Jesus hat sein Ende kommen sehen.

Vom griechischen Philosophen Sokrates erzählt Platon: „Seine Freunde besuchten ihn im Gefängnis von Athen und bedauerten, dass er von religiösen und staatlichen Behörden zum Tode verurteilt wurde, weil er die Nichtigkeit des griechischen Götterhimmels gelehrt hatte. Die Freunde hatten schon einen fertigen Fluchtplan organisiert. Von Tränen gerührt weinten sie, dass Sokrates zu Unrecht hingerichtet werden sollte. Der Weise aber sagte seinen Jüngern: „Ihr Wunderlichen, wäre es euch lieber, dass ich zu Recht hingerichtet würde?
In jenen Tagen begann Jesus, seinen Jüngern zu erklären, er müsse nach Jerusalem gehen und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten vieles erleiden; er werde getötet werden, aber am dritten Tag werde er auferstehen. Da nahm ihn Petrus beiseite und machte ihm Vorwürfe; er sagte: Das soll Gott verhüten, Herr! Das darf nicht geschehen! Jesus aber wandte sich um und sagte zu Petrus: Weg mit dir, Satan, geh mir aus den Augen! Du willst mich zu Fall bringen; denn du hast nicht das im Sinn, was Gott will, sondern was die Menschen wollen. Darauf sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es gewinnen. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt? Um welchen Preis kann ein Mensch sein Leben zurückkaufen? Der Menschensohn wird mit seinen Engeln in der Hoheit seines Vaters kommen und jedem Menschen vergelten, wie es seine Taten verdienen. Mt 16,21-27

Müssen Frauen in der Kirche still sein?

Im ersten Korintherbrief 14,33-35 heißt es: „Wie in allen Gemeinden der Heiligen sollen die Frauen schweigen in den Gemeindeversammlungen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht einer Frau schlecht an, in der Gemeindeversammlung zu reden.“ Auf den ersten Blick scheint dies ein allgemeiner Befehl zu sein, dass Frauen in der Kirche überhaupt niemals sprechen dürfen. Doch früher, im gleichen Brief (1. Korinther 11,5), erwähnt Paulus Situationen, in denen Frauen in der versammelten Gemeinde beten und prophezeien dürfen. Korinther 14,33-35 darf daher kein absolutes Gebot für Frauen sein, in allen Diensten jederzeit zu schweigen. Das Verbot muss durch den Kontext in irgendeiner Weise eingeschränkt werden.

Das Anliegen des 1. Korinther 14 ist die geordnete Versammlung der Gemeinde. Die Kirche von Korinth war für das Chaos und den Mangel an Ordnung in dieser Versammlung bekannt (Vers 33). Alle im Gottesdienst nahmen mit jedem Ausdruck teil, den sie wollten, wann immer sie wollten, so laut wie sie wollten. Diejenigen mit der Gabe von Zungenrede sprachen gleichzeitig, und niemand kümmerte sich darum, das Gesagte zu interpretieren oder zu dolmetschen. Diejenigen mit einer Offenbarung Gottes schrien willkürlich, auch wenn das Gesagte nicht den Lärm übertönen konnte, und anscheinend bewertete niemand, was als Prophezeiung angeboten wurde. Die Treffen waren von Chaos geprägt, und niemand wurde erbaut oder angewiesen (siehe Verse 5, 12 und 19). Um dieses Problem zu beheben, weist Paulus eine Reihe von Personen/Gruppen an, zu bestimmten Zeiten und unter bestimmten Bedingungen „still zu sein“:

• Verse 27-28: „Wenn jemand in Zungen redet, so seien es zwei oder höchstens drei und einer nach dem andern; und einer lege es aus. Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde und rede für sich selber und für Gott.“

• Verse 29-31a: „Auch von den Propheten lasst zwei oder drei reden, und die andern lasst darüber urteilen. Wenn aber einem andern, der dabeisitzt, eine Offenbarung zuteilwird, so schweige der Erste. Ihr könnt alle prophetisch reden, doch einer nach dem andern“.

