Anti- Israel Label

Zahllose Label kann man heute auf den alltäglichsten Produkten finden. Sie sollen das „gerechte“, das heißt zumeist das politisch korrekte Einkaufen ermöglichen. Nach dem Willen des EuGH soll nun eine weitere Kennzeichnung den Verbraucher vor Lebensmitteln aus den israelisch besetzen Gebieten warnen (12.11.2019). Da diese Besetzung auch noch nach Jahrzehnten nicht von der UNO völkerrechtlich anerkannt ist, soll sich die europäische Kritik durch einen umfassenden Kaufboykott ausdrücken. Man mag nun über die von Israel besetzen Gebiete denken wie man will, doch sollte man dabei auch die internationale Gleichberechtigung und den eigentlichen Sinn einer solchen Aktion im Blick behalten.
1. Es ist nicht ganz verständlich, dass Waren aus den von Israel besetzten Gebieten negativ gekennzeichnet werden sollen, ähnliche Forderungen beispielsweise für die von Russland besetze Krim bisher aber nicht vorliegen.
2. Die konkreten Ausführungen der Kennzeichnungspflicht sind problematisch. Was sollte beispielsweise auf Tomatenmark stehen, das in Israel mit Tomaten aus dem Westjordanland gefertigt wurde?
3. Eine Bannung von Produkten aus den besetzten Gebieten trifft vor allem diejenigen, die man damit unterstützen will. Einerseits werden damit auch die von Palästinensern produzierten Güter in Europa schwerer verkäuflich. Andererseits gefährdet man durch diese Maßnahme vielen Palästinensern, die bisher auf den Feldern jüdischer Siedler gearbeitet haben. ihre Einkommensquelle.
4. Ein vorgeschriebenes Label, das explizit auf die von Israel besetzen Gebiete hinweist, wird sehr schnell propagandistisch von linken und rechten Antisemiten benutzt, um noch besser gegen Israel und Juden Stimmung zu machen.
Auf den ersten Blick mag diese neu vom EuGH geforderte Etikettierung dem europäischen Konsumenten bei seinem „gerechten“ Einkauf helfen. Bei Beachtung der Gesamtproblematik aber überwiegen die negativen Aspekte dieses Vorgehens recht deutlich. – Eigentlich braucht der israelische Staat keine weiteren ideologisch motivierten Hindernisse, sondern mehr europäische Unterstützung für seine erstaunliche Integrationsarbeit in einer von totalitären Staaten beherrschten Umgebung. FB Michael Kotsch

Wenn die Statistiken stimmen, machen die Juden nur ein Prozent der Menschheit aus-

Historiker sagen, dass das jüdische Volk längst verschwunden sein müsste, doch obwohl es über die ganze Erde verstreut war, hat es als deutlich erkennbares Volk überlebt. Und Mark Twain schreibt im Jahr 1899 dazu:
„Wenn die Statistiken stimmen, machen die Juden nur ein Prozent der Menschheit aus – ein unbedeutender Funke im Glanz der Milchstrasse. Normalerweise sollte man vom Juden kaum etwas gehört haben, und doch hörten und hören wir immer wieder von ihm. An Berühmtheit kann er es mit jedem anderen Volk der Erde aufnehmen, und seine Bedeutung in Wirtschaft und Handel steht in keinerlei Verhältnis zu seiner Bevölkerungszahl. Sein Beitrag zur Liste großer Namen in Literatur, Naturwissenschaft, Kunst, Musik, Finanzwesen, Medizin und tiefer Gelehrsamkeit ist genauso erstaunlich. Er hat sich in all den Jahrhunderten großartig geschlagen in dieser Welt – und das mit auf den Rücken gebundenen Händen. Er könnte mit Recht hochmütig und stolz auf sich sein. Die Ägypter, Babylonier und Perser kamen an die Macht, erfüllten die Erde mit ihrem Glanz und ihren Klängen und gingen unter. Die Griechen und Römer folgten, machten viel Lärm und verschwanden. Andere Völker standen auf, ihre Fackel brannte eine Zeitlang, dann erlosch sie, und heute sitzen sie im Zwielicht oder sind ganz verschwunden. Der Jude sah sie alle, schlug sie alle und ist heute, was er immer war, zeigt keinen Verfall, keine Alterserscheinungen, keine Schwächen, kein Nachlassen der Energie, kein Abstumpfen seines wachen, dynamischen Geistes. Alle Dinge sind sterblich außer dem Juden-, alle anderen Kräfte vergehen, er bleibt. Was ist das Geheimnis seiner Unsterblichkeit?“ (zitiert: Lance Lambert „Israel, Zentrum der Weltgeschichte“ )
https://ahuvaisrael.wordpress.com/tag/mark-twain/

