Medien

Was ist das? Es liegt auf der Treppe und lügt. Antwort: Die Zeitung.Das erzählte man sich in der braunen Nazizeit und der roten DDR-Diktatur. Natürlich hinter vorgehaltener Hand. Ich frage mich: Steht denn heute in den Zeitungen die Wahrheit? Aktuell wird doch in Zeitungen, im Fernsehen und im Internet nicht nur informiert, sondern auch manipuliert und Angst geschürt. Dichtung und Wahrheit liegen zu oft zu dicht beieinander. Was die Medienlandschaft betrifft, gehöre ich eher zu den Skeptikern und finde häufig das Wort „Lückenpresse“ bestätigt.Besonders wundere ich mich, wie viele Menschen alles glauben, was in den Medien vorkommt und im gleichen Atemzug das ablehnen, was in der Bibel steht. Darin steht nämlich eine wichtige Ansage von Jesus: „Ich bin die Wahrheit“. Mit Jesus und seiner Wahrheit können seit hunderten von Jahren Millionen Menschen im Frieden leben und im Frieden sterben. Durch die biblischen Nachrichten bringt Jesus auf allen Kontinenten Hoffnung ins Leben. Von der Wahrheit, die schon so lange Bestand hat, die Diktaturen und Demokratien überlebt hat, sollten heute alle erfahren und dann ausprobieren, ob es stimmt.Und eins muss ich noch hinzufügen, weil das auch in der Bibel steht. Gewiss, das gilt allen Menschen, aber im Besonderen auch den Medienleuten: Weh denen, die Böses gut und Gutes böse nennen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer süß und aus süß sauer machen! (Jesaja 5,20)
Lutz Scheufler
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Scham – und Schuldkultur

Der Oxforder Altphilologe Eric Robertson Dodds hat 1951 treffend die Unterscheidung zwischen Schamkulturen und Schuldkulturen eingeführt, die die Völkerkunde und die Psychologie inzwischen vielfach bestätigt hat. In einer schamorientierten Kultur gilt nicht ein ruhiges Gewissen oder ein anständiger Charakter, sondern die öffentliche Wertschätzung als höchstes Gut. Es kommt nicht darauf an, ob man schuldig oder unschuldig ist, sondern welche Konsequenzen es auf den guten Ruf, hat. In einer schuldorientierten Kultur gilt die Sorge des Menschen nicht vor allem seiner Ehre, sondern der Sühnung seiner Schuld. Der Politiker, Talkmaster und ehemalige zweite Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Michel Friedmann, habe nach seinem Prostituierten-Skandal nur deshalb recht schnell wieder auf öffentlicher Bühne auftreten können, weil er gespendet und kundgetan hatte, seine Verfehlung „mit seiner Freundin geklärt“ zu haben. „Da sagt die Schuldkultur: ‚Was geht es mich dann noch an?'“Allein im Medienspektakel spiele die Scham eine Rolle. Auch Bill Clinton habe durch das öffentliche Vergießen einer Träne seine Schuld eingestanden. Weiterlesen