Leitsätze zum christlichen Leben

1. Christen vertrauen auf Gott, den Schöpfer allen Lebens.
Bei ihm suchen sie Wahrheit und erfülltes Leben. Ihr Glaube befähigt zu einem Leben, in dem die Hoffnung größer ist als die Angst.
2. Christen halten sich zu Jesus Christus.
Sein Leben ist Gottes Liebeserklärung an die Welt. Auch angesichts von Bedrohungen vielfältiger Art ist der christliche Glaube lebensbejahend und menschenfreundlich.
3. Christen hoffen auf Gottes lebendigen Geist.
Er bewegt und erneuert. Er macht frei. Darum treten Christen dafür ein, dass nichts Menschliches vergöttert wird – weder Rasse noch Nation, weder Fortschritt noch Erfolg, weder Leistung noch Macht noch Gewinn.
4. Christen halten daran fest, dass alle Menschen als unverwechselbare Geschöpfe Gottes geachtet werden.
Kein Mensch ist mit seinen Taten oder Untaten, mit seiner Leistung oder seinen Fehlleistungen gleichzusetzen. Das ist der Kern aller Menschlichkeit in der Gesellschaft.
5. Christen können Schuld bekennen und um Vergebung bitten. Darin gründet ihre Freiheit.
Aus dieser Freiheit fließt die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen.
6. Christen vertrauen darauf, dass Gottes Liebe sie über den Tod hinaus trägt…..
und ihrem Leben Sinn gibt, auch wenn ihr Weg durch Krisen und Leiden führt. Sie erwarten die neue Welt Gottes und mit ihr die Antwort auf ungelöste Fragen.
7. Christen wollen zur Achtung unter den Menschen, zur Gerechtigkeit und zum Frieden beitragen.
Sie setzen sich für ein gerechtes Miteinander von Frauen und Männern, von Jungen und Alten ein. Sie widersetzen sich der wachsenden Ungleichheit in der einen Welt.
8. Christen leben vom Erbarmen Gottes.
Darum treten sie für Rücksicht gegenüber Schwächeren und Recht von Fremden ein. Sie unterstützen Chancen eines Neuanfangs für die, die schuldig geworden sind oder sich verrannt haben.
9. Christen wissen sich als Teil von Gottes Schöpfung.
Sie bemühen sich, pfleglich mit ihrer natürlichen Umwelt umzugehen. Sie tragen Sorge für die Umwelt der nachfolgenden Generationen.
10. Christen sind angewiesen auf die Gemeinschaft in der Kirche.
In der Begegnung mit der christlichen Botschaft finden sie Rückhalt und Orientierung im Leben und im Sterben. Diese Botschaft weiterzusagen, sind sie beauftragt. Die Kirche bietet allen Menschen Raum für Stille und Besinnung, für Feier und Aktion, Begegnung und Dialog.
https://www.ekbo.de/glaube/10-leitsaetze.html

Erfüllt mit dem Heiligen Geist

Durch den Glauben werden wir vom Heiligen Geist erfüllt, nicht durch ein besonderes Gefühl. Manche Christen denken fälschlicherweise, dieser Vorgang sei mit einem besonders erregenden Gefühl verbunden. Sie erwarten Wogen der Liebe, ein überwältigendes Gefühl des Friedens oder das Sprechen in fremden Zungen. Sie haben den aus dem Fleisch kommenden Wunsch, im Schauen und nicht im Glauben zu wandeln. Wir finden es schwierig, Gott beim Wort zu nehmen, und wie die Pharisäer bitten wir Gott um ein Zeichen, damit wir glauben können. Gott freut sich jedoch, wenn wir an ihn glauben, ohne seelische Krücken zu verlangen. So, wie wir täglich Gottes Verheißungen in Anspruch nehmen, unabhängig von Gefühlen, so können wir täglich die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, ebenso unabhängig von Gefühlen. E. Lutzer

