Zur Hoffnung berufen

„HOFFNUNG“ Esra 10,2b: Nun, es ist trotz allem noch Hoffnung für Israel! Hiob 5:16: Dem Armen wird Hoffnung zuteil, und die Bosheit muß ihren Mund zuhalten. Hiob 11,18: Du fühlst dich sicher, weil noch Hoffnung ist; geborgen bist du, du kannst in Ruhe schlafen. Hiob 14,7: Denn ein Baum hat Hoffnung, auch wenn er abgehauen ist; er kann wieder ausschlagen, und seine Schößlinge bleiben nicht aus. Psalm 9,19: Denn er wird den Armen nicht für immer vergessen; die Hoffnung der, Elenden wird nicht ewig verloren sein. Psalm 40,5: Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN und sich nicht wendet zu den Hoffärtigen und denen, die mit Lügen umgehen! Psalm 62,6: Aber sei nur stille zu Gott, meine Seele, denn er ist meine Hoffnung. Psalm 71,5: Denn du bist meine Zuversicht, HERR, mein Gott, meine Hoffnung von meiner Jugend an. Psalm 119,116: Erhalte mich durch dein Wort, daß ich lebe, und laß mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung. Psalm 146,5: Wohl dem, dessen Hilfe der Gott Jakobs ist, der seine Hoffnung setzt auf den HERRN, seinen Gott, Sprüche 22,19: Damit deine Hoffnung sich gründe auf den HERRN, erinnere ich daran heute gerade dich. Sprüche 24,14: So ist Weisheit gut für deine Seele; wenn du sie findest, wird dir’s am Ende wohlgehen, und deine Hoffnung wird nicht umsonst sein. Jeremia 17,13: Denn du, HERR, bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, müssen zuschanden werden, und die Abtrünnigen müssen auf die Erde geschrieben werden; denn sie verlassen den HERRN, die Quelle des lebendigen Wassers. Apg. 2,26: Darum ist mein Herz fröhlich, und meine Zunge frohlockt; auch mein Leib wird ruhen in Hoffnung. Röm. 4,18: Er hat geglaubt auf Hoffnung, wo nichts zu hoffen war, daß er der Vater vieler Völker werde, wie zu ihm gesagt ist: »So zahlreich sollen deine Nachkommen sein.« Röm 5,2ff: Durch Christus haben wir auch den Zugang im Glauben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit, die Gott geben wird. Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Bedrängnisse, weil wir wissen, daß Bedrängnis Geduld bringt, Geduld aber Bewährung, Bewährung aber Hoffnung, Hoffnung aber läßt nicht zuschanden werden; denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, der uns gegeben ist. Röm 8,24ff: Denn wir sind zwar gerettet, doch auf Hoffnung. Die Hoffnung aber, die man sieht, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man auf das hoffen, was man sieht? Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir darauf in Geduld. Desgleichen hilft auch der Geist unsrer Schwachheit auf. Röm. 12,12: Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. Röm. 15,4: Denn was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben. Röm. 15,13: Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr immer reicher werdet an Hoffnung durch die Kraft des heiligen Geistes. 1. Kor. 9,10: Ja, um unsertwillen ist es geschrieben: Wer pflügt, soll auf Hoffnung pflügen; und wer drischt, soll in der Hoffnung dreschen, daß er seinen Teil empfangen wird.
1. Kor. 13,13: Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen. – (d.h.: Die Hoffnung ist etwas Bleibendes!) 2. Kor. 1,7: Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben. 2. Kor. 3,12: Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht Eph. 1,18ff: Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist und wie überschwenglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, mit der er in Christus gewirkt hat. Eph. 4,4: ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung… Kol. 1,23: …wenn ihr nur bleibt im Glauben, gegründet und fest, und nicht weicht von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehört habt und das gepredigt ist allen Geschöpfen unter dem Himmel. Kol 1,27: nun aber ist es offenbart seinen Heiligen, denen Gott kundtun wollte, was der herrliche Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit. 2. Thess. 2,16: Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort. 1. Tim 4,10: Denn dafür arbeiten und kämpfen wir, weil wir unsre Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, besonders der Gläubigen. Titus 2,13f: Wir warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Heilandes Jesus Christus, der sich selbst für uns gegeben hat, damit er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das eifrig wäre zu guten Werken. Titus 3,7f: …damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung. Das ist gewißlich wahr! 1.Petr. 1,3f: Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten, zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das aufbewahrt wird im Himmel für euch… 1. Petr. 1,13: Darum umgürtet die Lenden eures Gemüts, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. 1. Petr. 1,21: …die ihr durch Christus glaubt an Gott, der ihn auferweckt hat von den Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, damit ihr Glauben und Hoffnung zu Gott habt. 1.Petr. 3,15: Seid allezeit bereit zur Verantwortung vor jedermann, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die in euch ist, und das mit Sanftmut und Gottesfurcht 1. Joh. 3,3: Und ein jeder, der solche Hoffnung auf ihn hat, der reinigt sich, wie auch jener rein ist. Hebr. 3,6: Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten. Hebr. 6,11: Wir wünschen aber, daß jeder von euch denselben Eifer beweise, die Hoffnung festzuhalten bis ans Ende, damit ihr nicht träge werdet. Hebr. 7,19: Das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen -, und eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott nahen. Laßt uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat! Hebr. 10, Vers 23

