During this time of Corona it is difficult to know how to trust.

During this time of Corona it is difficult to know how to trust. Governments make mistakes, anyone we meet might infect us, those who control our online virtual life have various agendas. We cannot see or understand all of the details. But we can see the big picture in God’s Person and promises. He promises to keep us and that nothing can separate us from him. All the confusing and stressful details of our lives have their true meaning in the perspective of God’s eternal promises. Keep you eyes on Jesus. Think about His power and faithfulness and be at peace. God bless you. Amen.Aus der täglichen Andacht für Mittwoch, den 29.04.20
In dieser Zeit von Corona ist es schwierig zu wissen, wie man vertraut. Regierungen machen Fehler, jeder, den wir treffen, könnte uns anstecken, wer unser virtuelles Leben kontrollieren, haben verschiedene Tagesordnungen. Wir können nicht alle Details sehen oder verstehen. Aber wir können das große Bild in Gottes Person und Versprechen sehen. Er verspricht uns zu halten und dass uns nichts von ihm trennen kann. All die verwirrenden und stressigen Details unseres Lebens haben ihre wahre Bedeutung in der Perspektive der ewigen Verheißungen Gottes. Behalte dich im Auge auf Jesus. Denkt an seine Macht und Treue und seid in Frieden. Gott segne dich. Amen. Amen.

Die Lukas-Schule trauert um Dr. Ingo Resch

Die Lukas-Schule trauert um Dr. Ingo Resch. Er ist im Alter von 80 Jahren gestorben. 1989 war er einer der maßgeblichen Gründer der evangelischen, privaten Lukas-Schule in München. Ingo Resch, der hauptberuflich als Verleger und Unternehmer tätig war, hat dabei immer wieder betont, dass er nie im Sinn hatte, eine Schule zu starten, aber bereit war, sich von Gott gebrauchen zu lassen. Er hatte beschlossen „für Gott da zu sein, einfach das tun, was er von mir wollte“, wie er es in seinem Buch: „Wenn Jesus eine Schule gründet“ schrieb. Aus den kleinen Anfängen ist inzwischen ein Schulverbund gewachsen, mit Grund-, Mittel- und Realschule sowie einem Gymnasium mit zusammen etwa 1.100 Schülerinnen und Schülern.

Ingo Resch setzte sich immer für eine qualitativ hochwertige Bildung ein, die Herz und Verstand erreichen sollte. Das wichtigste Anliegen war ihm dabei, dass Schüler und Jugendliche zum Glauben an Jesus Christus eingeladen werden.

Die Entwicklung der Lukas-Schule hat er über 30 Jahre und bis ins hohe Alter ehrenamtlich geprägt. Zuletzt war er schwer krank. Für Ingo Resch war Jesus sein Leben. Im Glauben an ihn konnte er leben und sterben. Er hinterlässt seine Frau, zwei Kinder und vier Enkel.
https://lukas-schule.de/allgemein/die-lukas-schule-trauert-um-dr-ingo-resch/

Herr Palmer,

Sie wollen also 16 Millionen Seniorinnen und Senioren isolieren, weil das ja, wie Sie sagen, nicht schwieriger ist, als „drei Monate Shut Down für alle“.
Die Jüngeren sollen arbeiten gehen, damit die Wirtschaft wieder läuft, während „die Älteren und Kranken auf soziale Kontakte verzichten“. Wörtlich Palmer!!
Herr Palmer – haben Sie schon einmal als Altenpfleger gearbeitet? Waren Sie schon einmal älter und krank?
Hatten Sie schon irgendwann einmal die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen? Voll Mitgefühl?
Fehlt Ihnen diese grundmenschliche Eigenschaft einfach?
Dann würde ich Ihnen empfehlen, sich einer psychotherapeutischen Begleitung anzuvertrauen, anstatt weiterhin diese menschenverachtenden Äußerungen zur Profilierung Ihres Egos auf uns los zu lassen.
Gerade Alte und Kranke und Demente bedürfen einer besonderen Rücksichtnahme und vor allem: sozialer Kontakte.
Wie glauben Sie wird es sich wohl anfühlen, wenn Sie Ihre letzten Stunden allein und isoliert von Ihren Liebsten und Freunden verbringen müssten? Sterben, ohne einmal eine liebevolle Hand gehalten zu bekommen?
Ohne noch einmal gestreichelt zu werden?
Sie spielen sich als Herr über Leben und Tod auf – man lese nur immer wieder Ihren ungeheuren Ausspruch: „Wir retten möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“
Sie würden also einem schwerkranken Senior, der neben Ihnen zusammenbricht, nicht retten, weil er in einem halben Jahr sowieso tot wäre? Das muss ich aus dieser Ihrer Gesinnung doch schließen.
Also, wenn es nach ihnen geht, soll man die ihrer Ansicht nach „Nutzlosen“ isolieren, all jene, die dem Staat nur auf der Tasche liegen, die Rentner und Kranken, die Behinderten und Obdachlosen – warum auch noch ärztliche Betreuung für sie, da sie doch in einem halben Jahr vielleicht sowieso sterben.
Wie menschenverachtend und zynisch sind Sie eigentlich, Herr Palmer?
Schon mal gehört, dass es auch junge schwer kranke Menschen gibt?
Schon mal drüber nachgedacht, dass einen in jedem Alter der Tod holen kann?
Vielleicht brauchen ja Trump, Bolsanaro oder Orbán Denker wie Sie?
Hoffentlich brauchen die Grünen Sie bald nicht mehr. . .
Meines Widerstands gegen Ihre kruden Thesen dürfen Sie sich sicher sein. Konstantin Wecker
Heute am 29.04.2020 auf https://www.facebook.com/

