Ulrich Kutschera freigesprochen

Das Landgericht Kassel hat den Evolutionsbiologen Prof. Ulrich Kutschera (Kassel) vom Vorwurf freigesprochen, sich in einem Interview 2017 beleidigend und volksverhetzend über Schwule und Lesben geäußert zu haben. 

Eine gute Nachricht für diejenigen, denen die Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist.

Das Nachrichtenmagazin idea berichtet:

Das Gericht kam am 2. März zu dem Schluss, dass seine Aussagen von der im Grundgesetz geschützten Meinungsfreiheit gedeckt sind. Meinungen dürften auch scharf und verletzend sein. Für viele Menschen schwer erträgliche Aussagen seien nicht gleich strafbar.

Damit hob das Landgericht das vorherige Urteil des Amtsgerichts Kassel vom August 2020 auf. Es hatte den heute 66-jährigen Wissenschaftler wegen beleidigender Äußerungen über Homosexuelle zu einer Geldstrafe von 6.000 Euro verurteilt worden.
Gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA sagte Kutschera zum Urteil: „Nach so viel negativer Berichterstattung und einer klaren Vorverurteilung war ich über den Freispruch erstaunt.“
Der Richter am Landgericht Kassel habe seine Äußerungen im Rahmen der grundgesetzlich verankerten Meinungsfreiheit verortet: „Leider haben die Mainstream-Medien wieder einseitig berichtet.“ An allen drei Verhandlungstagen vor dem Landgericht habe er dargelegt, dass seine Aussagen im kath.net-Interview zur „Ehe für alle“ sachlich korrekt gewesen seien: „Darüber schweigen die Leitmedien, was ich bedauere.“

Wie unsachlich die Mainstream-Medien berichtet, ist gelegentlich schon an den Überschriften abzulesen.
Die FAZ titelte: „Freispruch für Professor nach homophoben Äußerungen“.
Mehr: https://www.idea.de/spektrum/urteil-evolutionsbiologe-hat-homosexuelle-nicht-beleidigt
https://theoblog.de/ulrich-kutschera-freigesprochen/36332/#comments

Heilige Sexualität: Lust, Sex und Beziehungen im Licht des Evangeliums gestalten

Christopher Yuan - Heilige Sexualität

“Im Jahr 1993 eröffnete ich meinen Eltern, dass ich schwul bin.
Das führte zu einem großen Bruch in unserer Familie, um es
milde auszudrücken. Letzten Endes war diese Situation jedoch
der Auslöser dafür, dass jeder von uns, einer nach dem anderen,
zum Glauben an den Herrn kam.
Zunächst reagierte meine damals ungläubige Mutter mit großer Ablehnung. Aber nachdem sie Christin wurde, begriff sie, dass ihr nichts anderes übrig blieb, als ihren homosexuellen Sohn so zu lieben, wie Gott sie liebte. Ihr Verhalten entsprach nicht dem stereotypen Bild, das mancher von Christen haben mag.
Als die Katze jedoch aus dem Sack war, hinderte mich nichts mehr daran, „das, was ich war“, in jeder Form auszuleben. Diese neue Form der Freiheit führte mich sehr schnell auf einen Pfad der Selbstzerstörung, der von sexueller Freizügigkeit und Drogenmissbrauch gekennzeichnet war.

