Durch das Abendmahl werden mehrere Dinge versinnbildlicht und bekräftigt:

1. Der Tod Christi. Wenn wir das Brot brechen, symbolisiert es das Gebrochenwerden des Leibes Christi und wenn der Wein aus dem Kelch ausgegossen wird, symbolisiert dies das Vergossenwerdens des Blutes Christi für uns. Daher ist die Teilnahme am Abendmahl auch eine Art Verkündigung: „Denn so oft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“ (1Kor 11,26).
2. Unsere Teilhabe an den Segnungen des Todes Christi. Jesus gebot seinen Jüngern „Nehmt, esst! Das ist mein Leib“ (Mt 26,26). Wenn wir einzeln aus dem Kelch trinken, verkündigen wir durch unsere Handlung, dass wir an den Segnungen teilhaben, die durch den Tod Jesu für uns erworben worden sind.
3. Geistliche Ernährung. Brot und Wein bilden die Tatsache ab, dass Christus unsren Seelen geistliche Nahrung und Erquickung darreicht. (vgl. Joh 6,53-57).
4. Die Einheit der Gläubigen. Wenn Christen gemeinsam am Abendmahl teilnehmen, geben sie ein deutliches Zeichen für ihre Einheit miteinander ab. So sagt Paulus: „Denn es ist ein Brot, so sind wir, die vielen, ein Leib; denn wir alle haben Teil an dem einen Brot“ (1Kor 10,17).
5. Christus bekräftigt seine Liebe zu mir. Die Tatsache, dass ich am Abendmahl teilnehmen kann, ja, dass Jesus mich zu kommen einlädt, ist eine lebendige Erinnerung und eine anschauliche Zusicherung, dass Jesus Christus mich persönlich liebt.
6. Christus bestätigt, dass mir alle Segnungen des Heils vorbehalten sind. In dem Abendmahl esse und trinke ich einen Vorgeschmack auf das große Festmahl des Königs. Ich komme als Angehöriger seiner ewigen Familie zu ihm. Wenn der Herr mich an seinem Tisch willkommen heißt, vergewissert er mir, dass er mir auch den Zugang zu allen anderen Segnungen der Erde und des Himmels gewähren wird, insbesondere zum großen Hochzeitsmahl des Lammes, bei dem ein Platz für mich reserviert worden ist.
7. Ich bekräftige meinen Glauben an Christus. Durch meine Teilnahme am Abendmahl verkündige ich immer wieder, dass meine Sünden das Leiden und den Tod Jesu mitverschuldet haben. Somit sind Trauer, Freude, Danksagung und Tiefe Liebe zu Christus in der Schönheit des Abendmahls reichlich miteinander vermischt.
Schließlich stellt sich die Frage, wer am Abendmahl teilnehmen sollte. Es ist außer Frage, dass nur Gläubige daran teilnehmen sollten, denn das Abendmahl symbolisiert die Gemeinschaft mit Christus. Paulus warnt aber davor, das Abendmahl unwürdig einzunehmen (1Kor 11,27-29). Vorher tadelt Paulus die Korinther für ihr rücksichtsloses Verhalten, wenn sie in der Gemeinde zusammenkommen (V20.21). Wir sollten uns daher prüfen, ob wir uns selbstsüchtig und feindschaftlich unseren Geschwistern gegenüber verhalten und somit nicht die Wesenszüge unseres Herrn widerspiegeln oder ob unsere Beziehungen das Opfer unseres Herrn in seiner Selbsthingabe verkündigen (vgl. Mt 5,23.24).
Nach Wayne Grudem: Biblische Dogmatik, Kapitel 50: Das Abendmahl, © VKW und arche-medien, 1. Auflage 2013

Welche Speise stand bei Jesus und seinen Jüngern beim letzten Abendmahl auf dem Tisch?

