1.Petrus 1,13 Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi.

Beim Lesen dieses Aufrufs spürt man etwas von der Bestimmtheit des Petrus. Er will uns sagen, dass jetzt nicht die Zeit zum Abschalten, zur Apathie ist. Schaut man sich die Eindringlichkeit an, mit der er sagt: „Haltet euch bereit! Bleibt nüchtern! Setzt eure ganze Hoffnung auf die Gnade!“ Der Rhythmus dieser Sätze ist ein hartes Stakkato. Heute würden wir es vielleicht so sagen: „Kommt zur Sache, Leute! Die Lage ist ernst!“ Man lässt sich so leicht von der Welt berieseln und in den Schlaf wiegen. Wenn wir uns aber von diesem Narkosemittel befreien wollen, müssen wir uns seinem Einfluss widersetzen. Ich habe das Empfinden, dass Petrus hier sagt: „Ihr müsst euch klarmachen, dass ihr zwar in diesem Kosmos lebt, aber dass ihr euer Denken, euren Blick, euer Wesen jenseits des Hier und Jetzt richten müsst. Ganz egal, wie knüppeldick es auch kommen mag: richtet eure Hoffnung jenseits der gegenwärtigen Umstände, denn sonst fällt ihr dem Kosmos-Denken zum Opfer. Weiterlesen