Ist Jahwe nicht Jesus?

Zur Syntax von Johannes 1:1-3
„Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott. Alles wurde durch dasselbe, und ohne dasselbe wurde auch nicht eines, das geworden ist“ (vgl. JH 1:13)
In diesen einleitenden Sätzen seines Evangeliums sagt Johannes folgende vier Dinge aus über das Wort, oder – um das männliche persönliche Fürwort gebrauchen zu können – besser: den Logos.
– Er ist ewig
– Er ist göttlich
– Er ist eine eigene Person
– Er hat alles erschaffen
Daß dieser Logos niemand anders ist als Jesus Christus, Gottes eingeborener Sohn, wird im Vers 14 offen ausgesprochen. Somit lehren uns die ersten Verse des Johannesevangeliums, daß unser Herr Jesus Christus der ewige Gott ist, der Schöpfer aller Dinge. Diese zentrale christliche Wahrheit ist im Laufe der Jahrtausende von unzähligen Seiten angegriffen worden, sei es vom Propheten Mohammed und seinen Nachfolgern oder den „Zeugen Jehovas“ (oder zutreffender: Zeugen der Wachturmgesellschaft), um nur zwei zu nennen. Da gerade letztere zur Stützung ihrer biblisch nicht haltbaren Ansichten den klaren Sinn des griechischen Textes ihren Bedürfnissen angepaßt und entsprechend übersetzt haben, soll nachstehend der griechische Text auf seine Syntax hin, d.h. auf die Regeln des griechischen Tempussystems und seines Satzbaus, untersucht werden. Weiterlesen

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Eine Geschichte Für Dich, Eine Für Mich

Gerade habe ich die „Sonntags Rundschau“ (Lokalzeitung/Ausgabe 11.März 07, S.3) aufgeschlagen, wo ein Interview mit Gerti Senger, promovierte Psychologin und Psychotherapeutin, abgedruckt ist.
Auf die Frage, wieso denn so viele Männer und Frauen untreu sind, bringt sie eine klassisch evolutionäre Story:
„…andererseits steckt in uns das Naturwesen, in dem ein unbewusster Impuls besteht, einen möglichst großen Fortpflanzungserfolg zu haben. Nach Ansicht der Evolutionsforschung ist das Sich-Verlieben in einen Partner außerhalb der Zweierbeziehung und überhaupt das Verlieben als solches ein Trick der Natur, damit die Gene möglichst breit gestreut werden.“
Solch „Wissen“ kann sehr zur Entspannung einer Beziehung beitragen (wenn angewandt):

Ehepartner A: „Schatzi, tut mir leid, mir kam ein unbewusster Impuls und ich erlag dem Zwang meine Gene zu streuen…“
Ehepartner B:   „Och, mein armes Evolutionsopfer, komm her und lass dich knuddeln. Es muss dir nicht leid tun…“
Moment, so einfach macht es uns Gerti Senger nicht, sie erläutert weiter:
„Wir haben Umgangsformen entwickelt, wir haben Gesetze entwickelt, die Rücksichtnahme und Loyalität und nicht mehr das Faustrecht beinhalten. Und genauso ist es mit unserem erotischen Zusammenleben. Es hat sich bewährt, die Untreue-Impulse besiegen zu wollen. Auch schon in der Evolutionsgeschichte. Denn wenn man sich vorstellt, dass man jedem Untreue-Impuls nachgibt, und es sind aber Nachkommen da, dann kämen die ja immer zu kurz.“
Hört, hört: Wir haben also eine evolutionäre Begründung für Untreue und auch für Treue. Besser noch: Je nach persönlicher Präferenz kann man beide Begründungen je nach Bedarf gewichten. Obiger Dialog hier noch einmal, im Lichte des neu gewonnen „Wissens“:
Ehepartner A: „Schatzi, tut mir leid, mir kam ein unbewusster Impuls und ich erlag dem Zwang meine Gene zu streuen…“
Ehepartner B: “Evolutionär wurdest Du jedoch mit der Fähigkeit ausgestattet, diesem Impuls zu widerstehen, denn … . Ich kann solche Storys mindestens so gut wie du dichten und meinem Zweck dienstbar machen. Kommen wir nun zur exakten Wissenschaft der Physik: Die kinetische Energie dieser Vase, geschleudert mit einer Geschwindigkeit von…“
Wir sehen: Egal ob man Wirbelsäulenprobleme hat oder Probleme im Liebesleben. Im Lichte der Evolutionstheorie ergibt alles einen Sinn.
Markus Rammerstorfer   http://evolution-schoepfung.blogspot.com/2007/03/rammerstorfer-eine-geschichte-fr-dich.html