Was meinst du mit "Gott ist grün"?

What do you mean by “God is Green”?

ANSWER: I mean ecologically sound, ecologically motivated, ecologically concerned and engaged. This is something that I’ve said to Greenpeace people when I meet with them in the street: “You know, nobody is greener than God.” God made the green, and he loves it, but Christians have traditionally not known that. Christians have believed that God is brown, and that He’s going to burn up the earth, and that the earth and our bodies and our society and our creativity have no value. It’s only some supernaturally connected part of us, which is mistakenly called the soul, that has value. This is not really the message of Christianity.

Frage: Was meinst du mit „Gott ist grün“?

Antwort: Ich meine ökologisch klang, ökologisch motiviert, ökologisch besorgt und engagiert. Das ist etwas, das ich zu Greenpeace Menschen gesagt habe, wenn ich mich mit ihnen auf der Straße treffe: “ Weißt du, niemand ist grüner als Gott.“ Gott hat das Grün gemacht, und er liebt es, aber die Christen haben das traditionell nicht gewusst. Christen haben geglaubt, dass Gott braun ist, und dass er die Erde verbrennen wird, und dass die Erde und unsere Körper und unsere Gesellschaft und unsere Kreativität keinen Wert haben. Es ist nur ein übernatürlich verbundener Teil von uns, der fälschlicherweise die Seele genannt wird, die Wert hat. Das ist nicht wirklich die Botschaft des Christentums. Ellis H. Potter

Die Verschwörung von Davos

Auf der Suche nach den eigentlichen Machtzentren der Welt beschäftigen sich viele mit längst vergangenen Organisationen, wie den Freimaurern, deren Blütezeit bereits über 200 Jahre zurückliegt. Spannend kann diese Suche nach der mutmaßlichen Weltverschwörung durchaus sein. Nach einem bestimmten Denkmuster setzt man Puzzlesteine aus kleinen Teilinformationen zusammen und meint hinterher zuverlässig die geheime Weltregierung identifizieren zu können.
Natürlich gab und gibt es Verschwörungen, insbesondere in der Wirtschaft und in der Politik. Selbstverständlich werden wichtige gesellschaftliche Entscheidungen nicht immer in aller Öffentlichkeit diskutiert und entschieden. Die Mächtigen der Welt wollen nicht immer gleich alles von übereifrigen Journalisten kritisiert oder zerredet bekommen. Nur trifft man sich heute gewöhnlich nicht mehr mit verbundenen Augen in einem dunklen Hinterzimmer, wie ehemals bei den Freimaurern.
Die wirklich Mächtigen dieser Welt treffen sich unter Ausschluss der Öffentlichkeit an Orten die dem „Weltwirtschaftsforum“ in Davos. Dahin kommen regelmäßig die mächtigsten Staatschefs, Industriebosse und natürlich längst schon die Vertreter der globalen Umweltkonzerne. Hier redet man über die wirklich wichtigen Trends, handelt politische Deals aus oder plant gemeinsam konzertierte Aktionen.
Bei den echten Verschwörungen dieser Welt geht es vor allem um Macht und um Geld, weit weniger um idealistische Ziele oder echte Überzeugungen. Der Aufwand für geheime Abmachungen muss sich schließlich lohnen und zwar nicht erst in hundert Jahren. Die meisten bedeutenden Akteure sind vor allem an sich interessiert und an dem was heute und morgen passiert. Auch im 21.Jahrhundert werden viele wichtige politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Entscheidungen in kleinen vernetzten Zirkeln, von Seilschaften und auf geschlossenen Konferenzen wie dem „Weltwirtschaftsforum“ in Davos getroffen.
In der Schweiz kommt in dieser Woche die globale Wirtschaftselite zusammen. Die Probleme sind groß, die Agenda ist eng getaktet. Michael Kotsch FB