• Verse 34-35: „…sollen die Frauen schweigen in den Gemeindeversammlungen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern sie sollen sich unterordnen, wie auch das Gesetz sagt. Wollen sie aber etwas lernen, so sollen sie daheim ihre Männer fragen. Es steht einer Frau schlecht an, in der Gemeindeversammlung zu reden.“

Wie wir bereits bemerkt haben, dürfen Frauen in 1. Korinther 11,5 in der Gemeinde beten und prophezeien, so dass 1. Korinther 14,34-35 kein absolutes Verbot gegen alle Arten von Reden durch alle Frauen zu jeder Zeit darstellt. Wie aus den Befehlen an die Zungenredner und Propheten hervorgeht, ist es auch bestimmten anderen Menschen verboten, zu bestimmten Zeiten und aus bestimmten Gründen zu sprechen. Der Kontext gibt uns einige Hinweise darauf, was vor sich geht.

Erstens scheint das Gebot, dass Frauen schweigen sollen, zwei wichtige Themen zu behandeln: die richtige Ordnung in der Kirche und die richtige Demonstration oder Anerkennung von Autorität. Anscheinend sprachen einige Frauen auf eine Weise, die die geistliche Autorität ihrer Ehemänner oder Kirchenführer nicht anerkannte. Dieses Thema wird auch in 1. Korinther 11 behandelt. Frauen dürfen beten und prophezeien, solange sie ihre Köpfe bedeckt haben, um der geistlichen Autorität Respekt zu bezeugen. (Im ersten Jahrhundert war die Kopfbedeckung das Zeichen einer keuschen, respektvollen Frau, so dass Frauen in der Kirche sie nicht ablegen durften; es doch zu tun wäre entsprechend der damaligen Kultur eine Anmaßung oder Unanständigkeit gewesen. Heute vermitteln Kopfbedeckungen nicht die gleiche Botschaft, so dass die meisten evangelischen Deuter betonen, dass die Haltung des Respekts, die durch kulturell bedeutsame Symbole dargestellt wird, wichtig ist, nicht eine spezifische Kopfbedeckung.) Wir könnten uns Paulus vorstellen: „Wenn eine Frau in der Gemeinde beten oder prophezeien will, dann soll sie das tun, während sie die Autorität der Gemeinde respektiert; andernfalls soll sie schweigen.“

Das griechische Wort gunaikes in 1. Korinther 14,34 kann je nach Kontext entweder „Frau“ oder „Ehefrau“ bedeuten. Die Erwähnung von Ehemännern in Vers 35 könnte darauf hinweisen, dass „Ehefrau“ beabsichtigt ist und dass nur verheiratete Frauen in der Kirche schweigen sollen. Die Aufforderung des Paulus auf verheiratete Frauen zu beschränken löst das Problem jedoch nicht wirklich: In damaligen Zeit wurde die Ehe meist als eine Erhöhung des Status angesehen. Wenn verheiratete Frauen angewiesen werden, zu schweigen, wie viel mehr würde von alleinstehenden Frauen erwartet, dass sie in Stille sitzen bleiben?

Die verschiedenen möglichen Interpretationen von 1. Korinther 14,34-35 sind zu zahlreich, um sie hier zu erzählen. Die beste Erklärung berücksichtigt den Kontext und löst die Spannung zwischen 1. Korinther 11 und 14. Der unmittelbare Kontext hat mit der Übermittlung der Prophezeiung und der Beratung über die Prophezeiung zu tun. Wenn jemand der Gemeinde in der öffentlichen Versammlung eine Prophezeiung anbietet, soll die Gemeinde darüber richten (1. Korinther 14,29). Das heißt, die Kirche soll sie abwägen und bewerten, um zu sehen, ob sie wirklich von Gott kommt und wenn ja, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten. Es scheint, dass das beste kontextuelle Verständnis darin besteht, dass Frauen in diesem Beratungsprozess schweigen sollen, da die Bewertung der Prophezeiung eine Ausübung geistlicher Autorität ist. Weitere Komplikationen können ebenfalls auftreten: Was wäre, wenn eine Frau die Prophezeiung ihres Mannes in Frage stellt oder mit der Bewertung einer Prophezeiung durch ihren Mann nicht einverstanden ist? In diesem Fall wäre es angebracht, dass sie in der Versammlung schweigt und ihn zu Hause nicht öffentlich danach fragt (Vers 35). Dies würde Respekt vor der geistlichen Autorität ihres Mannes zeigen und die Möglichkeit einer Störung in der Kirche minimieren. (Obwohl in der Passage nicht erwähnt, könnte es für einen Ehemann klug gewesen sein, sich selbst als voreingenommen zu „entschuldigen“, wenn die Prophezeiung seiner Frau auf den Prüfstand kam!)