Frieden sieht anders aus

Viele der Beteiligten im Nahostkonflikt sind nicht ernsthaft an einer Lösung der Streitigkeiten interessiert. Bei ihren Geldgebern in Europa und Nordamerika beteuern palästinensische Politiker seit Jahrzehnten ihren Friedenswillen. In Wirklichkeit aber leben sie weit besser mit dem gegenwärtigen Zustand als mit einem wirklichen Frieden, der einen zukünftigen Staat Palästina sehr bald aus einem Weltinteresse verdrängen würde.
Fast alle palästinensischen Spitzenpolitiker sind durch ihren Job superreich geworden und verfügen über volle Auslandskonten; vor allem durch das Geld, das ihnen vom Ausland überwiesen wurde. Statt die immensen Hilfszahlungen in effektive Entwicklungsprojekte zu stecken, werden die Familien von Selbstmordattentätern finanziert, Tunnel zum Waffentransport nach Israel gebaut, Raketen für Terrorangriffe angeschafft und die eigene Großfamilie versorgt.
Wenn man wirklich Frieden wollte, könnte man in den Medien Verständnis für Israel wecken oder zumindest Fake- Meldungen von israelischen Übergriffen klarstellen. Doch genau das Gegenteil passiert: Sehr viel Geld wird investiert, um in der eigenen Bevölkerung den Hass auf Israel zu schüren. Jeden Tag werden im palästinensischen Radio, Fernsehen und Internet wilde Verschwörungstheorien über die „jüdische Weltverschwörung“ verbreitet. In vielen Fällen greift man dabei auf die altbekannten Propagandalügen der Nationalsozialisten zurück und bewirbt sogar Hitlers „Mein Kampf“. So wird es nie zu einem Frieden kommen. Aber wie gesagt, viele palästinensische Verantwortungsträger wollen das auch gar nicht, weil ihr Einkommen und ihre Stellung durch einen latenten Kriegszustand viel angenehmer ist als bei einem wirklichen Frieden.
Auch mache sehr konservative Israeli freuen sich insgeheim über jeden palästinensischen Übergriff, weil das ihre Position zu bestärken scheint, dass Friede mit Arabern nie möglich sein wird und dass harte Maßnahmen gegen Palästinenser so halt notwendig sind. – Allerdings darf man dabei nie vergessen, dass in Israel Meinungsfreiheit herrscht und sich die Bürger viel leichter ein ausgewogenes Bild machen können, wenn sie es denn wollen. In den Palästinensergebieten wird die Opposition zumeist schnell unterdrückt oder derjenige wirtschaftlich ruiniert, der öffentlich äußert, dass die Israeli einen berechtigten Anspruch auf ich Land und auf Frieden haben könnten.
Wahrscheinlich wird es erst dann wirklichen Frieden geben, wenn Gott in dieser Region aktiv eingreift.
„Wünschet Jerusalem Frieden! Es möge wohlgehen denen, die dich lieben! Es möge Friede sein in deinen Mauern und Glück in deinen Palästen! Um meiner Brüder und Freunde willen will ich dir Frieden wünschen.“ (Psalm 122, 6ff.) Michael Kotsch

DIE GESCHICHTE ISRAELS

Die Geschichte Israels im AT kann in drei Herrschaftsperioden eingeteilt werden:

  1. Gottesherrschaft – die direkte Herrschaft Gottes durch Männer wie Mose, Josua und die Richter
  2. Königsherrschaft – die Könige regieren über Israel
  3. Fremdherrschaft – verschiedene heidnische Völker herrschen über Gottes Volk

