Könnte ich doch noch einmal neu anfangen!

Darum, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung. 2.Korinther 5,17
Kennen Sie diesen Gedanken: Ganz von vorn anfangen, eine zweite Chance bekommen – das wär’s! Kennen Sie dieses Grübeln: »Hätte ich doch damals die Gelegenheit wahrgenommen!«
So bleibt nach vielen Begegnungen ein schaler Nachgeschmack, weil wir an anderen schuldig geworden sind, indem wir mit unseren Worten zu weit gegangen sind oder weil wir nicht ganz die Wahrheit gesagt haben. Oder weil wir Gerüchte weiter getratscht haben und lieblos urteilten, anstatt einen Mangel mit dem Mantel der Liebe zuzudecken.
Nach vielen Entscheidungen würden wir am liebsten das Rad zurückdrehen und alles anders machen.
Warum tun wir das eigentlich nicht? Warum gehen wir nicht zu dem Gesprächspartner von letzter Woche und korrigieren unsere Worte oder klären die Halbwahrheiten? Manchmal ist es leider zu spät, um etwas zurückzunehmen, weil aufgrund unserer Worte Geschäftsabschlüsse getätigt oder Entlassungen ausgesprochen wurden; aber durch unser Bekenntnis wäre unser Gewissen entlastet. Doch oft klären wir Dinge nicht, weil wir Angst haben, vor anderen nicht mehr so gut dazustehen. Was wird der andere von uns denken? Wird unser Verhältnis jemals wieder so gut wie vorher werden? Wir schämen uns und können uns nicht vorstellen, dass uns jemand eine zweite Chance gibt!
Der »Befreiungsschlag« kann aber nur durch ein ehrliches Bekenntnis eingeleitet werden – und zwar zunächst vor Gott, der Leben in Beziehungen überhaupt erdacht und ermöglicht hat. Er ist der Gott des Neuanfangs! Er gibt die zweite Chance! Er vergibt und hilft, Beziehungen zu erneuern und zu gestalten. Er hilft uns auch, in Gespräche und Wiedergutmachung mit solchen Menschen zu investieren, die durch uns geschädigt oder traurig gemacht wurden. Klaus Spieker https://www.lebenistmehr.de/leben-ist-mehr.html?datum=30.12.2011

„Neu“

„Neu“ in der Bibel
Endlich! Ein neues Frühjahr kommt. Während ich hier schreibe türmen sich vor dem Haus immer noch die Schneemassen dieses Musterwinters. Ich schnalle mir ja gerne die Ski unter und gleite über die Loipe, die wie ein neu gemachtes weisses Bett vor mir liegt. Nun reichts aber; Zeit für etwas Neues. Neue Frische, neue Farbe – neue Klamotten. Es muss ja nicht unbedingt der neuste Schrei sein. Und wenn ich aus meiner Frühjahrsmüdigkeit aufwache, fühle ich mich vielleicht wie neu geboren. Also – auf ein Neues! Es muss ja nicht gleich ein neues Auto sein. Aber die neue Energie einsetzen, um neue Wege zu gehen, zu neuen Ufern aufzubrechen, ein neues Glück zu finden – oder doch wenigstens dem Alten etwas Neues abgewinnen. So viel Neues, das mich in meinem Frühlingserwachen bewegt. Um handfester zu werden: Neu hat für mich drei Bedeutungsfelder. Zuerst steht neu für „wieder“. Der neue Frühling ist die jahreszeitliche Wiederkehr einer auflebenden Zeit. Wenn ich mich neu meiner Arbeit widme, dann sagt das nicht immer etwas über die Qualität aus. Zunächst bin ich nur wieder dran. Selbst ein fähiger, jüdischer Theologe namens Nikodemus dachte bei Jesu Wort, dass er von neuem geboren werden müsse, zuerst nur an eine Wiederholung seiner Geburt. Die Wiederholung wird aber als neue Chance gesehen. Neu bedeutet dann „unbenutzt“. Weiterlesen