Gesetzlich

Ein Christ, der (anhand eines Regelwerks) versucht heilig zu sein, ist gesetzlich. Der Geist der Fesseln ist attraktiv, solange nicht die Freiheit von Gottes Gegenwart genossen und „Christus in euch“ erkannt wird. Das ist der Geist eines Mönchs, aber ohne die unbequeme Zelle.H.F. Witherby

Wie sieht es in Indien mit Corona aus

Am Morgen des 23. April telefonierte ich mit Missionaren im indischen Bangalore. Es ging eigentlich um einen Bibelkommentar. Doch ich fragte auch, wie es in Indien mit Corona aussieht. Darauf kam ein erschütternder und ungeschminkter Bericht zur gegenwärtigen Lage in diesem Subkontinent. Hier eine Zusammenfassung:
800 Millionen sind in ihrer Existenz gefährdet. Bauarbeiter und Kinderarbeiter erfuhren kurzfristig vorher, dass der Shutdown kommt. Viele aus dem Norden Indiens, die das Geld überweisen an ihre Familien, saßen auf der Straße. Bosse der Baufirmen sollten den Tagelöhnern das Geld auszahlen, das sie bis zu diesem Zeitpunkt verdient hatten. Haben dies aber nicht getan.
Begonnen hatte der Lockdown am 25. März chaotisch: Ministerpräsident Narendra Modi hatte die Maßnahmen nur vier Stunden vor Inkrafttreten angekündigt, zahlreiche Menschen strömten daraufhin zu den Busstationen und Bahnhöfen. Darunter waren viele der mindestens 40 Millionen Arbeitsmigranten, die versuchten, zurück in ihre Heimatorte außerhalb der indischen Megastädte zu reisen.
Weil der Fernverkehr bereits eingestellt war, kehrten sie entweder aus den Massenansammlungen zurück in ihre Viertel – oder versuchten, zu Fuß ihre oft hunderte Kilometer weit entfernten Dörfer zu erreichen. Unterwegs wurden sie von Sicherheitskräften abgefangen.
Beispiel: Ein 12 jähriges Mädchen, das auf dem Bau gearbeitet hatte (was offiziell verboten ist), ging zu Fuß hunderte von Kilometern, weil keine Verkehrsmittel mehr fuhren, auch keine Rikschas mehr. Unterwegs ist sie wegen Dehydrierung und Erschöpfung, auch durch Nahrungsmangel, gestorben.
Eine Frau im Fernsehen hielt ihr Kind hoch und sagte, ich kann nicht einmal mein Kind ernähren, denn ich habe selber nichts mehr zu essen. Danach brach sie weinend zusammen.
Die Entscheidungsträger und Regierungsleute sind unglaublich hartherzig und korrupt. Nach der Vorstellung dieser Politiker und Verantwortlichen müssen diese Gestrandeten jetzt leiden, weil sie (nach hinduistischer Lehre) im vorigen Leben so schlimme Verbrechen begangen haben. Deswegen sollten wir uns nicht in ihr Karma einmischen und ihnen helfen.
So war vor Jahren ein Sonderfonds eingerichtet worden, wo 0,5 % des Gewinns der Baufirmen als Hilfe für Tagelöhner eingezahlt wurde, um Arbeitern in Krisen- oder Notsituation zu helfen. Auf diesem Hilfskonto haben sich inzwischen Milliarden von Rupies angesammelt. Also genau für so einen Fall, wie er jetzt millionenfach aktuell ist. Doch eine korrupte Regierung hat keinen Rupie ausgezahlt, sondern das Geld für die eigenen Kommunen verwendet, weil der Staat selber ziemlich pleite ist.
Die gegenwärtige Regierung ist stark hinduistisch geprägt und hasst die Moslems, Christen und Dalits. So befindet sich in der Nähe von Richardstown in Bangalore eine der stärksten Hochburgen der Moslems. Dieses fast hundertprozentige Moslemviertel hat die Polizei beinahe hermetisch abgeriegelt. Man wird an das Warschauer Ghetto erinnert. Hier besteht buchstäblich, wenn sich die Situation nicht bald ändert, der Gefahr eines explosiven Bürgerkrieges.
Offiziell ist Autofahren verboten, außer man hat einen triftigen Grund. Doch willkürlich wird den Autofahren der Wagen weggenommen. Über einen Referenzschein kann man über einen Anwalt, der gewöhnlich große Summen verschlingt, versuchen, seinen Wagen wieder zu bekommen. Das ganze System ist offensichtlich korrupt.
Im Fernsehen wurde das Interview mit dem ehemalige Finanzminister ausgestrahlt. Er wurde gefragt, ob dies die schlimmste Krise Indiens ist bzw. sein wird, seit Bestehen dieses Landes. Seine Antwort: Selbst der Schaden, hervorgerufen durch den 1. und 2. Weltkrieg und der Teilung Indiens (1947 in Indien und Pakistan), zusammengenommen, ist nur ein Hauch (shade) im Vergleich zu diesem Shutdown mit seinen millionenfachen Katastrophen. Man muss damit rechnen, das Hunderttausende bis Millionen Menschen Schaden leiden oder direkt sterben.
PS: Der Bruder erwähnte noch, dass dieses Gespräch womöglich abgehört wird. Sie mögen ihn, so meinte er, deswegen ausweisen. Offenbar wollte er seinem Herzen über all diese Gräuel und bald apokalyptischen Zustände Luft machen. Alexander Seibel.

