Kritiker der „Ehe für alle“ wegen Volksverhetzung angeklagt

Von Ron Kubsch
Ein Biologie-Professor bringt in einem Interview zum Thema „Ehe für alle“ Homosexualität mit Pädophilie in Verbindung. Nun steht der Mann wegen Volksverhetzung vor Gericht. Ich hätte nicht gedacht, dass ich einmal Ulrich Kutschera unterstütze. Ich hoffe, er hat gute Anwälte und faire Richter.

Der 64 Jahre alte Beschuldigte ist wegen umstrittener Äußerungen über Homosexuelle angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Volksverhetzung in Tateinheit mit Beleidigung und Verleumdung vor. Zum Prozessbeginn stellte die Verteidigung 14 Beweisanträge. Sie will durch Mediziner und Forscher belegen, dass die Äußerungen des Uniprofessors auf wissenschaftlichen Erkenntnissen fußen und keine Beleidigung Homosexueller darstellen.

Hier: www.faz.net.
https://theoblog.de/kritiker-der-ehe-fuer-alle-wegen-volksverhetzung-angeklagt/33652/

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Schande: Immer mehr Antisemitismus

Immer mehr Menschen in Deutschland wagen nicht, sich in der Öffentlichkeit als Juden zu erkennen zu geben. Insbesondere Rechtsradikale, Linksextremisten und arabische Muslime schüren den Hass auf Juden. In persönlichen Gesprächen und auf sozialen Netzwerken werden Schmähungen und offensichtliche Falschmeldungen weitergegeben, die eine Diffamierung von Juden und von Israel zum Ziel haben. Als Folge einer in Europa massiv zunehmenden Judenfeindschaft wurden beispielsweise in Frankreich 2018 70% mehr antisemitische Straftaten registriert als in den Jahren zuvor. Nach immer zahlreicheren Übergriffen sind in den vergangenen fünf Jahren rund 30 000 französische Juden nach Israel ausgewandert.
Jetzt hat der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, Juden in Deutschland davor gewarnt, die Kippa aufzusetzen: „Ich kann Juden nicht empfehlen, jederzeit überall in Deutschland die Kippa zu tragen.“ (25.5.2019) Muslime guckten oft arabische Sender, „in denen ein fatales und vollkommen einseitiges Bild von Israel und Juden vermittelt wird“, so der Politiker.
Auch in spezifisch linken Kreisen wird ein fataler Antisemitismus gepflegt, der „die Juden“ und Israel pauschal für alle Gewalt im Nahen Osten verantwortlich macht und dabei tausende islamische Terroranschläge einfach ausblendet. Momentan zeigt sich dieser linke Antisemitismus beispielsweise in öffentlichen Boykott- Aufrufen gegen Waren, Dienstleistungen, Künstler und Wissenschaftler aus Israel (BDS-Bewegung). Die beängstigende Parallele zur Forderung der nationalsozialistischen Kampagne „Kauft nicht bei Juden!“ liegt auf der Hand. Zumeist einseitig aus der arabischen Welt übernommene Stellungnahmen vergiften zunehmend den Blick vieler Deutscher auf Juden und auf Israel. Häufig finden sich in den eifrig verbreiteten Behauptungen auffällige Bezüge zu verschwörungstheoretischen Behauptungen ehemaliger Nazi- Propaganda.
Der langjährige Palästinenserpräsident Abbas beispielsweise hat immer wieder öffentlich geäußert, der Holocaust sei „nicht so schlimm gewesen“ wie oft behauptet. Die Zahl der Opfer sei von Juden massiv aufgebauscht worden, um daraus politisches Kapital zu schlagen. Außerdem seien die Juden aufgrund ihres vorgeblich „unsozialen Verhaltens“ teilweise mitschuldig an ihrer Verfolgung im Nationalsozialismus. Bereits in seiner Doktorarbeit hatte der heutige Palästinenserpräsident die Auflösung des Staates Israel gefordert. Auch spekulierte er, Juden hätten in der Vergangenheit nie im Nahen Osten gelebt. Alle archäologischen Funde, die auf eine historische Existenz eines jüdischen Staates hinweisen, seien von Juden gefälscht worden. Abbas war 1972 mitbeteiligt am Terroranschlag gegen das israelische Olympiateam, bei dem 11 jüdische Sportler ermordet wurden.
Während des sogenannten „Al-Quds-Tages“ rufen überwiegend arabische Demonstranten in Berlin zur Vertreibung aller Juden aus Israel auf. Auch in diesem Jahr (1.6.2019) ziehen wieder 2000 Muslime quer durch Berlin, diffamieren Juden pauschal als „Mörder“ und „Ausbeuter“. In Parolen, die denen der Nationalsozialisten gleichen, werden auf offener Straße Hass und Vorurteile gegen die in Deutschland lebenden Juden und gegen den Staat Israel geschürt.
Verantwortliche Deutsche können einem zunehmenden Antisemitismus nicht tatenlos zusehen. Wahrheitsliebende Menschen müssen bei grob verzerrter und verschwörungstheoretischer Propaganda gegen Juden und Israel hörbar Einspruch erheben. Christen sind verpflichtet, für Gerechtigkeit einzutreten und sich für den Schutz des von Gott erwählten Volkes einzusetzen, selbst wenn sie nicht alle politischen Entscheidungen des Staates Israel gutheißen.
FB Michael Kotsch

