1.Petrus 1,14 Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin, denen ihr früher in der Zeit eurer Unwissenheit dientet;

Nachdem Petrus uns im vorigen Vers bis zum Ende (Offenbarung) gebracht hat, führt er uns jetzt wieder zurück und sagt, wie wir wandeln sollen. Wir sollen nicht tun, was uns gut scheint, sondern was unser Vater uns sagt. Und Er wünscht bei uns praktische Heiligkeit zu sehen. Die sich von Jesus haben rufen lassen, sind ganz auf seine Ankunft ausgerichtet. Aber das erlaubt ihnen nicht, die Gegenwart zu verträumen. Wer sich ganz auf die Parusie ausrichtet, wird sein Lebensführung (V. 15) hier und jetzt besonders ernst nehmen. Weiterlesen

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1.Petrus 1,13 Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.

Beim Lesen dieses Aufrufs spürt man etwas von der Bestimmtheit des Petrus. Er will uns sagen, dass jetzt nicht die Zeit zum Abschalten, zur Apathie ist. Schaut man sich die Eindringlichkeit an, mit der er sagt: „Haltet euch bereit! Bleibt nüchtern! Setzt eure ganze Hoffnung auf die Gnade!“ Der Rhythmus dieser Sätze ist ein hartes Stakkato. Heute würden wir es vielleicht so sagen: „Kommt zur Sache, Leute! Die Lage ist ernst!“ Man lässt sich so leicht von der Welt berieseln und in den Schlaf wiegen. Wenn wir uns aber von diesem Narkosemittel befreien wollen, müssen wir uns seinem Einfluss widersetzen. Ich habe das Empfinden, dass Petrus hier sagt: „Ihr müsst euch klarmachen, dass ihr zwar in diesem Kosmos lebt, aber dass ihr euer Denken, euren Blick, euer Wesen jenseits des Hier und Jetzt richten müsst. Ganz egal, wie knüppeldick es auch kommen mag: richtet eure Hoffnung jenseits der gegenwärtigen Umstände, denn sonst fällt ihr dem Kosmos-Denken zum Opfer. Weiterlesen

„Insider-Information“

Nichts verkauft sich so gut wie Prophezeiungen. Es ist wahr. Eine Gemeinde oder ein Missionswerk kann eine dämliche Theologie, einen komischen Leiter und unsinnig strikte Regeln haben, wenn sie jedoch ein paar Weltkarten, eine Schere und einen Stapel von Zeitungen, zusammen mit einem Prediger, der sich halbwegs gut ausdrücken kann, dann, so scheint es, werden die Menschen ihnen eimerweise Geld schicken.
Menschen fürchten sich vor dem Unbekannten und sie kennen die Zukunft nicht. So scheint es, dass irgendein alter Straßenhändler, der des Weges kommt und behauptet, dass er die Zukunft kennt, eine ganz schöne Gefolgschaft zusammentrommeln kann, wenn er klug genug ist, Gottes Unterschrift für seine Vorhersagen zu fälschen, indem er Bibelstellen wir ein Zirkuskünstler jongliert.
Aber eine Sache, über die wir uns im Klaren sein müssen, ist folgende: Bei der biblischen Prophetie geht es nicht um die Zukunft. Es geht darum, dass wir Jesus Christus erkennen.
Wenn Sie nach prophetischen Vorhersagen süchtig sind, dann händigen sie Ihren Verstand nur den selbst ernannten Boten Gottes aus, sodass sie ihn mit Erfindungen darüber füllen können, welcher besondere Despot tatsächlich der „König des Südens“ oder der „König des Nordens“, oder „das Tier“ oder „der falsche Prophet“ oder das zehnte „Horn“ ist. Es wird viel Spaß machen, sehr aufregend sein, und beinahe geistlich so nützlich sein, wie wenn man für den Rest seines Lebens Dungeons and Dragons (Kerker und Drache) spielt.
Oder Sie könnten von dem Apostel Petrus lernen. Der hatte einige Gedanken zur Prophetie – ihren Ursprung, ihren Wert und ihren Zweck. Er wusste, worum es dabei ging. Und er gab uns diese Informationen im 1. Petrusbrief weiter.
„10 Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, die für euch bestimmt ist, 11 und haben geforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist Christi deutete, der in ihnen war und zuvor bezeugt hat die Leiden, die über Christus kommen sollten, und die Herrlichkeit danach. 12 Ihnen ist offenbart worden, dass sie nicht sich selbst, sondern euch dienen sollten mit dem, was euch nun verkündigt ist durch die, die euch das Evangelium verkündigt haben durch den Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, – was auch die Engel begehren zu schauen.“ (1Pt 1,10-12).
Hier ist nun die „Insider-Information“ für uns, direkt von Petrus:
1. Der Geist Christi, der Heilige Geist, ist die Quelle der Prophetie (Offenbarung 19,10 sagt das Gleiche aus).
2. Der Zweck der Prophetie war die Vorhersage des Todes und der Auferstehung Jesu Christi.
3. Wenn man das Evangelium gehört hat, hat man alles gehört, was es zum Thema Prophetie zu wissen gibt.
Und was hat Petrus von seinen Lesern, die diese Informationen erhielten, erwartet? Einfach dies: „Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.“ (V. 13).
Unseren Sinn auf die Gnade zu richten, bedeutet, dass man die „Wiedergeburt“ (V. 3) durch den Glauben auslebt, während wir „einander beständig lieben aus reinem Herzen“ (V. 22).