Selbstverständlich schlagen nicht alle Homosexuellen diesen Weg ein, aber bei mir war es so.
Es kam so weit, dass ich von der Universität in Louisville flog, wo
ich Zahnmedizin studierte. Ich zog nach Atlanta und wurde zum
Zulieferer für Drogendealer in über einem Dutzend amerikanischer Bundesstaaten.
Während dieser Zeit wirkte Gott in seiner Gnade im Leben meines Vaters und meiner Mutter, und beide vertrauten Christus als ihrem Retter. MeinenEltern waren die Ausmaße meiner Rebellion nicht bewusst, aber im Licht ihres neu gefundenen Glaubens begriffen sie, dass meine größte Sünde nicht mein gleichgeschlechtliches Sexualverhalten war – meine größte Sünde war mein Unglaube. Mehr als alles andere brauchte ich diesen Glauben an Jesus, um ihm durch Gottes Geschenk der Gnade zu vertrauen und nachzufolgen.
Meine Mutter fing an, mutig zu beten: „Bitte, Herr, tue, was auch immer nötig ist, um diesen verlorenen Sohn zurückzubringen.“ Sie betete nicht primär, dass ich nach Chicago zurückkommen oder mein rebellisches Verhalten ablegen würde. Ihr oberstes Anliegen war, dass Gott mich zu sich ziehen und ich als sein Sohn in seine liebevollen Arme fallen würde, angenommen und erkauft durch das Blut Jesu.
Die Antwort auf ihre Gebete war jedoch eine völlig unerwartete: Ich wurde wegen Drogenhandels verhaftet. Im Gefängnis erlebte ich die dunkelsten Stunden meines Lebens, als ich die Nachricht erhielt, dass ich HIV-positiv war.

An jenem Abend lag ich auf meinem Zellenbett, als mir ein Gekritzel ins Auge sprang, das jemand auf die Metallunterseite der oberen Pritsche geschrieben hatte: „Wenn dir langweilig ist, lies Jeremia 29,11.“ Ich folgte
diesem Rat und war tief berührt von dem Versprechen, das dort steht: „Denn ich kenne ja die Gedanken, die ich über euch denke, spricht der HERR, Gedanken des Friedens und nicht zum Unheil, um euch Zukunft und Hoffnung zu gewähren.“
Ich las mehr und mehr in der Bibel. Dadurch wurde mir klar, dass ich meine Identität an falscher Stelle gesucht hatte. Unsere Kultur erklärt uns Menschen mit gleichgeschlechtlichen Empfindungen, dass unsere Sexualität der Kern dessen ist, wer wir sind. Aber Gottes Wort zeichnet ein anderes Bild. In 1. Mose 1,27 steht, dass wir alle im Ebenbild Gottes geschaffen sind. Der Apostel Paulus schreibt: „Denn in ihm (Christus) leben wir und bewegen uns und sind wir“ (Apg 17,28). Also ist meine Identität nicht „homosexuell“, „ex-homosexuell“ oder „heterosexuell“.
Meine wahre Identität ist allein in Jesus Christus.

Nachdem ich aus dem Gefängnis entlassen worden war, habe ich mich entschlossen, die biblischen und theologischen Wahrheiten intensiv zu studieren und danach zu leben. Ich schrieb mich an einer Bibelschule ein und später an einem Seminar. Im Laufe der Zeit schenkte der Herr mir die Jahre zurück, die die Heuschrecken gefressen hatten (vgl. Joel 2,25). Meine Eltern und ich reisen nun um die ganze Welt. Als Zwei-Generationen-Team sprechen wir über Gottes Gnade und Wahrheit in Bezug auf biblische Sexualität.
Auf meiner Reise vom homosexuellen Agnostiker zum evangelikalen Bibellehrer ist mir Folgendes bewusst geworden: Wie Menschen auf homosexuelle und andere nichtheterosexuell-orientierte Personen reagieren, wurzelt in der Sinnfrage. Seit Anfang der Menschheitsgeschichte ist man auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Und die Antwort auf diese Frage lässt Taten folgen.” DrChristopher Yuan

Angemessener Appell

Ich bleibe dabei: Alice Schwarzer denkt ihre Ansichten konsequent zu Ende, ohne Angst vor Widerspruch aus den eigenen Reihen. Den von ihr mit initiierten Appell gegen Prostitution unterstütze ich aber nicht nur deshalb. Sondern weil das deutsche Prostitutionsgesetz von 2002 in etwa dieselben Schwierigkeiten mit sich bringt wie der in den 70er Jahren entwickelte § 218a des Deutschen Strafgesetzbuchs: Die Intention war durchaus gut. In der Praxis hat’s aber offensichtlich nicht funktioniert. Nach wie vor prostituiert sich nur ein Bruchteil von Frauen – und Männern! – aus freien Stücken. Die anderen bleiben fremdbestimmte Opfer. Fein raus sind höchstens die Zuhälter. Das muss nicht so bleiben.
http://www.daniel-renz.de/wordpress/angemessener-appell/

Kommt mein Kuscheltier in den Himmel?

Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ 2.Petrus 3,13
Wie stellst du dir die Ewigkeit vor? Ist der Himmel eine große, goldene Stadt? Schweben die Menschen dort auf Wolken? Oder wird es im Himmel einfach unvorstellbar, sodass wir uns kein Bild davon machen können? Und ist das alles eh nur Spekulation oder gibt es in manchen Dingen auch Gewissheit?
Einer unserer Dozenten erzählte uns einmal, wie er seinem kleinen Sohn den Himmel erklärte. Dieser fragte daraufhin seinen Papa, ob sein Kuscheltier dann auch im Himmel sei. Die Antwort, die unser Dozent gab, war beeindruckend. Anstatt seinem Sohn eine Ausarbeitung vorzulegen („Mein Sohn, das wissen wir nicht, doch es ist unwahrscheinlich, denn wir haben nur folgende fünf Indizien über die Begebenheiten im Himmel…“), sagte er einfach „Ja!“. Nun, wie kann ein gelehrter Theologie-Dozent so etwas sagen? Nirgends in der Bibel steht, dass Kuscheltiere im Himmel sein werden, oder? Nein, hierbei sollte uns eins wichtig werden: Der Himmel, also die Ewigkeit, wird uns in der Bibel immer wieder mit wunderschönen Begriffen vor Augen gemalt. In Jesaja wird dafür ein ultimatives Friedensreich als Bild gebraucht, in dem sogar wilde Tiere Gras fressen. In der Offenbarung gebraucht Johannes das Bild einer wertvollen Stadt, die die Gemeinde in perfekter Harmonie zu Gott zeigt, er benutzt das Bild einer Hochzeit, es muss also etwas Wunderschönes sein.
Auch Petrus zeigt auf, wie es im Himmel sein wird: Dort wohnt Gerechtigkeit. Im Himmel wohnt Gerechtigkeit, das bedeutet, Gott ist in seiner vollen Präsenz dort. Er regiert, sodass Sünde keinen Platz mehr hat. Alle Menschen dort sind sündlos und sie feiern das Lamm, das ihre Gerechtigkeit vor Gott wurde. Und genau deshalb kann unser Dozent seinem kleinen Sohn sagen, dass auch sein Kuscheltier dort anwesend sein wird: Dort wird Freude, Jubel und Friede sein. Das, was wir hier auf der Erde mit größter Geborgenheit und Liebe verbinden (wie ein Kuscheltier), wird im Himmel in viel besserer Weise existieren und uns umgeben. Gott hat versprochen, die Erde neu zu machen. Wie sie dann aussehen wird, können wir uns nicht genau vorstellen. Aber eins, das wir sicher wissen, ist dass Gott dort wohnt. Und das gibt uns die absolute Sicherheit, dass es in seiner Gegenwart keine Sünden, Schmerzen und Versuchungen mehr geben wird. Dort wird vollkommene Gerechtigkeit herrschen.
Stell dir einmal einen wunderschönen Moment deines Lebens vor. Dieser Moment war, wie alle anderen auch, mit Sünde behaftet, weil er auf dieser Welt stattfand. Im Himmel wird dieser Moment noch einmal unendlich viel schöner sein und darauf freue ich mich sehr! Auch wenn es im Himmel keine Kuscheltiere mehr gibt, wird die Liebe und Geborgenheit Gottes uns so groß werden, dass wir nicht einmal das beste Plüschtier der Welt vermissen werden. Das wird einfach schön!
https://flowwaters.wordpress.com/2020/05/14/kommt-mein-kuscheltier-in-den-himmel/

Herr, segne dieses Smartphone

Herr, lass dieses Smartphone ein Werkzeug zum Guten sein.
Ich begreife dieses Gerät als einen spürbaren Erweis deines Segens,
für den ich dankbar sein will, indem ich ihn als Zeugnis deiner Güte verstehe.
Du lässt dein Angesicht scheinen über mir, und ich will es zu einem Segen für andere machen.

