„Wenn du Christus ansiehst“

Martin Luther in seinem Kommentar zu Galater 3,13:
Wenn du diese Person Christus ansiehst, siehst du Sünde, Tod, Zorn Gottes, Hölle, Teufel und alle übel besiegt und zu Tode gebracht. Sofern also Christus durch seine Gnade in den Herzen der Gläubigen regiert, ist da keine Sünde, kein Tod, kein Fluch. Wo aber Christus nicht erkannt wird, bleiben diese furchtbaren Mächte. Darum wissen die, die nicht glauben, nichts von jener Wohltat und von dem Sieg. Johannes sagt: ,,Unser Glaube ist der Sieg“ (1.Joh. 5,4).

„Briefe aus der Hölle“

Vor einigen Jahren ist ein seltsames Buch erschienen. Es hatte den Titel: „Briefe aus der Hölle“. Darin hat sich einer aus­gemalt, wie die Hölle wohl aussehen könnte.
Eine Szene hat mir beim Lesen tiefen Eindruck gemacht und ist mir unvergeßlich geblieben:
Der Wanderer geht über eine endlose, graue Steppe. Überall sieht er Menschen sitzen. Sie haben gequälte Gesichter, sie rau­fen sich die Haare, sie sitzen und stützen den Kopf schwer in die Hand, sie scheinen ratlos zu sein. Es ist so, als ob sie mit schärfster Konzentration über irgend etwas nachdenken. Die Leute können einem leid tun.
„Worüber denkt ihr nach?“ fragt der Wanderer sie.
„Über einen Namen.“
„Über einen Namen — über welchen Namen denn?“
„Ja, das wissen wir eben nicht. Das ist ja gerade unser Unglück.“
„Wie, das wißt ihr nicht? Ihr denkt über einen Namen nach, den ihr nicht kennt? Das verstehe ich aber wirklich nicht.“
„Ja“, sagen die Verdammten, „wir wissen nur so dunkel, daß es einen Namen gibt, einen starken und herrlichen Namen. Wenn wir diesen anrufen könnten, dann könnten wir sogar hier aus der Hölle gerettet werden. Bei Lebzeiten haben wir einmal diesen Namen gehört. Aber wir haben nicht darauf ge­achtet. Und nun — können wir ihn eben nicht mehr finden. Kannst du uns nicht den Namen sagen?“
Dann hängen sich die Verdammten an den Wanderer, flehen und bitten, betteln und winseln, ob er ihnen nicht den Namen nennen könnte.
Das Erschütterndste aber kommt dann erst:
Der Wanderer nennt ihnen nun den Namen, den einen, gro­ßen, herrlichen Namen, den Namen Jesus. Aber so deutlich er auch den Namen ihnen sagen mag, es ist, als könnten sie ihn nicht verstehen. Schließlich ruft er ihn so laut, daß es wie das Heulen eines Orkans ist, er schreit ihn in alle Winde, er meint, es müßte in den Ohren ihnen dröhnen — aber es ist, als sei ihr Ohr verstopft. Sie können den Namen nicht hören. Sie haben kein Organ mehr, ihn zu vernehmen. Da wendet er sich trau­rig von ihnen. Wie schrecklich ist das: Der Name ist da, aber sie können ihn nicht mehr finden. Und ob man den Namen ihnen auch sagt, sie können ihn nicht mehr fassen. — Dir aber, mein Leser, will ich es darum um so deutlicher zurufen:
„Wer den Namen des Herrn Jesus anrufen wird, der soll gerettet werden“ (Apg. 2, 21). Höre es doch beizeiten! Sammle in der Zeit, dann hast du in der Not! Wisse, je älter — je käl­ter. Erst will man nicht, dann kann man nicht. Darum glaube es doch:
„Es ist in keinem ändern Heil, ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin sie sollen selig werden — — als nur der Name Jesus!“ (Apg. 4, 12).
Das wird die schrecklichste Hölle sein, daß man den Namen nicht mehr wissen darf, durch den wir Rettung und Seligkeit erlangen. Gott helfe uns, daß wir diesen Namen ernst nehmen, lieb gewinnen und anrufen, solange es noch Zeit ist. Wilhelm Busch
https://info2.sermon-online.com/german/WilhelmBusch/Kleine_Erzaehlungen_17_Der_Name_Jesus.html