1. Mose bis Ruth beschreibt die Zeit der Gottesherrschaft; 1. Samuel bis 2. Könige bzw. 2. Chronika beschreibt die Zeit der Königsherrschaft, wobei 1. Samuel im besonderen die Übergangszeit von der Gottesherrschaft zur Königsherrschaft behandelt. In diesem Buch kommen die letzten zwei Richter von Israel, Eli und Samuel, vor. Sie bereiten den Weg für eine herrliche Zeit in der Geschichte Israels vor, nämlich für das vereinigte Reich (um 1.000 v.Chr.). Während der Königsherrschaft von David und Salomo erreichte Israel den Höhepunkt seiner Geschichte; danach kam ein über Jahrhunderte dauernder langsamer, sicherer Abstieg bis 722 v.Chr. (assyrische Gefangenschaft) bzw. 586 v.Chr. (babylonische Gefangenschaft), als Gottes Volk völlig unter die Fremdherrschaft kam. Bis 586 v.Chr. war der Tempel in Jerusalem das Zentrum des Gottesdienstes und der Thron Davids die Grundlage der Hoffnung für die Nation Israel. Doch in diesem Jahr eroberten die Babylonier Jerusalem. Der Tempel wurde zerstört und der Thron Davids zunichte gemacht. Die neue Heimat der Juden war Babylon. Als König Kores 539 v.Chr. die Erlaubnis erteilte, dass die Juden in ihre Heimat zurückkehren dürften, nahmen verhältnismäßig wenige von ihnen dieses Angebot an. Die Bücher Esra und Nehemia berichten Einzelheiten über die Rückkehr der kleinen Schar Juden aus Babylon. Sie besiedelten Jerusalem wieder, bauten einen neuen Tempel, neue Häuser und eine neue Stadtmauer.
Das Volk war nun wieder in seiner Heimat und der neue Tempel stand. Es sollten jedoch noch etwa 400 Jahre verstreichen, bevor Gott Seinen gewaltigen Plan hinsichtlich Seines Sohnes, Jesus Christus, offenbaren würde. Es mussten nämlich noch wichtige religiöse, kulturelle und politische Weichen auf der „Weltbühne“ gestellt werden, bevor „die Fülle der Zeit“ kommen würde (siehe Gal 4,4).
DER GESCHICHTLICHE HINTERGRUND ZUM NT
Um die Aussage des NTs besser und genauer zu verstehen, ist es notwendig, die Geschichte der vergangenen Jahrhunderte, vor der Geburt Jesu, zu analysieren. Im besonderen den Einfluss von drei Weltkulturen auf die Zeit Jesu:

die jüdische Welt       – ihr Einfluss war hauptsächlich „religiös“
die griechische Welt  – ihr Einfluss war hauptsächlich „kulturell“
die römische Welt      – ihr Einfluss war hauptsächlich „politisch“

In Gal 4,4steht: „…als aber die Fülle der Zeit gekommen war, sandte Gott Seinen Sohn…“

Eine Analyse dieser drei Kulturen zeigt, warum „die Fülle der Zeit gekommen war“.

Karte 1: Überblick der Fremdherrschaften über Israel, welche die jüdische Welt prägten

Jahre vor Chr. DIE FREMDHERRSCHAFT DIE ENTSTEHUNG WICHTIGER EINFLÜSSE HINSICHTLICH „DER FÜLLE DER ZEIT“
586 DIE BABYLONISCHE HERRSCHAFT Nebukadnezar die Gefangenschaft in Babylon die „Diaspora“ oder die Zerstreuung das Judentum das Gesetz (schriftlich und mündlich) die Synagoge
539 PERSISCHE HERRSCHAFT einige Juden kommen zurück nach Palästina
515 Tempel und Jerusalem wieder aufgebaut ca. 200 Jahre Frieden in Palästina der zweite Tempel die Sammlung der Schriften die Samariter
334 GRIECHISCHE HERRSCHAFT Alexander der Große der Hellenismus die griechischen Philosophen und die mystischen Religionen
323 (PTOLEMÄISCHE HERSCHAFT) Feldherr Ptolemäus die Septuaginta die hellenistischen Juden und die Proselyten
198 (SELEUKIDISCHE HERRSCHAFT) Feldherr Seleukis Antiochus IV Epiphanes und der Gräuel der Verwüstung die Makkabäer die jüdischen Sekten (Pharisäer und Sadduzäer)
63 DIE RÖMISCHE HERRSCHAFT Pompeius erobert Jerusalem das römische Regierungssystem
5 Geburt Jesu Christi
n. Chr. 32 Tod Jesu Christi Apostelgeschichte beendet
64 der Großbrand in Rom – Christenverfolgung
66-70 der jüdisch-römische Krieg
70 die Zerstörung Jerusalems

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Israel, um Himmels willen, Israel

Sein Bericht verblüfft und erschüttert. Ralph Giordano reiste vier Monate durch Israel, um mit Israelis und Palästinensern zu sprechen. Es entstand ein Buch, das so einzigartig ist wie das Land, das es beschreibt. Ausgestattet mit einer besonderen Beobachtungsgabe für Menschen und Situationen, stellt Giordano die Tragödie des Nahostkonflikts facettenreich dar: die Intifada, die Siedlerbewegung, die schwierige Rolle der israelischen Armee. Es geht um orthodoxe und ultraorthodoxe Juden und ihren Einfluss auf Staat und Regierung, um den Holocaust und seine Wirkung. Fragen, die uns bis heute beschäftigen und mehr denn je eine Antwort benötigen. Mit einem aktuellen Vorwort des Autors (Taschenbuch) von Ralph Giordano

Ralph Giordano versteht es hier, mitfühlend und dennoch informativ die beiden wichtigsten Parteien im Konflikt um Israel zu beschreiben und Meinungen sowie Gefühle und verschiedene Mentalitäten darzustellen. Beim Lesen wird klar, wie schwierig es sein muss, für die Probleme des Landes eine Lösung zu finden.