1.Petrus 1,12 Ihnen ist offenbart worden, daß sie nicht sich selbst, sondern euch dienen sollten mit dem, was euch nun verkündigt ist durch die, die euch das Evangelium verkündigt haben durch den heiligen Geist, der vom Himmel gesandt ist, – was auch die Engel begehren zu schauen.

Die großen Vorrechte der Gläubigen dieses Zeitalters sieht man nicht nur daran, daß sie all das klar verstehen, was den Propheten verborgen blieb, sondern auch in der Tatsache, daß „Engel“ in diese Wahrheiten der Erlösung hineinzuschauen begehren.  Weiterlesen

1Petr.1,10 Nach dieser Seligkeit haben gesucht und geforscht die Propheten, die von der Gnade geweissagt haben, die für euch bestimmt ist,

So fest stehen im Glauben kann die Gemeinde nur, weil sie gegründet ist in der Schrift. Der Hinweis auf das Alte Testament ist nicht nur eine geschichtliche Erinnerung; etwa in dem Sinn; dass das Alter für Richtigkeit bürge. Nein, damit ist ausgesagt, dass es sich hier nicht um irgendeine Religiosität, um irgendeinen Glauben handelt, sondern um die Offenbarung Gottes. Nicht der Mensch hat sich in seiner Religiosität allerhand Frommes und Schönes zusammengedacht über Gott, sondern Gott ist umgekehrt von sich aus zu den Menschen getreten. Was wäre das auch für ein Gott, den man erdenken könnte, der nur ein Ding bliebe unter all den (sichtbaren oder unsichtbaren) Dingen, die wir mit unserem Denken bewältigen können! Der Gott der Gemeinde Jesu ist der Gott Israels. Gott ist nicht heute mal so, und bald so, einmal zornig, dann wieder gnädig. Er ist im alten wie im neuen Bund der eine Gott, Richter und Heiland zugleich (s. zu 1,7). Darum heisst der Inhalt der prophetischen Verkündigung auch Gnade, freies, bedingungsloses Schenken Gottes. Weiterlesen

