Schritte zum Glauben

1

Beten Sie zu Jesus Christus. Sie können ganz einfach mit ihm reden. Er versteht und liebt Sie (Matthäus 11,28).

2

Bekennen Sie ihm, dass Sie bisher ohne Gott gelebt haben. Erkennen Sie an, dass Sie ein Sünder sind, und bekennen ihm dies als Ihre Schuld. Sie können ihm alle konkreten Sünden nennen, die Ihnen bewusst sind (1. Johannes 1,9).

3

Bitten Sie Jesus Christus, als Herr und Gott in Ihr Leben einzukehren. Vertrauen und glauben Sie ihm von ganzem Herzen. Wenn Sie sich so Jesus Christus als Herrscher anvertrauen, macht er Sie zu einem Kind Gottes (Johannes 1,12).

4

Danken Sie Jesus Christus, dem Sohn Gottes, dass er für Ihre Sünde am Kreuz gestorben ist. Danken Sie ihm, dass er Sie aus Ihrem sündigen Zustand erlöst hat und jede einzelne Sünde vergeben wird (Kolosser 1,14). Reden Sie jeden Tag mit ihm im Gebet und danken Sie ihm für Ihre Gotteskindschaft.

5

Bitten Sie Jesus Christus als Herrn, die Führung in Ihrem Leben zu übernehmen. Suchen Sie den täglichen Kontakt mit ihm durch Bibellesen und Gebet. Der Kontakt mit anderen Christen hilft, als Christ zu wachsen. Jesus Christus wird Ihnen Kraft und Mut zur Nachfolge geben.

«Früher war alles besser»

Sprüche 7,10: Frage nicht: „Warum war früher alles besser als heute?“ Damit verrätst du nur, dass du das Leben noch nicht kennst.

War früher alles besser? Schauen wir uns einige Fakten an:

  • Oft höre ich die Klage: Alles wird teurer! In Bezug auf Nahrungsmittel stimmt diese Aussage nicht. Heute geben wir etwa 11% unseres Einkommens für Nahrungsmittel aus. Vor 100 Jahren waren das über 50%.
  • Manche schimpfen über faule, freche und undisziplinierte Jugendliche. Auf einer Keilschrift aus Ur vor über 4000 Jahren steht: „Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos. Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern. Das Ende der Welt ist nahe.“ Hört sich das irgendwie vertraut an?
  • ‚Abzockerei‘ ein Thema, das in der vergangenen nationalen Abstimmung die Gemüter erregte. Wir empören uns über Manager, die 500 Mal mehr verdienen als einfache Angestellte. Ich bin keinesfalls für solche Missstände, aber es ist kein neues Phänomen. Pilatus, der römische Stadthalter zur Zeit von Jesus erhielt ein Jahresgehalt von 75‘000 Denaren. Das ist das 300-fache eines Legionärs. Cicero, ein römischer Anwalt und Politiker, brachte es auf 150‘000 Denare.
  • Wir beschweren uns über unsere Gesellschaft, deren Religion Sex, Geld und Macht sein soll. Waren die Umstände vor 2000 Jahren wirklich besser, als Jesus Christus seinen Fuss auf die Erde setzte? War die Situation der ersten Christen wirklich besser? Sie verkündeten die Gute Nachricht von Jesus Christus in einer heidnischen Bevölkerung. Sie mussten mit Verleumdung, Verfolgung, Gefängnis, Folter und Tod rechnen. In der Bibel können wir sehen, dass die Gesellschaft von damals keineswegs moralischer war als heute und auch die Gemeinde in Korinth damit zu kämpfen hatte. Auch sie waren Kinder ihrer Zeit.

Unsere Voraussetzungen und Zustände mögen um und in uns wirklich bedenklich sein. Sie sind aber nicht besser oder schlechter als zu anderen Zeiten. Der Mensch ändert sich nicht wesentlich. Er kämpft mit seinen Bedürfnissen und Lebensumständen. Die Frage ist wohl die, wie wir uns in der Situation, in der wir stehen, verhalten.

Klagen wir und wünschen uns das Früher zurück, in dem nur scheinbar alles besser war? Ich glaube, das hilft für die Gegenwart nicht wirklich weiter.