Ist Jesus in die Hölle hinab gestiegen

Die meisten Christen kennen das Apostolische Glaubensbekenntnis mit seiner Aussage, dass Jesus hinabgestiegen ist „in die Hölle/in das Reich des Todes“. Aber ich bin mir nicht sicher, ob sie wissen, was dieser Ausdruck wirklich bedeutet und wie er mit der Lehre der Bibel in Einklang zu bringen ist. Wie genau ist Jesus in die Hölle hinabgestiegen und wann ist das geschehen? Geschah es am Kreuz, wie Johannes Calvin glaubte? Oder geschah es, nachdem Jesus gestorben und bevor er von den Toten auferstanden war, wie viele andere geglaubt haben? War dieser descensus ein buchstäblicher Abstieg? Oder war er bloß symbolisch? Und was war darin inbegriffen? Es ist darauf verwiesen worden – und das zurecht – dass der Ausdruck „hinabgestiegen in die Hölle“ nirgendwo in der Bibel zu finden ist. Aber heißt das, dass das Konzept hinter diesem Ausdruck auch nicht in der Bibel zu finden ist? Wohin können wir uns wenden, um auf diese Fragen eine Antwort zu finden?
Persönlich hat mir die Lehre von Hebräer 13,11–12 geholfen. Ich denke, dass diese Verse uns den besten Weg zeigen, wie wir den Ausdruck „hinabgestiegen in die Hölle“ verstehen können und wie dieses Konzept tatsächlich biblisch ist, selbst wenn der Ausdruck so nicht direkt in der Bibel vorkommt. Wenn wir diese Verse im Licht des alttestamentlichen Opfersystems verstehen, denke ich, dass wir erkennen, dass Jesus „in die Hölle hinabstieg“ während er sich am Kreuz als Sühneopfer für sein Volk darbrachte.
Der alttestamentliche Opferkontext von Hebräer 13,11 wird auf den ersten Blick sofort deutlich: „Denn die Leiber der Tiere, deren Blut für die Sünde durch den Hohenpriester in das Heiligtum getragen wird, werden außerhalb des Lagers verbrannt“. Wenn wir über diese Verse nachdenken, müssen wir uns daran erinnern, dass die allererste Sache, die der Priester im Alten Testament mit dem Sündopfer tat, war, seine Hände auf das Haupt des Tieres zu legen, das geopfert wurde (3Mo 4,4–5). Dadurch übertrug er seine eigenen Sünden (oder die Sünden des Volkes) auf das Tier – was bedeutete, dass es nun zur Sünde geworden war. Dann tötete der Hohepriester das sündetragende Tier und trug seinen Leib „außerhalb des Lagers“, wo es völlig verbrannt wurde.
Aber warum außerhalb des Lagers? Was war so bedeutend an diesem besonderen Ort? Was sollte dieser Ausdruck kommunizieren? Einfach gesagt, Gott selbst lebte im Lager Israels. Er wohnte inmitten seines Volkes und das auf eine Weise, die anders war als die Weise, wie er außerhalb des Lagers wohnte. Als allgegenwärtiger Herr des Universums war Gott offensichtlich gegenwärtig sowohl innerhalb als auch außerhalb des Lagers (weil er überall gegenwärtig war – und ist). Aber er war bundesmäßig und evangeliumsmäßig nur im Lager gegenwärtig, nicht außerhalb. Lass mich erklären, was ich meine.
Wenn ich sage, dass Gott außerhalb des Lagers nicht bundesmäßig gegenwärtig war, dann meine ich, dass die Verheißung „Ich will euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein“ (2Mo 6,7; Jer 7,23) nur innerhalb des Lagers galt. Gott war nicht der Bundesgott derer, die außerhalb des Lagers waren; sie waren nicht sein Volk. Seine Bundesgegenwart erstreckte sich nicht außerhalb der Grenzen des Lagers, welches aus den zwölf Stämmen Israels bestand, die sich um die Stiftshütte versammelten. „Außerhalb des Lagers“ war demnach der Ort außerhalb von Gottes bundesmäßigem Wohlwollen. Es war der Ort, wo er nicht ihr Gott war und sie nicht sein Volk waren.
Wenn ich sage, dass Gott außerhalb das Lagers nicht evangeliumsmäßig gegenwärtig war, dann meine ich, dass Gott für das Wohl der Menschen nur innerhalb das Lagers am wirken war. Natürlich war Gott auch außerhalb des Lagers am schaffen, aber er war nicht am wirken für das Wohl der Menschen, die da waren, weil sie nicht sein Volk waren und er nicht ihr Gott. Römer 8,28 ist eine herrliche Verheißung, die jeder Christ wertschätzen sollte. Aber sie gilt nur für Christen oder, wie Paulus sagt, „denen, die Gott lieben“ und „die nach dem Vorsatz berufen sind“. Sie gilt nicht für diejenigen, die nicht zu Gottes Volk gehören. Und der gleiche grundlegende Gedanke trifft zu für diejenigen, die innerhalb und außerhalb des Lagers lebten. Gott war innerhalb des Lagers gegenwärtig für das Wohl seines Volkes, aber nicht auf diese Weise außerhalb des Lagers. Gott war außerhalb des Lagers nur in Gericht und Zorn gegenwärtig.