Blessing and Cursing

Bless means to make life larger, fuller, richer. Curse means to make life smaller. They can be statements or rituals but are much more. Blessing can be money, health, knowledge, encouragement, help, rebukes, and challenges to be better. Blessings make us real. Curses make us unreal. Blessing are often painful while curses are often pleasurable. The dentist is an example of a painful blessing. Flattery is an example of an enjoyable curse. Blessings move us to engage with life and growth. Curses distract us from life and encourage us to shrink. 06.06.20
Segen und FluchenSegne bedeutet, das Leben größer, voller, reicher zu machen. Fluch bedeutet, das Leben kleiner zu machen. Es können Aussagen oder Rituale sein, sind aber viel mehr. Segen kann Geld, Gesundheit, Wissen, Ermutigung, Hilfe, Rüge und Herausforderungen sein, um besser zu sein. Segen machen uns real. Flüche machen uns unwirklich. Segen sind oft schmerzhaft, während Flüche oft angenehm sind. Der Zahnarzt ist ein Beispiel für einen schmerzhaften Segen. Schmeichelei ist ein Beispiel für einen angenehmen Fluch. Segen bewegen uns, uns mit Leben und Wachstum zu engagieren. Flüche lenken uns vom Leben ab und ermutigen uns zu schrumpfen.
ellis H.Potter

