Die Kirche verleugnet ihre Grundlagen …

Briefe an die Herausgeber

Ein Kommentar zur Lage der EKD-Kirchen von Professor Dr. Udo Schnelle, Halle/Saale (selbst Neutestamentler). Ein klares Wort, wie es von Universitätsprofessoren selten zu hören ist …

Zu „So viele Kirchenaustritte wie noch nie“ (F.A.Z. vom 27. Juni):


Es kommt so, wie es zu erwarten war:

Immer mehr Menschen kehren der evangelischen Kirche den Rücken, 2019 (270 000) fast so viele wie eine mittlere Landeskirche Mitglieder hat (Braunschweig: 320 000). Dafür gibt es erkennbare Gründe:

Prof. Schnelle erwähnt neben dem demographischen Wandel, den Akzeptanzverlust von Großorganisationen, der zunehmenden Individualisierung, zu Recht auch den Plausibilitätsverlust des christlichen Weltbildes und den Missbrauchs-Skandal, um dann auf das nach seiner Auffassung ursächliche Thema zu kommen, welches von der Führungsebene „hartnäckig geleugnet oder ignoriert wird“:

  • die von ihm so genannte „theologie-politische Ausrichtung der EKD“ …

Seit Jahren höre man von der EKD nur noch „Themen aus dem linken Politikspektrum“: „Flüchtlingsfrage, Genderpolitik, Gerechtigkeit auf allen sozialen und politischen Ebenen, Klimafrage, Globalisierung und vieles mehr. Diese Fragen sind überaus wichtig, sie bedürfen mehr denn je einer Lösung, aber die kann nur die politische Vernunft herbeiführen.“

Richtig stellt er fest, dass die „Kirche (…) auf diesen Feldern kein Spezialwissen“ habe auch wenn sie versuche „ihre moralische Überlegenheit zu demonstrieren“.

Das Fazit:

So wird die Kirche immer mehr zu einem beliebigen Sozialverein, der einzelne Gruppeninteressen bedient, dessen Konturen unscharf sind und dessen Botschaft sich von Parteislogans nicht mehr wirklich unterscheidet. Das Diesseits ist der einzige Bezugspunkt geworden, und von hier erhofft man das Überleben. Ein fataler Irrtum, denn im Christentum gehören Diesseits und Jenseits untrennbar zusammen, denn es ist Gottes Welt, die er in Jesus Christus erlöst hat. Der evangelischen Kirche droht ihre Identität verlorenzugehen, weil die Ethik an die Stelle der Metaphysik getreten ist; weil von der befreienden und heilenden Kraft des Glaubens nur noch in politischen und nicht mehr in geistlich-theologischen Kontexten gesprochen wird und vor allem, weil die Auferstehung Jesu Christi von den Toten nicht mehr ernst genommen wird.

Die Kirche verleugnet ihre Grundlage und ihr Zentrum, wenn sie ihre Glaubensinhalte beliebig macht und das Christliche ausschließlich in der Begründung bestimmter ethischer Verhaltensweisen sieht. Dafür reicht jedoch jede Form von Humanismus aus; das Christentum braucht man dafür nicht.
In der Corona-Krise war die Kirche auffällig stumm, weil sie nicht den Mut hatte, eine theologische Deutung zu geben: Die Pandemie ist ein Ruf zur Umkehr, so wie einst die Propheten das Volk Israel zur Umkehr aufforderten, hin zu Gott. 