In der Quizsendung „Wer wird Millionär?“ lautete eine Frage: Welche Speise stand bei Jesus und seinen Jüngern beim letzten Abendmahl auf dem Tisch?
Es gibt vier Antwortmöglichkeiten: Forelle Blau, Spanferkel, Paschalamm, falscher Hase.
Der Kandidat, Mitte 20, Absolvent eines katholischen Gymnasiums, weiß es nicht.
Der Moderator Günther Jauch kann es nicht fassen.
Das Publikum wird gefragt:
10 Prozent tippen auf Forelle blau. 10 Prozent auf Spanferkel oder falscher Hase.
Günther Jauch rauft sich die Haare: Dass ausgerechnet im katholischen Köln 20 Prozent nicht wissen, was beim letzten Abendmahl als Speise auf dem Tisch stand.
Immerhin 80 Prozent wissen die richtige Antwort: Paschalamm.
Was in der Quizsendung zu großer Erheiterung führt, beunruhigt uns in den christlichen Kirchen schon länger: Das Glaubenswissen ist im Schwinden.
Die Bedeutung von Weihnachten und Ostern kann nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden.

Abendmahl auf dem Mond

Vor 45 Jahren, am 21. Juli 1969, betraten die ersten Menschen den Mond. Das dürfte allseits bekannt sein. Was weniger bekannt ist: Die ersten Dinge, die auf dem Mond verspeist wurden, waren Brot und Wein. Denn Buzz Aldrin, der zweite Mensch auf dem Mond, feierte kurz vor dem Ausstieg aus dem „Eagle“ das Abendmahl.
Aldrins Pastor hatte öfters darüber gesprochen, dass Gott sich in den Dingen des Alltags offenbare. In biblischer Zeit waren Brot und Wein ganz normale Lebensmittel.
Aldrin, heute 84 Jahre alt, war damals Mitglied einer Presbyterkirche in Texas. Vor dem Abflug Richtung Mond bat er seinen Pastor darum, ihm ein bisschen Wein, ein wenig Brot und einen kleinen Silberkelch zu geben. Diese Dinge nahm der Astronaut mit auf den Mond. Aldrin goss den Wein in den Kelch und las den Bibelvers Johannes 15, 5, wie es wenige Stunden zuvor in seiner Gemeinde gemacht worden war. Dann aß er das Brotstück und trank den Wein. Aldrin schrieb später: „Ich spürte besonders stark die Verbundenheit mit meiner Gemeinde zu Hause und mit der Kirche überhaupt.“ Neil Armstrong sah schweigend zu. Wenig später betrat er als erster Mensch den Mond, und Aldrin folgte ihm.
Die NASA versagte ihm die Übertragung an die Zuhörer auf der Erde. Sie war nämlich in einem laufenden Gerichtsverfahren, das eine Atheistin gegen die NASA angestrengt hatte, weil die drei Apollo-8-Astronauten am Heiligen Abend 1968 öffentlich aus der Bibel vorgelesen hatten. Abendmahl auf dem Mond! Was für eine wunderbare Vorstellung: Menschen, die Brot und Wein teilen und in deren Mitte Gott ist, der lebendige Gott. Es gibt keinen einzigen Platz in diesem ganzen riesigen Universum, der ohne Gott ist.
Sogar in den kühnsten Unternehmungen, ja gerade dann, ist er da, gibt Kraft und macht Mut. Und so ist Gott auch heute da, für Sie und für mich. Stärkt uns und macht uns Mut, damit unsere kleinen Schritte gelingen und die großen Sprünge.

Das Abendmahl

Das Abendmahl ist   durch Jesus Christus eingesetzt worden in der Nacht, da Er verraten wurde. Die Synoptiker berichten darüber in Mt 26,26-30; Mk 14,22-26; Lk 22,19-20. Johannes erwähnt das Mahl nicht. Manche meinen zwar, in Joh 6 einen Hinweis auf das Abendmahl zu finden. Dieser Abschnitt hat aber keine Beziehung zum Abendmahl. Die Symbole, auch Elemente oder Zeichen genannt, sind Brot und Wein. Beide werden von allen Teilnehmern genommen. Interessant sind dabei die Worte Jesu. Beim Brot sagt er nur: „Nehmet, esset!“ – aber beim Kelch: „Trinket alle daraus!“

Mt 26,27 „Und er nahm den Kelch und dankte, gab ihnen den und sprach: Trinket alle daraus;“
Mk 14,23 „Und er nahm den Kelch, dankte und gab ihnen den; und sie tranken alle daraus.“ Weiterlesen