1.Petrus 1,19 sondern mit dem teuren Blut Christi als eines unschuldigen und unbefleckten Lammes.

Woran erkennt man den Wert einer Ware? Das hängt davon ab, wie viel Zeit und Kraft ein Mensch eingesetzt hat, um sie zu produzieren. Manchmal hängt der Preis auch von der Nachfrage ab. Eine gewöhnliche Swatch ist billig. Aber als Sammelobjekt hat sie ihren Preis. Der Preis hängt auch vom Nutzen ab, den eine Ware für den Eigentümer einbringt. Nach diesem Grundsatz wird zum Beispiel die Miete einer Wohnung festgelegt Wie viel Wert ist das Blut Jesu? Petrus schreibt: Es ist teuer, es ist kostbar. Der Apostel Paulus erachtet alles andere als Schaden gegen den Wert der Gnade, die uns damit geschenkt ist. Fragt man die Leute auf der Strasse, erhält man sicher eine andere Antwort: Für die meisten Leute besitzt die Erlösung durch Jesus keinen Wert. Die Nachfrage ist gering. Das fordert uns Christen heraus. Das sieht aus, als hätte unser Glaube keinen praktischen Wert. Darum ist es gut sich hin und wieder die Frage zu stellen, inwiefern denn das Blut Jesu für uns so teuer ist? Neben Geldnoten gibt es auch bestimmte Dokumente und Wertpapiere, die im Alltag wichtig sind, weil sie uns den Zugang zu bestimmten Vorrechten verschaffen. Mit einem Pass kann man zum Beispiel in andere Länder verreisen. Mit einem Fahrausweis darf man Autofahren und mit einem Versicherungsnachweis ist man bei Krankheiten vor Geldsorgen geschützt. Was Jesu Erlösung am Kreuz für uns erbracht hat, kann mit einem solchen Dokument verglichen werden. Als Christ besitze ich bildhaft gesprochen solche Wertpapiere. Wenn ein Gläubiger je versucht sein sollte, sich wieder weltlichen Gelüsten und Vergnügungen zuzuwenden, weltliche Gewohnheiten und Verhaltensweisen anzunehmen, sich der Welt in ihren falschen Wegen anzupassen, dann sollte er sich daran erinnern, daß Christus sein „Blut“ vergossen hat, um ihn von dieser Art der Lebensführung zu befreien. Wenn wir in die Welt zurückkehren wollen, dann gehen wir zurück über die große Kluft. Über diese Kluft hat Jesus die Brücke teuer erkauft. Doch noch viel mehres wäre ausgesprochene Untreue gegenüber dem Heiland. „Wir sollten von der Größe des Opfers auf die Größe der Sünde zurückschließen. Dann sollten wir uns entschließen, nichts mehr mit dem zu tun zu haben, das das Leben des Sohnes Gottes gekostet hat.“ Weiterlesen

1. Petrus 1,18 denn ihr wisst, dass ihr nicht mit vergänglichem Silber oder Gold erlöst seid von eurem nichtigen Wandel nach der Väter Weise,