Danke an Dr. Berthold Schwarz für den Hinweis …

God is Green

Many people think God is brown, preparing to burn up His creation and not caring about it in the meantime. The “end” is near in English can mean the termination is near or the goal is near. In Greek “telos” only means goal. The goal is the cleansing and renewing of creation, not its destruction. “The end is near” actually means “the beginning is near”. God gave humans the power to take care of His creation, not to exploit it and damage it. Christians and gr…

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Gott ist grün
Viele Menschen denken, dass Gott braun ist, bereiten sich darauf vor, seine Schöpfung zu verbrennen und sich nicht darum zu kümmern. Das ′′ Ende ′′ ist nahe auf Englisch, kann bedeuten, dass die Kündigung nahe ist oder das Ziel nahe ist. Auf griechischen ′′ Telos ′′ bedeutet nur Tor. Das Ziel ist die Reinigung und Erneuerung der Schöpfung, nicht ihre Zerstörung. ′′ Das Ende ist nahe ′′ bedeutet eigentlich ′′ der Anfang ist nahe „. Gott gab Menschen die Macht, sich um Seine Schöpfung zu kümmern, nicht um sie auszubeuten und sie zu beschädigen. Christen und Grüne müssen lernen, dass niemand grüner ist als Gott. Ellis H.Potter

Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?

Rezension: John Lennox: Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?

„Wieso glaubst du an Gott, wo es doch die Wissenschaft gibt?“ Diese und ähnliche Fragen hören wir als Christen immer wieder. Kann man heute noch an Wunder, die Auferstehung und einen Gott im Himmel glauben, wo die Wissenschaft doch so vieles erklärt hat?
John C. Lennox (Jg. 1943) emeritierter Professor für Mathematik an der Universität Oxford, geht in seinem neuen Buch „Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?“ darauf ein. Lennox ist überzeugter Christ trotz seines Berufs als Wissenschaftler. Wieso beides durchaus zusammenpasst und warum es einen guten Grund für den Glauben an Jesus gibt, erklärt er gut verständlich und überzeugend auf 149 Seiten. Unter anderem löst es auch eine Reihe von Missverständnissen über die Wissenschaft und ihre Grenzen auf und zeigt, warum die Wissenschaft Gott eben nicht „abschaffen“ kann.
Dabei sind seine Ausführungen stets klar und präzise und immer wieder an Beispielen und Erfahrungsberichten erklärt. Lennox ist ein Autor, der weiß, wovon er redet. Er hat mit großen Verfechtern des Atheismus wie Richard Dawkins diskutiert und kennt die Argumente auf dies es ankommt.

Mich haben die Klarheit und Einfachheit von Lennox Buch angesprochen. Es tut gut, daran erinnert zu werden, dass unser Glaube durchaus begründet ist und die Begegnung mit der modernen Welt nicht scheuen muss. Die Vielzahl an Argumenten, die Lennox hier an einer Stelle sammelt, haben mir persönlich gutgetan und mich wieder einmal darüber erstaunt, wie viele „objektive“ Gründe es dafür gibt Jesus nachzufolgen.
Das Buch eignet sich für jeden, der der Frage auf den Grund gehen will, ob Glaube und Wissenschaft zusammenpassen oder nicht. Egal, ob schon Christ oder (noch) nicht. Und wem dieses Buch Appetit auf mehr macht, der kann eins der anderen, zahlreichen Bücher von John Lennox zu Glaube, Wissenschaft und weiteren Themen lesen.
David Bergmann, Theologiestudent (Tübingen)
John C. Lennox: Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt? SCM R. Brockhaus, ISBN 978-3-417-26892-8.

Rezension: John Lennox: Wozu Glaube, wenn es Wissenschaft gibt?

 

„Quarantini“ und „Covidioten“ sind Wortschöpfungen aus der Corona Zeit.