Steinbecks Monster

Vor genau 80 Jahren erschien John Steinbecks „The Grapes of Wrath“ (Deutsch: „Früchte des Zorns“). Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise verließen viele Familien aus dem mittleren Westen und Süden Nordamerikas ihre Farmen und zogen als Wanderarbeiter nach Kalifornien. Arte hat aktuell eine sehenswerte Dokumentation dazu in der Mediathek stehen.
Ich habe aus der Doku gelernt, dass die „Okies“ (viele stammten aus Oklahoma) nicht nur Opfer der Wirtschaftskrise, sondern auch veritable Klimaflüchtlinge waren: Dürre und Überbeanspruchung der Böden hatten dazu geführt, dass ganze Landstriche kahl waren. Der Wind trug die Reste des Ackerbodens in gewaltigen Staubstürmen bis an die Ostküste. Dust Bowl nannte man das Phänomen damals.
Die „Okies“ damals waren also zwei Gewalten ausgesetzt: Der Natur (Hitze und Sturm) und dem ungezügelten Kapitalismus, der Profite privatisiert und Kosten samt Nebenfolgen externalisiert. Letzteren bezeichnete Steinbeck im Englischen als Monster. Er beschreibt diese seltsame Daseinsform in ebenso einfachen wie zutreffenden Worten:
Manche Landbesitzer waren freundlich, weil sie das, was sie taten, ungern taten, und manche waren böse, weil es ihnen zuwider war, grausam zu sein, und manche waren kühl, weil sie schon vor langer Zeit herausgefunden hatten, dass man kein Landbesitzer sein kann, ohne kühl zu sein. Und sie allesamt waren in etwas befangen, das größer war als sie selbst. Manche von Ihnen hassten die Zahlen, von denen sie getrieben wurden, manche fürchteten sich, und manche beteten die Zahlen an, weil sie ihnen eine Zuflucht gaben vor Gedanken und Gefühlen. Wenn eine Bank oder Finanzgesellschaft das Land besaß, so sagten die Männer, die gekommen waren: Die Bank – oder die Gesellschaft – wünscht – braucht – befiehlt – muss haben – als sei die Bank oder die Gesellschaft ein Ungeheuer mit Gedanken und Gefühlen, das sie verführt hatte. Und jene, die das sagten, wollten keine
Verantwortung für die Banken oder die Gesellschaften auf sich nehmen, weil sie Menschen und Sklaven waren, während die Banken Maschinen waren und Herren zu gleicher Zeit.
(…) Und die Landbesitzer erklärten das Arbeiten und Denken des Ungeheuers, das stärker war als sie. Ein Mann kann das Land halten, wenn er nur essen und Steuern bezahlen kann. (…) Aber siehst du, die Bank oder eine Gesellschaft kann das nicht, weil diese Kreaturen ja keine Luft atmen und sich nicht von Fleisch nähren. Sie atmen Profite und sie nähren sich von Zinsen. Wenn sie das nicht bekommen, sterben sie, wie du stirbst ohne Luft und ohne Fleisch. Es ist eine traurige Sache, aber es ist einfach so. Es ist einfach so. (…) Ein Mann auf einem Traktor kann zwölf oder vierzehn Familien ersetzen. Zahl ihm seinen Lohn und er macht die ganze Ernte. Wir müssen das machen. Wir machen es nicht gern. Aber das Ungeheuer ist krank. Irgend etwas muss mit dem Ungeheuer geschehen.

