Eine Dorfkirche mit einem Dorfgott

„Ich erinnere mich dran, vor einigen Jahre eine Gemeinde besucht zu haben. Ich habe mich unbemerkt in die letzte Reihe hingesetzt. … Als wir zu der Fürbitte kamen, hat ein Laienbruder die gehalten, denn der Pastor war im Urlaub. Deswegen hat der Bruder gebetet, dass der Pastor seinen Urlaub genießen möchte. Das ist in Ordnung. Pastoren sollen einen guten Urlaub genießen können.
Zweitens, hat er für eine Frau in der Gemeinde gebetet, deren Baby demnächst erwartet war, dass das Kind gesund zur Welt kommt. Auch ein respektables Gebet. Drittens hat er für eine andere Dame gebetet, die krank war. Das waren die Fürbitte. Sie haben zwanzig Sekunden gedauert.
Ich habe mir gesagt, es ist eine Dorfkirche mit einem Dorfgott. Sie haben kein Interesse an der Welt da draußen. Niemand hat über die Armen, die Unterdrückten, die Flüchtlingen, die Kriegsorten, oder gar über Weltevangelisation gedacht.“ 
John Stott, Ten Great Preachers, s.117.