Die ursprüngliche Absicht von Paulus in 1. Korinther 14,33-35 scheint zu sein, dass eine Frau nicht am Beratungsprozess der Bewertung von Prophezeiungen teilnehmen soll. Die Frage bleibt, wie dieser Befehl heute angewendet werden soll.

Sowohl in 1. Korinther 11 als auch in 14 ist Paulus bestrebt, die männliche geistliche Leitung im Haus und in der Gemeinde als universelles Prinzip zu erhalten (siehe auch 1. Timotheus 2,12). Pastoren und Älteste sind Männer, und Frauen unterliegen mit dem Rest der Gemeinde dieser Autorität. Wie diese Unterordnung unter die Autorität anerkannt und angewendet wird, kann sich je nach den aktuellen kulturellen Praktiken unterscheiden. Wenn eine Kopfbedeckung (wie in Kapitel 11) das kulturell angemessene Symbol für die Keuschheit und Unterwürfigkeit einer Frau ist, dann sollte eine Kopfbedeckung getragen werden. Wenn dieses Symbol nicht mehr gebräuchlich ist, kann es zugunsten anderer kulturell relevanter Symbole verworfen werden. In der modernen westlichen Kultur wäre bescheidene Kleidung sicherlich ein relevantes Symbol. Andere Symbole, wie z. B. eine Frau, die den Nachnamen ihres Mannes trägt, mögen in der amerikanischen und anderen Kulturen einst eine große Bedeutung gehabt haben, können aber jetzt weniger wichtig sein.

Es kann noch einen anderen in der Kultur verwurzelten Grund für das Gebot an die Frauen, in der Kirche zu schweigen, geben. Für eine Frau des ersten Jahrhunderts, die an einem Beratungsprozess in jeder Versammlung teilnimmt, wäre dies als Missbrauch der Autorität angesehen worden. Vielleicht ist in der heutigen Kultur, in der Frauen zur Teilnahme eingeladen werden, ihr Schweigen in der Kirche nicht erforderlich, um ihren Ehemännern oder der Kirchenleitung den gebührenden Respekt zu erweisen. Die hier angebotene Interpretation behauptet, dass der Geist der Passage erfüllt wird, solange die männliche Führung in Haus und Kirche geehrt wird und die weibliche Akzeptanz dieser Führung auf kulturell relevante Weise zum Ausdruck kommt.
https://www.gotquestions.org/Deutsch/frauen-still-kirche.html

Die Probleme des heutigen Predigers

Die heutigen Predigten sind weder tiefgründig noch erhaben.Sie gehen weder in die Tiefe noch reichen sie in die Höhe. Ihr einziges Ziel ist Unterhaltung.
Wir Prediger können keine Menschen retten. Wir können Menschen nicht durch unsere Erkenntnis oder Schlauheit verändern, auch nicht dadurch, dass wir sie unterhalten oder auf ihre menschlichen Launen, Wünsche und Ziele eingehen. Es gibt nur einen, der Sünder verändern kann, und das ist Gott. Und er tut es durch seinen Heiligen Geist durch das Wort. Pastoren müssen also das Wort predigen. Nur so kann ihr Dienst echte Frucht hervorbringen. Gottes Wort kommt niemals leer zurück. John MacArthur

Unterricht im christlichen Glauben

Unsere älteren Theologen hatten noch den Mut, die Dogmen oder die Glaubenslehre selbständig aus der heiligen Schrift zu schöpfen, und sie getrösteten sich der Hilfe des heiligen Geistes, der sie nicht verlassen werde (Joh 16,13). Calvin nennt seine Dogmatik institutio, d.h. Unterricht. Diesen Mut haben die neueren Theologen schon seit einem Jahrhundert verloren. Es ist ihnen ergangen wie dem Elymas (Apg 13,11). Sie suchen andere Führer, nachdem sie durch göttliches Verhängnis blind geworden, oder mit anderen Worten, nachdem die Erleuchtung von oben ausblieb. Eduard Böhl (1836-1903)

