Nach Dem Himmel Verlangen

„Es gibt Zeiten, da auch ich glaube, dass wir gar nicht nach dem Himmel verlangen. Noch häufiger aber frage ich mich, ob wir im innersten unseres Herzens- jemals nach etwas anderem verlangt haben. Es ist die geheime Signatur jeder Seele, das unmittelbare und unstillbare Verlangen; das, wonach wir uns sehnten, ehe wir unserer Frau begegnet waren, noch ehe wir einen Freund gewannen und ehe wir unseren Beruf wählten; das wonach wir noch auf unserem Sterbelager verlangen werden, wenn die Seele nichts mehr weiß von Frau, Freunde und Arbeit.“ C. S. Lewis, Über den Schmerz, s. 142-143.

Kommt mein Kuscheltier in den Himmel?

Wir erwarten aber nach seiner Verheißung neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.“ 2.Petrus 3,13
Wie stellst du dir die Ewigkeit vor? Ist der Himmel eine große, goldene Stadt? Schweben die Menschen dort auf Wolken? Oder wird es im Himmel einfach unvorstellbar, sodass wir uns kein Bild davon machen können? Und ist das alles eh nur Spekulation oder gibt es in manchen Dingen auch Gewissheit?
Einer unserer Dozenten erzählte uns einmal, wie er seinem kleinen Sohn den Himmel erklärte. Dieser fragte daraufhin seinen Papa, ob sein Kuscheltier dann auch im Himmel sei. Die Antwort, die unser Dozent gab, war beeindruckend. Anstatt seinem Sohn eine Ausarbeitung vorzulegen („Mein Sohn, das wissen wir nicht, doch es ist unwahrscheinlich, denn wir haben nur folgende fünf Indizien über die Begebenheiten im Himmel…“), sagte er einfach „Ja!“. Nun, wie kann ein gelehrter Theologie-Dozent so etwas sagen? Nirgends in der Bibel steht, dass Kuscheltiere im Himmel sein werden, oder? Nein, hierbei sollte uns eins wichtig werden: Der Himmel, also die Ewigkeit, wird uns in der Bibel immer wieder mit wunderschönen Begriffen vor Augen gemalt. In Jesaja wird dafür ein ultimatives Friedensreich als Bild gebraucht, in dem sogar wilde Tiere Gras fressen. In der Offenbarung gebraucht Johannes das Bild einer wertvollen Stadt, die die Gemeinde in perfekter Harmonie zu Gott zeigt, er benutzt das Bild einer Hochzeit, es muss also etwas Wunderschönes sein.
Auch Petrus zeigt auf, wie es im Himmel sein wird: Dort wohnt Gerechtigkeit. Im Himmel wohnt Gerechtigkeit, das bedeutet, Gott ist in seiner vollen Präsenz dort. Er regiert, sodass Sünde keinen Platz mehr hat. Alle Menschen dort sind sündlos und sie feiern das Lamm, das ihre Gerechtigkeit vor Gott wurde. Und genau deshalb kann unser Dozent seinem kleinen Sohn sagen, dass auch sein Kuscheltier dort anwesend sein wird: Dort wird Freude, Jubel und Friede sein. Das, was wir hier auf der Erde mit größter Geborgenheit und Liebe verbinden (wie ein Kuscheltier), wird im Himmel in viel besserer Weise existieren und uns umgeben. Gott hat versprochen, die Erde neu zu machen. Wie sie dann aussehen wird, können wir uns nicht genau vorstellen. Aber eins, das wir sicher wissen, ist dass Gott dort wohnt. Und das gibt uns die absolute Sicherheit, dass es in seiner Gegenwart keine Sünden, Schmerzen und Versuchungen mehr geben wird. Dort wird vollkommene Gerechtigkeit herrschen.
Stell dir einmal einen wunderschönen Moment deines Lebens vor. Dieser Moment war, wie alle anderen auch, mit Sünde behaftet, weil er auf dieser Welt stattfand. Im Himmel wird dieser Moment noch einmal unendlich viel schöner sein und darauf freue ich mich sehr! Auch wenn es im Himmel keine Kuscheltiere mehr gibt, wird die Liebe und Geborgenheit Gottes uns so groß werden, dass wir nicht einmal das beste Plüschtier der Welt vermissen werden. Das wird einfach schön!
https://flowwaters.wordpress.com/2020/05/14/kommt-mein-kuscheltier-in-den-himmel/

Heaven on Earth

Himmel auf Erden
Jesus lehrte uns zu beten ′′ Dein Königreich komm, dein Wille geschehe, auf Erden wie es im Himmel ist.“ Jesus will, dass die übernatürlichen Dimensionen des Himmels zu uns kommen, nicht dass wir ′′ dorthin ′′ gehen. Unser wahres und ewige Staatsbürgerschaft ist im Himmel, aber wir werden nicht dorthin gehen, um es zu bekommen. Es wird hierher kommen, wenn Jesus wieder erscheint. Das Christentum ist kein Leben durch Flucht, sondern durch Engagement. Leiden und Verwirrung haben Christen dazu gebracht, dass Gott uns woanders hinführt, anstatt hier bei uns zu sein. Lasst uns mit Gottes Plan in den Fokus rücken. Ellis H.Potter