Hilf mir, meine Zeit damit nicht zu vergeuden,
sondern weise zu gebrauchen.
Ich will meine Zeit damit auskaufen,
will es als Zeitsparer und nicht als Zeitverschwender einsetzen.
Will es nicht zum Dienst am Mammon verwenden,
sondern mich in meinem Leben stets auf das Wesentliche konzentrieren.
Dieses Smartphone soll kein Altar meiner Launen sein,
sondern Hilfsmittel für einen Diener an deinem Altar.

Herr, dieses Smartphone ist wahrscheinlich nicht unter fairen Arbeitsbedingungen entstanden.
Ich bitte dich für die zahlreichen Arbeiter aus aller Welt,
durch deren harte Arbeit es entstanden ist.
Ich bitte dich, dass du ihnen Hoffnung und Kraft durch das Evangelium schenkst,
und dass auch ihre Herren dich als ihren Herren erkennen.
Dieser Arbeiter will ich bei zukünftigen Kaufentscheidungen gedenken
und will dich für Sie um ein Ende der Ausbeutung bitten.

Herr, segne dieses Smartphone.

Dieses Jahr habe ich mir Anfang April anlässlich einer Geschäftsreise nach Deutschland endlich ein eigenes Smartphone zugelegt. Ich freue mich, dass das Wundergerät einige Dinge viel einfacher macht – war aber im Vorfeld auch nervös, ob das Handy keinen negativen Einfluss auf mein Leben nehmen würde.

Jahrelang stand ich schon in der Versuchung, konnte den Kauf aber vor mir selbst nie rechtfertigen. Da ich zuhause arbeitete, kamen meine Frau und ich gut zurecht, indem wir uns ihr iPhone teilten. Stattdessen besitze ich seit zwei Jahren ein Kindle-Tablet – wunderbar zum Lesen, aber auch für nicht viel mehr. Nun hätte ich eigentlich gerne ein fair hergestelltes Handy gekauft, aber verschiedene Faktoren haben das verhindert.

Mein literarisch sicherlich eher anspruchsloser bis grausamer Smartphone-Segen ist aus dem Bedürfnis heraus entstanden, für mich selbst einen vor Gott verantwortungsvollen Umgang mit dem Gerät festzulegen.

Die theologische Inspiration dazu kommt von Psalm 67 (1. Teil), Eph 5,15-20 und einigen Jesusworten der Bergpredigt (2. Teil). Die Gedanken im 3. Teil sind ein wenig von der Wirtschaftsethik des AT in Gesetz und Propheten sowie von Jak 5,1-6 beeinflusst.

Besonders wichtig ist mir bei meinem Smartphone aber, dass es mir nicht noch mehr Zeit wegfrisst, als ich ohnehin schon am Bildschirm verbringe. Dazu habe ich mir einige Richtlinien formuliert. Alles folgt dem Prinzip: Nicht am Bildschirm kleben.

Die vielen Ausnahmen funktionieren in der Praxis sehr gut – wer sich hier anregen lässt und große Probleme hat, das Handy wegzulegen, mag vielleicht eine rigorosere Linie nötig finden.

