Der Schwächste Glaube

„Der Glaube ist nicht unser Retter. Der Glaube ist nicht in Bethlehem geboren, nicht bei Golgotha für uns gestorben. Es war nicht der Glaube, der uns geliebt und sich selbst für uns gegeben hat. Es war nicht der Glaube, der unsere Sünden am eigenen Leib auf dem Kreuz getragen hat, der für uns gestorben und auferstanden ist. Lasst uns den Glauben, den Retter und das Kreuz nicht miteinander verwechseln. … Unsere Sicherheit folgt davon, dass es egal ist, wie arm oder schwach unser Glaube sein mag. Wenn unser Glaube an dem perfekten Sohn hängt, so läuft alles gut. Gott hat eine perfekte Gerechtigkeit gefordert, diese hat Er uns auch in Christus geschenkt. Gott fragt weder nach einem perfekten Glauben, noch erwartet einen solchen Glauben. Ein schwacher, ja der schwächste Glaube verbindet uns mit der Gerechtigkeit Jesu Christi. Ja, das tut auch der Glaube, der vielleicht nur rufen kann, „Herr ich glaube, hilf Du meinem Unglauben.“ Horatius Bonar, Not Faith But Christ.

„Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unseren Herrn.“

Sein Name: Jesus Bereits im zweiten Satz des Glaubensbekenntnisses wird Jesus vorgestellt. Zuerst wird der Name genannt. Es ist der Name eines Menschen, der auf dieser Erde zu einer bestimmten Zeit an einem Ort für eine gewisse Zeitdauer gelebt hat. „Jesus“ ist ein hebräischer Name und bedeutet „Retter, Heiland, Helfer“. Als der Engel Gottes Maria die Geburt eines Kindes ankündigte, gab er ihr den Auftrag, dieses Kind „Jesus“ zu nennen. Sein Titel: Christus Dazu tritt ein Titel, der oft mit dem Namen verbunden wird. In dieser Verbindung missverstehen ihn viele oft als Familiennamen: „Christus.“ Doch dieser Titel ist die latinisierte griechische Übersetzung des hebräischen „Messias“ und bedeutet „Gesalbter“. Im Alten Testament wurde dieser Titel für Könige in Israel verwendet, weil diese zu ihrem Dienstantritt gesalbt wurden. Alle Könige in Israel im Alten Testament werden auch mit ihren Fehlern und Schwächen gezeichnet. Nicht wenige wendeten sich gegen Gott und seinen Willen und erregten damit Gottes Zorn und verursachten damit Gottes Gericht. Dabei bleibt es jedoch nicht. Durch die Propheten verheißt Gott einen künftigen Messias, der seinen Willen tun wird. Diese Verheißungen erfüllen sich in dem Gesalbten Jesus. Seine Herkunft: Gottes Ewigkeit Dann folgt die Benennung von Jesus als „Sohn Gottes“. Der etwas eigenartige Begriff „eingeborener“ verweist darauf, dass Jesus in echter und einziger Weise Gottes Sohn ist. So wie ein Eingeborener zu seinem Heimatland gehört, so gehört Jesus zu Gott. Er ist von Ewigkeit Gottes Sohn und war seit Ewigkeit bei Gott. Eine unglaubliche, einmalige und spannungsreiche Aussage. Jesus, ein Mensch, geboren um das Jahr Null in Israel und gestorben um das Jahr Dreißig. Dieser Mensch Jesus ist Gottes Sohn! Sein Amt: Herr Und wie stehen Menschen zu ihm? Dieser Jesus, der der Heiland und Gottes Sohn ist, ist „unser Herr“. Mit diesem Satz wird die persönliche Beziehung zu Jesus ausgedrückt. Wer diesen Satz spricht, steht Jesus nicht distanziert und isoliert gegenüber. Jesus ist sein „Herr“. Er oder sie glaubt an ihn als Sohn Gottes. Hartmut Schmid
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