2.Petrus1,12 Darum will ich’s nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern, obwohl ihr’s wisst und gestärkt seid in der Wahrheit, die unter euch ist.

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Mit starken Worten im Griechischen, die kaum übersetzbar sind, betont Petrus in Vers 12 seinen festen Willen und Vorsatz, von dem er sich nicht abbringen lassen will, die Gemeinden zu erinnern, auch wenn es ihnen gar nicht gefallen sollte.
In dem Bewusstsein, dass seine Tage gezählt sind, legt der Apostel seinen Lesern diesen Brief besonders ans Herz. Dreimal sagt er ihnen: „Darum will ich’s nicht lassen, euch allezeit daran zu erinnern“ (V. 12); „Ich halte es aber für richtig, … euch … zu erinnern“ (V. 13); und „Ich will mich aber bemühen, dass ihr dies allezeit … im Gedächtnis behalten könnt“ (V. 15; vgl. 2. Petr 3,1).
In dieser Bibelstelle schweift Petrus von seinem Thema der Errettung ab und fügt eine Aussage darüber ein, wie wichtig es ist, Menschen an die grundlegende Wahrheit zu erinnern. Jeder gute Lehrer kennt den Wert von Wiederholungen. Forschungsarbeiten haben aufgezeigt, dass Menschen innerhalb einer Stunde, nachdem sie eine gesprochene Mitteilung gehört haben, bis zu 90 Prozent ihres Inhalts vergessen.
Wir mögen vielleicht denken: „Ja, ich habe verstanden, was gemeint ist und stimme dem zu, infolgedessen ist bei mir alles in Ordnung.“ „Keineswegs“, sagt der Apostel, „du musst es dir immer wieder vorhalten!“ Das heißt, die Regeln des christlichen Lebens erfordern, dass kein Tag verstreichen darf, wo ich mir nicht gewisse Dinge ins Gedächtnis rufe. Es genügt nicht zu sagen: „Christus ist mein Erlöser“, nein, von dem Augenblick an, wo mir das klar wird, muss er mir ständig gegenwärtig sein. Das ist der Sinn des Bibellesens und des Darüber-Nachsinnens, das ist der Zweck des Betens. Entweder wir rufen uns die Glaubensgrundsätze täglich in Erinnerung, oder sie ruhen als verschwommene Begriffe auf dem Grunde unseres Gedächtnisses und sind dort zu nichts tauglich.
In der zweiten Hälfte des Satzes entschuldigt sich Petrus beinahe für die Dringlichkeit seiner Mahnung. Er möchte nicht, dass seine Leser seine Absicht missverstehen. Es liegt ihm fern, sie zu kritisieren, und er nimmt auch keinesfalls an, dass sie in ihrem Glauben schwankend geworden sind. Im Gegenteil: Er weiß, dass sie die Wahrheiten, die er ihnen geschrieben hat, kennen (ihr wisst), und er zweifelt nicht daran, dass sie gestärkt … in der Wahrheit sind.
Christus hatte Petrus zum Hirtendienst unter Menschen berufen (Joh 21,15-19), wobei Petrus’ Worte seine Fürsorge als Hirte anhand von vier Punkten verdeutlichen: Dringlichkeit, Güte, Treue und Kürze. Deshalb geht es Petrus darum, die in der Vergangenheit erfassten, heute noch ebenso gültigen Wahrheiten in der Gegenwart zur Wirkung kommen zu lassen.