Meine Smartphone-Regeln:

  1. Zuhause und im Büro wird es weggelegt. Ausnahme: Zum Lesen von Ebooks und Artikeln.
  2. Im Auto ist es tabu. Ausnahme: Navigation
  3. Keine Social Apps. Ausnahme: Facebook (ohne Benachrichtigungen), das ich aber nur alle paar Wochen zum Teilen eines Artikels oder Fotos verwende. Social Media benutze ich sehr bewusst nur auf meinem Laptop.
  4. Keine Chat-Apps, insbesondere Facebok Messenger. Ich bin kein großer Chatter, deshalb komme ich damit zurecht, dass ich sowohl Whatsapp als auch eine andere App zum Chatten mit einem kleinen Kreis installiert habe. Es funktioniert, weil ich die Apps so wenig benutze. Da das Handy meist weggelegt ist, schaue ich ohnehin nicht ständig darauf.
  5. Strikte Kontrolle von Benachrichtigungen. Facebook-Benachrichtigungen sind aus, ebenso wie die anderer Apps, die keinen echten Mehrwert haben. Diese Maßnahme ist vielleicht die wichtigste. Die meisten Benachrichtigungen sind auf stumm geschaltet, sodass mein Handy nicht ständig piepst. Ich lasse im Wesentlichen nur Nachrichten, Emails und die gelegentliche Chat-Nachricht zu.
  6. Arbeit bleibt in der Arbeit. Auch Apps, die ich aus beruflichen Gründen installiert habe, dürfen mir keine Benachrichtigungen anzeigen. Finde ich einen ganz wichtigen Grundsatz in der Work-Life-Balance. Zur Produktivität habe ich ja einen Laptop.
    https://biblio-blog.de/smartphone-segen/

Impf-Drängler

„Shutdown“, „Lockdown“, „Zoom-Bombing“, „Home-Office“ und „Social Distancing“. „Quarantini“ und „Covidioten“ sind Wortschöpfungen aus der Corona Zeit.Neu ist der Impf-Drängler 300 Polizistinnen und Polizisten geimpft Corona: Fälle von Impf-Vordrängler häufen sich Coronavirus Impfstoff: Drängler sind gefährlich Der Cottbuser Rathaus-Chef hatte sich heimlich impfen lassenIn Deutschland haben sich mehrere Kommunalpolitiker vorzeitig gegen das Coronavirus impfen lassen. Ihre Rechtfertigungen sind so lächerlich wie gefährlich. NZZDrängler bei den Corona-Impfungen sorgen für Ärger, Kanzler Sebastian Kurz ist empört …Impf-Vordrängler: Mallorcas Bischof gerät weiter unter DruckMilliardär Johann Rupert ließ sich in seiner Privatklinik den Corona-Impfstoff vor dem offiziellen Impfstart verabreichen.

Vertrauen in diese Regierung ?

Könnte mir jemand bitte noch wenigstens *einen* guten Grund nennen, warum man noch so etwas wie Vertrauen in diese Regierung haben sollte. Aus dem Artikel:“Das Bundesinnenministerium spannte in der ersten Welle der Corona-Pandemie im März 2020 Wissenschaftler mehrerer Forschungsinstitute und Hochschulen für politische Zwecke ein. Es beauftragte die Forscher von Robert Koch-Institut und anderen Einrichtungen mit der Erstellung eines Rechenmodells, auf dessen Basis die Behörde von Innenminister Horst Seehofer (CSU) harte Corona-Maßnahmen rechtfertigen wollte.Das geht aus einem mehr als 200 Seiten starken internen Schriftverkehr zwischen der Führungsebene des Innenministeriums und den Forschern hervor, der WELT AM SONNTAG vorliegt. Eine Gruppe von Juristen hat den E-Mail-Verkehr in einer mehrmonatigen rechtlichen Auseinandersetzung mit dem Robert Koch-Institut erstritten.Im E-Mail-Wechsel bittet etwa der Staatssekretär im Innenministerium, Markus Kerber, die angeschriebenen Forscher, ein Modell zu erarbeiten, auf dessen Basis „Maßnahmen präventiver und repressiver Natur“ geplant werden könnten. Die Wissenschaftler erarbeiteten dem Schriftverkehr zufolge in nur vier Tagen in enger Abstimmung mit dem Ministerium Inhalte für ein als geheim deklariertes Papier, das in den folgenden Tagen über verschiedene Medien verbreitet wurde. Darin wurde ein „Worst Case-Szenario“ berechnet, laut dem in Deutschland mehr als eine Million Menschen am Coronavirus sterben könnten, würde das gesellschaftliche Leben so weitergeführt wie vor der Pandemie.“gefällt mir = ich weiß auch keinen Grund. A.W.

