„Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn.“

Sein Name: Jesus Bereits im zweiten Satz des Glaubensbekenntnisses wird Jesus vorgestellt. Zuerst wird der Name genannt. Es ist der Name eines Menschen, der auf dieser Erde zu einer bestimmten Zeit an einem Ort für eine gewisse Zeitdauer gelebt hat. „Jesus“ ist ein hebräischer Name und bedeutet „Retter, Heiland, Helfer“. Als der Engel Gottes Maria die Geburt eines Kindes ankündigte, gab er ihr den Auftrag, dieses Kind „Jesus“ zu nennen. Sein Titel: Christus Dazu tritt ein Titel, der oft mit dem Namen verbunden wird. In dieser Verbindung missverstehen ihn viele oft als Familiennamen: „Christus.“ Doch dieser Titel ist die latinisierte griechische Übersetzung des hebräischen „Messias“ und bedeutet „Gesalbter“. Im Alten Testament wurde dieser Titel für Könige in Israel verwendet, weil diese zu ihrem Dienstantritt gesalbt wurden. Alle Könige in Israel im Alten Testament werden auch mit ihren Fehlern und Schwächen gezeichnet. Nicht wenige wendeten sich gegen Gott und seinen Willen und erregten damit Gottes Zorn und verursachten damit Gottes Gericht. Dabei bleibt es jedoch nicht. Durch die Propheten verheißt Gott einen künftigen Messias, der seinen Willen tun wird. Diese Verheißungen erfüllen sich in dem Gesalbten Jesus. Seine Herkunft: Gottes Ewigkeit Dann folgt die Benennung von Jesus als „Sohn Gottes“. Der etwas eigenartige Begriff „eingeborener“ verweist darauf, dass Jesus in echter und einziger Weise Gottes Sohn ist. So wie ein Eingeborener zu seinem Heimatland gehört, so gehört Jesus zu Gott. Er ist von Ewigkeit Gottes Sohn und war seit Ewigkeit bei Gott. Eine unglaubliche, einmalige und spannungsreiche Aussage. Jesus, ein Mensch, geboren um das Jahr Null in Israel und gestorben um das Jahr Dreißig. Dieser Mensch Jesus ist Gottes Sohn! Sein Amt: Herr Und wie stehen Menschen zu ihm? Dieser Jesus, der der Heiland und Gottes Sohn ist, ist „unser Herr“. Mit diesem Satz wird die persönliche Beziehung zu Jesus ausgedrückt. Wer diesen Satz spricht, steht Jesus nicht distanziert und isoliert gegenüber. Jesus ist sein „Herr“. Er oder sie glaubt an ihn als Sohn Gottes. Hartmut Schmid
https://sv-web.de/fileadmin/Gemeinden/Verband/Zeitschriften/Augenblick_mal/AU_0418.pdf

Ist Jesus eine Erfindung der Evangelienschreiber?

Ach, Jesus, ob’s den wirklich gegeben hat! Das sind doch alles nur Mythen und Legenden! So ähnlich äußern sich manche Menschen darüber, wenn es um Jesus geht. Auf den ersten Blick scheint eine Verschwörungstheorie recht schlüssig, die sagt, die ersten Christen hätten Jesus als ihren Helden erfunden. Das Märchen hätten sie dann clever an die gutgläubigen Menschen verkauft und die Kirche erfunden, um Macht über die Menschen auszuüben. Oder aber, sie hätten dann selbst so fest an ihr Märchen geglaubt, dass sie selbst trotz Mord und Verfolgung nicht davon abzubringen waren. Diese Erklärungen sind alle zu kurz gegriffen und können die Historizität der zentrale Figur in den Evangelien und den Briefen des Neues Testaments nicht weg erklären. Weiterlesen

Wer ist Jesus?

Matthäus 16,13-17 Teil 1
13 Da kam Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi und fragte seine Jünger und sprach: Wer sagen die Leute, daß der Menschensohn sei?
14 Sie sprachen: Einige sagen, du seist Johannes der Täufer, andere, du seist Elia, wieder andere, du seist Jeremia oder einer der Propheten.
15 Er fragte sie: Wer sagt denn ihr, daß ich sei?
16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himmel
Wer sagen die Leute, dass der Menschensohn sei?
Mit Allgemeinplätzen gibt Jesus sich nicht zufrieden. Er will, dass die Jünger zu einem eigenen, persönlichen Schluss kommen. Das will Jesus immer noch, wenn er uns heute begegnet. Wer Jesus nur aus der Zuschauerrolle betrachtet, kommt deshalb noch lange nicht zu einer echten Gotteserkenntnis. Und selbst aus der Begeisterung heraus erwächst nicht unbedingt Erkenntnis Gottes. Selbst wenn man die atemberaubendsten Wunder Jesu miterlebt hat, ist man vielleicht immer noch bloßer Zaungast in diesem ganzen Geschehen. Weiterlesen