Nach der Bibel gibt es nur einen Ort, der letztendlich für immer außerhalb von Gottes bundesmäßiger und evangeliumsmäßiger Gegenwart ist, und das ist die Hölle. Dies ist der einzige Ort, über dessen Bewohner wirklich und dauerhaft gesagt werden kann, dass Gott nicht ihr Gott ist und sie nicht sein Volk. Dies ist der einzige Ort, an dem Gott nur in Gericht und Zorn gegenwärtig ist (erinnere dich daran, dass Gottes Allgegenwart bedeutet, dass er sogar in der Hölle gegenwärtig ist) und niemals zum Segen. Es überrascht deshalb nicht, dass Jesus wiederholt von der Hölle als dem Ort der „äußersten Finsternis“ redet, wo „Heulen und Zähneknirschen“ ist (z.B. Mt 8,12; 13,42.50; 22,13; 24,51; 25,30). Dies ist der Ort außerhalb von Gottes bundesmäßiger und evangeliumsmäßiger Gegenwart. Er ist außerhalb des Lagers.
Diese Interpretation scheint durch die Tatsache gestützt zu werden, dass die Juden die Leiber der Tiere (die durch Übertragung Sünde geworden waren) außerhalb des Lagers bringen und im Feuer verbrennen mussten, da das Neue Testament wiederholt von der Hölle mit dem Begriff „Feuer“ redet. Es ist der „Feuerofen“ (Mt 13,42.50), das „ewige Feuer“ (Mt 25,41), das „unauslöschliche Feuer“ (Mk 9,43) und der „Feuersee“ (Offb 20,14). Und diejenigen, die der Hölle entgehen, werden „wie durchs Feuer hindurch“ errettet (1Kor 3,15) oder „aus dem Feuer“ gerissen (Judas 23).
Wenn wir das verstehen, können wir nachvollziehen, wie das Opfersystem des Alten Testaments symbolhaft verlangte, dass die Leiber der Tiere (die durch Übertragung Sünde geworden waren) zur Hölle gebracht und völlig im Feuer verbrannt wurden. Und in diesem Licht ist Hebräer 13,12 so bedeutsam, weil es aussagt: „Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu heiligen, außerhalb des Tores gelitten“. Der Punkt sollte klar sein: Es gibt eine direkte Verbindung zwischen Jesu Opfer am Kreuz – welches außerhalb der Stadttore Jerusalems stand – und der Praxis, im Alten Testament die Tieropfer außerhalb des Lagers zu verbrennen. Genauso wie den Tieropfern die Sünden des Volkes übertragen, sie getötet und außerhalb des Lagers in die Hölle gesandt wurden, um völlig im Feuer verbrannt zu werden, so wurden Christus die Sünden seines Volkes übertragen (2Kor 5,21), er wurde getötet und „außerhalb des Lagers“ in die Hölle gesandt, um völlig verzehrt zu werden.
Und der Gedanke ist, dass all dies am Kreuz geschah. Jesus ging zur Hölle – dem Ort außerhalb von Gottes bundesmäßiger und evangeliumsmäßiger Gegenwart – als unser Sündenträger und er wurde im Zorn und Urteil Gottes völlig verzehrt. Es war in diesem Moment, dass er den wohlbekannten Verzweiflungsschrei ausstieß: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mt 27,46; Mk 15,34). In diesem Moment behandelte Gott ihn, als ob er Sünde wäre – die Sünde aller, die jemals an ihn glauben würden, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Jesus wurde völlig im Feuer verzehrt als das sündetragende Opfer und uns wird gesagt, dass dies „außerhalb des Lagers“ geschah.
Nach Hebräer 13,11–12 stieg Jesus in die Hölle hinab. Er tat das am Kreuz, als er eine Ewigkeit der Hölle für alle Sünden seines ganzen Volkes ertrug; aller seiner Kinder, die jemals leben würden. Er wurde völlig verzehrt. Das bedeutet, dass keine Hölle mehr übrig bleibt für diejenigen, die in Christus sind. Er stieg in die Hölle hinab, damit wir es niemals tun müssen. Er stand an unserer Stelle und nahm das Urteil und den Zorn Gottes über unsere Sünden auf sich. Und er stand am dritten Tag wieder von den Toten auf, um zu bekräftigen, dass sein Opfer tatsächlich von dem Gott des Universums angenommen wurde. Gelobt sei Gott, von dem aller Segen fließt!

