Gott, preist Gott, lobt Gott. Der Begriff wurde schon immer im jüdischen und später auch im christlichen Glauben verwendet.
Hebräisch sieht es so aus: Halleluja auf Hebräisch und wird von rechts nach links gelesen.
Vermutlich denken die meisten Leute nicht mehr an Gott, wenn sie heutzutage im Alltag «Halleluja!» rufen, um ihr Erstaunen auszudrücken. Und trotzdem liegen sie mit der Nutzung des Begriffs gar nicht so falsch. Denn ursprünglich wurde das Wort nicht als Aufforderung verstanden, ruhig und zurückhaltend und sehr leise für Gott zu singen. Nein, es war ein Ausruf des Staunens und der Begeisterung über Gott. So was wie Hurra! Bravo! Habt Ihr das gehört, das ist doch der Hammer!
Wenn die Psalmen einen Gottesdienst beschreiben, klingt das manchmal eher nach Party als nach Weihwasser: «Ihr Völker alle, klatscht in die Hände; jauchzt Gott zu mit lautem Jubel…» (Psalm 47). Tatsächlich weiss man, dass die frühen Christen in ihren Versammlungen spontan ihre Stimme zu lautem Rufen und Singen erhoben haben und dass es mit ihrer Begeisterung über Gott teilweise sehr wild zuging. Das Wort Halleluja spielte dabei eine wichtige Rolle. Es war ein Jubelruf, ein Freudengesang. Man konnte Halleluja nicht einfach so dahinsagen, genauso wenig wie «Juchuuu!». Man musste es rufen, jauchzen, jubeln. Aber die Freude war dabei nicht aufgesetzt, sie drückte etwas Tiefes und Inniges aus.
Ein Wort mit Tiefgang
Halleluja ist ein kraftvolles Wort, denn es enthält den Namen Gottes. Christen beziehen sich dabei bis heute auf Jesus und das Unfassbare, das er durch sein Leben erwirkt hat. Er ist auferstanden und lässt die ganze Schöpfung an seinem Sieg des Lebens über den Tod teilhaben. Wenn man begreift, was Jesus für uns erwirkt hat, kann es einem schon die Sprache verschlagen. Ohne die Realität von Schmerz, Vergänglichkeit, Enttäuschung oder Schuld auszuklammern, hat Jesus über all das triumphiert. Gleichzeitig bietet er den Weg an, der in die Freiheit und zum Leben führt. Was soll man dazu noch sagen?
Halleluja, lobet Gott, denn Christus ist auferstanden! Der Tod ist besiegt, und das ist das Großartigste, was es gibt. Halleluja!