Gott, der Heilige Geist

Die Schrift lehrt, dass der Heilige Geist eine göttliche Person ist, ewig, ursprungslos, alle Eigenschaften einer Person und Gottheit besitzt, einschließlich Intellekt (1. Kor. 2, 10-13), Gefühl (Eph. 4, 30), Wille (1. Kor. 12, 11), Ewigkeit (Hebr. 9, 14), Allgegenwart (Ps. 139, 7-10), Allwissenheit (Jes. 40, 13-14), Allmacht (Röm. 15, 13) und Wahrheit (Joh. 16, 13). In allen Seinen göttlichen Eigenschaften ist Er mit dem Vater und dem Sohn gleich und in Substanz eins (Matth. 28, 19; Apg. 5, 3-4; 1. Kor. 12, 4-6; 2. Kor. 13, 13; vgl. auch Jes. 6, 8-10 mit Apg. 28, 25-26 und Jer. 31, 31-34 mit Hebr. 10, 15-17).
Die Schrift lehrt, dass es das Werk des Heiligen Geistes ist, Gottes Willen bezüglich der ganzen Menschheit auszuführen. Wir erkennen Sein souveränes Wirken in der Schöpfung (1. Mose 1, 2), der Menschwerdung (Matth. 1, 18), der geschriebenen Offenbarung (2. Petr. 1, 20-21) und dem Werk der Erlösung (Joh. 3, 5-7).
Die Schrift lehrt, dass das einzigartige Werk des Heiligen Geistes in diesem Zeitalter zu Pfingsten begonnen hat, als Er vom Vater kam, wie Jesus Christus versprochen hatte (Joh. 14, 16-17; 15, 26), um den Bau des Leibes Christi zu beginnen und zu vollenden. Sein Werk beinhaltet das Überführen der Welt von Sünde, von Gerechtigkeit und Gericht, die Verherrlichung des Herrn Jesus Christus und die Umgestaltung der Gläubigen in das Bild Christi (Joh. 16, 7-9; Apg. 1, 5; 2, 4; Röm. 8, 29; 2. Kor. 3, 18; Eph. 2, 22).
Die Schrift lehrt, dass der Heilige Geist als ein übernatürliches und souveränes Instrument in der Wiedergeburt alle Gläubigen in den Leib Christi tauft (1. Kor. 12, 13). Außerdem bewohnt, heiligt, lehrt und bevollmächtigt der Heilige Geist diese zum Dienst und versiegelt sie bis auf den Tag der Erlösung (Röm. 8, 9; 2. Kor. 3, 6; Eph. 1, 13).
Die Schrift lehrt, dass der Heilige Geist der göttliche Lehrer ist, der die Apostel und Propheten beim Schreiben von Gottes Offenbarung, der Bibel, in alle Wahrheit geleitet hat (2. Petr. 1, 19-21). Jeder Gläubige besitzt die innewohnende Gegenwart des Heiligen Geistes vom Augenblick der Errettung an, und es ist die Pflicht aller, die aus dem Geist geboren sind, mit dem Heiligen Geist erfüllt, d.h. von ihm beherrscht zu sein (Joh. 16, 13; Röm. 8, 9; Eph. 5, 18; 1. Joh. 2, 20+27).
Die Schrift lehrt, dass der Heilige Geist geistliche Gaben an die Gemeinde austeilt. Der Heilige Geist verherrlicht weder Sich selbst noch Seine Gaben durch demonstrative Zurschaustellung, sondern Er verherrlicht Christus indem Er Sein Werk ausführt, die Verlorenen zu erlösen und die Gläubigen im Glauben aufzuerbauen (Joh. 16, 13-14; Apg. 1, 8; 1. Kor. 12, 4-11; 2. Kor. 3, 18).
Die Schrift lehrt diesbezüglich, dass Gott, der Heilige Geist, im Geben aller Seiner Gaben zur Zurüstung der Heiligen souverän ist und dass das Zungenreden und Wundertun in den Anfangstagen der Gemeinde dazu diente, auf die Apostel als Offenbarende der göttlichen Wahrheit hinzuweisen und sie zu beglaubigen. Zungenreden und Wundertun waren niemals dazu bestimmt, Merkmale des Lebens der Gläubigen zu sein (1. Kor. 12, 4-11; 13, 8-10; 2. Kor. 12, 12; Eph. 4, 7-12; Heb. 2, 1-4).

Komm, Heiliger Geist!

Wir brauchen die Kraft des Geistes, sein Leiten unter uns für die Welt!
Das Pfingstereignis bedeutet die Umkehr der Folgen des babylonischen Turmbaus. Damals verlor die Menschheit die gemeinsame Sprache. Nicht mehr miteinander reden zu können, löste die menschliche Gemeinschaft auf. Mit der Ausgiessung des Geistes an Pfingsten wird uns die gemeinsame Sprache wiedergeschenkt. Es ist die Sprache der Liebe. In diese Wahrheit führt der Heilige Geist. Er bewirkt Glauben, erklärt uns die Bedeutung von Leben, Sterben und Auferstehen von Jesus Christus; er überführt von Schuld. Aus Gerufenen werden begnadigte Berufene, herausgerufene Heilige. Aus ihnen formt der Geist eine neue Gemeinschaft. Pfingsten ist die Geburtsstunde des Christentums, des Leibes Christi.
Es gibt verschiedene Gaben, verschiedene Dienste, verschiedene Geistwirkungen, „aber es ist derselbe Gott, der alles in allem wirkt“, schreibt Paulus und betont: „Bei jedem zeigt sich das Wirken des Geistes auf eine andere Weise, aber immer geht es um den Nutzen der ganzen Gemeinde.“ (1. Korinther 12,7)
Die Gefahr, aus eigenen Erkenntnissen und Erfahrungen Mauern gegen andere Christen aufzurichten, war Paulus bewusst. Mehrfach unterstreicht er die Einheit des Leibes. Dann erklärt er, dass ein Körper aus vielen Organen und Extremitäten besteht, mit ihren jeweils unterschiedlichen Aufgaben.
Das ist vergleichbar mit einem Fussballteam. Die Spieler nehmen unterschiedliche Positionen ein. Vom Torhüter bis zum Stürmer haben sie ihre individuellen Aufgaben. Um erfolgreich zu sein, braucht auch ein Top-Spieler ein funktionierendes Team.
Genauso ist es in der Kirche vor Ort und so ist es im Leib Christi insgesamt. Geistgewirkte Begabungen bringen dort am meisten Frucht, wo sie im Zusammenspiel der einzelnen Charismen (Gnadengaben) wirken. Ein geistbegabter Mensch bewirkt viel. Geistbegabte Menschen, die sich in den Dienst der Gemeinschaft stellen, bewirken mehr. Eine Gemeinde ist eine Art Super-Organismus! Aus dem Zusammenspiel der eingebrachten Gaben erwachsen Fähigkeiten, über die der Einzelne nicht verfügt. Komm, Heiliger Geist!
Rolf Hoeneisen