Hebräer 13,11–12
Guy Richard ist geschäftsführender Direktor und Assistenzprofessor für Systematische Theologie am Reformierten Theologischen Seminar (RTS) in Atlanta (USA).
Dieser Beitrag erschien zuerst bei Ligonier Ministries. Übersetzung und Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung. Mehr Ressourcen von Ligonier Ministries.
https://www.evangelium21.net/media/1197/ist-jesus-in-die-hoelle-hinab-gestiegen

Was ist die Hölle?

1) Die Hölle ist ein Ort der Strafe Mt. 23, 33/ 25/ 46/ Joh. 5, 28 – 29/ 2. Thess. 1, 9/ 2. Pet. 2, 4

2) Die Hölle ist ein Ort der Schande Dan. 12, 2

3) Die Hölle ist ein Ort der Finsternis Mt. 8, 12/ 22, 13/ 2. Pt. 2, 4.17/ Jud. 13

4) Die Hölle ist ein Ort der Qual  Röm. 2, 9/ Offb. 14, 11

Feuer: Mt. 13, 42/ 25, 41/ Offb. 20, 15/ 21, 8
– Schmerzen:
Lk. 16, 24
– seelische Pein:
Röm. 2, 9 (Drangsal)
– Angst:
Röm. 2, 9
– Weinen und Zähneknirschen:
Mt. 8, 12/ 22, 13/ 24, 51/ 25, 30

5) Die Hölle ist ein Ort der Trennung von Gott
Mt. 7, 23/ Luk. 13, 28/ 2. Thess. 1, 9