Jesus taught us to pray “Your Kingdom come, Your Will be done, on Earth as it is in Heaven.” Jesus wants the supernatural dimensions of Heaven to come to us here, not for us to go “there”. Our true and eternal citizenship is in Heaven, but we won’t go there to get it. It will come here when Jesus appears again. Christianity is not a life through escape but through engagement. Suffering and confusion have made Christians think of God taking us someplace e…

Das Himmelreich

Wir reden vom „Himmelreich“ nicht, weil es himmlische Ideale verwirklicht oder ein himmlisches Ziel hat, sondern weil es jetzt schon tatsächlich im Himmel existiert. Es wird nicht erst aufgerichtet, auch erwarten wir sein Kommen nicht erst in der Zukunft, sondern es ist ein Königreich, das ist, das von Anbeginn war, das ewig bleiben wird. Vom Himmel her kann es allein wieder einbringen in diese Welt, aus der es durch den Sündenfall verschwunden ist. Abraham Kuyper über das „Reich der Himmel“:

Wo ist der Himmel?

Der Himmel ist oben, das Totenreich ist unten. So würden wohl die meisten antworten, wenn sie spontan gefragt würden. Es ist ja auch naheliegend. Der Himmel ist so schön blau, weit und hell wie man sich den Thronsaal Gottes vorstellen kann. Und der Platz unter dem Erdboden wirkt eher bedrückend, dunkel und unheimlich, eben wie ein Ort für die Toten. Das sahen auch schon die alten Griechen so, weshalb sie den Wohnort der Götter auf den sonnenumfluteten Olymp verlegten. Ausführlich dokumentierten sie andererseits die verschiedenen mutmaßlichen Eingänge zur Unterwelt – hauptsächlich Höhlen und Felsspalten.
Blau ist nicht nur die Lieblingsfarbe der meisten Deutschen, es ist auch die Farbe des Himmels. Auf vielen Bildern des Mittelalters wird Gott als Herrscher vor dem Hintergrund des blauen Himmels dargestellt. Dabei müsste man den astronomischen Himmel eigentlich schwarz sehen mit kleinen Lichtpunkten, so wie in einer sternklaren Nacht. Blau wirkt die Atmosphäre, weil sich das Sonnenlicht an den Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen der Luft bricht. Die Luftteilchen zerlegen das Licht in die Spektralfarben (Rot, Orange, Gelb, Grün, Blau, Violett). Die blauen Anteile des Lichts sind kurzwellig und werden deshalb stärker reflektiert als etwa das langwelligere rote Licht. In der Folge erscheint dem irdischen Beobachter der Himmel blau. Besonders intensiv ist diese Blau bei trockener, staubfreier und sauberer Luft – in Mitteleuropa insbesondere bei Kaltlufteinfluss. Das Nationale Britische Physiklabor (NPL) hat festgestellt, dass der „blaueste Himmel“ sich über Rio de Janeiro (Brasilien), über der Bay of Islands (Neuseeland) und über dem Ayers Rock (Australien) erstreckt. Über die Intensität der Gegenwart des göttlichen Himmels sagt das vermutlich nichts.
Wer auf die Frage nach dem wahrscheinlichen Ort des Himmels nach oben weist, irrt natürlich – schon allein deshalb, weil sich die Erde kontinuierlich dreht und deshalb der ausgestreckte Finger ständig auf eine andere Region des Universums deutet. Darüber hinaus zeigt der Neuseeländer zum gleichen Zeitpunkt an seinen Himmel, weist damit aber genau in die entgegengesetzte Richtung, weil er sich auf der anderen Seite des Globus befindet. Vielleicht sollte man daraus die fast philosophische Schlussfolgerung ziehen, dass sich Gottes Himmel überall befindet, ganz gleich in welche Richtung man zeigt.
In der Bibel finden sich tatsächlich Indizien für eine solche Sichtweise. Da ist der Himmel nicht zuerst ein geographisch festlegbarer Ort, sondern ein Zustand der engen Gemeinschaft mit Gott (vgl. Lk 11,20; 1Kor 13,9-12; Eph 1,3). So kann der Himmel Gottes schon hier auf der Erde, im Leben eines Menschen da sein und gleichzeitig an irgendeinem anderen Ort des Weltalls. Der Himmel ist an die Gegenwart Gottes und an keinen Planeten oder irgendeinen Palast gebunden. Wahrscheinlich ist Gottes Himmel überhaupt nicht mit irdisch- materiellen Werkzeugen wahrnehmbar und lokalisierbar.
Der biblische Himmel war schon da, als es das ganze Universum noch nicht gab und wird auch noch existieren, wenn alle Galaxien ihr Ende gefunden haben. Gott ist Geist, sein Wohnort befindet sich am ehesten in einer anderen Dimension, die sich nicht allein mit Länge, Höhe, Breite beschreiben lässt. Aus dieser Dimension heraus kann er jederzeit in dieser materiellen Welt erscheinen, wenn er das will. Der Himmel ist überall wo Gott bestimmt, sicher aber nicht im Blau eines schönen Sommertags.
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