Da wohnt eine gewaltige Kraft in – Reformatorischen Lieder in stürmischen Zeiten

Man kann es sich heute kaum mehr vorstellen, aber zu Zeiten Luthers war es so:
Eine singende gottesdienstliche Gemeinde war etwas Revolutionäres.
Dazu eine Anekdote aus der Reformationszeit – überliefert vom Stadtschreiber von Lemgo:
Der Bürgermeister von Lemgo hing noch dem alten Glauben an.
Er sandte seinen Schreiber aus, der sollte in Erfahrung bringen, wie es die Bürger mit der Reformation hielten.
Als dieser von der Stadtkirche zurückkehrte, berichtete er dem Bürgermeister:
„Herr, sie singen schon!“ Darauf der Bürgermeister: „Dann ist alles verloren!“
Die singende Gemeinde wurde zum herausragenden Kennzeichen der reformatorischen Bewegung.
In den katholischen Gottesdiensten damals waren die Menschen nur stumme Zuschauer.
Martin Luther aber gab der Gemeinde ihre aktive Beteiligung an der Liturgie zurück.

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Christen kann man unmöglich vom Singen abhalten.

Christen kann man unmöglich vom Singen abhalten. Es ist eines der sicheren Zeichen für die Fülle des Heiligen Geistes, „dem Herrn zu singen und zu spielen im Herzen“ (Epheser 5,18,19). Besonders wenn wir uns zum Gottesdienst versammeln, wäre unser Lobpreis ohne Lieder unvorstellbar. Deswegen ermuntern wir einander: “Kommt herzu, lasst uns dem Herrn frohlocken und jauchzen dem Hort unseres Heils“ (Psalm 95,1)
Vor dir ist Freude die Fülle. Die schönsten Psalmen ausgewählt und erläutert von John Stott.