„Seid heilig, denn ich bin heilig.“

Oft machen wir den Standard für unser Verhalten an falschen Maßstäben fest. Wir denken: „Solang ich mehr in der Gemeinde mache als der Durchschnitt, reicht es.“ „Wenn ich in Gesprächen merke, dass ich mein Christenleben besser im Griff habe als mein Gegenüber, habe ich alles erreicht was ich brauche.“ „Schau mal auf ihn/sie. Zum Glück bin ich da doch ein wenig christlicher.“
Gott gibt uns unsere Geschwister nicht, damit wir uns mit oder an ihnen messen. Wenn er auf unser Leben schaut, dann wird er unsere Taten auch nicht mit dem Durchschnitt der Christenheit vergleichen. Er wird seinen eigenen Maßstab an unser Verhalten legen. Und wer kann dann von sich behaupten, ein wirklich guter Christ zu sein?
Gott sagt: „Seid heilig, denn ich bin heilig.“ (1. Petr 1,16). Die Hürde, die wir dafür überspringen müssten, ist zu hoch für uns. Niemand ist völlig heilig. Völlig perfekt. Niemand liebt Gott zu jeder Zeit mit allem was er hat und seinen Mitmenschen wie sich selbst. Und weil wir das merken, suchen wir uns eine niedrigere Hürde: Die Mit-Sünderinnen und Sünder dieser gefallenen Welt. Solang wir da im Mittelfeld mithalten, fühlen wir uns gut genug.
Lasst uns neu darauf ausrichten, Gottes Maßstab an unser Leben zu legen und uns in seinem Licht zu sehen. Er will uns heiligen, nicht nur „ein bisschen besser“ als den Durchschnitts-Christen machen. Sind wir dazu bereit?
https://www.instagram.com/p/CLpZ8EEDy36/?utm_source=ig_web_copy_link

Der Mensch tendiert nicht zur Heiligkeit.

Abgesehen von den von der Gnade angetriebenen Bestrebungen, wird der Mensch nicht von Gottesfurcht, Gebet, Gehorsam gegenüber der Schrift, Glauben und der Lust am Herrn angezogen. Wir tendieren zum Kompromiss und nennen ihn Toleranz; wir tendieren zum Ungehorsam und nennen ihn Freiheit; wir tendieren zum Aberglauben und nennen ihn Glaube. Wir hegen die Disziplinlosigkeit verlorener Selbstkontrolle und nennen sie Entspannung; wir lümmeln uns in die Gebetslosigkeit und täuschen uns mit dem Gedanken, wir seien der Gesetzlichkeit entkommen; wir schlittern in die Gottlosigkeit und überzeugen uns selbst, wir seien befreit worden. D.A. Carson

Hallowed be Thy Name

Someone’s name is not only a label. It is also the character or reputation. “Hallowed be Thy Name” is not a complement or statement. It is a request that God’s Name will be hallowed, or known as holy, on the earth. This is the first request in the Lord’s Prayer because it is our greatest need. God’s Name is often known as “myth” or “optional” or “fantasy”. This mistake inhibits people from coming to Him. The main task of God’s people from Abraham to the present is to live and speak so His Name is known as Holy.
Geheiligt sei dein Name
Jemandes Name ist nicht nur ein Etikett. Es ist auch der Charakter oder der Ruf. ′′ Geheiligt sei dein Name ′′ ist keine Ergänzung oder Aussage. Es ist eine Bitte, dass Gottes Name auf der Erde geheiligt oder heilig genannt wird. Dies ist die erste Bitte im Herrn Gebet, weil es unsere größte Notwendigkeit ist. Gottes Name ist oft als ′′ Mythos ′′ oder ′′ optional ′′ oder ′′ Fantasie ′′ bekannt. Dieser Fehler behindert Menschen, zu Ihm zu kommen. Die Hauptaufgabe von Gottes Volk von Abraham bis zur Gegenwart besteht darin, zu leben und zu sprechen, so dass Sein Name als Heilig bekannt ist. Ellis H. Potter

„Ihr sollt heilig sein“

Eine oberflächliche Art, sich nicht an die Welt anzupassen, ist die allseits bekannte Fußangel des Pharisäertums. Beim Reich Gottes geht es nicht um Knöpfe, Kinobesuche oder Tanzvergnügungen. Die Belange Gottes drehen sich nicht um Essen und Trinken. Bei der Berufung zu einem christlichen Lebensstil in Abgrenzung von der Welt geht es stattdessen um eine viel tiefgründigere Gerechtigkeit, die über die äußerlichen Dinge weit hinausgeht. Wenn man Frömmigkeit ausschließlich anhand von Äußerlichkeiten definiert, geht man an der Lehre der Schrift vorbei […]. Wer dies tut, dem ist entgangen, was Jesus sagen will, wenn er seinen Zuhörern erklärt, dass nichts von dem, was in den Mund hineingeht, den Menschen verunreinigt, sondern das, was aus dem Mund herauskommt. Wir wollen das Reich Gottes oft nur noch auf „Essen und Trinken“ beschränken. S. 195
Was wir für Kennzeichen der Frömmigkeit halten, kann in Wirklichkeit letztendlich Gottlosigkeit unter Beweis stellen. Wenn wir uns vorwiegend bei Kleinigkeiten aufhalten und unbedeutende Belanglosigkeiten überbewerten, äffen wir die Pharisäer nach. Wenn wir Nebensächlichkeiten zum Prüfstein der geistlichen Gesinnung erheben, setzen wir eine billige Moral an die Stelle echter Gewissenhaftigkeit. Wir tun das, um die tiefer gehenden Fragen im Blick auf praktische Gerechtigkeit zu verdunkeln. Jeder kann gewisse Nebensächlichkeiten vermeiden. Das erfordert keine moralische Anstrengung. Viel schwieriger ist es, die Zunge im Zaum zu halten, rechtschaffen zu handeln und die Frucht des Geistes hervorzubringen. […] Wer wirklich „gegen den Strom schwimmt“, ist ein Mensch, der sich nicht nach seinen Begierden richtet, der aufhört, Schlechtes über andere zu reden, der seine Faulheit aufgibt, der aufhört, zu hassen und bittere Gefühle zu nähren, und der die Frucht des Geistes in seinem Leben wachsen lässt. S. 195f. R. C. Sproul  Die Heiligkeit Gottes