Sicher, riefen die Pächter, aber es ist unser Land. Wir haben es ausgemessen und umgepflügt. Wir sind darauf geboren und wir sind darauf getötet worden, wir sind darauf gestorben. Wenn es auch nicht gut ist, ist es doch unser Land. (…)
Tut uns leid, wir sind‘s ja auch nicht. Es ist das Ungeheuer. Die Bank ist nicht wie ein Mensch.
Ja, aber die Bank ist ja auch nur von Menschen gemacht.
Nein, da hast du unrecht – völlig unrecht. Die Bank ist etwas ganz anderes als Menschen. Jeder Mensch in der Bank hasst das, was die Bank tut, und doch tut die Bank es. Die Bank ist mehr als Menschen sind, das sage ich dir. Sie ist ein Ungeheuer. Menschen haben sie gemacht, aber sie können sie nicht kontrollieren.
Da sind sie wieder…
Heute heißen unsere Probleme unter anderem: Klimakrise, Land Grabbing, Mietwucher, Fremdenfeindlichkeit und die Konzentration von Kapital in den Händen kleine Cliquen von Superreichen. Der wichtigste Unterschied zu damals ist der, dass – Stichwort „Kapitalozän“ – multinationale Konzerne ganz massiv dazu beigetragen haben, den menschengemachten Klimawandel so weit zu verschärfen, dass er die Stabilität unserer Zivilisationen gefährdet und mit ihr den materiellen Wohlstand, den die Industrialisierung nach sich zog. Der Guardian berichtete vor drei Wochen, dass ein Drittel aller Treibhausgase von nur 20 Firmen verursacht wird.
Wir haben es mit ganz ähnlichen Kräften wie damals zu tun. Freilich agieren sie inzwischen global und im Verbund. Mit ihrer Unterstützung konnten Charaktere wie Putin, Trump und Bolsonaro an die Macht kommen und den Raubbau an unserem Planeten dramatisch verschärfen.
Apokalyptischer Aktivismus – geht sowas?
Steinbecks Buch sorgte mit seinen erschütternden Beschreibungen für großes Aufsehen. Er bekam den Pulitzer-Preis, aber er wurde auch massiv angefeindet. Zur Beschreibung tritt aber auch die Deutung: Der Titel und der oben zitierte Abschnitt greifen auf apokalyptische Texte der Bibel zurück. Das „Ungeheuer“ entspricht den Tiergestalten in den Visionen des Danielbuchs und der Johannesoffenbarung. Aus letzterer entlehnt Steinbeck auch den Titel. Der Zorn gilt der Ungerechtigkeit in der Welt, die nicht unbegrenzt zunehmen und fortbestehen darf, weil sie sonst alles zerstört. Die Dust Bowl der Dreißiger ist nur ein kleines Vorspiel dessen, was uns global bevorsteht, selbst wenn wir jetzt energisch handeln.
Roosevelts New Deal und die Sozialstaaten der Nachkriegsära haben Steinbecks Monster einige Jahrzehnte lang wirksam im Zaum gehalten. Dass wir es heute wieder mit ihnen zu tun haben, liegt bekanntlich daran, dass der Neoliberalismus seit den Achtzigern wieder Privatisierung, Deregulierung, Steuersenkung und Kürzung von Sozialleistungen erfolgreich propagiert hat.
Ob es uns Heutigen gelingt, national und global einen „Green New Deal“ zu erreichen, der das größte Chaos noch verhindert, ist eine offene Frage. Die geopolitischen Umbrüche, während derer die die biblische Apokalyptik entstand und die sie mit ihren alarmierenden Bildern beschreibt, sind ja vergleichsweise klein gegen die Risiken, mit denen wir es zu tun haben. Vielleicht erklärt das die verbreitete Passivität – die Monster wirken einfach zu groß.
Besser zornig als untätig
Zorn ist auf jeden Fall eine bessere Reaktion auf die Ungeheuer dieser Zeit, als vor deren Größe und Rücksichtslosigkeit zu kapitulieren oder sie als quasi-göttliche Heilsbringer zu feiern. Zorn schafft Distanz und mobilisiert Energien, wenn zwischenmenschliche Grenzen verletzt werden. Ohne Zorn hätte Steinbeck nicht so brillant geschrieben. Ohne Zorn hätte Greta Thunberg die Staats- und Regierungschefs beim Klimagipfel in New York nicht so vehement gefragt, wie sie es bloß wagen können, so untätig zu bleiben. Wann sie endlich die Verantwortung übernehmen für die Banken, Maschinen, Kommissionen, Prozesse und Produkte, die die Erde unbewohnbar zu machen drohen.
Beim Stichwort Zorn könnte man auch an den Hirten David aus der Bibel denken. Zufall oder nicht – auch die eben erschienene dritte Staffel der Amazon-Serie „Goliath“ spielt im kalifornischen Central Valley. Dort geht es um schwindendes Grundwasser, Gier und Verzweiflung, finstere Verstrickungen. Und ein paar Zornige, Trotzige und Verrückte wie Billy McBride, die einfach nicht aufhören, dem Monster Widerstand zu leisten und dabei Kopf und Kragen riskieren. Ob da eine Botschaft an die Zuschauer drin steckt?
https://peregrinatio.net/steinbecks-monster/