Tiere töten nie aus Spaß!?

Einigen Meinungsführern liegt besonders daran, den Menschen und seine Zivilisation schlechtzureden, um stattdessen die Natur zu idealisieren. Dieser Megatrend beeinflusst zwischenzeitlich alles, von der Erziehung bis zur Ernährung.
Wer für die prinzipielle Überlegenheit natürlicher Ernährung plädiert sollte dabei aber nicht vergessen, dass selbst seine als „natürlich“ angepriesenen Kulturpflanzen schon durch einen jahrhundertelagen von Menschen vorangetriebenen Züchtungsprozess geformt wurden. Darüber hinaus kann man sich bekanntlich auch mit rein natürlichen Produkten äußerst schnell vergiften oder grundfalsch ernähren. Die Natur enthält eben nicht nur Gesundes, sondern ebenso auch absolut Tödliches.
Die dem Menschen moralisch überlegene Natur wird gelegentlich auch mit dem Hinweis auf das vorgeblich hemmungslose Töten des Menschen veranschaulicht. Tiere dagegen seien deutlich friedlicher und würden ihre Artgenossen generell verschonen, ist dann zu hören. In der Realität entpuppt sich diese These schnell als Illusion. Viele Hauskatzen lieben es beispielsweise Mäuse und kleine Vögel zu quälen und zu töten; auch wenn sie keinerlei Absicht haben diese hinterher zu verspeisen. Ganz ähnlich wie die Tiere töten die Menschen Artgenossen nur äußerst selten vollkommen grundlos. Beide morden zumeist weil sie sich bedroht fühlen, unter Einfluss von Stress, aus Konkurrenz oder Revierschutz.
Ein weiteres, sorgsam gepflegtes Vorurteil lautet: Wenn die Welt durch Kinder regiert würde, wäre alles friedlich und schön. Fast könnte man vermuten, eine solch idealistische Aussage müsse von vor allem von kinderlosen Akademikern kommen. Wer einige Zeit im Kindergarten oder der Schule gearbeitet hat, merkt schnell, dass Kinder lieb und mitfühlend sein können aber auch rücksichtslos und grausam. Natürlich spielen dabei die Umwelt und die Erziehung immer eine gewisse Rolle. Andererseits ist die Tendenz zum Bösen immer schon in jedem Kind angelegt.
Christen idealisieren die Natur nicht, weil sie wissen, dass sich die ganze Welt nicht mehr in dem von Gott kreierten Idealzustand befindet, sondern von einer systematischen Gottlosigkeit und Destruktion betroffen ist. Dazu zählen auch die zerstörerischen und gewalttätigen Aspekte der Natur. Allein der Mensch aber ist von Gott in die Lage versetzt worden, zwischen Richtig und Falsch unterscheiden zu können und sich dann für die gute Ordnung Gottes zu entscheiden.
Paulus: „Ich bin nämlich überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll. Denn die Schöpfung wartet sehnsüchtig auf das Offenbarwerden der Söhne Gottes. Gewiss, die Schöpfung ist der Nichtigkeit unterworfen, nicht aus eigenem Willen, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin: 21 Denn auch sie, die Schöpfung, soll von der Knechtschaft der Vergänglichkeit befreit werden zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, dass die gesamte Schöpfung bis zum heutigen Tag seufzt und in Geburtswehen liegt.“ (Römer 8, 18-22) Michael Kotsch FB  

