Blessing and Cursing

Bless means to make life larger, fuller, richer. Curse means to make life smaller. They can be statements or rituals but are much more. Blessing can be money, health, knowledge, encouragement, help, rebukes, and challenges to be better. Blessings make us real. Curses make us unreal. Blessing are often painful while curses are often pleasurable. The dentist is an example of a painful blessing. Flattery is an example of an enjoyable curse. Blessings move us to engage with life and growth. Curses distract us from life and encourage us to shrink. 06.06.20
Segen und FluchenSegne bedeutet, das Leben größer, voller, reicher zu machen. Fluch bedeutet, das Leben kleiner zu machen. Es können Aussagen oder Rituale sein, sind aber viel mehr. Segen kann Geld, Gesundheit, Wissen, Ermutigung, Hilfe, Rüge und Herausforderungen sein, um besser zu sein. Segen machen uns real. Flüche machen uns unwirklich. Segen sind oft schmerzhaft, während Flüche oft angenehm sind. Der Zahnarzt ist ein Beispiel für einen schmerzhaften Segen. Schmeichelei ist ein Beispiel für einen angenehmen Fluch. Segen bewegen uns, uns mit Leben und Wachstum zu engagieren. Flüche lenken uns vom Leben ab und ermutigen uns zu schrumpfen.
ellis H.Potter

„Viel Glück und Segen!“

Das wünschen wir uns zur Hochzeit und zu Geburtstagen. Reflexartig, wenig überlegt, wie automatisch. Derzeit steht in Bonn ein Segensroboter auf der Strasse. Er spricht sieben Sprachen, wahlweise mit weiblicher oder männlicher Stimme. Die Art der Segenssprache lässt sich am Bildschirm wählen. Der ist auf der Roboterbrust montiert. Auf den Touchscreen gedrückt, rotieren die Blecharme von BlessU-2 – so heisst der Roboter – in die Höhe. Während die Handflächen blinken, spricht die Maschine ein Segenswort. Anschliessend lässt sich der Vers wie eine Quittung ausdrucken. Ist das nun witzig, sinnlos oder ernst zu nehmen?
So, wie sich „Freundschaft“ letztlich nicht definieren lässt, ist es auch mit dem „Segen“. Wir begnügen uns zu oft mit der Oberfläche, reden rasch von einer „gesegneten Begegnung“ und „gesegneten Tagen“. Was aber machte die Begegnung, diese Tage im Unterschied zu anderen „gesegnet“? Zum Beispiel dies: Versöhnliche Worte nach dem Streit, eine Ermutigung nach Tagen der Angst, das Ablegen einer sündhaften Gewohnheit, der Ruf in eine neue Aufgabe. In vielen Fällen zeigt sich Segen in sehr konkretem Verhalten. Dies allerdings ist anstrengender als Segenssprüche, die an der Oberfläche bleiben.
Woher kommt das Wort „segnen“? Vom Lateinischen „cruce signare“, mit dem Kreuz zeichnen. Gesegnete sind Gezeichnete. Ausgezeichnet mit der Kraft Gottes, die den Tod in Leben wandelt. Ja, Segen wandelt Böses in Gutes. Segnen ist mitunter ein Ausdruck von Gottes Macht. Auf alle Zeiten sichtbar ist sie am Kreuz. Diesen Galgen, dieses Fluchinstrument macht Gott zum Heilszeichen. Er erweckt Jesus Christus zu neuem Leben.
Wir lernen dieses Prinzip in der Bibel kennen. Die Söhne Jakobs verkaufen ihren Bruder Josef als Sklaven nach Ägypten. Menschenhandel aus purer Eifersucht. Josef macht aber Karriere. Er steigt auf zum Berater des Pharao. Am Ende kriegen es Josefs Brüder mit der Angst vor seiner Rache zu tun. Doch er sagt ihnen: „Ihr gedachtet es böse mit mir zu machen, aber Gott gedachte es gut zu machen“ (1. Mose 50,20). Josef segnet sie. Damit werden Beziehungen wieder möglich, das Leben geht gut weiter. Im Segen liegt die „gantze Theology auff einen Hauffen“. So sagte es Martin Luther. Der Segen steht in Verbindung mit dem Heil, das Christus schenkt. Und das Alltägliche wird für den zum Segen, der dies dankbar erkennt. Sei ein Segensträger!
Chefredaktor: Rolf Höneisen ideaschweiz.ch (FB)

Segnen heißt:

Die Hand auf etwas legen und sagen:
Du gehörst trotz allem Gott.
So tun wir es mit der Welt,
die uns solches Leid zufügt.
Wir verlassen sie nicht.
Wir verwerfen, verachten, verdammen sie nicht,
sondern wir rufen sie zu Gott.
Wir geben ihr Hoffnung,
wir legen die Hand auf sie und sagen:
Gottes Segen komme über dich.
Wir haben Gottes Segen empfangen
im Glück und im Leiden.
Wer aber selbst gesegnet wurde,
der kann nicht mehr anders
als diesen Segen weitergeben,
ja, er muss dort, wo er ist,
ein Segen sein.
Nur aus dem Unmöglichen
kann die Welt erneuert werden,
dieses Unmögliche ist der Segen Gottes.
Dietrich Bonhoeffer am 8.6.1944 DBW 8, 675

Segen in der Bibel

Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet:
Der HERR segne dich und behüte dich; der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.
Der Begriff „Segen“ im AT und NT
Im AT steht für segnen vor allem das Wort barak und im NT das Wort eulogeo. Als Grundbedeutung des alttestamentlichen Begriffs nimmt man meist die Bedeutung „Heilskraft“ an. Der griechische Begriff bedeutet eigentlich „schön oder gut reden“. Deutlich wird dies noch Röm. 16,18: Denn solche dienen nicht unserm Herrn Christus, sondern ihrem Bauch; und durch süße Worte und prächtige Reden verführen sie die Herzen der Arglosen. Weiterlesen