Ich bin davon überzeugt, dass sich der Krieg gegen die Welt in unserem Denken abspielt. Unsere Gehirne sind das Hauptziel der feindlichen Strategie. Wenn die Welt die Bogensehne spannt, sind unsere Gedanken die Mitte der Zielscheibe. Jeder Pfeil, von dem wir unser Denken anbohren lassen, vergiftet es letztendlich. Und wenn wir das lange genug hinnehmen, fangen wir an, so zu handeln, wie wir denken. Die dritte Methode, uns diesem Gift dieser Verführung durch die kosmos-Mentalität zu widersetzen, besteht deshalb daraus, uns ganz auf Jesus zu konzentrieren. Wir können uns bewusst vor Augen halten, was der Heiland für uns getan hat. Oder, um mit Petrus zu sprechen, „Denkt daran, was eure Zukunft den Heiland gekostet hat.“ Erstens hat uns Jesus nämlich aus der Sklaverei befreit, aus einem, sinn- und nutzlosen Leben.“ Ob es uns klar war oder nicht: wir hatten uns in ein Dasein verhakt, das nur leere Vergnügungen und Triebbefriedigungen zu bieten hatte. Wir waren machtlos gegen die Impulse, die von unserer sündigen Natur ausgingen. Wir waren Gefangene und konnten uns nicht aus eigener Kraft befreien. Es gab nur einen Ausweg aus der Sklaverei: Jemand musste uns freikaufen. Den Preis bezahlte Jesus, aber nicht mit Gold und Silber, sondern mit seinem eigenen Blut. Dadurch löste er die Fesseln, durch die wir an die Welt gekettet waren. Er öffnete die Tür und sagte: „Jetzt bist du frei. Jetzt kannst du für mich leben und mir dienen.“ Diese Befreiungsproklamation ermöglichte uns ein Leben der Hoffnung, jenseits der Versuchung. Weiterlesen

Der „neue Atheismus“ – Gefahr oder Aufwachmittel?

Anmerkungen zu einem aktuellen Thema.
Der „neue Atheismus“ – Gefahr oder Aufwachmittel?
Seit geraumer Zeit macht der sogenannte „neue Atheismus“ von sich reden. Gibt es in den Reihen bekennender Christen genügend ansteckenden Glauben, um dieser Herausforderung zu begegnen?
Aktuelle Titel wie „Wir brauchen keinen Gott“ (Michel Onfray), „Der Gotteswahn“ (Richard Dawkins), „Der Herr ist kein Hirte“(Christopher Hitchens) oder das „Manifest des evolutionären Humanismus“ (Michael Schmidt-Salomon, Giordano-Bruno-Stiftung) sind eine bewusste Provokation. Im letzten Jahr wühlten solche Veröffentlichungen die Medienwelt auf.
Manche sagen den Höhepunkt dieser Bewegung für das Jahr 2009 voraus, dem 200. Geburtstag von Charles Darwin.
Entgegen anderen Tendenzen, die eine Versöhnung zwischen den Religionen anstreben, vertritt dieser „neue Atheismus“ einen bewussten Anti-Theismus, d.h. er versucht, den Glauben an einen (monotheistisch verstandenen) Gott mit Argumenten aktiv zu bekämpfen. Gleichzeitig wird aber auch betont, dass es nicht nur um die Bekämpfung religiöser Inhalte geht, sondern vielmehr um die Rettung der Aufklärung, das Bewahren sogenannt wissenschaftlicher und rationaler Konzepte, die dem Menschen erst ein ethisches Handeln ermöglichen würden. Denn nach Meinung dieser Bewegung richten religiöse (gemeint: monotheistische) Überzeugungen, wenn ernst genommen und nicht humanistisch aufgeweicht, großen Schaden an. Der „Tagesspiegel“ (30.4.2008) verweist auf den deutschen Meinungsführer dieser Denkrichtung, M. Schmidt-Salomon, wenn er schreibt:
„Der „neue Atheismus“ sei lediglich der „Vorbote eines grundlegenden Veränderungsprozesses, die religionskritische Spitze eines weltanschaulichen Eisberges“ gewesen. Es gehe ihm und seinen Mitstreitern um viel mehr: um eine neue Ethik, einen „neuen Humanismus“. Darunter versteht Schmidt-Salomon so etwas wie eine säkulare Alternative zur Religion, eine Weltanschauung ohne Propheten und Priester, ein Wertesystem auf naturwissenschaftlicher Basis. Das ganze soll mehr als graue Theorie sein“.
Zunächst könnte man diese Bewegung als das Wunschbild einiger intellektueller Freigeister abtun.
Offensichtlich leben aber viele Zeitgenossen, leider auch Christen, wie Atheisten, wenn ihr Glaube an Gott keine realen lebensbezogenen Konsequenzen mehr hat. Ein unauffälliges, wachsweiches Christentum ist aber nicht die Angriffsfläche dieser neuen Atheisten. Insofern sollten diese provokanten Angriffe Steilvorlagen sein: sowohl für unser Denken als auch für unser Handeln.
Christen sind gefordert: es ist nicht der Glaube, der krank macht, aber vielleicht die vielen Inkonsequenzen, Halbheiten, falsche Betonungen, Einseitigkeiten, mangelnde Bereitschaft, sich in den Raum des Lebens mit Christus so zu stellen, dass dadurch sichtbar wird, dass es uns ernst ist mit der „unsichtbaren Welt“ bzw. dem einen lebendigen Herrn, der tatsächlich die Grenzen von Raum und Zeit durchbrochen hat!
Wir können verschiedene Wege wählen, um auf die Herausforderungen des „neuen Atheismus“ zu antworten: einerseits ist es gut, ein gesundes, überzeugendes Verständnis von der Offenbarung unseres Gottes zu haben. Die meisten Argumente der „neuen Atheisten“ laufen ins Leere, wenn man sie genau untersucht (teilweise muss man ihnen recht geben, sofern sie nicht das biblische Verständnis angreifen, sondern verschiedene Schattierungen der religiösen Welt).
Andererseits ist es aber auch vor allem notwendig, der Realität in unseren Gemeinden offen ins Auge zu sehen: da gibt es Zweifler, Ängstliche, Sorgenvolle, auch Kritiker, die manchmal nicht verstehen, manchmal auch nicht verstehen wollen. Aber wir müssen lernen, sie ernst zu nehmen. Denken wir daran, dass eine gesunde, umfassend verstandene, auf biblische Wahrheit gegründete Gemeindeseelsorge uns davor bewahrt, zu bigotten, besserwisserischen und an der falschen Stelle selbstherrlichen Überfliegern zu werden, die keine Fragen sondern nur noch Antworten kennen. „Glaube ist Vernunft, die Mut gefasst hat – nicht das Gegenteil der Vernunft , wohlgemerkt, sondern etwas, das mehr ist als Vernunft und sich nicht von der Vernunft allein zufrieden stellen lässt.“ (der Theologe Thomas Graham).
Petrus sagt zu Jesus: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens“ (Joh. 6,68)
Klaus Giebel