Kirche und Politik

Die Kirchen haben den Himmel vergessen. Stattdessen belehren sie mit irdischen Weisungen die Öffentlichkeit, als außerparlamentarische Werteagentur für den Ruck durch die Gesellschaft. Das Religiöse, Ewige, Gott hingegen haben sie verloren, freiwillig preisgegeben – weil es der Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr gefällt? Politisieren statt beten, Flüchtlingscafés statt Gottesdienste, Klimapapiere statt Volksmission. Sogar Bischofskonferenzen beschäftigen sich inzwischen lieber mit Wärmedämmung, statt Reformen für eine innovative Glaubensentwicklung und mehr qualifizierte Seelsorger in Angriff zu nehmen.
Während der Glaube schwindet, soll Appellmoral die immer gewaltiger klaffende intellektuelle wie geistliche Lücke schließen. Den Abbruch des Religiösen versuchten die Kirchenführer wettzumachen, indem sie dem Zeitgeist hinterherhecheln: Klimaschutz, Genderforschung, Rüstungswahn, Asyl. Kein Thema werde ausgelassen, um zu zeigen, wie sehr man mit der Zeit gehe.
https://www.herder.de/cig/cig-ausgaben/archiv/2017/42-2017/der-christliche-buerger-und-seine-kirche/

Glaube und Vernunft widersprechen einander nicht

„Die Menschen haben Verachtung für die Religion ( = gemeint ist hier der christliche Glaube); sie hassen sie und haben Angst, sie sei wahr. Um sie davon zu heilen, muss man zunächst zeigen, dass die Religion der Vernunft nicht widerspricht, dass sie ehrwürdig ist, und ihr Achtung verschaffen; dann muss man sie liebenswert machen, in den Guten die Sehnsucht wecken, dass sie wahr sei; und endlich zeigen, dass sie wahr ist.“ (Blaise Pascal, Gedanken (Pensees), Berlin 2012, S. 48).
Christlicher Glaube (Religion) soll für die Gegner und Kritiker erwiesen werden als …
1. nicht wider die Vernunft bzw.vernunftwidrig sein
2. ehrwürdig (sie verschafft dem Anhänger kein ehrenrühriges Ansehen – ehrenrührig wäre z.B. als „fromme Dummbacke“ (Depperl) oder als ungebildet verschrien zu werden etc. – um 1650 !!!!)
3. Gute (Belege dafür vorbringen usw., was alles Be-Achtenswert an der im Glauben (Religion) ist.
4. liebenswert (Gründe und Anzeichen dafür präsentieren)
5. wahre Antworten auf die stille, innere Sehnsucht des Herzen darlegen, die den Lebens- und Glückshunger zu stillen vermögen
6. rational wahr und überzeugend (als letzter Schritt) BSFB

Was bedeutet es Gott zu preisen

Christen sprechen oft davon, Gott zu preisen, und die Bibel befielt allen lebendigen Kreaturen den Herrn zu loben (Psalm 150,6). Ein hebräisches Wort für „Lobpreis“ ist yadah und bedeutet „preisen, Dank sagen oder bekennen“. Ein zweites Wort, welches im Alten Testament oft mit „Lob“ bzw. „Lobpreis“ übersetzt wird, ist zamar und bedeutet „singen/preisen“. Ein drittes Wort für „Lobpreis“ ist halal (die Wurzel von Halleluja) und bedeutet „preisen, ehren oder empfehlen/belobigen“. Alle drei Begriffe beinhalten die Idee der Danksagung und Ehre gegenüber jemandem, der des Lobes wert ist.