Wie man ein Leben wie deines überlebt

Und warum Selbsthilfe nur wenig Hilfe ist

Es wurde zu einem sensationellen und rasend schnell verbreiteten Video. Jordan Peterson, Bestseller-Autor, Professor für Psychologie und Life-Coach, saß während einer Versammlung an der Liberty University auf dem Podium. Plötzlich stürzte jemand – scheinbar ein Student – aus dem Publikum auf die Bühne. Sekunden bevor der Sicherheitsdienst ihn einholte, schrie er unter Tränen: “Ich brauche Hilfe! Kann ich Sie treffen? Ich brauche Hilfe.”
Nach einem spontanen Gebet und der Abführung des Studenten von der Bühne wurde die Veranstaltung fortgesetzt, doch die Worte schienen wie ein Phantom im Gebäude zu verweilen.
Fakt ist, dass jedes Jahr Millionen von Amerikanern zugeben, dass sie Hilfe brauchen, und viele tun dies dadurch, dass sie zu Selbsthilfe-Gurus laufen. Das Selbsthilfe-Genre ist eines der zuverlässigsten und ertragreichsten Genres im Verlagswesen. Petersons “12 Regeln fürs Leben” ist lediglich eines der neuesten Phänomene: Seit 2018 wurden über drei Millionen Exemplare verkauft. Mittlerweile platziert sich Selbsthilfe-Literatur Jahr für Jahr auf der Liste der Bestseller, ein Jahrzehnt nach dem andern, von neueren Autoren wie Jen Sincero, Rachel Hollis und Eckhart Tolle, bis hin zu alten Klassikern wie Dale Carnegie, Tony Robbins und Norman Vincent Peale.
Auch wenn sich die Autoren in ihrer Sprache, Methodik und Perspektive unterscheiden, vereint sie alle das Eine: sie wollen deine Probleme beheben, und jeder hat dafür den besten Weg gefunden.
Die Sehnsucht nach Weisheit
Für Evangelikale ist es leicht das Selbsthilfe-Genre spöttisch zu belächeln. Ich beobachtete, dass das die führende Haltung in Evangeliums-zentrierten, christlichen Kreisen ist. In vielerlei Weise ist der Zynismus berechtigt. Da ist etwas zutiefst Trügerisches in der Mehrheit der Selbsthilfe-Literatur: ein spießiges Wohlstandsevangelium des ausdrucksstarken Individualismus.
Dennoch irren wir uns, wenn wir nur kritisieren. Es ist besser sich als Christ zu fragen, ob wir aus dem Erfolg des Selbsthilfe-Genres nicht etwas über uns selbst lernen können.
Selbsthilfe-Literatur gedeiht, weil Menschen sich nach Weisheit sehnen. Ohne bewusst anzuerkennen, dass das Leben schwer und unübersichtlich ist und dass wir mehr Hilfe brauchen, als wir in uns selbst haben, würde Selbsthilfe- und Motivations-Literatur nicht gekauft werden. Für Gläubige besteht nicht die Frage, ob wir uns bemühen sollten Weisheit fürs Leben zu erwerben, sondern was für eine Art der Weisheit wir brauchen.
Die Mehrheit der Selbsthilfe-Literatur beantwortet diese Frage mit überaus spießigen Appellen zu neuen Methoden, inspirierenden Mantras und (noch am wichtigsten) so viele Produkte des Gurus wie nur möglich zu kaufen. Sie tendiert auch dazu, komplexe Realitäten des Lebens gegeneinander auszuspielen – als ob das hartnäckige Festhalten am eigenen Selbstwertgefühl im Angesicht von Not und Kritik die Tatsachen von Versagen und Zerbrochenheit verschwinden ließen.
Während manch Selbsthilfe-Schrift tatsächlich hilfreiche Gewohnheiten bietet oder uns zur Vernunft zurückführt, so tut sie das doch fast immer mit einem blinden Auge auf die vielen Bereiche des Lebens, auf welche die Weisheit des Gurus keinen Zugriff hat.
Literatur der inspirierten Weisheit
Es gibt da eine Alternative. Besser, als einerseits eifrige Leser der Selbstverbesserung zu verachten, oder andererseits die Arena der Wahrheit säkularen Wahrsagern zu überlassen, können wir uns anderswo zu einer unerschöpflichen Quelle der realitätsnahen Erkenntnis, der ganzheitlichen Hilfe und der allgegenwärtigen Gnade wenden: biblische Weisheitsliteratur.
Leider würden viele Evangelikale höchstwahrscheinlich Mühe damit haben, überhaupt zu identifizieren, welche Bücher der Bibel als “Weisheit” eingestuft werden. Das Ausmaß und die Wichtigkeit biblischer Weisheit wird von uns oft nicht verstanden. Wir mögen in den Sprüchen nach Twitter-baren Schätzen graben. Bei Hiobs Leiden murmeln wir etwas von Gottes uneingeschränkter Souveränität. Prediger meiden wir komplett! Kein Wunder, dass säkulare Gurus den Hohlraum fluten, welcher dadurch entsteht, dass wir den Reichtum der Weisheit unseres Schöpfers übersehen.
Biblische Weisheitsliteratur gibt uns mehr als nur schlagkräftige Einblicke ins Gottvertrauen oder poetische Schnörkeleien über den Sinn (oder dessen Abwesenheit) des Lebens. Sie ist auch mehr als nur eine Hürde für Prediger, die es auf dem schnellsten Weg zum Evangelium zu überspringen gilt. Biblische Weisheit ist eher eine schlüssige, erleuchtete Regel des Lebens, die das wahre Wesen aller Dinge offenbart: Gott, Menschen, das Universum selbst.
Das sachte Glimmen der Selbsthilfe
