Jesus ist auferstanden!

Kaum etwas weckt so viel Hoffnung wie die Auferstehung Jesu. Wenn es möglich ist, den Tod zu überwinden, dann ist wohl alles möglich. Die stärkste Bedrohung des Menschen, das was jedem im Laufe seines Lebens Unsicherheit und Ohnmacht vermittelt, wurde durch Jesus besiegt. Mit seiner Auferstehung hat Jesus gezeigt, dass seine Versprechungen nicht nur leere Worte waren. Was er zugesagt hat, wird er auch einhalten. Ein für allemal hat Jesus die Macht des Todes überwunden: Das beinhaltet die Zerstörung des materiellen Körpers, die destruktive Wirkung der Sünde und die geistliche Trennung von Gott.
Weil Jeus auferstanden ist, können heute auch alle seine Anhänger sicher sein, ebenfalls aufzuerstehen. Jesus hat nicht nur versprochen, allein den Tod zu beseitigen. In seinem Reich wird es keine Sünde mehr geben, keine Schmerzen und keine Krankheit. Jetzt noch leiden viele Menschen, auch Christen. Diese Zeit aber ist begrenzt. Schon bald wird der Herr des Lebens alle negativen, zerstörerischen Mächte für immer bannen.
Wer auf Jesus vertraut, den Überwinder des Todes, der braucht keine Angst mehr zu haben, vor allem, was das Leben so bedroht: Alter, Krankheit, Tod, Einsamkeit, Verletzungen, Verachtung, Verfolgung usw. Jesus ist auferstanden!
Michael Kotsch FB

Überwindung des Todes heißt Auferstehung

Wie wir mit dem Sterben fertigwerden, ist uns wichtiger, als wie wir den Tod besiegen. Sokrates überwand das Sterben. Christus überwand den Tod als ἔσχατος ἐχθρὸς (1. Kor 15, 26; Anm.: „der letzte Feind“). Mit dem Sterben fertig werden bedeutet noch nicht mit dem Tod fertig werden. Die Überwindung des Sterbens ist im Bereich menschlicher Möglichkeiten, die Überwindung des Todes heißt Auferstehung. Bonhoeffer 27. März 1944

Die Auferstehung

„Die Auferstehung lässt sich gerade deshalb akzeptieren, weil wir in einem modernen Zeitalter leben, im Zeitalter der Einsteinschen Relativität und der Heisenbergschen Unbestimmtheitsrelation. Für uns ist im Gegensatz zur Newtonschen Epoche das Universum kein sicheres, voraussagbares Spielfeld, in dem wir alle Regeln kennen. Seit Einstein hat kein moderner Mensch das Recht mehr, die Möglichkeit von Ereignissen aufgrund von ihm bekannten „natürlichen Grenzen“ auszuschließen.“ (John W. Montgomery)