In der „Stillen Zeit“ eröffnete Gott eine neue Blickrichtung, die mir Mut und Hoffnung gibt für den Alltag. Eine Blickrichtung, die aus dem Klagen und Verharren in der Ohnmacht reisst. Eine Blickrichtung, die glauben lässt, dass Veränderung möglich ist. Wer möchte es wissen, was eine neue Sicht verschafft?
1. Mose 18,14: Ist für den Herrn irgendetwas unmöglich? Nächstes Jahr um die verabredete Zeit komme ich wieder, dann hat Sara einen Sohn.
Eine fast 100-jährige Frau, die ihr ganzes Leben unfruchtbar war, bekommt einen Sohn! Gott, für den nichts unmöglich ist, den möchte ich ins Visier nehmen und nicht vergangenen Zeiten nachtrauern.
Mit Gott ist auch heute nichts unmöglich! Es gibt Hoffnung für die Gegenwart!

Von der Wirksamkeit von Gebeten

Von der Wirksamkeit von Gebeten

Beten heisst bitten. Es gehört zum Wesen einer Bitte, dass sie erfüllt werden kann oder auch nicht. … Ausnahmsloser “Erfolg” der Gebete bewiese die christliche Lehre keineswegs. Er bewiese viel eher etwas wie Magie – eine Macht gewisser Menschen, den Lauf der Natur zu beeinflussen und in eine Richtung zu zwingen.

Das Gebet im Sinne einer Bitte um etwas bildet nur einen kleinen Teil des Gebetes überhaupt; Bekenntnis und Busse sind seine Schwelle, Anbetung sein Heiligtum, Gegenwart, Schau und Genuss Gottes sein Brot und Wein. In ihm zeigt sich uns Gott. Dass er Gebete erhört, ist eine Folge – und nicht unbedingt die wichtigste – dieser Offenbarung. Was er tut, erfährt man aus dem, was er ist.

Das Gebet ist keine Maschine. Es ist keine Magie, es ist kein Rat, der Gott gegeben würde. Wenn wir beten, darf unser Tun – sowenig wie all unser übriges Handeln – nie aus der anhaltenden Tat Gottes selbst herausgelöst werden; alle endlichen Ursachen wirken einzig in ihr.

Aus: C. S. Lewis. Die letzte Nacht der Welt. Brunnen Verlag: Giessen 1995.

Welche Speise stand bei Jesus und seinen Jüngern beim letzten Abendmahl auf dem Tisch?

In der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ lautete eine Frage: Welche Speise stand bei Jesus und seinen Jüngern beim letzten Abendmahl auf dem Tisch?
Es gibt vier Antwortmöglichkeiten: Forelle Blau, Spanferkel, Paschalamm, falscher Hase.
Der Kandidat, Mitte 20, Absolvent eines katholischen Gymnasiums, weiß es nicht.
Der Moderator Günther Jauch kann es nicht fassen.
Das Publikum wird gefragt:
10 Prozent tippen auf Forelle blau. 10 Prozent auf Spanferkel oder falscher Hase.
Günther Jauch rauft sich die Haare: Dass ausgerechnet im katholischen Köln 20 Prozent nicht wissen, was beim letzten Abendmahl als Speise auf dem Tisch stand.
Immerhin 80 Prozent wissen die richtige Antwort: Paschalamm.
Was in der Quizsendung zu großer Erheiterung führt, beunruhigt uns in den christlichen Kirchen schon länger: Das Glaubenswissen ist im Schwinden.
Die Bedeutung von Weihnachten und Ostern kann nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

Was bedeutet eigentlich „an Gott glauben“?

An Gott glauben bedeutet nicht, was heute viele Menschen darunter verstehen. Ein Glaube wie Gott ihn möchte, besteht nicht nur in der Annahme, dass es ihn gibt. Ein Vers aus dem Buch Sprüche drückt etwas klarer aus, was an Gott glauben bedeutet:

Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen so wird er dich recht führen.