Die besten Selbsthilfe-Bücher sind die, welche – vielleicht ihrem eigenen Willen zum Trotz – uns wirklich helfen, die Realität zu sehen, wie sie ist. Inmitten der Trümmer fehlgeleiteter Inspirationen erinnert uns effektive Selbsthilfe-Literatur an etwas Offensichtliches, das wir zu vergessen tendieren: Verhaltensweisen; Menschen reagieren auf Freundlichkeit viel besser als auf Härte; räum dein Zimmer auf.
Aber selbst die beste Selbsthilfe-Literatur, überaus im Einklang mit den Naturgesetzen, ist wie ein Knicklicht im dunklen Raum. Es wirft ein Licht, aber nicht weit und nicht auf Dauer. Biblische Weisheit hingegen erleuchtet, majestätisch wie ein prächtiger Kronleuchter, alles von oben her.
Weil säkulare Selbsthilfe-Literatur mit Ich beginnt –  mit meinen gefühlten Bedürfnissen, meiner Wahrnehmung von mir Selbst – ist sie verhängnisvoll begrenzt. Biblische Weisheit hingegen, beginnt mit Gott. “Der Weisheit Anfang ist die Furcht des Herrn” (Sprüche 9,10). Biblische Weisheit hat eine kosmische Perspektive, nicht bloß eine individuelle.
Die frische Brise der Offenbarung
Das Buch Hiobs – selbst nach säkularen Maßstäben ein Meisterwerk – ist eine erstaunliche Darstellung dessen. Wie Selbsthilfe-Literatur, so ist auch Hiob aufs Leid gerichtet. Aber anders als alle Selbsthilfe-Literatur gibt Hiob eine himmlische Perspektive; eine Perspektive, die den geistlichen Kampf und göttliche Vorsehung der irdischen Existenz in Betracht zieht.
Wir lernen von Hiob, dass das Leid dazu neigt, unser Verständnis zu übertreffen; wir können Krebs, oder den Tod von Kindern, oder einen brennenden Helikopterunfall nicht völlig “fassen”. Keine Menge an therapeutischer Arbeit kann uns helfen den Sinn eines Universums zu verstehen, in dem Fressen und Gefressenwerden die Regel ist. Stattdessen ist da die Realität Gottes – seine Gegenwart, sein Recht zu herrschen und seine Fürsorge über seine Schöpfung. Dieses Bewusstsein vermag viel mehr als bloß eine positive Einstellung. Es befähigt zu einer Anbetung, die es sowohl schafft, den Frieden frei zu setzen, der allen Verstand übersteigt, als auch letztlich unsere Auferstehung und Erlösung vom Tod zur Folge hat.
Biblische Weisheit beleuchtet die Welt außerdem im Licht der Realität. Jede Generation tendiert dazu eine verzerrte Sicht der Realität zu haben. Wir geben unsere Aufmerksamkeit den kulturellen Gurus, die den Zeitgeist entweder bestätigen (Selbstverwirklichung um jeden Preis) oder sie fordern auf, sich dem entgegen zu stellen (Opfer bringen; sich in Hingabe verlieren). Die Weisheit der Schrift korrigiert beide unserer Irrtümer.
Wahre Weisheit offenbart, dass harte Arbeit oft belohnt wird, aber nicht immer (Sprüche 13,23). Sie treibt uns voran, das Beste aus dem Leben zu machen, während sie uns den unausweichlichen Tod nicht vergessen lässt (Prediger 3,19). Biblische Weisheit erinnert uns, dass es gut ist sich etwas zu verdienen, aber auch, dass der Erwerb nicht befriedigt (Prediger 2,11)
Wir brauchen mehr als Motivation
Der größte Unterschied zwischen biblischer Weisheit und der Selbsthilfe liegt jedoch in seinem Angebot der Gnade. Weder das noch so lautstark-motivierende Alphamännchen noch die lebhafteste, selbstbewusste Cheerleaderin kann sich mit der Gnade messen, die Gottes Weisheit bietet.
Warum? Weil die Weisheit den Schlichten zuruft. Biblische Weisheit ist absolut einzigartig: sie ist für die Törichten, nicht die Klugen. Für die Armen, nicht die Reichen. Höre den Ruf der Weisheit:
“Die Weisheit ruft draußen laut, öffentlich erhebt sie ihre Stimme; im ärgsten Straßenlärm schreit sie, an den Pforten der Stadttore hält sie ihre Reden: Wie lange wollt ihr Einfältigen die Einfalt lieben und ihr Spötter Lust am Spott haben und ihr Toren Erkenntnis hassen? Kehret um zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will euch meinen Geist sprudeln lassen, euch meine Worte kundtun (Sprüche 1,20-23)
Biblische Weisheit kann die Törichten weise machen. Das ist gute Neuigkeit für willensschwache Leute wie mich, die mehr als nur Motivation brauchen. Wir brauchen Vergebung. Es reicht nicht aus, versichert zu werden, dass man es schaffen kann. Ich muss wissen, dass ich auch an den Tagen sicher und geborgen bin, an welchen ich es nicht geschafft habe. Das ist das Versprechen der leibhaftigen Weisheit: Jesus, “welcher uns von Gott gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur Erlösung” (1. Korinther 1,30)
Es ist nicht zu spät dafür, uns dem Weg von Gottes Weisheit anzuvertrauen, indem wir Tag und Nacht darüber nachdenken, während wir stark werden, genährt wie ein Baum am Flussufer (Psalm 1,1-3). Suche die Hilfe, die du in einer dunklen Welt brauchst um klar zu sehen und die Gnade, die du brauchst, um wieder aufzustehen, wenn du gestolpert bist – und finde sie auf den Seiten Gottes perfekter, wohlwollender und reichlicher Weisheit. Übersetzung vom glaubend.de Team
Ein Artikel von Samuel James. Übersetzung mit Freundlicher Genehmigung von Desiring God. Download als pdf.
https://www.glaubend.de/wie-man-ein-leben-wie-deines-ueberlebt/