„Die Strafe besteht hauptsächlich in dem tiefen Gefühl des göttlichen Unwillens, in der Bitterkeit, der wilden Verzweiflung, einer ungerechtfertigten und vergeblichen Empörung, einer fortwährenden Strafe, von der nichts die Aufmerksamkeit des Verdammten ablenken kann.“(A. Matter, Etude de la Doctrine Chrétienne, zitiert nach René Pache, Das Jenseits, S. 161)
Die Bibel macht ganz deutlich, daß die Hölle genauso eine Realität ist wie der Himmel. Sie zeigt unmißverständlich, daß von Natur aus alle Menschen unterwegs sind zur Hölle (Joh. 3, 36), weil sie von Natur aus alle von Gott getrennt und sogar Seine Feinde sind (Röm. 5, 10) und deshalb immer wieder Seine Gebote übertreten und infolgedessen die Strafe der ewigen Trennung von Gott verdient haben.
Glücklicherweise ist das aber nur die Hälfte der Wahrheit. Die Bibel sagt uns nämlich auch, daß niemand wirklich in der Hölle enden muß, weil Gott Seinen Sohn Jesus Christus in diese Welt geschickt hat. Er war der Einzige, der je als Mensch gelebt hat, ohne zu sündigen, und deshalb konnte Er die Strafe, die wir verdient haben, auf sich nehmen, damit wir „straffrei“ ausgehen können. Er hat am Kreuz die Hölle erlitten, um uns die Tür in den Himmel zu öffnen. Jeder, der das als Geschenk für sich persönlich annimmt, bekommt die Gewißheit: das gilt auch für mich.

Wo werden Sie die Ewigkeit verbringen?
Detlev Fleischhammel http://www.jesus-service.de/Hoelle.htm

Wie kann ein liebender Gott Menschen in die Hölle schicken?

Zu den Tabuthemen in vielen Gemeinden und Gottesdiensten gehören das „Gericht Gottes“ und die „Hölle“. Warum er darüber häufig predigt, erläutert Timothy Keller, US-Professor für Praktische Theologie und Pastor der Presbyterianischen (Reformierten) Kirche in New York, in seinem neuen Buch, das in den USA ein Bestseller wurde. Im Brunnen-Verlag (Gießen) erschien es unter dem Titel „Warum Gott?“. Hier einige Auszüge. rum halten Sie die Vorstellung eines vergebenden Gottes nicht auch für anstößig?“ Ich erklärte ihr, dass der säkulare Amerikaner oder Europäer die Sache mit der Hölle schlimm findet, aber die Lehre von der Feindesliebe und dem Hinhalten der anderen Wange faszinierend. Ich bat sie, sich vorzustellen, wie jemand, der aus einer ganz anderen Kultur kommt, das Christentum sieht. In traditionell nicht christlich geprägten Ländern erscheint die Lehre von der Feindesliebe absolut sinnlos; sie verletzt die tiefsten Gefühle der Menschen über das, was recht und unrecht ist. Aber die Vorstellung eines richtenden Gottes macht ihnen absolut keine Schwierigkeiten. Diese Gesellschaften finden die Aspekte des christlichen Glaubens skandalös, die man im Westen gut findet, und die attraktiv, die man im Westen schier nicht ertragen kann. „Nun“, sagte ich, „warum sollen dann die Einwände, die Ihre Kultur gegen das Christentum erhebt, mehr zählen als die der anderen Kulturen?“ [aus dem Glauben entsteht], Gott würde auf sein Gerichtsurteil verzichten. In einem Land der verbrannten Erde, dessen Boden vom Blut der Unschuldigen getränkt ist, wird dieser Glaube komplett untergehen … zusammen mit einigen anderen liebgewordenen Überzeugungen, in denen unser liberales Denken gefangen ist.“ Ist es möglich, unseren Hunger nach Gerechtigkeit auf eine Art zu stillen, die nicht unseren Hunger nach blutiger Vergeltung nährt? Ja, sagt Volf, und zwar am besten dadurch, dass wir an Gottes Gerechtigkeit glauben. Weiterlesen