Wer vereint hat immer recht!?

Immer wieder zerstreiten sich Christen aufgrund eifersüchtiger Revierkämpfe oder lehrmäßiger Bagatellen. Viele gemeindliche Auseinandersetzungen beruhen im Kern auf menschlichen Faktoren: Unterschiede in der Persönlichkeit, der Prägung, der Kultur, der Generationen usw. Einigkeit unter Christen ist nicht nur das Steckenpferd einiger Spezialisten, sondern eine von Gott geschaffene Realität. Durch ihre Wiedergeburt gehören Christen zu einer himmlischen Familie, sind Glieder an einem „ geistlichen Körper“ (1Kor 12) und „lebendige Steine“ im Tempel Gottes (1Petr 2, 5). Diese von Gott gewollte Einheit entsteht allerdings nicht durch ausgetüftelte Werbetricks, gemeinsame Großveranstaltungen, neuen Organisationen oder diplomatisch formulierte Bekenntnisse. Sie ist immer schon vorhanden, weil Gott sie gewollt und geschaffen hat.
In seinem „hohepriesterlichen Gebet“ bittet Jesus seinen himmlischen Vater um geistliche Einheit unter Christen. Diese Bitte richtet sich aber nicht an Gemeindeleiter oder Kirchen- Coachs, sondern an Gott selbst. Die hier gewünschte Einheit soll sich nach Jesu Wunsch definitiv auf der Grundlage biblischer Lehre entwickeln: „Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.“ (Joh 17, 17).
In einer schon seit Jahren zu beobachtenden Einheits- Euphorie mancher Christen ist das eigentlich geistliche Ziel weitgehend aus dem Blick verloren worden. In einer postmodernen Trunkenheit von gesellschaftlicher Größe und Einfluss wird der Kreis des Christseins unverantwortlich ausgeweitet. Auf evangelikalen Großveranstaltungen sprechen plötzlich Sektierer wie Mormonen oder Vertreter anderer Religionen wie Hindus. Evangelikale sprechen plötzlich davon, dass moralisch lebende Muslime auch in den Himmel kommen. Mitglieder der Neuapostolischen Kirche werden als vorgeblich freikirchliche Christen willkommen geheißen. – Personen, die den Aussagen Jesu entsprechend ziemlich eindeutig als Irrlehrer betrachtet werden müssen, werden hier als geistliche Vorbilder vermittelt.
Katholische Sonderlehren werden bei einigen Evangelikalen bereitwillig relativiert, um eine vorgebliche Einheit der Christen nicht zu gefährden, die bei Licht besehen gar nicht vorhanden ist oder nur durch eine immer weitere Reduzierung geistlicher Überzeugungen erreicht werden kann. Hans Küngs „Projekt Weltethos“ vermittelt im deutschen Religionsunterricht eine trügerische Einheit der Weltreligionen, die auf wenige ethische Grundforderungen reduziert werden. Im „Ökumenischen Rat der Kirchen“ (ÖRK) mündet eine vorgeblich christliche Einigkeit in einem weltanschaulichen Einheitsbrei der pluralistischen Gesellschaft. Angesichts einer immer säkulareren Gesellschaft suchen viele evangelikale Christen den trügerischen Schulterschluss mit allen, die auch nur vage von Gott, Gebet oder Werten sprechen.
Echte geistliche Einheit ist absolut notwendig und erstrebenswert. Egoistische oder eigensinnige Zerspaltungen zwischen Christen sind definitiv Sünde. Die von Jesus gewollte Einheit aber kommt alleine von Gott. Sie wird durch den Heiligen Geist bewirkt, auf der Grundlage der Bibel. Einheit, die deutliche Aussagen Jesu überschreitet, ist eine geistliche Illusion und ein Betrug an den Gläubigen. Michael Kotsch