Segen für leidende Christen

” Petrus, Apostel Jesu Christi, den Fremdlingen von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien, die auserwählt sind nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters, in der Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi: Gnade und Friede werde euch immer reichlicher zuteil!” (1. Petr 1,1-2)
Petrus, den Jesus Christus in sein Team berufen hatte, war nicht nur ein “Partieller Überwassergeher” oder ein “Jesus-vor-Jerusalem-Verschoner”, sondern wurde von Jesus eben auch mit dem Titel “Fels” versehen. Vielleicht ist er mit den Jahren reifer geworden. Wahrscheinlich wurde er wirklich mehr und mehr zum Halt und Wegweiser für viele – eben ein “Fels in der Brandung”.
Ohne Frage muss Petrus bei vielen Christen bekannt gewesen sein. Zumindest muss es etliche mündliche Berichte über ihn gegeben haben (s.a. seine Pfingstpredigt).
So kann er als Apostel – als Gesandter Jesu – den Christen in Galatien, Pontus und einigen anderen Orten einen wegweisenden Brief schreiben.
Er benutzt das gleiche Muster, das Paulus ebenfalls oft in seinen Briefen verwendet:
Zuerst wird die Identität der Empfänger festgestellt:
“Fremdlinge”!
Das sind Christen, die möglicherweise in aktuellen Verfolgungssituationen stecken. Was war ihr Verbrechen? Wieso wurden sie verfolgt und drangsaliert? Wohl aus demselben Grund, aus dem auch heute viele Christen verfolgt werden: Schlichtweg, weil sie weder an Buddha, Mohammed, Krishna glauben, auch nicht der Kommunistischen Partei oder anderen atheistischen Auswüchsen, sondern weil sie bekennen:
“Jesus Christus allein ist Herr und Erlöser!”
Das kann andere so ärgern, dass sie keine Worte mehr finden.
Stattdessen sperren sie Türen zu, spotten, belügen oder werden sogar handgreiflich.
Wer so etwas als Christ erfährt, weiß: “In dieser Welt bin ich eigentlich Fremder!”
Aber das deutet zugleich auf die wirkliche Heimat hin:
Unser Bürgerrecht ist im Himmel im Angesicht Gottes!
Nur aus dieser himmlischen Perspektive lässt sich das gegenwärtige Leiden ertragen. Aber mehr noch: Das gegenwärtige Leiden führt uns zu Gott hin! Auch, wenn es uns kurzzeitig auf den Boden werfen kann, so muss es letztlich dahin führen, dass wir nach unserem himmlischen Vater rufen. Das irdische Leiden leitet uns in den Himmel.
So wissen wir:
Wir sind Auserwählte Gottes.
Gott, der Schöpfer von Himmel und Erde, hat uns gewollt! Er meint uns!
Er weiß, wer zu Ihm steht und wer Ihn ablehnen wird.
Dabei wird durch Petrus klar:
Diese Auserwählung ist nicht in erster Linie unser Werk.
Wir können vor Gott nur bestehen… wir können mit Ihm nur leben, wenn der Heilige Geist in uns die Heiligung bewirkt und uns zum Gehorsam gegenüber Gott anreizt.
Und im Mittelpunkt steht das Blut Jesu: Auch, wenn es eklig sein mag – aber es wurde sozusagen über uns versprengt, denn nur durch das Blut Jesu Christi können wir vor dem heiligen Gott bestehen.
So verweist Petrus schon in den ersten beiden Versen auf die Dreieinigkeit Gottes: der Vater, der Geist und der Sohn.
In diesem Sinne spricht er Segensworte über die Christen aus:
Gnade und Frieden mögen immer mehr in unserem Leben sein!
Wer einmal von der Gnade und dem Frieden Gottes “geschmeckt” hat, der weiß: Es gibt nichts Besseres!
Keine andere Religion, keine Philosophie und kein anderer Lebensstil können uns das geben, was wir durch Jesus an Gnade und Frieden erfahren.
Nach Außen hin mögen wir wanken und ein schweres Leben haben.
Aber wir wissen: Wir haben Frieden mit dem Allerhöchsten!
http://dikosss.wordpress.com/2010/03/04/1836/