Peter Hitchens ist gläubig:Neues Buch ist Antwort auf atheistischen Bruder

Am Donnerstag erscheint in England bei der „Continuum International Publishing Group“ das neue Buch von Peter Hitchens: „Rage Against God: Why Faith is the Foundation of Civilisation“ (Wut auf Gott: Warum der Glaube die Grundlage unserer Zivilisation ist). Darin beschreibt er seinen Weg von einem überzeugten Atheisten des linken politischen Spektrums hin zu einem konservativen Christen. Teilweise geht er darin auch auf das religionskritische Buch „Der Herr ist kein Hirte“ seines Bruders ein. Dieser sagte einmal über die Beziehung zu seinem Bruder, der größte Unterschied zwischen ihnen beiden sei wohl der Glaube an Gott. Peter sagte über die Beziehung zu seinem Bruder: „Wir leben in zwei verschiedenen Welten. Wenn wir nicht Brüder wären, würden wir uns wahrscheinlich nicht kennen.“ Ob das Buch auch auf Deutsch herauskommt, ist noch unklar.
Peter weiß, dass die „britische Elite“ das Buch seines Bruders begeistert aufnimmt, „weil sie Religion als eine Art des Verrücktseins sehen“. Er selbst begann jedoch vor etwa 20 Jahren, als er Korrespondent in den Sowjetstaaten war und der Kommunismus immer mehr zerbröckelte, damit, über den Glauben nachzusinnen. Im Rückblick sieht er sogar starke Ähnlichkeiten zwischen dem damaligen Kommunismus und dem heutigen Atheismus. „Viele haben einfach keine Ahnung, welche Mächte die Neuen Atheisten da aus dem Erdboden herbeirufen und wie gefährlich das ist, was sie tun. Wenn man Gott aus der Welt herauswirft, entsteht eine Wildnis“, sagte Peter Hitchens in einem Interview mit Internetaktivisten von „Gorilla Poet Productions“. Dass ausgerechnet sein eigener Bruder dabei helfe, diesen „Neuen Atheismus “ zu verbreiten und populär zu machen, erfreut ihn nicht besonders.
„Ohne Christentum kommt Dunkelheit“
In dem Interview erzählt Hitchens, dass er eines Tages mit seiner Freundin, die später seine Ehefrau wurde, in Frankreich einen Bildband ansah. Als sie auf ein altes Gemälde vom Jüngsten Gericht stießen, habe er zuerst unwillkürlich gedacht: „Schon wieder irgend so ein religiöses Motiv.“ Doch dann wurde ihm bewusst, dass ihn seit langem eine Frage quälte: „Vielleicht werde ich auch irgendwann gerichtet?“
Heute verbreitet Hitchens das Gegenteil von dem, was sein Bruder verkündet: Während Christopher Hitchens vor Religionen warnt, weil sie Gesellschaften vergifteten, ist sein jüngerer Bruder fest davon überzeugt, dass es mit einer Gesellschaft genau dann abwärts geht, wenn sie Religion verwirft und Gott ablehnt. „Die Menschen verhalten sich immer noch so, als wären sie christlich. Unsere Gesellschaft funktioniert immer noch so, als wäre sie christlich. Aber irgendwann ist das weg. Wir leben seit 40 oder 50 Jahren im Nachleuchten des Christentums, aber letzten Endes bricht Dunkelheit herein.“
Er selbst habe bei seinem Weg vom Atheismus zum Glauben festgestellt: „Viele glauben, Atheismus sei die Endstation einer Reise. Wenn man alles andere durch hat und dort ankommt, sei die Reise beendet. Doch von da aus gesehen, wo ich jetzt stehe, erkennt man, dass er keineswegs das Ende ist, sondern der Anfang.“
Seinen eigenen Bruder hat er noch nicht aufgegeben, sagt er. „Die Leute fragen manchmal, wie zwei Brüder zu so unterschiedlichen Schlüssen kommen können. Meine Antwort ist: Ich bin nicht sicher, ob wir wirklich so unterschiedlich sind, wie wir aussehen. Und: noch ist es nicht zu Ende.“ Peter sagte einmal, sein Bruder Christopher sei einem religiösen Glauben näher als er selbst es wisse. „Es gibt bei jedem atheistischen Kampf gegen Gott auch einen Kampf gegen die Versuchung.“ (pro)
Geschrieben von Ali um Freitag, 16. April 2010