Weiter kein Zwang zur Organspende

Am Donnerstag den 16.1.2020 hat sich der Bundestag mit der Mehrheit seiner Stimmen für die „erweiterte Entscheidungsregelung“ entschieden. Künftig soll jeder Bürger beim Antrag auf einen neuen Reisepass oder Personalausweis Informationsmaterial zur Organspende erhalten und dann eine entsprechende Entscheidung treffen. Spätestens alle zehn Jahre soll von staatlichen Stellen erneut nachgefragt und der Registereintrag gegebenenfalls verändert werden. Diese Entscheidung ist aus christlicher Sicht absolut begrüßenswert.
Gleichzeitig wurde vom Bundestag allerdings auch beschlossen, weiterhin einseitig für Organspenden zu werben. Statt einer einseitigen Werbung für Organspende sollten zukünftig alle relevanten Aspekte der Organtransplantation auch öffentlich genannt werden. Natürlich gehört dazu die überlebenswichtige Bedeutung der Spenderorgane für Kranke, die sehnlichst auf eine Transplantation warten. Dazu gehört aber auch die Verstümmelung der Organspender, die fehlende Möglichkeit der Angehörigen beim Sterben des Patienten dabei sein zu können und vor allem das ethisch problematische Hirntodkriterium. Demnach wird ein Patient zur Explantation freigegeben, wenn sein Gehirn keine Aktivität mehr zeigt, gleichzeitig der Rest des Körpers aber noch lebt. Für Angehörige zeigt der Hirntote noch viele Kennzeichen es Lebens: er kann schwanger sein, Wunden heilen und verdauen. Es gibt gute medizinische und biologische Gründe, den Hirntoten als Menschen im Sterbeprozess zu betrachten, nicht als bereits Verstorbenen.
Bei allen in der Bibel Verstorbenen wird von einem dauerhaften Herz-Kreislauf-Stillstand oder einem Ganztod der betreffenden Person ausgegangen. Als eindeutiges Kriterium gilt hier nicht das endgültige Versagen eines wichtigen Organs, sondern das Sterben des ganzen Körpers, die Verwesung oder ein anderes sicheres Todeskriterium. Biologisch gesehen ist das menschliche Sterben ein längerer Prozess, an dessen Anfang häufig das Versagen des Gehirns steht und am Ende das Sterben von Haut- und Muskelzellen Stunden später. – Kürzlich durchgeführte Experimente mit Schweinehirnen an der Yale Universität in den USA geben darüber hinaus begründeten Zweifel an der Unumkehrbarkeit des Hirntodes.
Michael Kotsch FB
https://bibelbund.de/2020/01/weiter-kein-zwang-zur-organspende/?fbclid=IwAR0JwL5BJ3MPa0vCPzqpYJhzQZXKazlrqfraVg5T33f3NSPzmyJrA8ymARI

Zur Organspende

Es ist einigermaßen befremdlich, demnächst möglicherweise in einem Rechtssystem zu leben, bei dem man zwar jeder Speicherung eines Cookie ausdrücklich zustimmen muss, seine Organe aber – wenn man sich nicht rührt – automatisch Dritten überlässt.
Die Ethik bekommt ebenso einen Knacks: Altruismus zeichnete sich bisher dadurch aus, moralisch für gut gehalten, aber nicht geboten zu sein. Auch das Gebot der Nächstenliebe verlangt den ersten Schritt von dem, der es befolgen will.
Selbst sprachlich verändert sich möglicherweise einiges: Eine Spende war bisher immer der Ausdruck bewusster Freiwilligkeit – im Gegensatz zu Preis, Abgabe, Gebühr. Künftig spendet man am Ende alles, wenn man nicht rechtzeitig widersprochen hat. (Josef Bordat)
https://jobosblog.wordpress.com/2020/01/16/zur-organspende/