Die erste steht für den Martini, den man sich in der Quarantäne gönnt. Die zweite bezeichnet Menschen, die Abstands- und Hygieneregeln ignorieren. „Hamstern“ – im Zusammenhang mit massenhaftem Kauf von Klopapier oft genannt – soll inzwischen auch in den USA ein Trendwort sein.
Umgekehrt sind bei uns viele englische Wörter aufgetaucht, etwa „Shutdown“, „Lockdown“, „Zoom-Bombing“, „Home-Office“ und „Social Distancing“. Freuen Sie sich: Ein wachsender Wortschatz stimuliert das Gehirn! Das bestätigte eine Studie der Universität Barcelona. Das Lernen von neuen Wörtern hat einen positiven Einfluss auf unsere Belohnungs- und Motivationsabläufe.
Gegen das Coronavirus wird auch kriegerische Sprache aufgefahren. Bekämpft wird der „unsichtbare Feind“. Es geht um „Krieg gegen Corona“. Widerstehen wir, sind wir die „Helden der Krise“. Noch etwas hat sich in der Corona-Zeit eingebürgert. Wievielmal täglich hören Sie den Wunsch „Tschau und bliib gsund!“? Inzwischen höre ich darüber hinweg. „Bliib gsund!“ trifft es nicht. Oder es trifft falsch, nämlich dann, wenn jemand krank ist. Auch will ich nicht darüber hinwegsehen, dass mein Leben zu Ende geht. Kann Gesundheit wirklich das Wichtigste sein? „Bliib gsund!“ Ja, wie denn? Was soll ich mit diesem Wunsch anfangen?
Neu ist solches Wünschen nicht. Die alten Römer grüssten sich mit „Salutem!“ In diesem Wort steckt „Salus“. Das heisst so viel wie Gesundheit, Heil, Sicherheit, Rettung, Leben. So las ich es bei Melanie Möller. Sie ist Professorin für klassische Philologie an der Freien Universität Berlin. Die Römer personifizierten Salus und verbanden sie als Göttin mit der griechischen Hygieiainer Tochter von Heilgott Äskulap. Die vergötterte Salus war für die Gesundheit aller Staatsangehörigen zuständig, insbesondere für die der Kaiser.
Das Coronavirus bringt uns neue Wörter und Grusswörter, aber hoffentlich keine neuen Götter! Denn das eine Wort, das uns hilft, können wir weder erfinden noch uns selber geben. Dieses eine Wort ist Jesus Christus. Unmissverständlich deutlich hat Karl Barth im Widerstand gegen das Dritte Reich in der Barmer Erklärung formuliert: „Jesus Christus, wie er uns in der Heiligen Schrift bezeugt wird, ist das eine Wort Gottes, das wir zu hören, dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu gehorchen haben.“
FB Chefredaktor: Rolf Höneisen ideaschweiz.ch (FB)

Welt-Yoga-Tag.

Yoga ist zu einem gigantischen Geschäft geworden. Jährlich werden damit in aller Welt rund 80 Milliarden Euro eingenommen. Das sagt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

Die Atemtechniken, die beim Yoga gelehrt werden und Pranayamas genannt werden, haben ihre Grundlagen nicht in physischen (=sichtbaren) Gesetzen, sondern in der geistigen (spirituellen) Idee des Prana. Prana ist im hinduistischen Glauben der göttliche Atem des Lebens, der das ganze Universum durchtränkt. Prana ist gleichbedeutend mit dem kosmischen Atem, durch den der Mensch in ein Stadium des „Abschaltens“ („out of tune“) kommt; und die Pranayamas wie auch die Asanas werden von bestimmten psychomentalen Phänomenen begleitet. Durch das Anwenden der Pranayamas soll der Mensch in die Lage versetzt werden, den Fluss der Lebenskraft zu steigern. Die Atemkontrolle einschließlich der Atemübungen verursachen beim Übenden sehr oft einen leichten Trancezustand.

Da immer wieder Fragen zum Hatha Yoga auftauchen, hier einige zusätzliche Erläuterungen. Hatha Yoga kann als eine Methode definiert werden, durch die man die erreichbare Verbindung mit der eigenen, in uns wohnenden „Göttlichkeit“ wieder herzustellen versucht, in dem man die Kontrolle über den physischen (sichtbaren) Körper entwickelt. Diese Form des Yoga verwendet verschiedene Körperhaltungen, die als „Asanas“ bezeichnet werden. Viele der „Asanas“ haben die Wurzeln ihrer spezifischen Körperhaltungen in der Anbetung hinduistischer Götter, die sich wiederum in solchen Formen wie der Sonne, dem Tiger, dem Baum, der Schlange u. a. offenbaren. „Asanas“ wurden ersonnen, um als Meditationshilfe zu dienen und den Körper für die energetischen, mentalen Übungen zu stärken.