„In unserem Streben nach Größe sind wir ganz verrückt geworden…“

Die Gemeinde ist wegen ihrer Betonung großer Zahlen von den Katakomben ins Kolosseum umgezogen. Wir führen Mammutvorstellungen und gigantische Zusammenkünfte auf. Wir stellen die gefeierten Helden aufs Podium und ahmen Caesar nach, um das Banner Christi voranzubringen. In unserem Streben nach Größe sind wir ganz verrückt geworden. In Wirklichkeit brauchen wir eine Ausdünnung, keine Verdichtung. Vor langer Zeit lernte ich, dass man heranwachsende Pflanzen ausdünnen oder auslichten muss. Wir verringern dabei die Quantität, um die Qualität zu erhöhen. Gideon hat seine Armee ausgelichtet, und ein ähnlicher Prozess würde der Armee Gottes heute auch nicht schaden. Jesus hat die Menge ausgelichtet, wie es uns in Johannes 6 berichtet wird, und ohne Zweifel war dies nicht das einzige Mal. Heute aber ist die verfolgte Minderheit zur populären Mehrheit geworden.
Wir leben im Zeitalter der Shows, der Tricks, des Hokuspokus, der Freaks und der geschickten Künstler. Alles wird mit Spiegeln und doppeltem Boden gemacht. Alles wird daran gemessen, wie groß oder wie laut es ist. Alles muss überdimensional, gigantisch, kolossal oder mega sein. Alle neuen Mittel sind Wundermittel – du nimmst sie und wunderst dich, was nun wohl passieren wird.
In solch einer Zeit ist es schwierig, jemanden mit altmodischem Gehorsam oder mit Treue zu begeistern. Sogar die Christen muss man im Gottesdienst unterhalten. Das Licht der Wahrheit wird bestaunt, aber man lebt nicht darin, und die Menschen erblinden aufgrund eines Übermaßes an unbenutztem Licht, weil sie zwar Hörer, aber nicht Täter des Wortes sind. Zu viel Licht macht genauso blind wie zu wenig.
Aus: W. MacDonald, Seiner Spur folgen – Anleitung zur Jüngerschaft, Bielefeld: CLV, 2008, S. 370-371

 