Verlass dich auf den Herrn

Dieses Vertrauen und an Gott glauben bedeutet:

  1. Ich glaube seinem Urteil über mich: Ich bin ein Sünder. Ich habe Gottes Gebote nicht gehalten und seine Strafe verdient.
  2. Ich glaube an das Angebot Gottes in Jesus Christus: Er kam zu uns, damit wir zu Gott kommen können. Durch Jesus können mir meine Sünden vergeben und die Beziehung zu Gott wiederhergestellt werden.
  3. Ich vertraue ihm im Alltag – hoffe auf seine Hilfe, suche Trost und Korrektur und habe Freude an Gott.
  4. Ich bin Gott gehorsam – wer mich liebt hält meine Gebote. Nicht menschliche Regeln, sondern Gott lieben und den Nächsten lieben – darin sind alle Gebote eingeschlossen.

Verlass dich auf den HERRN! Eigentlich steht dort für Herr „Jahwe“, Gottes Eigenname, den die Juden aus Gottesfurcht nicht benutzt haben. An Gott zu glauben bedeutet ihn persönlich zu kennen und sich auf ihn zu verlassen. Das ist die Aufforderung. Es geht sogar darum, das von ganzem Herzen zu tun. Das erinnert stark an das wichtigste Gebot des christlichen Glaubens (und den Inhalt dieses Blogs): Liebe Gott von ganzem Herzen.

Gott will ein ungeteiltes Herz. Er will die Nummer eins in unserem Leben sein. Er will nicht, dass wir für ihn und für unsere Ehre leben. Woher erhoffen wir uns Hilfe? Wo suchen wir unsere Freude? Wie gelingt uns ein erfolgreiches Leben? Die Antwort will Gott selbst sein. Das ist der Anspruch zu „glauben“.

Das könnte man nun noch negativ abgrenzen:

und verlass dich nicht auf deinen Verstand

Wir Menschen vertrauen auf

  • unsere eigene Kraft, Intelligenz, Schönheit
  • was wir uns aufbauen: Erfolg, Anerkennung, Wohlstand.
  • Vergnügen: Feiern, Ausgelassenheit, Lust.
  • Hoffen auf andere Menschen: Suchen unser Glück im Partner, den Kindern, der Familie.
  • die Wissenschaft (die sich immer an der aktuellen philosophischen Mode orientiert und immer mehr selbst korrigiert)

Jeder von weiß meint doch am Besten zu wissen, was richtig und falsch ist, ob es Gott gibt und wie er ist… Alle Menschen verlassen sich auf ihr eigenes Denken und ihr eigenes Urteil. Sie meinen es am Besten zu wissen. Verlass dich nicht auf deinen Verstand… er ist so trügerisch.

Gott ist gnädig und spricht in unser Leben hinein – durch sein Wort – er ruft uns. Er will unser Herz gewinnen – unser Vertrauen und unsere Liebe.

Es gibt Menschen, die kopfüber 100 Meter in die Tiefe springen im Vertrauen auf ein Gummiseil, obwohl es nicht immer gehalten hat.
Es gibt Menschen, die sich Tausende von Kilometern hoch in den Weltraum schießen lassen im Vertrauen auf die Technik, obwohl sie nicht immer funktioniert hat.
Und es gibt Menschen, die mit allen Sinnen das Abenteuer des Glaubens wagen im Vertrauen auf Gott, weil er bisher immer sein Wort gehalten hat.

Doch selbst dann als Gläubiger irrt man so häufig – verlässt sich auf eigene Überzeugungen und Vorstellungen. Das führt zur Ablehnung – die Fehlerhaftigkeit der Christen gebrauchen manche Menschen als Argument für ihre Ablehnung Gottes und ihren Ungehorsam. Auch uns Christen fehlt manchmal Liebe und Wahrheit – wir suchen sie in seinem Wort. Darum geht es im nächsten Teilsatz.

Sondern gedenke an ihn, in allen deinen Wegen!

Gedenke an ihn bedeutet erkenne ihn, suche ihn! Gott möchte, dass wir seineHilfe suchen und darauf hoffen (Spr 16,3; Ps 37,5) und nach seinem Willen fragen!

 Vertrau auf Jahwe und tue das Gute, · wohne im Land und lebe wahrhaftig! (…) Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohl machen (…) Sei stille dem HERRN und warte auf ihn. (Ps 37,3.5.7)

Egal wie es dir geht und was passiert ist, sollst du Gott suchen und nach ihm fragen. Das bedeutet an Gott zu glauben! Das Leben kann unheimlich hart und ungerecht sein. Die einen wenden sich deshalb von Gott ab, doch andere wenden sich gerade deshalb Gott zu!