Augustinus: Niemand sagt: „Herr ist Jesus“ außer im Heiligen Geist

„Niemand sagt: Herr ist Jesus“ (1Kor 12,3) im Geist, im Wort, in der Tat, im Herzen, im Mund, im Werk, „niemand sagt: Herr ist Jesus außer im Heiligen Geist„ (1Kor 12,3), und niemand spricht so, außer er liebt. So sagten die Apostel schon: „Herr ist Jesus“, und wenn sie es in der Weise sagten, daß sie es nicht heuchelten, indem sie es mit dem Mund bekannten, im Herzen jedoch und in ihren Taten leugneten, wenn sie es also durchaus wahrhaftig sagten, dann liebten sie zweifelsohne. Wie also liebten sie außer im Heiligen Geist? Und doch wurden sie vorher schon geheißen, ihn zu lieben und seine Gebote zu halten, um den Heiligen Geist zu empfangen, ohne den sie in der Tat nicht lieben und die Gebote halten könnten. Es bleibt also nichts anderes übrig, als daß wir begreifen, daß der den Heiligen Geist hat, welcher liebt, und dadurch, daß er ihn hat, verdient, ihn noch mehr zu haben, und dadurch daß er ihn mehr hat, mehr liebt.
Augustinus über den Heiligen Geist (lo. eu. tr. 74,2; CCL 36,513)

Eine Rettende Wissenschaft

„Die Aktivität des Geistes, durch die Er uns lehrt, heißt Erleuchtung. Paulus spricht, „Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen.“ (Eph 1:18). Diese Erleuchtung fängt bei der Wiedergeburt an, und hört danach nicht auf. Sie befähigt uns die geistliche Bedeutung und den geistlichen Inhalt der Wahrheit zu verstehen, und nicht bloß die Form der Wahrheit zu kennen.

Der Heilige Geist schließt den Inhalt der Wahrheit unserem Verstand auf, und dadurch offenbart die Wahrheit. Deswegen wird der Heilige Geist den Geist der Weisheit und der Offenbarung (Eph 1:17). Der Heilige Geist schenkt unseren Augen, d.h.: Er nimmt den Schleier weg, und auf einmal öffnet uns die Augen, sodass wir die ewigen Realitäten von Gottes Wort (Gesetz und Evangelium, Sünde, Christus, Gott, Gerechtigkeit, Gnade). Dadurch kommen wir bei einem Wissen und Verständnis an (Eph 1:18) – nämlich, ein rettendes Wissen. Die Theologie ist eine rettende Wissenschaft.“

Herman Bavinck, Reformed Ethics, s. 353

Ohne den Heiligen Geist geht gar nichts!

„Ohne den Heiligen Geist ist Gott fern,
bleibt Christus in der Vergangenheit,
ist das Evangelium ein toter Buchstabe,
die Kirche ein blosser Verein,
die Autorität eine Herrschaftsform,
die Mission Propaganda,
die Liturgie eine Geisterbeschwörung und das christliche Leben eine Sklaven-Moral.“
Aber mit dem Heiligen Geist
erhebt sich der Kosmos und stöhnt in den Geburtswehen des Königreiches,
ist der auferstandene Christus da,
ist das Evangelium die Kraft des Lebens,
bedeutet die Kirche die dreieinige Gemeinschaft,
ist Autorität ein befreiender Dienst,
ist die Mission ein neues Pfingsten,
ist die Liturgie Gedenken und Vorwegnahme,
ist das menschliche Handeln verherrlicht.“
Metropolit Ignatius Hazim