Bundesinnenminister Seehofer drängte während der ersten Hochphase der Pandemie auf harte Maßnahmen – und ließ sein Haus kreativ dabei werden, sie zu rechtfertigen

https://www.welt.de/politik/deutschland/article225864597/Interner-E-Mail-Verkehr-Innenministerium-spannte-Wissenschaftler-ein.html?cid=socialmedia.facebook.shared.web&fbclid=IwAR1fK6T7peZdkvemkEKPHg2mximv2sTDNIY7P180QAhQH54noIMjSr3NeVI

Ein paar Fragen an die Duden-Redaktion

Ein Lektor und Verleger stellt der Duden-Redaktion etliche hilfreiche Fragen (Auszug aus einem FAZ-Leserbrief, 01.02.2020, Nr. 26, S. 19):

Die Duden-Redaktion, die das generische Maskulinum abschaffen will, sowie alle Befürworter und Propagandisten des Genderns müssen sich folgende Fragen stellen lassen: Weshalb haben sie sich (eventuell wider besseres Wissen) dem moralischen und politischen Druck der Sprachaktivisten gebeugt? Gibt es in ihrem Kreis niemanden, der die Funktion des generischen Maskulinums als unmarkierte sexusneutrale Sammelform im Sprachsystem erklären kann? Warum unterstützen sie eine Modeideologie, die sich bei näherer Betrachtung als undurchdachter Aktivismus am falschen Objekt entpuppt und in der praktischen Wirkung dem erklärten Anliegen, mehr Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen, zuwiderläuft? Sehen sie nicht, dass beim Gendern eine feministische Agenda über ein gewachsenes und funktionierendes Sprachsystem gestellt wird und dass hier begründeter Ideologieverdacht besteht? Ist ihnen nicht klar, dass es sich beim Gendern um eine akademische Blüte handelt, die mit dem Sprachgebrauch der meisten Menschen nichts zu tun hat? Sehen sie nicht, dass eine Sprachpolitik von oben den natürlichen Sprachwandel manipuliert und verfälscht? Sehen sie nicht die Gefahr, dass das Gendern die Sprachgemeinschaft spaltet in solche, die sich als Avantgarde und als die „Guten“ fühlen, weil sie gendern, und auf den Rest herabschauen, weil sie sich verweigern? Sehen sie darüber hinaus nicht die Gefahr, dass das Gendern zum sozialen Distinktionsmerkmal wird? Registrieren sie nicht, dass trotz jahrelanger Propaganda eine überwiegende Mehrheit der Sprecherinnen und Sprecher des Deutschen das Gendern ablehnt?
https://theoblog.de/ein-paar-fragen-an-die-duden-redaktion/36213/

Brauchen wir die Kirche noch?

Gerhard Wegner, Gründungsdirektor und Leiter des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD in Hannover, stellt in einem FAZ-Beitrag „Jeder stirbt für sich allein“ die Frage, ob die Kirchen überhaupt noch gebraucht werden (14.01.2021, Nr. 11, S. 12). Mutig stellt er zum Eingang fest, dass die Kirchen zur Corona-Herausforderung nichts zu sagen haben:

Das Virus macht endgültig deutlich, wie nutzlos die Kirchen mittlerweile geworden sind. Religiös Hilfreiches zur Bewältigung der Krise war von ihnen nicht zu hören. Gleich zu Beginn der Pandemie haben es die Bischöfe auf den Punkt gebracht: Gott habe mit Covid-19 nichts zu tun. Damit schossen sie sich selbst aus allen Debatten zur Bewältigung der Krise raus. Hätten sie andere Möglichkeiten gehabt?