Alle Yogaformen, einschließlich des Hathayoga, entspringen dem Glauben, dass ein Mensch seinem niedrigen oder illusorischen Sein entfliehen und durch die Vereinigung mit dem Göttlichen davon Befreiung erleben kann. Aber ist diese Einheit, wenn überhaupt möglich, wirklich die Befreiung? Wer oder was ist der „Gott“ des Yoga? Ist die Auslöschung Ihrer persönlichen Identität in ein unpersönliches Energiekonglomerat wirklich identisch mit ihrer Befreiung? Helfen Techniken wie Yoga, Meditation und Atemkontrolle wirklich, dass Sie frei werden? Oder sind es nur eine Reihe von Übungen, damit Sie beständig auf Trab gehalten werden und am Ende dann auch noch glauben, Sie würden etwas Vernünftiges tun? Ist Yoga wirklich eine gute Wahl? Und eine Frage, die oft gestellt wird: Ist es möglich, dass jemand die spirituellen Lehren des Yoga ablehnen, aber die körperlichen Bewegungen und Positionen praktizieren kann? Lassen wir dazu einen bekannten Yogalehrer, Swami Sivenanda Radha, aus seinem Buch „Hatha Yoga“ darauf antworten: „Asanas sind eine göttliche Handlung…jede Asana erschafft eine bestimmte Stufe im Geist …um den Suchenden in engeren Kontakt mit dem Höheren Selbst zu bringen.“ (Zitatende) (Dr. Kropf)    https://www.lichtarbeit-verführung.de/bericht49.html

Was wir aus Entkehrungsgeschichten lernen können

Die Musikerin Alisa Childers hinterfragt die Entkehrungsgeschichten der prominenten Komödianten Ricky Schröder und Ralph Macchio und zeigt, dass nicht die Argumente, sondern die medialen Vermarktungen zählen.

Nachdem er das Christentum auseinandergenommen hatte, hatte Rhett allerdings keine glaubhafte Alternative zur Erklärung der Wirklichkeit anzubieten. Er sprang quasi nicht vom christlichen Boot in ein anderes, sondern in ein „Meer der Ungewissheit“. An die Stelle seines Christseins sind nun, nach seinen eigenen Worten, „Offenheit und Neugierde“ getreten. Er beschreibt, wie befreiend das Loslassen des „Appetits auf Gewissheit“ gewesen sei. Dem aufmerksamen Beobachter wird nicht entgangen sein, dass Rhett einfach die eine Weltanschauung durch eine andere ersetzt hat, namentlich das Christentum durch die Postmodernität mit all ihrer Skepsis, der Ablehnung absoluter Werte und ihrem Relativismus.

Hier: www.evangelium21.net.

Was wir aus Entkehrungsgeschichten lernen können


https://www.evangelium21.net/media/2078/die-geschichte-einer-glaubensabkehr-auf-dem-pruefstand

Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeit zu kämpfen.

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.
Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten aß es mit Vergnügen, aber als es merkte, dass nur noch wenige übrig waren, begann es, sie wirklich zu genießen.
Ich habe keine Zeit für endlose Konferenzen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Vorschriften besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.
Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen, die ungeachtet ihres Alters nicht gewachsen sind.
Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeit zu kämpfen.
Ich will nicht in Besprechungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.
Ich vertrage keine Manipulierer und Opportunisten.
Mich stören die Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen um sich ihrer Positionen, Talente und Erfolge zu bemächtigen.
Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren. Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile. Ohne viele Süßigkeiten in der Packung.
Ich möchte mit Menschen leben, die sehr menschlich sind. Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden. Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen. Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten. Es ist das, was das Leben lebenswert macht.
Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren. Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.
Ja, ich habe es eilig, ich habe es eilig, mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.
Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden. Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.
Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.
Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.
Mario de Andrade (San Paolo 1893 – 1945) Brasilianischer Dichter, Schriftsteller, Essayist und Musikwissenschaftler

Rassismus ist unbiblisch und ist eine gewaltige Sünde.

“Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln von Händen gemacht; ihm wird auch nicht von Menschenhänden gedient, als ob er etwas bedürfte, da er ja selbst allen Leben und Odem und alles gibt. Und er hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht, daß es auf dem ganzen Erdboden wohne, und hat im Voraus die Zeiten und die Grenzen ihres Wohnens bestimmt,..” Apg.17,24-26
“Nach diesem sah ich, und siehe, eine große Schar, die niemand zählen konnte, aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen; die standen vor dem Thron und vor dem Lamm, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmzweige waren in ihren Händen. Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil ist bei unserem Gott, der auf dem Thron sitzt, und bei dem Lamm! Offb.7,9
Das Erste, was man in dieser Diskussion verstehen muss, ist, das es nur eine Rasse gibt – die menschliche Rasse. Weisse, Afrikaner, Asiaten, Inder, Araber, Juden usw. sind keine verschiedene Rasse. Sie sind nur verschiedene Völkergruppen der menschlichen Rasse. Alle Menschen haben dieselben physischen Merkmale (natürlich mit kleinen Unterschieden). Wichtiger ist, dass alle Menschen nach Gottes Abbild und Ihm ähnlich geschaffen sind (1. Buch Mose 1:26 – 27). Gott liebt die gesamte Welt (Johannes 3:16). Jesus hat Sein Leben für jeden in der gesamten Welt niedergelegt (1. Johannes 2:2). Die “gesamte Welt” schliesst offensichtlich alle Völkergruppen der Menschheit ein.
Gott zeigt kein Ansehen der Person (5. Mose 10:17; Apostelgeschichte 10:34; Roemer 2:11; Epheser 6:9), und wir sollten es auch nicht tun. Jakobus 2:4 beschreibt, das wenn man jemand diskriminiert, man dann ein “Richter mit bösen Gedanken” ist. Stattdessen sollten wir “unseren Nächsten lieben wie uns selbst” (Jakobus 2:8). Im Alten Testament unterteilte Gott die Menschen in zwei “Rassen-Gruppen”: Juden und Nicht-Juden. Gottes Absicht war, dass die Juden ein königliches Priestertum sind, und den Nicht-Jüdischen Nationen dienen sollten. Stattdessen, zum größten Teil zumindest, wurden die Juden stolz auf ihren Status und verachteten die Nicht-Juden. Jesus Christus setzte dem ein Ende, indem Er die Wand der Feindschaft niedergebrochen hat (Epheser 2:14). Alle Formen von Rassismus, Vorurteil und Diskriminierung sind ein Angriff auf das, was Jesus am Kreuz getan hat.
Jesus gebietet uns, einander so zu lieben, wie Er uns liebt (Johannes 13:34). Wenn Gott unparteiisch ist und uns mit Unbefangenheit liebt, so bedeutet das, das wir andere mit dem gleichen Standard lieben sollen. Am Ende von Matthäus 25 sagt Jesus, das was immer wir einem Seiner geringsten Geschwister getan haben, das haben wir Ihm getan. Wenn wir einen Menschen mit Verachtung behandeln, so behandeln wir einen Menschen schlecht, der nach Gottes Abbild geschaffen ist; wir verletzen jemanden, den Gott liebt und fuer den Jesus gestorben ist.
Rassismus in seinen variierenden Formen und seinen unterschiedlichsten Ausmassen ist seit Tausenden von Jahren eine Plage der Menschheit gewesen. Brüder und Schwestern aller Völkergruppen, dies sollte nicht so sein! An die Opfer des Rassismus, der Vorurteile und der Diskriminierung – ihr müsst vergeben. Epheser 4:32 sagt, “Seid aber gegeneinander gütig, mitleidig, einander vergebend, gleichwie auch Gott in Christo euch vergeben hat.” Nein, Rassisten verdienen nicht eure Vergebung, aber noch weniger haben wir Gottes Vergebung verdient! An die Täter von Rassismus, Vorurteilen und Diskriminierung – ihr müsst Reue zeigen und “stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Menschen, die vom Tod zum Leben gekommen sind, und bietet ihm eure Glieder als Werkzeuge der Gerechtigkeit an” (Roemer 6:13). Möge Galater 3:28 vollkommen verstanden werden, “Da gibt es keine Juden oder Nichtjuden mehr, Sklaven oder Freie, Männer oder Frauen, denn in Christus seid ihr alle zu Einem geworden”. https://www.gotquestions.org/

Wo ist Gott in dieser Welt?