Orthodoxie Eine Apologetik von Gilbert Keith Chesterton

Je komplexer ein Thema ist, desto schwieriger wird es in Kürze einen roten Faden aufzuzeigen, ohne den Inhalt des Besprochenen zu korrumpieren. Zu Chestertons Werk „Ketzer“ gibt es zahlreiche Rezensionen, ich habe mich aber lieber für „Orthodoxie“ entschieden. Chesterton ist immer dann stark, wenn er das Christentum verteidigt, und immer dann schwach wenn er den Katholizismus verteidigt. So habe ich auch dieses Werk empfunden. Chesterton argumentiert offen und emotional von seiner Erfahrung und verweist von verschiedenen Argumenten her auf die Vollständigkeit und Fülle eines christlichen Denkens, welches er Dogma nennt. Das uralte Dogma wusste bereits alles, was die Denker mühselig entdecken mussten. Das Dogma ist auch ein Segen und einer Bereicherung, denn der Glaube schenkt den Menschen Freude, Zufriedenheit und … Demokratie! Für Chesterton auch eine Frucht des Glaubens.
Dieser Freude (und gleichzeitiger Leidensbereitschaft) des Glaubens steht entweder ein blinder Optimismus von Idealisten oder ein fataler Pessimismus von Materialisten entgegen. Chesterton beschreibt letzteren folgendermaßen:
Menschen, die die Kirche zunächst im Namen von Freiheit und Menschlichkeit bekämpften, schleudern am Ende Freiheit und Menschlichkeit von sich, nur um die Kirche zu bekämpfen. Das ist keine Übertreibung; ich könnte ein ganzes Buch mit Beispielen füllen. Als zielstrebiger Bibelkritiker zog Mr. Blatchford aus, um zu beweisen, dass Adam sich nicht gegen Gott versündigt hat; während er sich noch trickreich mühte, diese These zu untermauern, bekannte er ganz nebenbei, kein einziger Tyrann, von Nero bis König Leopold, habe sich gegen die Menschheit versündigt. Ich kenne einen Mann, der fanatisch zu beweisen sucht, dass es für ihn kein persönliches Leben nach dem Tod geben wird, und der bei der Ansicht landet, für ihn gebe es auch jetzt kein persönliches Leben. (…) Sie verbrannten ihr eigenes Getreide, nur um die Kirche in Brand zu stecken, sie zerschlugen ihr eigenes Werkzeug, nur um sie damit zu zerschlagen.; jeder Stock war gut genug, um auf sie einzuprügeln, auch wenn er das letzte Stück ihres eigenen zerbrochenen Mobiliars war. Den Fanatiker, der das Diesseits aus Liebe zum Jenseits zugrunde richtet, bewundern wir ganz und gar nicht und würden ihn kaum entschuldigen. Aber was halten wir von dem Fanatiker, der das Diesseits aus Hass gegen das Jenseits zugrunde richtet?
Was mich überrascht hat war, wie leicht das Buch zu lesen war. Chesterton arbeitet die Stärken eines Denkens aus, dass Supernaturalismus berücksichtigt. Hier sieht er generell das reichere Leben, das freiere Denken, die bessere Kunst. Diese Ansicht teile ich mit dem Autor. Die vor allem zum Schluss des Werkes stärker werdende Verteidigung des Katholizismus muss ich aber verwerfen. Von Sergej Pauli https://www.nimm-lies.de/tipp-orthodoxie/12912

Seenotrettung im Mittelmeer: 276 Schiffbrüchige in Sicherheit!

Das schlichte Holzschiff aus Nordafrika trieb bereits tagelang orientierungslos über das Mittelmeer, als es bei seiner Irrfahrt in einen Sturm geriet und in der Brandung des tobenden Wassers zerschellte. Die Schiffbrüchigen, vor allem junge Männer aus dem Nahen und Mittleren Osten, die nach Italien unterwegs waren, konnten sich auf Planken und anderen Schiffstrümmern nach Malta retten. Niemand ertrank. Erschöpft, aber glücklich lagen sie sich in den Armen.
Kaum in Europa angekommen, begegnete den Schiffbrüchigen eine „ungewöhnliche Menschenfreundlichkeit“, wie einer von ihnen später berichtete. Man gab den durchnässten und verängstigten Menschen sofort eine wärmende Bleibe und kümmerte sich um sie. Selbst einem Mann aus dem Nahen Osten, dem kriminelle Handlungen vorgeworfen wurden, gaben sie eine Chance. Mit seiner offenen und wohlwollenden Art gewann er rasch ihre Herzen. Ein Mitglied der Regierung Maltas nahm die jungen Männer für drei Tage auf – „meine Gäste“, so der freundliche Politiker. Nachzulesen ist diese Begebenheit, die sich vor etwas weniger als 2000 Jahren zutrug, in der Apostelgeschichte (Kapitel 27 und 28). (Josef Bordat) jobo72