religiöse Gefühle

In den letzten Wochen war viel von „religiösen Gefühlen“ die Rede, und zwar von deren Verletzung. Anlässe waren Karikaturen auf der Kunstausstellung „documenta“ in Kassel, in Zeitungen und Magazinen. Und  zuletzt gab es den in den USA produzierten Film „Die Unschuld der Muslime“.
Wenn etwas, das mir wertvoll ist, verunglimpft oder lächerlich gemacht wird, dann verletzt mich das. Wenn jemand mein „religiöses Gefühl“ verletzt, dann muss ich immerhin eines haben. Für mich kann ich sagen: Ich habe eins, denn mein Glaube ist nicht nur Kopfsache, er hat auch mein Gefühl eingenommen. Christus ist in mir und ich bin in ihm. Wir sind so eng miteinander verbunden, dass es mich natürlich verletzt, wenn man Christus lächerlich macht. Es gibt natürlich auch viele Menschen, deren religiöses Gefühl man nicht verletzen kann, denn sie haben keines. Weiterlesen

Vom Diktat der Gefühle

Zitat

Was uns Plakatwände, Werbeunterbrechungen, Prospekte, Umfragen schon lange einreden, hat sich in unserem ganzen Leben und auch in unserer Gottesbeziehung festgesetzt: Wir vergleichen unsere Gefühle laufend mit unseren Erwartungen. Unsere Gefühle geben den Ausschlag – nicht nur dafür, ob wir das Hotel wieder buchen, sondern auch, ob die Ehe erträglich und ob der Gottesdienst genügend anregend ist. Nicht nur Waren und Dienstleistungen sind emotional aufgeladen. Unser ganzes Leben scheint dem Diktat unserer Gefühle folgen zu müssen. Hanniel Strebel
http://www.hanniel.ch/wp-content/uploads/fac04_2012_S42_45.pdf
http://www.hanniel.ch/?p=6008