“Staggering Along with God”

The world is the salt and the light of the church. Platonic transcendentalism and Gnosticism came into the church early on. These views reflect the basic belief that the transcendent is more real than the actual. They support the “pie in the sky when you die by and by” form of Christianity, as well as attitudes and practices that can make Christians “so heavenly minded they are of no earthly use”. The writers of the New Testament letters were all fighting against Platonism and Proto-Gnosticism. I think that they apostles lost the fight. Platonism and Gnosticism have been alive and well in the church in every generation for the last two thousand years. We still need to fight the fight.Von „Schwindelerregend zusammen mit Gott“
Übersetzung
Die Welt ist das Salz und das Licht der Kirche. Platonische Transzendentalismus und Gnosis kamen früh in die Kirche. Diese Ansichten spiegeln den grundlegenden Glauben wider, dass der transzendente realer ist als der eigentliche. Sie unterstützen den “ Kuchen am Himmel, wenn man durch und durch “ Form des Christentums, sowie Einstellungen und Praktiken, die Christen machen können “ so himmlisch gesinnt sind, dass sie ohne irdische Verwendung sind „. Die Autoren der neuen Testament-Buchstaben waren alle kämpfen gegen Platonismus und Proto-Gnosis. Ich glaube, dass die Apostel den Kampf verloren haben. Platonismus und Gnosis sind in den letzten zwei Jahren in jeder Generation lebendig und gut in der Kirche gewesen. Wir müssen immer noch gegen den Kampf kämpfen. Ellis H.Potter FB

Die Ehe – ein Auslaufmodell?