Ich wünsche dir, dass du glauben kannst! Oder dass du betest: „Jesus ich glaube, hilf meinem Unglauben!“

http://www.lgvgh.de/wp/tag/glaube

Wenn ich sage „Ich bin ein Christ“ von Carol Wimmer [Lyrik]

Wenn ich sage, „Ich bin ein Christ“
Schreie ich nicht „Ich bin gerettet“
Ich flüstere „Ich ging verloren!
Deswegen wählte ich diesen Weg“

Wenn ich sage, „Ich bin ein Christ“
Spreche ich nicht mit menschlichem Stolz
Ich gestehe, dass ich stolpere –
Gott als meinen Führer brauche

Wenn ich sage, „Ich bin ein Christ“
Versuche ich nicht stark zu sein
Ich bekenne, dass ich schwach bin
und für Kraft bete, um weiter zu machen

Wenn ich sage, „Ich bin ein Christ“
Prahle ich nicht mit Erfolg
Ich gebe zu zu versagen
Und kann die Schulden niemals zahlen

Wenn ich sage, „Ich bin ein Christ“
Denke ich nicht, alles zu wissen
Ich lege meine Verwirrtheit vor
Demütig frage ich danach unterrichtet zu werden

Wenn ich sage, „Ich bin ein Christ“
Kann ich nicht behaupten vollkommen zu sein
Meine Mängel sind weithin sichtbar
Aber Gott meint, dass ich es wert bin

Wenn ich sage, „Ich bin ein Christ“
fühle ich immer noch den Stachel des Schmerzes
Ich habe mein Päckchen Leid
Das ist der Grund weshalb ich Seinen Namen suche

Wenn ich sage, „Ich bin ein Christ“
Möchte ich nicht richten
Ich habe nicht die Befugnis
Ich weiß nur ich bin geliebt

Eine Übersetzung des Gedichts „When I say, I am a Christian“ von Carol Wimmer (1988).
http://www.lgvgh.de/wp/wenn-ich-sage-ich-bin-ein-christ-von-carol-wimmer-lyrik/3251

