2.Petrus 1,17 Denn er empfing von Gott, dem Vater, Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm kam von der großen Herrlichkeit: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Als Beweis für die Zuverlässigkeit dieser apostolischen Überlieferung führt der Petrus seine Augenzeugenschaft und die seiner Gefährten bei der Verklärung Christi an (vgl. Mark 9,2 – 13; Matth 17,1 – 9; Luk 9,28 -36).
Die erhabene Sprache, die Petrus in diesem Zusammenhang gebraucht, soll seinen Lesern die wahre Majestät des Heilands, vor Augen führen. Hier wird deutlich, dass Petrus sich und seine Mitapostel vor allem als bevorrechtete Zuschauer sah, die die höchste und wahrhaftigste Ebene geistlicher Erfahrung in der Gemeinschaft mit Christus erreicht hatten.
Dieses Ereignis ist uns aus den Evangelien bekannt, aber Petrus legt seinen Sinn noch klarer aus. Er benützt das Wort „Herrlichkeit“, das im biblischen Sprachgebrauch immer nur von Gott ausgesagt wird. Diese hörbare Bekanntmachung war von größter Wichtigkeit. Die Stimme des Vaters sagte: „Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“, was sich auf zwei unterschiedliche Begebenheiten beziehen könnte – auf die Taufe des Herrn oder auf seine Verklärung (Mt 3,17; 17,5).
Der umschreibende Titel „überwältigende Herrlichkeit“ entspricht der jüdischen Sitte, den Gottesnamen „Jahwe“ nicht auszusprechen und statt dessen andere Gottesbezeichnungen zu gebrauchen.
Ganz besonders auffällig ist, dass die Verklärung Jesu in allen drei Evangelien, bei Matthäus, Markus und Lukas, unmittelbar im Anschluss an die Prophezeiung Jesu geschildert wird, bei der er davon spricht, dass etliche hier stünden, die den Tod nicht schmecken würden, bis daß sie des Menschen Sohn kommen sehen würden in seinem Reich (Matth. 16, 29; Mark. 9,1; Luk. 9, 27).