Skandal: Lohnunterschied – Mythen und Fakten

Wenn wieder einmal auf den eklatanten Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht wird, dann werden ganz bewusst Vorverurteilungen geschürt. Der „normale“ Bürger hat nämlich den Eindruck, dass ein Mann der sich auf eine bestimmte Stelle bewirbt, generell einen höheren Lohn bekommen würde als eine Frau. Oder, dass in einem Betrieb eine Frau an derselben Maschine weniger Geld erhalten würde als ihr männlicher Kollege. Der wesentliche Grund für die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen beruhen bei Licht besehen aber nicht auf einer Geschlechterungerechtigkeit, sondern auf den unterschiedlichen Prioritäten, die Männer und Frauen in ihrem Berufsleben setzen.
In den regelmäßigen „Schreckensmeldungen“ über die Benachteiligung der Frauen in Lohnfragen wird beispielsweise festgestellt, dass eine Versicherungskauffrau nur 81 Prozent vom Einkommen ihrer männlichen Kollegen verdient, eine Köchin sogar nur 73 Prozent, eine Elektroingenieurin bekommt demnach 93,9 Prozent. Natürlich arbeiten die hier verglichenen Männer und Frauen aber nicht an derselben Stelle. Männer und Frauen für dieselbe Anstellung unterschiedlich zu bezahlen ist in Deutschland schon lange verboten. Bezahlt wird die angetretene Stelle hierzulande natürlich unabhängig vom Geschlecht des Arbeitnehmers.
Allerdings zeigen Studien, dass Frauen nicht so gerne Schichtarbeit machen und deshalb weniger Zulagen für Nacht- oder Feiertagsarbeit erhalten. Frauen sind auch lieber in kleineren Firmen tätig, die zumeist weniger bezahlen als große Unternehmen. Vielen Frauen liegt nicht so viel an ihrer Karriere, weshalb sie sich nicht so intensiv nach neuen, besser bezahlten Arbeitsplätzen umsehen wie Männer. Viele Frauen legen mehr Wert auf ihre Freizeitgestaltung, weshalb sie weniger häufig in zeitintensive Leitungspositionen streben als Männer. Die Lohndifferenzen beruhen auch darauf, dass Frauen und Männer unterschiedliche Berufe bevorzugen. – Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen hat viel weniger als in den Schlagzeilen unterstellt mit Diskriminierung von Frauen zu tun, sondern weit eher mit unterschiedlichen Präferenzen von Männern und Frauen im Berufsleben.
Vor Gott gilt: „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.“ (Galater 3, 28) Michael Kotsch

zeit.de
Wenn die Frau weniger verdient als der Mann: Neue Studien zeigen die…

Christen lehnen islamisch motivierte Terroranschläge ebenso ab, wie antiislamische Gewalttaten.

Terroranschläge islamischer Extremisten gehören zwischenzeitlich in vielen Ländern der Welt leider zum Alltag. Zumeist richten sich diese Anschläge gegen andere Muslime, die aus Sicht der Täter zu liberal denken oder handeln. Immer wieder sind aber auch Andersgläubige, beispielsweise Christen, Hindus oder Buddhisten, von den Gewalttaten betroffen. Jeder sollte angesichts dieser Gräuel das deutliche innerislamische Gewaltpotential zur Kenntnis nehmen. Weil Mohammed selbst seinen Glauben mit Kriegen verbreitet hat und auch im Koran den Einsatz von Gewalt für religiöse Zwecke rechtfertigt, können sich islamische Attentäter bis heute auf diese Legitimation berufen.
Solche religiös motivierte Gewalt führt häufig zu ebenso falschen Reaktionen. Zwischenzeitlich hat sich leider bei vielen Menschen westlicher Gesellschaften ein regelrechter Islamhass etabliert. Jüngstes Beispiel für diese Entwicklung ist das Massaker an 49 Muslimen in Christchurch / Neuseeland (15.3.2019). Vermutlich mehrere Täter hatten wahllos auf Muslime geschossen, die friedlich in der Moschee beteten. Diese Gewalttat wirkt umso absurder, weil in Neuseeland insgesamt nur 50 000 Muslime leben, etwa 1% der Bevölkerung. Von einer wie auch immer gedachten „Gefährdung“ der neuseeländischen Gesellschaft durch den Islam kann hier also keine Rede sein. – Ganz sicher wird dieser Anschlag jetzt aber manchen islamischen Extremisten als Rechtfertigung ihrer eigenen Gewalttaten herhalten müssen.
Christen lehnen islamisch motivierte Terroranschläge ebenso ab, wie antiislamische Gewalttaten. Christen wissen sich von Jesus aufgefordert, sogar ihre Feinde und erst recht Andersgläubige zu lieben; auch wenn sie deren Überzeugungen nicht teilen. „Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde; segnet, die euch fluchen; tut wohl denen, die euch hassen; bittet für die, so euch beleidigen und verfolgen, …“ (Matthäus 5, 44) Christen begegnen ihren „Gegnern“ nicht mit Gewalt, sondern mit Liebe: „Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Römer 12, 21) Michael Kotsch