Die Demut die das Evangelium bringt

Die Demut, die das Evangelium bringt, befreit dich von dem Zwang, dich gut darstellen zu müssen und darüber nachzudenken, was andere über dich denken, sodass du frei bist, herzhaft zu lachen. Stolze Menschen lassen sich beim Lachen nicht gehen. Sie werden nicht rot im Gesicht, fallen von ihren Sesseln und verzerren ihre Gesichter zu Grimassen des freien, freudigen Lachens. Stolze Menschen müssen ihre Würde behalten. Die Demütigen sind frei, prustend zu lachen. John Piper

Demut als christliche Lebensweise – was wir von Paulus lernen können

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Im Neuen Testament hat sich besonders der Apostel Paulus zu den Grundlagen für das ethische Verhalten der Christen in seinen Briefen geäußert. Dabei geht es nicht nur um das Einhalten bestimmter Regeln, auch wenn es auch um das «Halten der Gebote Gottes» geht. Die Begründung und die Motivation spielen in der paulinischen «Ethik» eine wichtige Rolle. Dazu gehört neben der Liebe zentral auch die Demut. Damit stellt sich die Frage, was christliche Demut ist und warum sie so zentral ist. Darf der «Demütige» keine eigene Meinung haben? Soll man einfach «untertänig» sein? Oder ist Demut in der Feigheit begründet, wie immer wieder behauptet wurde? Das griechische Wort tapeino-phrosyne bedeutet wörtlich etwa «niedrige Gesinnung». Es ist vor Paulus nicht bezeugt und erscheint im Neuen Testament außer in 1. Petr 5,5 nur fünfmal in den Paulusbriefen und zudem einmal aus dem Munde des Paulus (Apg 20,19). Das griechische Wort tapeinos («niedrig, demütig») wurde ausserbiblisch in der Regel abwertend verwendet. Für Paulus ist dagegen die Diensthaltung, die Jesus Christus prägte, wesentlich. Demut ist somit kein Selbstwert – nach dem Motto: «Schaut, wie demütig ich bin!» –, sondern eine Diensthaltung in der Gemeinschaft der Gläubigen. Grundlage für Paulus ist dabei nicht nur das Vorbild Jesu Christi, sondern auch die Gewissheit, dass sowohl die Erlösung als auch die Fähigkeiten zum Dienst eine Gabe Gottes sind. Eine solche Einstellung schließt jeden Neid aus. Konkurrenzdenken ist damit im Reich Gottes auszuschließen. Vielmehr freut sich jeder über den «Erfolg» des anderen, weil es nicht um Menschen geht, sondern um das Werk Gottes. Und wenn wir Anerkennung erhalten, so wissen wir, dass es sich um Gottes Werk handelt und dass ihm die Ehre dafür gebührt. In Röm. 12,16, einer Parallelstelle zu Phili. 2,2f., betont Paulus, dass die Gläubigen gegeneinander gleichgesinnt sein (bzw. nach dem Gleichen trachten; fronountes) sollen, indem sie nicht nach hohen Dingen trachten (fronountes), sondern sich zu den niedrigen Dingen (tois tapeinois) halten und sich nicht selbst für klug/besonnen (fronimoi) halten. Mit dieser Beschreibung einer demütigen Haltung knüpft der Apostel an Röm. 12,3 an, wo ein ähnliches Wortspiel um das Wort froneo («gesinnt sein, denken, trachten nach») vorliegt: «Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben wurde, jedem, der unter euch ist, nicht höher [von sich] zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern darauf bedacht zu sein, dass er besonnen sei/gesund denke (me hyper-fronein par’ ho dei fronein alla fronein eis to so-fronein), wie Gott einem jeden das Mass des Glaubens zugeteilt hat.» Bei dem «Mass des Glaubens» handelt es sich in Röm 12,3 dem Kontext nach nicht um die Grösse des Glaubens, sondern um die Wirkung der Gnade im Leben der Gläubigen (vgl. Röm 12,4: «hat nicht dieselbe Tätigkeit»), nämlich um die Gnadengaben (vgl. Röm 12,4-6). Es handelt sich also um die Gnadengaben, wie sie vom Heiligen Geist den Gliedern des Leibes Christi, der Gemeinde, zugeteilt wurden (vgl. dazu auch 1. Kor 12,11). Jeder Christ soll seine Dienstfähigkeiten, die Gott ihm zum Dienst in der Gemeinde geschenkt hat, richtig einschätzen und sie dankbar annehmen. Wie es falsch ist, zu hoch von sich zu denken, so ist es ebenso falsch, zu denken, man habe keine Fähigkeiten, um Aufgaben im Reich Gottes zu übernehmen. Hinter einer solchen Haltung steckt Undankbarkeit den Gaben Gottes gegenüber und auch verborgener Stolz, indem man sich selbst zu ernst nimmt und nicht mit dem dient, was Gott uns anvertraut hat.
Prof. Dr. Jacob Thiessen Rektor der STH Basel und Professor für Neues Testament Zusammenfassung eines Referats, gehalten an der Abschlussfeier der STH Basel am 2. Juni 2013.
http://www.sthbasel.ch/docs/20134c81659589ba46ebd9a3138459aa/Perspektive-3-2013.pdf

Demut in der Politik

Gibt es sie? Die Demut in der Politik.
Aus dem heute veröffentlichten Interview mit Hr. Wolfgang Thierse (SPD, stellvertr. Bundestagspräsident) auf spiegel.de wird deutlich, dass in der Politik die Demut immer wieder für falsche Zwecke genutzt und nur vorgespielt wird. Es bleibt dabei, die Demut ist bei  Politiker eine geschätzte Eigenschaft, die aber niemand haben will!
Interessant dagegen die Beschreibung der Demut von Hr. Thierse: „Demut ist das Bewusstsein von der Erbarmungswürdigkeit des Menschen. Das Bewusstsein, dass man Fehler und Irrtümer begeht und darauf angewiesen ist, dass einem andere verzeihen und vergeben und man selbst dazu bereit ist. Eine tiefere Einsicht in die Fehlbarkeit der eigenen Person. Und das Gefühl der Dankbarkeit für das, was gelingt.“
Was würde das bewirken, wenn diese Beschreibung jedem Bundestagsabgeordneten zum Ziel wird? Denn im Haifischbecken der Politik geht es viel mehr darum, sich selbst in den Vordergrund zu stellen. Der Blick zum Nächsten und die Bereitschaft den Anderen höher zu achten, birgt die Gefahr, dass man selbst in den Hintergrund gerät.
Es ist halt wie es ist, und das nicht nur in der Politik, sondern in der gesamten Gesellschaft. Wann waren uns das letzte Mal die Menschen um uns herum wichtiger als ich mir selbst?
Nein, es gibt sie nicht, die Demut in der Politik, und erst gar nicht in unserem persönlichen Leben.
Aber als ob Er es gewusst hätte, dass wir nicht in der Demut glänzen, sagt Jesus in Mt.11, 28-30: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.“
Interessant, dass Jesus, der demütigste Mann, der je gelebt hat*,  die Demut mit Ruhe verbindet. Ganz anders ist es da im großen Kampf um die besten Plätze in dieser Welt.
Lernen wir von IHM!
*wer es nicht glaubt, der kann ja selbst das Neue Testament lesen!
[Quelle: www.spiegel.de/panorama/0,1518,829463,00.html]
Von: Bizzy