„Es ist vollbracht.“

tetelestai – das letzte Wort Jesu nach Joh. 19,30. Auf Deutsch nach Luther: „Es ist vollbracht.“ Aber es ist viel mehr als das. Im griech. Wort steckt „telos“, das Ziel, das Ende. tetelestai: etwas ist zu seinem Ziel gekommen, etwas ist vollendet. Zum Ziel gekommen und vollendet ist der große Heilsplan, der in Gen 3,15 zum ersten Mal angekündigt wurde: „er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen“. Irgendwann würde dieser Plan vollendet und zu seinem Ziel gekommen, irgendwann würde der Tod, der Teufel und die Sünde besiegt werden. Mit dem letzten Atemzug des Sohnes Gottes am Kreuz auf Golgatha kam dieser Plan zu seinem Ziel. Es ist vollbracht.

Der Blick auf das Kreuz

„Jedes Mal, dass wir das Kreuz anschauen, ist es als ob, Christus uns sagt, „Ich bin deinetwegen hier. Deine Sünde trage ich, unter deinem Fluch leide ich, deine Schulden bezahle ich, deinen Tod sterbe ich.“ Nichts in der Historie, nichts im Universum bringt uns zurück zum Boden wie das Kreuz. Jeder von uns denkt zu viel von sich, vor allem in der Selbstgerechtigkeit, bis wir an diesen Ort namens Golgatha angekommen sind. Hier ist es, am Fuß des Kreuzes, dass wir auf unsere wahre Größe zurück schrumpfen.“ John Stott

Take up your Cross

Jesus said, „Whoever wants to be my disciple must deny themselves and take up their cross daily and follow me.” Jesus took up His Cross, which was the burden of the sins of others. Our cross is not something that happens to us, it is something we actively take up to carry the burden of others. We are not victims of our cross, we are change agents because we take up our cross. Our cross is not sickness or job loss or earthquake. God presents our cross to us in the people and situations we meet. Take it up.
Nimm dein Kreuz auf
Jesus sagte: ′′ Wer mein Jünger sein will, muss sich selbst verleugnen und täglich sein Kreuz aufgreifen und mir folgen.“ Jesus nahm sein Kreuz auf, das die Last der Sünden anderer war. Unser Kreuz ist nicht etwas, das uns passiert, es ist etwas, das wir aktiv aufgreifen, um die Last anderer zu tragen. Wir sind keine Opfer unseres Kreuzes, wir sind Wechselagenten, weil wir unser Kreuz aufnehmen. Unser Kreuz ist keine Krankheit oder Arbeitsplatzverlust oder Erdbeben. Gott präsentiert uns unser Kreuz in den Menschen und Situationen, die wir treffen. Nimm es hoch.
Ellis H.Potter FB

Der alles durchdringende Einfluss des Kreuzes

Als Christen leben wir zwei Jahrtausende später immer noch unter den Wirkungen des Kreuzes Jesu. Mir scheint es aber, dass es im gegenwärtigen Leben vieler Menschen immer mehr verblasst, meist, so glaube ich, weil wir die „Kraft“ bzw. die „Wirkung“ des Kreuzes nicht mehr wirklich verstehen. Das Thema „Kreuz“ ist sicherlich ein Mysterium, das auszuloten uns die ganze Ewigkeit hindurch beschäftigen wird. Doch ob es uns gefällt oder nicht: Wir sind beteiligt. Unsere Sünden haben ihn dorthin gebracht. Haben wir diese Stellvertretung wirklich erfasst? Da das Kreuz einen alles durchdringenden Einfluss hat, wollen wir einige Punkte dazu näher betrachten: Weiterlesen