Einige soziologische Beobachtungen und theologische Perspektiven
„Eine Ehe ist soviel wert, wie ihre Scheidung kostet“ hat der Schriftsteller Rolf Hochhuth spöttisch vermerkt. Die Institution Ehe scheint zum bloßen Marktwert zu verkommen. Was bringt es mir zu heiraten? Was habe ich davon, wenn ich treu bin? Ist das Unternehmen Ehe nicht zu riskant? Jedenfalls nimmt in unserer Gesellschaft die Zahl der Eheschließungen ab und die der Ehescheidungen zu. In manchen städtischen Regionen liegt die Scheidungsrate bei 50 Prozent. Was steckt hinter der Krise der Ehe in der modernen Gesellschaft?
Es sind ohne Frage eine Reihe von tiefgreifenden soziologischen Veränderungen, die die Krise der Ehe verstärkt und beschleunigt haben. Von diesen Problemen sind auch Christen – bis hin zu Pfarrersehen – betroffen. Dennoch muß man klar unterscheiden zwischen den sozialen und kulturellen Rahmenbedingungen, die die konkrete Gestaltung der Ehe ausmachen, und dem Schöpfungsauftrag, der das Wesen der Ehe bestimmt. Die äußeren Formen wandeln sich im Laufe der Zeit und von Gesellschaft zu Gesellschaft. Aber die Bestimmung des Menschen, als ein Mann mit einer Frau in Liebe und gegenseitiger Treue zu leben, bleibt. Was dies angesichts der gegenwärtigen Umbrüche bedeutet, wollen wir im Folgenden kurz bedenken.
Die Ehe: keine Arbeitsgemeinschaft, sondern Freizeitbeschäftigung
Vor der industriellen Revolution waren Ehe und Familie das grundlegende Fundament der wirtschaftlichen Existenz. Durch gemeinsame Arbeit auf dem Bauernhof oder im Handwerkerbetrieb sicherte man seinen Lebensunterhalt. Jeder und jede hatte eine klar definierte Rolle mit einem festen Arbeitsauftrag. In der modernen Gesellschaft trennen sich die Ehepartner, um in Fabriken, Büros und Geschäften ihrer je eigenen beruflichen Tätigkeit nachzugehen. Die Frauen verfügen häufig über eine hoch qualifizierte Ausbildung und stehen ebenfalls im Beruf. Das einst große Hauswesen ist zur Wohnung einer Kleinfamilie zusammengeschmolzen. Der klassische Arbeitsbereich der Frau ist Dank vieler technischer Geräte auf ein Minimum geschrumpft. Ehe und Familie, einst die Säule des Wirtschaftssystems, werden auf die Freizeitwelt reduziert. Die Ehe findet individualisiert im Privatbereich statt. Sie ist der beruflichen Selbstverwirklichung der Partner untergeordnet.
Damit stellt sich die Frage nach Prioritäten. Stimmen die Ehepartner ihr berufliches Engagement so aufeinander ab, daß genug Freiräume für die Gestaltung ihrer Beziehung und die Erziehung der Kinder bleiben. Mehr gemeinsame Freizeit durch kürzere Arbeitszeiten, Wochenenden und Urlaub zu haben, ist auch ein Zugewinn, der Ehe und Familie ganz neue Chancen zur Entfaltung gibt.
Emanzipation der Frau und neue Rollenverteilung
Waren früher die Rollen zwischen Mann und Frau eindeutig zugeordnet, so werden diese nun kräftig durcheinander gewirbelt. Wer ist für das finanzielle Auskommen der Familie zuständig? Wer kümmert sich um die Kinder? Wer versorgt den Haushalt? Darüber mußte früher nicht diskutiert werden, das stand zwischen den Ehepartnern fest. Heute müssen mit einiger Unsicherheit erst einmal Kompromisse gesucht und Vereinbarungen getroffen werden. Das bringt unter Umständen kräftige Konflikte mit sich. Die Frau ist wirtschaftlich weithin unabhängig. Das Scheidungsrecht verzichtet auf die Klärung der Schuldfrage und reguliert lediglich Versorgungsansprüche.
Die Rollenunsicherheit ist eine Herausforderung für die Liebe und den Respekt, den sich die Ehepartner entgegenbringen. Leben sie angesichts der gesetzlichen Gleichberechtigung so, daß die Begabungen, beruflichen Qualifikationen etc. beider Partner zum Zuge kommen? Finden sie Wege, häusliche Aufgaben ohne Überbelastung der Frau gerecht zu verteilen. Sind Mütter und Väter bereit, ihre Karriereansprüche zum Wohl von Kindern einzuschränken und auch Verzicht zu üben? Wenn dazu Offenheit besteht, sind die modernen Rahmenbedingungen ein Zugewinn an Freiheit und Lebensmöglichkeiten.
Mobilität mischt die Partnersuche auf