Aktuell durchleben wir eine einzigartige, epochenprägende Zeit. So manche Sicherheit und Überzeugung die wir hatten, geraten ins Wanken. Die Corona-Pandemie verwirrt und verunsichert uns alle. Wie ist damit umzugehen? John Lennox äußert sich in „Wo ist Gott in dieser Welt?“ zu der aktuellen Lage. Als weltweit anerkannter Apologet und emeritierter Mathematikprofessor an der Univeristät Oxford beleuchtet er die gegenwärtige Thematik aus der ihm typischen, nüchternen Art und Weise.

Lennox nimmt den Leser dabei mit in ein Café und antwortet ihm auf die Frage: Wo Gott in der momentanen Welt sei? „Was nun folgt, ist mein Versuch, dich zu ermutigen, zu unterstützen und dir Hoffnung zu geben“.

Eine globale Pandemie ist dabei nichts Neues. Doch das Verhalten der aktuellen weltweiten Regierungschefs ist anders. „Im Westen haben in der Vergangenheit Zeiten nationaler Katastrophen dazu geführt, dass die Kirchen sich füllten und die Regierung zum Gebet aufrief“. Leider fehlt dieser Appell in weiten Teilen der Welt heute noch, obwohl das Coronavirus jeden von uns mit dem Problem von Schmerz und Leid konfrontiert. „Dieses Buch konzentriert sich auf das sogenannte Problem des natürlichen Übels“. 

In seinen Ausführungen betont der Autor, dass wir in dreifacher Hinsicht unsere Schlüsse aus dem Coronavorus ziehen müssen: intellektuell, emotional und geistlich. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die Weltanschauung, die jeder von uns vertritt, denn „deine Weltanschauung wird deine Reaktion auf Krisen beeinflussen“.  

  • Die theistische Sichtweise lehrt, dass es einen Gott gibt, der der Schöpfer und Erhalter der Welt ist und der den Menschen nach seinem Bild geschaffen hat.
  • In der atheistischen Sichtweise geht man davon aus, dass es über dieses Universum hinaus keine übernatürlichen Dimension gibt. 
  • Bei der pantheistischen Sichtweise ist die Vorstellung von Gott und der Welt zu einer unpersönlichen Einheit verschmolzen.

Im weiteren Verlauf erläutert der Autor, weshalb der Atheismus schlussendlich eine Sackgasse darstellt. Lennox geht dabei auf Richard Dawkins‘ determistische Interpretation des Atheismus ein, „der die Kategorien des Guten und Bösen durch blinde, erbarmungslose Gleichgültigkeit in einem fatalistischen Universum zu ersetzten scheint“. Dabei gelangt er zu dem Schluss, dass eine Moral existieren muss und widmet sich deshalb der Frage, warum es einen liebenden Gott angesichts des Coronavirus gibt. Schließlich unterscheiden Theologen „zwischen Gottes zulassendem Willen – der Tatsache, dass Gott ein Universum geschaffen hat, in dem es möglich ist, Böses zu tun – und Gottes bestimmendem (oder lenkendem) Willen – den Dingen, die Gott aktiv tut“. Übereinstimmend mit dem Zeugnis des Neuen Testamentes kann Gott dabei nicht als Urheber des Bösen angeklagt werden. Vielmehr ist es der „Virus der Sünde“, der zu einem Bruch zwischen Menschheit und ihrem Schöpfer führte. Die Diskussion über das Leid in der Welt ist endlos und unbefriedigend. „Als Mathematiker bin ich es gewohnt, dass, wenn wir eine Frage über Jahre erfolglos bearbeiten, wir überlegen, ob es vielleicht besser wäre, sich mit einer anderen Frage zu befassen oder die Frage anders zu formulieren“. Und so blickt Lennox nun auf die Liebesbeweise Gottes, die sich in Kreuz und Auferstehung zeigen. Im sechsten Kapitel zeigt der Verfasser nun auf, dass Gott den Unterschied ausmacht. Hier gibt er konkrete Hilfestellungen und Handlungsweisen, die sich vor allem an Christen richten, damit sie ein Licht in der Dunkelheit sein können.