Der Heilige Geist schenkt Gottesfurcht

Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren verachten Weisheit und Zucht! (Sprüche 1, 7) Die Gottesfurcht ist der Anfang der Erkenntnis, und weil der Heilige Geist es ist, der überhaupt erst Erkenntnis schafft, ist auch die Gottesfurcht ein Werk von Ihm. Der רוּחַ דַּעַת וְיִרְאַת יְהוָֽה (Ruach da’at weJir’at Jahweh – Geist der Erkenntnis und der Furcht Jahwes) ist somit der Heilige Geist, der dem von Ihm erfüllten Menschen Erkenntnis schenkt und ihn dazu führt, Ehrfurcht vor Gott zu haben angesichts der Größe, Herrlichkeit, Heiligkeit, Macht, Stärke, Ehre, Liebe und Gerechtigkeit Gottes. Dieser Geist ist auf dem Messias, wie Jesaja 11, 2 zeigt. Der dortige Kontext zeigt auf, dass für Gott die Furcht Jahwes ein Wohlgeruch ist. Abraham Meister schreibt dazu meisterhaft: „Die Gottesfurcht ist demnach ein ständiges zu Gott aufsteigendes Opfer der Anbetung. Der Geist der Furcht Jahwes richtet sich in seinem Rechtsurteil nicht nach dem äußeren Schein oder Gerede, sondern seine Gottesfurcht ist durch die Erkenntnis mit göttlichem Tiefgang und Scharfsinn vereinigt.“1 Von dieser Gottesfurcht ist auch in Hiob die Rede: Und er sprach zum Menschen: »Siehe, die Furcht des Herrn, das ist Weisheit, und vom Bösen weichen, das ist Einsicht!« (Hiob 28, 28) sowie in den Psalmen: Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit; sie macht alle einsichtig, die sie befolgen. Sein Ruhm bleibt ewiglich bestehen. (Psalm 111, 10)

Meister, Abraham, Namen des Ewigen, Mitternachtsruf Verlag Pfäffikon, 1973,

Geistliche Erfahrungen sind nie Kriterium für die Wahrheit

Den Willen Gottes können wir in der Bibel entdecken. Gottes Wille für sein Volk ist in seinem Wort verankert. Wir erfahren dort seinen Willen und nicht in erster Liene durch unsere Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen Christen. Wir sollten uns weder nach dem ausstrecken, was Gott vielleicht anderen gegeben hat, noch sollten wir anderen aufzwingen, was er uns zugedacht hat, es sei denn, aus der Bibel geht eindeutig hervor, daß es sich um etwas handelt, was alle seine Kinder haben sollten. Was wir für uns selbst suchen, und was wir andere lehren, soll einzig und allein vom Wort Gottes bestimmt werden. Nur wenn das Wort Gottes „reichlich unter uns wohnt“, sind wir in der Lage, die Erfahrungen, die wir und andere machen, auch richtig auszuwerten und zu beurteilen. Erfahrungen dürfen nie das Kriterium für die Wahrheit sein, sondern umgekehrt: unsere Erfahrungen müssen an der Wahrheit gemessen werden und ihr standhalten.
John Stott (Ich glaube an den Heiligen Geist, 1986, S. 6)

Sünde gegen den Heiligen Geist

Hier handelt es sich um eine ziemlich herausfordernde Angelegenheit. Immerhin wird die Sünde gegen den Heiligen Geist als einziges Vergehen bezeichnet, das prinzipiell nicht vergebbar ist. „Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. Und wer irgend ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber irgend gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden – weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen“ (Matthäus 12,31.32; vgl. Markus 3,28.29; Lukas 12,10) Das ist durchaus heftig.
Soweit ich diese Aussage Jesu verstehe, geht es hier um Menschen, die die Wahrheit Gottes korrekt erkannt, sie dann aber nicht nur abgelehnt, sondern als „Werk des Teufels“ ausgegeben haben. Das entspricht auch dem biblischen Kontext der Aussage. Missgünstige Pharisäer sehen das Wirken Jesu und wissen, dass es dem entspricht, was für den Messias vorhergesagt wurde. Sie lehnen ihn aber nicht nur ab, sondern behaupten: „Er treibt den Teufel durch den Beelzebub aus“. Ganz offensichtlich gibt es solche Menschen. Wer aber auf der Suchte nach Gott ist, ihn dabei aber meidet oder wer in einer Situation der Anfechtung Jesus leugnet wie Petrus (Matthäus 26, 31-35), der ist hier nicht angesprochen. Auch Christen, die fürchten diese Sünde begangenen zu haben, sind zumeist nicht betroffen. Wenn sich der Heilige Geist nämlich zurückgezogen hat, dann gibt es gewöhnlich auch keine Sündenerkenntnis mehr und kein Sehnsucht nach Vergebung. Michael Kotsch FB