In früheren Jahrhunderten fand man seinen Ehepartner in der angestammten Umwelt des Heimatdorfes, seines Standes bzw. seiner Zunft. Heute leben wir in einer globalen Welt, in der Menschen unterschiedlicher Rassen, Nationalitäten, Bildungsschichten, Religionen und Konfessionen sich begegnen. Das bedeutet eine enorme Herausforderung an die Ehepartner aus unterschiedlichen Milieus, sich aufeinander einzustellen und eine gemeinsame Identität zu entwickeln.
Der Glaube an Jesus bedeutet eine neue christliche Identität. Die Nachfolge umfasst alle Lebensbereiche. Die Ehe ist ebenfalls ein totales Engagement. Damit es hier nicht zu Zerreißproben kommt, ist der gemeinsame Glaube das wichtigste Fundament für die Ehe. Auf dieser Grundlage können kulturelle und gesellschaftliche Unterschiede und Spannungen fruchtbar gemacht werden, weil man eine tragfähige Mitte des Lebens hat.
Der Tod scheidet nicht mehr so schnell; deshalb dauern Ehen länger
Die Menschen leben dank gewaltiger medizinischer Fortschritte etwa dreimal so lange wie noch vor hundert Jahren. Früher galt die Statistik, daß die Ehe die Kinder im Haushalt nicht überlebt. Heute überlebt ein Ehepaar in Zweisamkeit die Kinder, die längst das Nest der Familie verlassen haben. Dadurch erstreckt sich die Ehe über Zeiträume, die in vergangenen Jahrhunderten so in der Regel nicht gemeinsam erlebt wurden. In den einzelnen Lebensphasen eines Ehepaares wird es nötig, sich immer neu aufeinander einzustellen; vor allem wenn sich mit der Zeit auch die Persönlichkeit und die Lebensgewohnheiten der Partner verändern.
Liebe ist der Wunsch miteinander alt zu werden. Wenn man als Ehepaar nicht nur „ein Fleisch wird“, sondern – um mit Hölderlin zu reden – auch „ein Gespräch wird“, kann die Liebesbeziehung in den verschiedenen Lebensphasen mit wachsen. Veränderungen am anderen und sich selbst zu erleben ist spannend, wenn man sich gegenseitig immer neu bejaht und annimmt. Eine lange Biographie als Liebesgeschichte erweist sich dann als Geschenk. Man lernt sich immer besser kennen und verstehen.
Große Glückserwartungen und kleine Kinderzahlen
Weil die Ehen im Normalfall von der gemeinsamen Arbeit für den Lebensunterhalt abgekoppelt und dem Freizeitbereich zugeordnet sind, nehmen die individuellen Glückserwartungen zu. In einer kalten und oft harten Arbeitswelt sollen Ehe und Familie Wärme, Intimität und Geborgenheit schenken. Die Anerkennung und Zuwendung, die in der rauen Wirklichkeit da draußen nicht erlebt wird, soll zuhause vom Ehepartner vermittelt werden. Er bzw. sie ist der Garant meines privaten Glücks, das auch so eingefordert wird. Mit derart übersteigerten Glückserwartungen fühlen sich viele Ehepartner schlicht überfordert, was dann zu Enttäuschungen und nicht selten zur Scheidung führt.
Das wird nicht zuletzt am gewandelten Verständnis der Sexualität deutlich. Der primäre Sinn von Geschlechtlichkeit lag bei früheren Generationen in einer möglichst hohen Zahl von Nachkommen, die nicht nur den Fortbestand der Familie, sondern auch die wirtschaftliche Versorgung sicherstellten. Auf Grund möglicher Empfängnisverhütung und sozialer Altersversorgung hat die Sexualität eine andere Bestimmung erlangt. Sie soll eine Chance wechselseitiger Glückserfahrung sein, auch ohne die spezifische Absicht Kinder zu zeugen. Die Umkehrung der Alterspyramide zeigt diese Verschiebung drastisch. Nun bedeuten Kinder für ein Ehepaar jedoch eine hohe persönliche Verantwortung. Lebt das Paar willentlich kinderlos oder nur mit einem Einzelkind, hat dies auch Einfluss auf die Bereitschaft sich unter Umständen – scheinbar problemlos – zu trennen.
„Nicht glücklich werden, sondern den anderen glücklich machen, ist das Geheimnis der gelingenden Ehe.“ Dieser Rat findet sich in alten Handbüchern zur Ehevorbereitung. Auch wenn die Forderung steil klingt, trifft sie die Sache am entscheidenden Punkt. Nicht möglichst viel vom anderen profitieren, sondern ihn fördern. Nicht in erster Linie Liebe erwarten, sondern sie verschenken. Diese Grundhaltung der Hingabe und des Dienstes lernen und erleben wir bei Jesus Christus, der seine göttlichen Rechte nicht festhielt, sondern für uns dahingab (vgl. Philipper 2,5-11). Weil wir von Jesus Liebe empfangen, sind wir in der Lage Liebe zu schenken. Dr. Rolf Hille
https://www.gemeindenetzwerk.de/?p=2353

