19 Achtundsechziger blicken zurück, 1 Antiachtundsechziger blickt nach vorne

Anlässlich der «Suisse 1968»-Ausstellung im Bernischen Historischen Museum habe ich mir das dazugehörige Buch gekauft: Samuel Geiser, Bernhard Giger, Rita Jost, Heidi Kronenberg, «Revolte, Rausch und Razzien: Neunzehn 68er blicken zurück» (Bern: Stämpfli, 2018). Vorab: Es war das traurigste Buch, das ich in meinem Leben je gelesen habe. Viele Achtundsechziger waren politisch gesehen zwar erfolgreich und politisierten im Gemeinde-, Kantons- oder sogar Nationalrat. Aber persönlich sind meines Erachtens viele gescheitert: Hoffnungslosigkeit, Scheidung, Konkubinat, Esoterik als Stichworte genügen. Natürlich verurteile ich sie nicht, sondern warne vor ihrem Lebenswandel.
Im Buch outet sich ein Doktor der Theologie zum Atheismus, ein anderer zum Konkubinat (Ehe ohne Trauschein) und eine Pfarrerin bekennt, dass sie nicht mehr in die Kirche geht… dass die reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn dieses Buchprojekt trotzdem finanziell unterstützt hat, finde ich gelinde gesagt eine Frechheit, zumal sich die Ideologie der Achtundsechziger in fast allen Punkten vom biblischen Christentum unterscheidet. Es zeigt, dass die reformierte Kirche der Schweiz dringend eine Reformation (Erneuerung unserer Gesellschaft) gemäss der Bibel braucht!
Dieses Buch kann ich gar nicht wiederlegen, weil es 19 Biographien (Lebensgeschichten) mit Erfahrungen enthält. Trotzdem habe ich – auch als Reaktion zu diesem Buch — zu Feder und Tinte gegriffen und zwei Artikel verfasst, um eine Gegenposition einzunehmen:
– Revolution oder Reformation? Auseinandersetzung mit der 1968er Ideologie http://bekennende-kirche.de/2018/09/revolution-oder-reformation-auseinandersetzung-mit-der-1968er-ideologie/
Nochmals: Als Pfarrer verurteile ich keine Menschen, weil jeder Mensch Gottes Ebenbild (vgl. 1.Mose 1,26-27) und damit unendlich wertvoll ist, sondern ich warne eindringlich vor Ideologien (Weltanschauungen), die unser Leben zerstören und eine Kultur des Todes (Abtreibung, Selbstmord, Drogenkultur, Sterbehilfe) fördern.
Das EVANGELIUM, die frohe Botschaft und gute Nachricht, dass Gott uns liebt und uns seine Liebe in seinem Sohn Jesus Christus gezeigt hat, gilt gerade für Achtundsechziger, die suchend nach Liebe, Anerkennung und dem Lebenssinn sind. Für dieses EVANGELIUM und für eine Kultur des Lebens setze ich mich als Christ, Pfarrer und Präsident der Stiftung Zukunft CH ein. Leutwil, 28.12.2018 Michael Freiburghaus  Michael Freiburghaus·Freitag, 28. Dezember 2018
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