Die Ausführungen zeichnen sich durch ein fürsorgliches Hinterfragen der aktuellen Bedenken aus. Lennox vermeidet es in Plattitüden abzudriften, sondern bekennt offen, dass er nicht alle Fragen, die diese Krise aufwirft, beantworten kann. Und deshalb stimmt er dem Rat von Charles Haddon Spurgeon, einem Erweckungsprediger des neunzehnten Jahrhunderts zu, der schrieb: „Gott ist zu gut, um lieblos zu sein, und Er ist zu weise, um sich zu irren. Und wenn wir seine Hand nicht erkennen können, müssen wir seinem Herzen vertrauen“.

Insgesamt gelingt es dem emeritierten Professor den Leser mit in seine Gedanken hineinzunehmen und ihn dazu einzuladen, „über den Glauben nachzudenken, mit Gott zu rechnen und das Rettungswerk Jesu anzunehmen“. Das Buch eignet sich zur Erweiterung des eigenen Horizontes, ist aber vor allem zum Verschenken geeignet, um Menschen, die nach den großen Fragen des Lebens suchen, verlässliche Antworten zu liefern. 


Das Buch: Lennox, J. C. (2020): Wo ist Gott in dieser Welt?, Daniel Verlag, 72 Seiten ISBN: 978-3-945515-50-1, Preis: 2,90€  erhältst du im Buchhandel oder direkt hier.
https://www.lesendglauben.de/2020/05/23/wo-ist-gott-in-dieser-welt/

Der Vergangenheit nicht nachtrauern, die Gegenwart kritisch akzeptieren, die Zukunft gestalten

Corona-Virus hat unseren Alltag in den letzten zwei Monaten so massiv durcheinandergebracht, wie man es sich das in der Zeit davor kaum oder gar nicht vorstellen konnte. Davon sind auch die Kirchen und Gemeinden betroffen, die mit drastischen Einschränkungen ihrer Gottesdienste und anderer gemeindlicher Aktivitäten zu kämpfen hatten und immer noch haben.
Alle diese Einschränkungen rufen immer breitere Debatten über ihren Sinn und Zweck, ihre Berechtigung und Rechtmäßigkeit hervor, sowohl in der Gesellschaft als Ganzes als auch in den Kirchen im Besonderen.
Ein Teil dieser Debatte findet sich auch in Beiträgen auf dieser Seite wieder.
Will man sich einem Thema sachgemäß näher, muss es zunächst in seine Kernelemente herunterbrechen: Was ist das zentrale Problem, die zentrale Frage, die im Mittelpunkt der ganzen Thematik steht?
Die Kernfrage hinter den ganzen Diskussionen und der ganzen Aufregung über das Verhältnis von Politik und Religion im Zuge der Corona-Krise lautet für mich: Hat der Staat das Recht, sich in dieser Form in die Religionsausübung einzumischen? Bei dieser Frage muss die Aussage „in dieser Form“ näher definiert werden: In welcher Form genau hat der Staat in die Religionsausübung eingegriffen? Den ganzen Beitrag kann auf nachfolgenden Link gelesen werden. Karl Karzelek
https://kirche-und-corona.de/der-vergangenheit-nicht-nachtrauern-die-gegenwart-kritisch-akzeptieren-die-zukunft-gestalten/?fbclid=IwAR0GQOei0POtScZvdJcY2bLCVExTYxPn3p4KQIIzYMk5btvOTyalviSTcCA

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