Jesus will keine Bewunderer, sondern Nachfolger.

Die Bewunderer rühmen die großen Taten Jesu in der Welt von gestern.
Die Nachfolger wissen, daß Jesus in der Welt von heute anwesend sein will.
Die Bewunderer gehen einer letzten Entscheidung für Jesus geschickt aus dem Wege.
Die Nachfolger verbinden ihr Schicksal vorbehaltlos mit dem Schicksal Jesu.
Die Bewunderer sind heute begeistert von Jesus und morgen von einem anderen.
Die Nachfolger können ihren Herrschaftswechsel nicht mehr rückgängig machen.
Bewunderer fragen: Was habe ich von Jesus?
Die Nachfolger fragen: Was hat Jesus von mir?
Die Bewunderer sonnen sich gerne und oft im Glanze Jesu.
Die Nachfolger wenden sich gerne willig dem Elend der Welt zu.
Nein – Jesus will keine Bewunderer; auf sie kann er verzichten.
Auf Nachfolger nicht. (Sören Kierkegaard)

Bonhoeffer starb vor 65 Jahren.

Berlin, 05.04.1945: Angesichts der heranrückenden Truppen der Alliierten ordnet Adolf Hitler die Hinrichtung aller noch nicht exekutierten Verschwörer des 20. Juli 1944 an, unter ihnen der Theologe Dietrich Bonhoeffer (*04.02.1906).
Auf ihrem Transport in das KZ Flossenbürg bei Weiden (Bayern) bitten die überwiegend katholischen Kameraden den evangelischen Theologen um eine Andacht. Bonhoeffer legt Losung und Lehrtext des Tages (Weißer Sonntag, Sonntag nach Ostern) aus, worin es heißt:
Durch seine Wunden sind wir geheilt“ Jesaja 53,5
Gelobt sei Gott und der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“ 1.Petrus 1,3
Am 8. April 1945 verurteilt ein SS-Standgericht Dietrich Bonhoeffer und die anderen Verschwörer (Karl Sack, Wilhelm Canaris, Hans Oster) wegen Hoch- und Landesverrats zum Tode, was am nächsten Morgen durch Erhängen vollstreckt wird.
Kurz vor seiner Verhaftung am 5. April 1943 hatte Bonhoeffer über 10 Jahre Nationalsozialismus in Deutschland Bilanz gezogen: „Die große Maskerade des Bösen“ habe alle ethischen Begriffe durcheinander gewirbelt. Für Christen, die aus der Bibel leben, sei es gerade die Bestätigung der abgründigen Bosheit des Bösen, dass er als Lichtgestalt daher kommt. Angesichts seiner drohenden Verhaftung ruft er dazu auf, sich nicht durch „fromme Weltflucht der Verantwortung“ zu entziehen:
„Mag sein, dass der Jüngste Tag morgen anbricht, dann wollen wir gern die Arbeit für eine bessere Zukunft aus der Hand legen, vorher aber nicht.“
aus „Widerstand und Ergebung“ von Dietrich Bonhoeffer, Gütersloher Verlag (S.24) arf.de