Question: A lot of people have developed sophisticated

programs for becoming a Christin – four steps, five steps, eight steps, and so on. Have you ever considered the possibility of developing an Ellis Potter methodology?
Answer: I don’t much believe in methodologies, or in methods for evangelism or apologetics. I think people need to be taken as they are, and that we need to shape our caring for them and serve them with truth on a moment-by-moment basis. We cannot accurately predict how people will react and what stages they will go through in their life. I think we have to take it as it comes. Ellis H.Potter

Zürnet ihr, so sündiget nicht; redet in eurem Herzen auf eurem Lager und seid stille. SELA. Psalm 4,5

Psalm 4 Vers 5
Zürnet ihr, so sündiget nicht; redet in eurem Herzen auf eurem Lager und seid stille. SELA. LÜ 1984
Erbebt, aber sündigt nicht! Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager, aber seid still! // (Ps 4,5; ELB)
Zürnet ihr, so sündiget nicht. Redet mit eurem Herzen auf dem Lager und harret. (Sela.) (Psalm 16.7) (Epheser 4.26 LU 1912
Erzittert und sündigt nicht! Denkt nach in eurem Herzen auf eurem Lager und seid still! (Sela.) Schlachter
Ereifert euch, doch sündigt nicht, bedenkt es auf eurem Lager und werdet still. Sela
Wenn ihr zornig seid, dann versündigt euch dabei nicht! Denkt nachts auf eurem Lager nochmals nach und schweigt! NGÜ
Seid zornerregt, doch versündigt euch nicht! (Eph 4,26) Denkt nach im stillen auf eurem Lager und schweigt! SELA. Menge
Auch wenn ihr vor Zorn bebt, ladet nicht Schuld auf euch, indem ihr etwas gegen mich unternehmt. Denkt nachts auf eurem Bett darüber nach, besinnt euch und gebt endlich Ruhe! HFA
Erschreckt und sündigt nicht! Bedenkt es auf eurem Lager und werdet still! [Sela] Einheitsübersetzung
5 Euer Zorn soll jetzt nicht dazu führen, dass ihr noch mehr Schuld auf euch ladet! Denkt besser noch einmal darüber nach, wenn ihr zu Bett geht, und schweigt! SELA! Basis Bibel
5 Zittert vor ihm und macht Schluss mit dem Unrecht! Denkt einmal gründlich nach, nachts, wenn ihr allein seid, und werdet still! Gute Nachricht Bibel, revidierte Fassung Ausgabe, 2000
Der Satz: »Erbebt (erregt euch), aber sündigt nicht!«, wird in Eph 4,26 zitiert, doch dort ist er an Gläubige gerichtet, um sie daran zu erinnern, dass es richtig ist, um der Sache Gottes willen zornig zu sein, aber niemals um der eigenen Sache willen. Hier, in Psalm 4, werden diese Worte natürlich zu bösen Menschen gesprochen, um sie zu warnen, damit nicht der überschäumende Zorn zu Gewalttätigkeiten führt. Wenn sie in der Stille nächtlicher Stunden wach liegen, sollten sie ihre eigenen Herzen erforschen und die Torheit, gegen Gott zu kämpfen, einsehen. Solche nüchternen Betrachtungen würden ihr Verleumden verstummen lassen und ihre üblen Pläne beenden.
Gefühlsausbrüche kommen auch unter Christen vor und bringen dort Schuld hervor. Keinesfalls sollen sie zum (unbereinigten) Dauerzustand werden: „Zorn und Beton verhärten über Nacht“. Vielmehr soll baldmöglichst (heute noch!) eine Klärung gesucht werden.
https://bibelkreismuenchende.wordpress.com/2020/11/08/zurnt-ihr-so-sundigt-nicht-was-die-bibel-zum-thema-zorn-sagt/