Das Buch der Psalmen ist eine Sammlung von Liedern, die mit Lobpreis für Gott gefüllt sind. Darunter ist Psalm 9, welcher sagt: „Ich freue mich und bin fröhlich in dir und lobe deinen Namen, du Allerhöchster“ (Vers 3). Psalm 21,14 lobt Gott dafür, wer er ist und für seine große Kraft: „HERR, erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben deine Macht.“

Psalm 150 verwendet den Begriff „Lob“ elf Mal in sechs Versen. • Der erste Vers erklärt das „wo“ des Lobens — nämlich überall! „Lobet Gott in seinem Heiligtum…in der Feste seiner Macht!“

– Der nächste Vers lehrt, „warum“ wir den Herrn loben sollen: „Lobt ihn für seine Taten, lobet ihn in seiner großen Herrlichkeit!“

– Verse 3-5 erwähnen, „wie“ wir den Herrn preisen — mit verschiedenen Instrumenten und Tanz. Es wird der Eindruck vermittelt, dass wir Gott mit allem, was uns zur Verfügung steht und einen Klang hat, loben sollen.

– Vers 6 sagt uns, „wer“ loben soll: „Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Halleluja!“ Jedes lebendige Wesen soll Gott loben.

Im Neuen Testament gibt es Beispiele für Lobpreis, die an Jesus gerichtet sind. Matthäus 21,16 bezieht sich auf die, die Jesus lobten, als er mit einem Esel nach Jerusalem einritt. Matthäus 8,2 erwähnt einen Leprakranken, der sich vor Jesus verneigte. In Matthäus 28,17 lesen wir von den Jüngern, dass sie Jesus nach seiner Wiederauferstehung preisen sollten. Jesus als Gott akzeptierte diese Lobpreisung.

Die frühe Kirche teilte oft in Zeiten von Lobpreisung. Zum Beispiel hatte die erste Gemeinde in Jerusalem einen Fokus auf Anbetung (Apostelgeschichte 2,42-43). Die Kirchenführer von Antiochia beteten, dienten und fasteten während der Zeit, als Paulus und Barnabas zur Missionsarbeit gerufen wurden (Apostelgeschichte 13,1-5). Viele der Briefe von Paulus beinhalten große Abschnitte an Lobpreis für den Herrn (1. Timotheus 3,14-16; Philipper 1,3-11).

Am Ende der Zeit wird sich das ganze Volk Gottes dem ewigen Lob Gottes anschließen. „Und es wird nichts Verfluchtes mehr sein. Und der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt sein, und seine Knechte werden ihm dienen“ (Offenbarung 22,3). Wenn der Fluch der Sünde entfernt ist, werden solche, die im Herrn sind, den König der Könige in Perfektion für immer loben. Es ist gesagt, dass unser Dienst und Lobpreis für Gott hier auf Erden einfach nur die Vorbereitung auf die Feier des Lobpreises ist, die in der Ewigkeit mit dem Herrn stattfinden wird.
https://www.gotquestions.org/Deutsch/Gott-preisen.html

Wer trägt alles Schuld daran, dass ich zu dem geworden bin, was ich heute bin?

Ich bedauere, ausserstande zu sein, der neugierigen Öffentlichkeit als die wahre Ursache meiner tragischen Veranlagung einen finsteren, brutalen Vater vorzuführen oder eine blasse, halbvergiftete Mutter, deren selbstmörderische Instinkte mich mit dem Fluch der Versuchungen des künstlerischen Temperamentes beladen haben. Es tut mir leid, dass sich in unserer Ahnenreihe nichts Rassigeres findet als ein entfernter, einigermaßen unbemittelter Onkel, und dass ich einer Pflicht nicht genügen kann, die mir als modernem Menschen eigentlich obläge: jeden zu verfluchen, der mich zu dem gemacht hat, was ich bin. Zwar weiß ich nicht genau, was ich nun eigentlich bin, aber es scheint mir ziemlich sicher, dass das meiste davon auf meine eigenen Kosten geht. G. K. Chesterton. Autobiographie. verlag nova & vetera: Bonn 2002. (36-37)
Viele Menschen sagen: „Ich bin, wie ich bin. Ich kann nicht anders.“ Diese Haltung ist nicht richtig und ist eine Selbsttäuschung. Selbst wenn wir sind, wie wir sind, können wir dennoch vieles daran ändern und auch besser machen. Dazu gibt es für Christen den Segen der „Heilung seelischer Verletzungen“ durch Jesus Christus und die Bereitschaft zur „Nacherziehung“ durch die Bibel. Jeder kann sich durch Gottes Kraft verändern lassen. Keiner muss bleiben, wie er ist.