Das Evangelium als Film

Henry und Kevin, zwei Männer aus meiner Gemeinde, verloren innerhalb kurzer Zeit beide ihren Arbeitsplatz. Beide waren von ihren Chefs ungerecht behandelt worden und kamen zu mir in die Seelsorge. Henry vergab seinem Chef, sein Leben ging weiter, und ihm ging es bald wieder recht gut. Aber Kevin konnte das Unrecht, das er erfahren hatte, nicht vergessen. Er hielt an seiner Verbitterung fest und wurde zynisch, was sich negativ auf seinen weiteren beruflichen Werdegang auswirkte. Einige Leute versuchten, ihn gefühlsmäßig aufzubauen. Doch je mehr Mitgefühl ihm die Menschen entgegenbrachten, desto mehr fühlte er sich in seiner Wut bestätigt, und sein Selbstmitleid wuchs. Andere versuchten, ihn zu motivieren („Komm schon! Das ist vorbei. Es ist Zeit für etwas Neues!“). Aber das funktionierte genauso wenig. Das Evangelium „funktioniert“ anders. Es versucht nicht, an die Gefühle oder den Willen zu appellieren. Es fragt: Was hat sich an die Stelle von Jesus gesetzt und ist zu deinem tatsächlichen Erlöser geworden? Was vermittelt dir deinen Selbstwert? Was immer die Antwort ist, das ist der Götze. Um Veränderung zu erfahren, muss dieser Götze erkannt und entfernt werden. Kevin hatte aus seiner beruflichen Laufbahn seine Selbstbestätigung gezogen. Als er beruflich scheiterte, fühlte er sich verdammt. Er war wie gelähmt, weil die Grundlage seiner Identität weggebrochen war. Nichts konnte ihm helfen, bis er verstand, dass er seinen Beruf zur Selbsterlösung missbraucht hatte. Es reichte in seinem Fall nicht, seinem Chef zu vergeben. Sein tieferliegendes Problem war, dass er etwas anderes außer Jesus als Erlöser betrachtet hatte. Wenn wir Probleme und emotionale Störungen haben, die sich einfach nicht auflösen wollen, dann gibt es immer ein zugrunde liegendes Verlangen, Verhaltensmuster, eine Einstellung oder ein Gefühl, das das Problem aufrechterhält. Wir müssen die Ursache aufspüren, um wieder Frieden zu finden. Schließlich verstand Kevin, dass er zwar vom Verstand her daran glaubte, dass er von Gott geliebt wurde und mit dessen Gnade beschenkt war, aber diese Wahrheit erfüllte sein Herz nicht und hatte wenig Einfluss auf seine Vorstellungswelt. Was sein Chef zu ihm gesagt hatte, wog viel schwerer als alles, was der König des Universums über ihn sagte. Eine Kassette oder CD kann man anhören, während man andere Dinge tut. Das Anschauen eines Filmes nimmt einen aber viel mehr gefangen. Die Bilder regen unsere Fantasie an. So ähnlich verhält es sich mit dem Wissen um die Liebe Jesu. Kevin wusste vom Verstand her vieles über Jesus, aber es war nicht bis in sein Herz vorgedrungen. Was kann man dagegen tun? Wie können wir aus den Wahrheiten des Evangeliums einen Film machen, sodass er uns ganz ausfüllt und unser Denken und Handeln beeinflusst? Dazu braucht es die sogenannten „geistlichen Übungen“, beispielsweise das persönliche Gebet, Gottesdienste und Zeiten des intensiven Nachdenkens über Gottes Wort. Wer diese Übungen zu einem festen Bestandteil seines Alltags macht, wird erleben, wie aus verstandesmäßig erfassten Inhalten fühlbare Wahrheiten werden, die unser Herz und unsere Fantasie erfüllen und unser Leben verändern. Die Ausübung dieser geistlichen Disziplinen ist im Grunde genommen auch Anbetung und durch Anbetung werden die Götzen aus unserem Herzen verdrängt. Man kann die Götzen nicht gedanklich überwinden, sondern man muss mit dem Frieden Christi erfüllt sein, der aus der Anbetung erwächst. Die rationale Beschäftigung mit der biblischen Wahrheit hat durchaus ihre Berechtigung, aber dann müssen diese Wahrheiten auch in das Leben integriert werden, damit sie das Herz erfüllen und Veränderung herbeiführen. Und das braucht Zeit.
Tim Keller Seite 216-219 „Es ist nicht alles Gott was glänzt“

Von schändlichen Fantasien

Schandtaten geschehen dort, wo vorher schändliche Fantasien wuchern konnten, und die werden dort entfesselt, wo die Augen bereits Grenzen überschritten haben. Unsere lebhafte Vorstellungskraft (eine der vielen Fähigkeiten, die Menschen von Tieren unterscheidet) ist ein wertvolles Geschenk von Gott. Ohne sie wäre keine Kunst der Welt und kaum eine edle menschliche Errungenschaft möglich. Fantasie erhöht die Lebensqualität. Aber alle Gottesgaben müssen verantwortlich gebraucht werden, denn sie entarten schnell und sind leicht zu missbrauchen. Das gilt ganz sicher auch für unsere Fantasie. Ich bezweifle, dass Menschen jemals Opfer der Unmoral geworden sind, die nicht vorher die Schleusentore der Leidenschaft durch ihre Augen geöffnet haben. Wo Männer und Frauen sexuelle Selbstbeherrschung praktizieren, da haben sie zuerst gelernt, die Augen ihres Fleisches und ihrer Fantasie im Griff zu haben.
John Stott zu Matthäus 5,27-30 (Die Botschaft der Bergpredigt, 2010, S. 98)

Ich möchte Menschen zu nahe treten.