Die Auferstehung Jesu

Die Auferstehung Jesu aus der Sicht eines Historikers
„Ist Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube eine Illusion…dann seid ihr noch in euren Sünden…dann laßt uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot.“ So schrieb Paulus an die Christen in Korinth (1.Korinther 15,14.17.32).
Ohne die Auferstehung Jesu gäbe es keinen christlichen Glauben. Ohne die Auferstehung Jesu gäbe es keine christliche Hoffnung, auch nicht auf die Vergebung unserer Sünden. Was kann ein (Alt-)Historiker über diese Auferstehung sagen? Kann er überhaupt etwas dazu sagen? Sollte er überhaupt etwas dazu sagen? Schließlich ist das Ganze doch eine Glaubenssache – oder nicht? Beruht der christliche Glaube etwa auf (fragwürdigen?) historischen Behauptungen? Den Schreibern des Neuen Testaments und den ersten Christen war die historische Frage wichtig, deshalb ist später der Name von Pontius Pilatus als einziger Name neben dem von Jesus Christus ins Glaubensbekenntnis aufgenommen worden. „Gekreuzigt unter Pontius Pilatus“, d.h. nicht irgendwann, irgendwo, irgendwie, sondern in der Zeit der Statthalterschaft von Pilatus in Judäa (26-36 n.Chr.). Zunächst sollen einige grundlegende Vorüberlegungen und Vorfragen angesprochen werden: In jeder Wissenschaft richtet sich die Methode, mit der man arbeitet, nach dem Gegenstand, über den man die Wahrheit herausfinden will. Deshalb arbeiten Historiker z.B. anders als Naturwissenschaftler, denn Historiker können ja nicht einfach in einem wiederholbaren Experiment die historische Vergangenheit rekonstruieren. Historiker arbeiten eher wie Juristen. Sie rekonstruieren vergangene Ereignisse auf Grund von Quellen, Indizien, Zeugenaussagen; sie führen also einen Indizienprozeß. Manchmal muß man auf Grund einer neuen Quellenlage, neuer Indizien einen Fall auch erneut aufrollen. Ein besonderes Problem stellt die Frage dar: „Sind historische Überlieferung und Bewertung nicht subjektiv? Unsere Bewertungen bezüglich der Bedeutung von Ereignissen ändern sich doch immer wieder einmal.“ Das stimmt. Überlieferung und Bewertung von Ereignissen können subjektiv sein. Die Ereignisse aber sind es nicht; Ereignisse finden statt. Die Geschichte der Welt findet statt, die Geschichte meines Lebens findet statt. Und nicht immer findet das statt, was am wahrscheinlichsten ist. Das wissen wir aus der Geschichte unseres eigenen Lebens und aus der Geschichte der Welt. So war es z.B. Anfang Oktober 1989 noch extrem unwahrscheinlich, daß die Berliner Mauer jemals, oder jedenfalls in absehbarer Zeit, fallen würde. Aber sie ist Anfang November 1989 gefallen. In der Geschichte tritt nicht immer das ein, was am wahrscheinlichsten ist. Die entscheidende Frage bei allen Berichten, die wir über Ereignisse hören, sehen oder lesen, lautet deshalb: „Ist der Bericht wahr? Hat das wirklich stattgefunden?“ Historiker haben es also mit einem Indizienprozeß zu tun. Welche Indizien, Quellen oder Zeugnisse gibt es nun für die Auferstehung Jesu? Historisch ernst zu nehmen sind hier vor allem die Schriften des Neuen Testaments, d.h. die Evangelien, die Apostelgeschichte und auch die Briefe. Weiteres Material außerhalb des Neuen Testaments ist historisch nicht sehr ergiebig. Eine interessante Ausnahme stellt hierbei eine Notiz des römischen Geschichtsschreibers Tacitus (ca. 55-110 n.Chr.) dar, der sich im Zusammenhang mit dem Brand Roms zur Zeit des Kaisers Nero auch über die Christen (sie wurden von Nero fälschlich als Brandstifter bezeichnet) äußert und schreibt, daß „…der Stifter dieser Sekte, Christus…unter der Regierung des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden“ ist (Tacitus, Annalen XV,44), also eine präzise Übereinstimmung mit der gleichen Aussage im Neuen Testament. Eine andere Vorfrage lautet: Wollen die Texte des Neuen Testaments überhaupt historisch verstanden werden? War das überhaupt ihr Selbstverständnis? Hatten die Autoren der Evangelien ein Interesse an historischen Fragen und falls ja, hatten die Menschen in der Antike nicht andere Vorstellungen von historischer Wahrheit als wir heute? Sehen wir uns daraufhin den Prolog von Lukas aus seinem Evangelium (Lukas 1,1-4) an: „Da es nun schon viele unternommen haben, einen Bericht von den Ereignissen zu verfassen, die sich unter uns zugetragen haben, wie sie uns die überliefert haben, die von Anfang an Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind, hat es auch mir gut geschienen, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, vortrefflichster Theophilos, der Reihe nach zu schreiben, damit du die Zuverlässigkeit der Dinge erkennst, in denen du unterrichtet worden bist.“

Weiterlesen

Warum Ostern gefeiert wird

Ostern ist das älteste christliche Fest. Es hat zentrale Bedeutung, weil Jesus in dieser Zeit von den Toten auferweckt wird und aufersteht. Die Feier seiner Auferstehung ist der Höhepunkt der Ostertage. Der Ostertag überforderte zunächst die ersten Christen. Die Enttäuschung von Petrus, Johannes, Jakobus war bodenlos, die Frustration grenzenlos und die Angst machte haltlos. Zum Osterjubel gab es zunächst überhaupt keinen Grund. Sie konnten Jesus noch nicht den sehen, der auferstanden war, sondern nur den, der sie hatte sitzen lassen. Nicht Auferstehung hiess ihre Devise, sondern Aufstehen und Abhauen.

Osterbotschaft – kein Betrug

Die Jünger konnten und wollten sich mit dem Scheitern ihrer Hoffnungen nicht abfinden und haben das grösste Täuschungsmanöver der Weltgeschichte in Szene gesetzt, sagen manche Kritiker. Diese Behauptung ist unwahrscheinlich: Die Jünger Jesu, die ihn nach seinem Tod schon verlassen und verleugnet hatten, haben sich durch diese Botschaft von der Auferstehung ungeheuren Unannehmlichkeiten ausgesetzt, die in einigen Fällen im Märtyrertod gipfelten. Dafür lohnt kein Betrug. Die Osterberichte in der Bibel wirken gerade darin sehr authentisch, weil sie von dem Zweifel und der fehlenden Bereitschaft der ehemaligen Jünger berichten, die Tatsache anzuerkennen, dass Jesus wieder unter ihnen war. Schliesslich war er gekreuzigt worden und in der schlimmsten Stunde seines Lebens hatten sie ihn alleingelassen. Jesus hatte alle Not, sich gegenüber der Skepsis der Jünger durchzusetzen. Sie waren bereit, alles möglich zu akzeptieren: dass es sich um einen Geist oder einen Gärtner handele, oder dass Jesu Leichnam gestohlen worden sei, nur das eine nicht, dass ihr Meister von den Toten auferstanden war. Es bestand also keinerlei Bereitschaft zum Betrug. Mit Ostern bekam das Hoffen der ersten Christen ein sicheres Fundament und viel Grund zur Freude. Deshalb kann Ostern durch nichts ersetzt werden. Wenn es darum geht, wie der Tod überwunden wird, ist Ostern ohne Vergleich und ohne Entsprechung. Hauskreis-Thema