Am 14.10.2021 jährte sich der Geburtstag von Friedrich Nietzsche zum 177. Mal.

Um sich mit Friedrich Nietzsche zu beschäftigen, muss man zunächst ein Verständnis von seiner Kindheit und Jugend bekommen. Sein späteres Leben ist geprägt von radikaler Einsamkeit, brutalen körperlichen Schmerzen und Lebensangst.

Am Geburtstag des damaligen preußischen König Friedrich Wilhelm IV. wird er als Friedrich Wilhelm Nietzsche 1844 in Röcken bei Lützen, Sachsen, geboren. Sein Vater stirbt als Friedrich erst vier Jahre alt ist. Sein Vater wurde 36 Jahre, am Ende litt er unter Wahnvorstellungen. Dies muss Friedrich für den Rest seines Lebens beschäftigt haben. Erst als er selbst 37 Jahre alt ist glaubt er, dass er ihn überlebt hat in einer Art Seelenwanderung, was er später in der Lehre der ewigen Wiederkehr verarbeiten wird. Fortan wird er zusammen mit seiner Schwester Elisabeth von seiner Mutter Franziska, seiner Großmutter und einem Dienstmädchen erzogen. Seine Mutter ist übermäßig besorgt, doch ohne menschliche Liebe oder Wärme. Von 1858 bis 1864 besucht Friedrich das Gymnasium. Es folgt das Studium der Theologie und der klassischen Philologie in Bonn und Leipzig. Anschließend wird er an die Universität Basel berufen zu einer außerordentlichen Professur für klassische Philologie. In Basel entsteht eine Freundschaft zu Richard und Cosima Wagner, doch schon bald kann er die Freundschaft zu Wagner nicht mehr aufrecht erhalten, er vertieft sich in sich selbst, bleibt bei seinem Denken und seiner Krankheit, die langsam zum Wahn wird. Der Schriftsteller Stefan Zweig beschreibt ihn in seinen Nietzsche-Essays. Er redet von einer Überempfindlichkeit, einer unglaublichen Einsamkeit, dem Ausbleiben jeglicher Geselligkeit und entsetzlichen Magenschmerzen. Später kommen Depressionen hinzu. 1879 muss er schließlich sein Lehramt niederlegen. In der zweiten Hälfte des Jahres 1888 scheinen in seinen Werken sein Größenwahn und seine Selbstverherrlichung immer mehr durch, es entstehen die Werke „Götzendämmerung“, „Der Antichrist“ und „Ecce homo“. 1889 wird er nach einem Zusammenbruch in Turin in die Psychiatrie geschickt. 1890 darf ihn seine Mutter wieder pflegen. Bis zu seinem Tod am 25. August 1900 in Weimar lebt Nietzsche geistig umnachtet.

Ist dieses Leben die unglaubliche Geschichte eines großen Denkers oder ist sie vielleicht die Folge von Verzweiflung, Selbstanmaßung und Gotteslästerung? Der Nihilismus, den er selber propagierte ließ ihn in Einsamkeit und Sinnleere zurück und machte ihn fertig.

Hier einige seiner Zitate:

„Was ist gut? Alles, was das Gefühl der Macht, den Willen zur Macht, die Macht selbst im Menschen erhöht. – Was ist schlecht?- Das Gefühl davon, dass die Macht wächst – dass ein Widerstand überwunden wird. Nicht Zufriedenheit, sondern mehr Macht, nicht Friede überhaupt sondern Krieg, nicht Tugend, sondern Tüchtigkeit […]. Die Schwachen und Missratenen sollen zugrunde gehen: erster Satz unserer Menschenliebe. Und man soll ihnen noch dazu helfen.“

„Tot sind alle Götter, nun wollen wir, dass der Übermensch lebe!“

Nietzsches Leben sollte uns zum Nachdenken bringen, wohin konsequenter Nihilismus führt: ins Nichts, in die Umnachtung, in den Verlust menschlicher Geschöpflichkeit aus Gott und schließlich in den Verlust eigener Identität und Integrität. Damit kehrt er sich genau in die Negation dessen, was menschliche Schöpfung im Ursprung im Ziel Gottes ist, nämlich Gottesebenbildlichkeit.


Quelle: www.factum-magazin.ch