Es gibt unangenehme, gewalttätige, stinkende und nervige Menschen. Sie werden oft gemieden. Manche sind erst so geworden, weil sie gemieden werden. Häufig fordern jedoch kulturelle oder religiöse Sitten, dass man um bestimmte Personen einen Bogen machen soll. Petrus kennt die religiösen Vorschriften. Juden war es zum Beispiel untersagt, das Haus von Heiden zu betreten.Doch Petrus bricht die Regel, und er hat einen Grund: JESUS! Wenn es um die Rettung von Menschen geht, interessieren Jesus religiöse Grenzen so sehr wie die Wasserstandsmeldung auf der Zugspitze. Überhaupt nicht!Und deshalb meidet auch der Apostel Petrus keinen Menschen, weil die Botschaft vom Kreuz und der Auferstehung alle Menschen hören müssen. Und weil Jesus nicht nur der Auftraggeber vom Petrus ist, sondern den Auftrag zur Weltmission allen Christen gegeben hat, deshalb sind Jesus-Leute Grenzverletzer. Wie Missionare mit Anstand den gebührenden Abstand zu Muslimen,Buddhisten und Atheisten einhalten, darf nicht unsere größte Sorge sein. Wir wollen viel mehr anderen Menschen gerne zu nahe treten, also Jesus nahebringen. Auch wenn viele Christen in ihrem kuscheligen Gemeindehaus das merkwürdig finden, ist es würdig, dass wir es uns nicht nur merken, sondern tun.Es geht ums Leben. Die Jesus-Botschaft muss über die Grenzen gebracht werden – zu Juden und Muslimen, Polizisten und Mördern, Millionären und Pennern, Senioren und Kindern. Es geht ums Leben, um das ewige Leben!(Der Autor, Lutz Scheufler (Waldenburg bei Zwickau), ist Evangelist und Liedermacher. Seit 2005leitet er das Evangelisationsteam Sachsen.
http://info1.sermon-online.com/german/LutzScheufler/2014

Eines Tages wirst du vor Jesus stehen

„Egal, was du jetzt von Ihm hältst, eines Tages wirst du vor Jesus stehen. Am diesen Tag wirst du Ihn weder als ein kleines Kind noch als einen auf einem Kreuz sterbenden Mann. Er wird vor dir als der herrliche und erhobene Sohn des Menschen stehen. Du wirst sehen, wo die Nageln in seinen Händen waren, aber statt einer Dornenkrone, wird eine Krone der Herrlichkeit auf seinem Kopf sein. Er wird mehr überwältigend sein, als du es dir vorgestellt hast; seine Majestät umwerfender, als man es sich für möglich halten konnte.  Es wird keine Missverständnisse über seine Identität geben; der Herr, der Messias, der Bild des Unsichtbaren Gottes, das Fleisch gewordene Wort. Keiner wird sich fragen, ob es andere Götter neben ihm gibt. Keiner wird sich die Möglichkeit eines verlorenen „geschichtlichen“ Jesus überlegen. Keiner wird es wagen, zu behaupten, dass eine geheime Gruppe oder abtrünniger Junger sich Jesus ausgedacht hätte. Ab diesem Moment wird es weder Skeptiker noch Atheisten geben. Jedes Knie wird sich beugen. Jede Zunge wird bezeugen, dass Jesus Christus der Herr ist. Es wird die unleugbare Schlussfolgerung von jedem, der Ihn sieht.  Und so wie du vor diesem Christus stehst, wirst du auch alleine stehen. Du wirst dich nicht in der Menge verstecken können. Niemand wird zwischen dir und Christus stehen, weder Familie, noch Gemeinde, noch sonst jemand. Deinen Namen wird gerufen und du wirst vor Ihm stehen.  In diesem Moment wird das, was deine Eltern von dir gehalten haben, völlig egal sein. Ob du beliebt, reich oder schlau warst, wird keinen Unterschied machen. Deine Diplome werden dir nichts nutzen. Auf deine Begabungen und deine irdischen Schätze wird es auch nicht kommen. Du wirst Christus sehen, so wie Er ist, und du wirst nicht neutral sein. Deine Reaktion wird nicht lauwarm sein. Keiner wird unschlüssig sein, oder zwischen den Fronten stehen. Entweder wirst du begeistert erkennen, dass Dieser Den ist, Den du geliebt hast, und nach Dem du dich gesehnt hast. Oder du wirst es hassen, auf den Lieblichen zu schauen, statt auf dich selbst.“
blogger mehrerekanonen.blogspot.com › 2012/04