Johannes 1,11 Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Der Prolog des Johannesevangelium Teil 12

Der Prolog des Johannesevangelium Teil 12
Im Gegensatz zu den andern Evangelien wird der Herr hier von Anfang an als verworfen betrachtet: Die Welt, die doch durch Ihn erschaffen worden war, kannte Ihn nicht, und die Seinigen (Israel) nahmen Ihn nicht an.
Die Auslegung schwankt, ob mit den „Seinen“ oder dem „Eigentum“ die Menschenwelt oder Israel gemeint sei. Die erste Auffassung könnte sich auf Ps.24, 1 berufen: „ Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist, der Erdboden und was darauf wohnt“, was dort V.2 mit der Schöpfung begründet wird. Aber dann führt der Gedanke über V.10 eigentlich nicht hinaus. Darum wird daran erinnern sein, dass nach geläufiger alttestamentlicher Anschauung Israel Jahves besonderes Eigentum unter allen Völker ist: „Als der Höchste den Völkern ihr Erbe gab, als er die Menschenkinder sonderte, setzte er die Gebiete der Völker fest nach der Zahl der Engel. Aber der Anteil des Herrn ist sein Volk, Jakob das Los seines Eigentums. 5Mose 32,8f.
Vers 11 steigert, was in Vers 10 gesagt wurde. Aus dem schuldhaften Nicht -Erkennen wird ein schuldhaftes Nicht -Aufnehmen. Er „kam“ bezieht sich auf sein geschichtliches Kommen im Fleisch.
Dieser Vers steht in engster Beziehung zum Weinberggleichnis Jesu in Matthäus 21,33ff. Dort erzählt Jesus, wie es dem Sohn des Weinbergbesitzers geht: „Sie nahmen ihn und stießen ihn zum Weinberg hinaus und töteten ihn“ (Joh 21,39).
Die Verse 11-13 bauen eigentlich auf den Aussagen des 10. Verses auf. „Welt“ ist ein allgemeiner und kollektiver Begriff, der die Menschheit und ihre Umgebung als ein System versteht. Die Verse 11-13 individualisieren und personalisieren diesen Begriff nun, indem sie aufzeigen, welche Kontakte entstehen konnten. Die Redewendung „kam in sein Eigentum“ bedeutet eigentlich „er kam heim“. „Sein Eigentum“ bezieht sich also auf sein Besitztum und auf die Dinge, die zu seiner persönlichen Umgebung gehörten. Derselbe Ausdruck wird auch in Kap. 16, 32 gebraucht, wo er sich auf die Zerstreuung der Jünger bezieht, in der jeder in sein eigenes Haus zurückkehren wird. Auch in Kap. 19,27 finden wir diesen Begriff, wo der Lieblingsjünger die Mutter Jesu zu sich nehmen soll. Weiterlesen

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Johannes 1,10 Er war in der Welt, und die Welt ist durch ihn gemacht; aber die Welt erkannte ihn nicht.Der Prolog des Johannesevangelium Teil 11

Er“   ab diesem Vers ist nicht mehr vom Licht die Rede, sondern von einer Person. Das wahre Licht ist nur im Wortausdruck ein Neutrum in Wirklichkeit ein Mensch, ein Mann 1,30. Er, das Licht, kam in die Welt, die er erschaffen hatte.
War“ schließt an das „war“ der Verse 4 und 9 an. Deshalb umschließt es das ganze Sein Jesu von dem Augenblick an, wo er den Geschöpfen das Leben vermittelte (V. 4), bis zu seinem Kommen im Fleisch. Jesus hat nicht aufgehört, das Leben zu sein – eine Aussage, die Hebräer 1,3 in die Worte fasst: Er trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort.
Das Wort für “Welt“ (Kosmos) kommt in diesem Vers dreimal vor. Bei dem Wort „Welt“ denken die biblischen Zeugen nicht an die Natur, nicht an Pflanzen, Tiere und Sterne. Das Wort Welt, das siebenundsiebzigmal im Johannes Evangelium vorkommt, ist einer der bezeichnendsten johanneischen Begriffe. In diesem Fall benennt es die materielle und geistliche Umgebung des Menschen. Das Wort ist nun von dieser Umgebung des Menschen nicht durch einen unüberwindbaren Abgrund getrennt; das Materielle und das Geistliche sind untereinander nicht kontaktunfähig wie Irrlehrer predigen. Die Innewohnung des LOGOS drückt sich ja gerade darin aus, daß es in das System des menschlichen Lebens eingetreten ist und einen aktiven Part in diesem System übernommen hat. Das Besondere daran ist allerdings auch, daß trotz dieser Verbindung von Wort und Welt keine Gleichsetzung stattgefunden hat, diese beiden Aspekte nicht identisch sind. Das Wort ist mehr als die Seele des Universums, denn im nächsten Satz heißt es: „Durch dasselbe kam die Welt ins Sein.“ Die Welt hätte nicht durch seine Mitwirkung entstehen können, wenn es nicht total unabhängig von der Welt gewesen wäre und über ihr gestanden hätte. Auch hier fällt wieder das „Er war“ auf (es bezeichnet die unendliche Dauer seiner Existenz) und das „kam“ (das sich auf die Schöpfungskrisis bezieht). Damit ist also die Transzendenz des Wortes wie auch seine Präsenz im Weltgeschehen eindeutig festgelegt. Weiterlesen

Relativismus

Ein weitverbreitetes Ideal der heutigen Zeit ist der Relativismus. Es lohnt sich, näher zu untersuchen, was sich hinter diesem Begriff verbirgt. Grundsätzlich besagt der Relativismus, dass alle Wahrheit relativ ist. Absolut gültige Wahrheiten gibt es demnach nicht. Die Begründung dafür ist, dass jede logische Schlussfolgerung von bestimmten Denkvoraussetzungen ausgeht. Diese Voraussetzungen wiederum sind die Schlussfolgerungen aus anderen Denkvoraussetzungen und so fort. Eine Argumentation ist also nie frei von Unbewiesenem. Weiterlesen

Brian “Head… Welch auf neuen Wegen

In Gott habe ich Frieden gefunden.
Es war spannend alles aufzugeben und ganz von vorne anzufangen. Es war aufregend meiner Tochter zu erzählen, dass ich nicht mehr nur ein Teilzeit-Vater sein würde. Es war aufregend etwas zu tun, nur weil ich es mochte, egal ob die Leute es gut fanden. Aber am aller aufregendsten war es zu begreifen, wie real der Gott dieses Universums ist und wie nahe er mir sein möchte. Brian „Head“ Welch http://www.nachfolgeblog.de/