Alice Schwarzer: „Angriff auf die Rede- und Denkfreiheit“

Alice Schwarzer ist die bekannteste Vertreterin des deutschen Feminismus. Man muss sie nicht mögen. Ich habe mich über sie schon oft geärgert. Nicht nur, weil sie aggressiv für die Legalisierung von Abtreibungen eintritt. Aber ich habe auch Respekt, da sie heiße Themen wie Prostitution, Pornographie oder die Unterdrückung von Frauen deutlich anspricht.
Alice Schwarzer sollte kürzlich einen Vortrag an einer Hochschule in Österreich halten. Einige Studentinnen wollten sie daran hindern, da Schwarzer den politischen Islam kritisiert. Sie sprach trotzdem. Es kam zum Eklat. Die WELT berichtet:
Im Gespräch mit der Tageszeitung „Standard“ widersprechen zwei Funktionärinnen der Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH). Schwarzer habe sich mehrfach „sexarbeitsfeindlich, transphob und antimuslimisch-rassistisch geäußert“. Über diese Diskriminierungen dürfe man „nicht hinwegsehen. Diese Kämpfe sind nicht voneinander losgekoppelt.“
Es gebe viele andere Feministinnen, aber es werde immer nur die Position eingeladen, die Schwarzer repräsentiere: „Es geht einfach nicht, dass schon wieder eine weiße Frau etwas dazu sagen darf.“ Die Geschichte des Feminismus sei nicht nur weiß. „Wir wünschen uns eine Bühne, auf der mehrere Stimmen gehört werden“, sagten die ÖH-Vertreterinnen. Wenngleich sie auch betonen, dass es ihnen nicht darum gehe, „irgendeine Meinung zu verbieten“. Ron Kubsch
Punkt.
Ich kann verstehen, dass eine Mehrheit der Bürger in Deutschland meint, die Meinungsfreiheit schwindet. In einer Allensbach-Umfrage äußerten fast zwei Drittel der Befragten das Gefühl, man müsse im öffentlichen Raum „sehr aufpassen“, was man sagt.
VD: WH https://theoblog.de/alice-schwarzer-angriff-auf-die-rede-und-denkfreiheit/34212/