Wagner erklärt dann, dass aus soziologischer Sicht die Welt auf die Kirchen sehr gut verzichten kann. Die Welt funktioniert auch ohne Religion:

Immer weniger wird sie in Wirtschaft, Politik oder Wissenschaft angefragt, weil sie dort bestenfalls Verwirrung stiftet. In dem wohl besten religionssoziologischen Buch der letzten Jahre, „Religion in der Moderne“, zeigen Gergely Rosta und Detlef Pollack, warum es völlig falsch wäre, in dieser Situation Religion als nützlich anzubieten. „Die absichtslose, nur um ihrer selbst willen erfolgende Verinnerlichung ihrer Sinnformen ist (…) eine wichtige Voraussetzung ihrer Wirksamkeit.“ Eine Antwort auf die Frage, warum man sich auf sie einlassen soll, muss deswegen offenbleiben.

Religion ist also für die Welt, in der wir leben, objektiv überflüssig. Doch möchte Wagner trotzdem nicht auf sie verzichten. Religion befreit nämlich davon, die Welt so hinzunehmen, wie sie ist:

Das aber bedeutet nicht, dass eine derartig selbstreferentielle Religion sinnlos wäre. Im Gegenteil, die in ihr imaginierten Sichtachsen zum Himmel bieten enorme Möglichkeiten, die „Welt von außen“ zu betrachten und das, was in ihr hoch gehandelt wird, in seiner Wertigkeit zu relativieren.

Ein schöner Text. Und doch bleibt Wagner bei einem menschenzentrierten Religionsverständnis hängen, das sich den Wahrheits- und Rechtfertigungsfragen entzieht und der Welt nicht mehr zu geben hat als Trost. Religion ist für den Christen das, was für den schöpferischen Nicht-Christen die Kunst ist. Opium?

Das Beispiel zeigt augenfällig, dass aus uns Frommen doch ziemlich zahnlose Tiger geworden sind. Ich verstehe das als Ruf zur Umkehr. Sagte Jesus nicht, dass seine Nachfolger das Salz der Erde und das Licht der Welt sind (vgl. Mt 5,13–16)? Der Rückzug ins fromme Gemüt ist nichts anderes als eine Weltflucht.
https://theoblog.de/brauchen-wir-die-kirche-noch/36120/

Kauft Bücher für das Seelenheil, statt Klopapier für’s Hinterteil

Radiobeitrag für die erste Woche des neuen Jahres: HYGIENEKONZEPT
Hygienekonzepte sind aktuell an der Tagesordnung. Hände waschen, desinfizieren und Maulkorb tragen ist geboten. Bei den Hygienevorschriften geht es um die körperliche Gesundheit. Viele Zeitgenossen können das inzwischen nicht mehr hören. Restaurants und Hotels haben sich mit der Hygiene viel Mühe gegeben und wurden dennoch dicht gemacht. Darf man bei soviel Ärger und Wut überhaupt noch fragen, ob es auch ein Hygienekonzept für die seelische Gesundheit gibt? Eine Buchhandlung warb in diesen Tagen mit diesem Spruch: Kauft Bücher für das Seelenheil, statt Klopapier für’s Hinterteil. Das finde ich bemerkenswert. Denn ein bestimmtes Buch fürs Seelenheil gibt es wirklich und jede gute Buchhandlung hat es auch vorrätig. In diesem Buch steht übrigens auch das Hygienekonzept für die Seele. Das Buch ist die Bibel, die Heilige Schrift. Das Hygienekonzept sind die 10 Gebote. Hier mal ein Auszug:Du sollst Vater und Mutter ehren.Du sollst nicht die Ehe brechen.Du sollst die Wahrheit sagen.Du sollst nicht gierig und neidisch sein.Ich bin froh, dass ich dieses Hygienekonzept bereits als junger Mensch kennen lernen durfte. Ich habe es ernst genommen und wurde so vor Schäden bewahrt. Und da, wo ich versagt habe, hat der Oberarzt JESUS mir vergeben – mich wieder gesund gemacht. Lu†z Scheufler FB