Boris Palmer ist konsequent

Und liegt konsequent falsch.
Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer hat heute Morgen offenbar folgendes gesagt: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einen halben Jahr sowieso tot wären – aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen“. Das sei nicht hinnehmbar, wenn man es gegen die durch den lockdown zusätzlich zu erwartenden Hungertoten, darunter viele Kinder, verrechne.
Das kann man, das muss man kritisieren. Viele tun das auch. Was jedoch übersehen wird, das ist die Tatsache, dass Boris Palmers Auffassung von der – im weitesten Sinne – politischen Praxis gar nicht so weit entfernt ist. Im Grunde ist das, was Boris Palmer sagt, sehr zeitgemäß. Denn längst ist das Kosten-Nutzen-Kalkül, auf dem seine Position basiert, Bestandteil vieler Entscheidungen, auch der mit existenzieller Bedeutung. Menschenwürde ist damit etwas, das nicht mehr unbedingt gilt, sondern bei diesem Kalkül als Konstante veranschlagt wird. Damit verwässert sie das utilitaristische Ergebnis etwas, sie macht aber keinen Strich durch die Rechnung. Genau das wäre aber ihre Aufgabe, schlüge sie tatsächlich als unantastbar zu Buche, wie das Grundgesetz gleich zu Beginn verheißt.
Wenn wir den Kreis der Konsequenzen etwas enger ziehen und uns dazu die Handreichung für den Umgang mit Ressourcen in der Corona-Krise anschauen, die von vielen großen Einrichtungen des Gesundheitswesens mitgetragen wird, kommt genau dieser Gedanke der Abwägung von „Leben gegen Leben“ zum Ausdruck. Und wer bei der Prüfung von „Komorbidität mit deutlicher Einschränkung der Langzeitprognose“ durchs Raster fällt, sollte klar sein: die „Menschen, die in einen halben Jahr sowieso tot wären – aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen“. Insoweit basiert Palmers Position auf einem Denken, auf dem auch eine Empfehlung basiert, nach der alle Krankenhäuser in Deutschland arbeiten, wenn es eng wird.
Nun wird es aber nicht in Deutschland eng, sondern weltweit. Palmer verrechnet deutsche Senioren und afrikanische Kinder. Ist das der eigentliche Skandal? Ich hoffe nicht. Ich wünschte mir, die Kritik wäre fundamental. Denn das Problem von Palmers Position ist ein grundsätzliches: Er wählt den falschen ethischen Ansatz, er folgt der „schlechten Lehre vom guten Zweck“ (Robert Spaemann). Genau die ist aber Basis des utilitaristischen Kalküls, bei dem der Nutzen (mindestens) größer sein muss als die Kosten und idealerweise durch die „richtige“ Handlung maximiert wird.
Das Problem: Kann ich – als Entscheider im Gesundheitswesen oder in der Politik – wissen, ob ich der Maxime einer „universalen Nutzenmaximierung“ gerecht geworden bin? Und angenommen ich hätte einen Katalog an Folgen vor Augen – leitet mich dieser tatsächlich zu moralischem Verhalten an? Also, angenommen, ich wüsste aufgrund der statistischen Erwartung, dass für jeden durch Kontaktbeschränkung geretteten deutschen Senior zwei Kinder in Afrika mehr verhungern als gewöhnlich – hätte ich dann aus moralischen Gründen einem Lockdown widersprechen müssen? So etwas meint Palmer offenbar. Und es ist ja erstmal nachzuvollziehen: zwei Menschen sind „mehr wert“ als ein Mensch – wenn wir eben „Leben gegen Leben“ verrechnen. Selbst bei einem „Gleichstand“ könnte man über die Berücksichtigung der Restlebenserwartung und der Maßgabe „universaler Nutzenmaximierung“ zu dem gleichen Resultat kommen: die Kosten des Lockdown überwiegen den Nutzen. Auch das scheint Palmer zu bejahen. Das heißt aber, dass ich über die Folgen meiner Entscheidung bzw. Handlung genau Bescheid weiß, damit ich in die Rechnung die richtigen Faktoren und Konstanten einsetze.
Eberhart Schockenhoff hat an solchen Kalkülen erhebliche Zweifel: „Konsequentialistische Ethikansätze wie der Utilitarismus oder die teleologische Ethik schreiben dem Menschen die Verantwortung für sämtliche vorhersehbaren Folgen seiner Handlungen zu. Wenn dem Menschen die grenzenlose Optimierung seiner Handlungsfolgen aufgetragen ist, stellt dies in vielen Fällen eine rigoristische Überforderung der Handelnden dar“. Und er spricht hier nur von den „vorhersehbaren Folgen“. Weiß ich, ob das alle sind, die letztlich eintreffen? Und weiß ich sicher, dass sie wirklich eintreffen? Schön wär’s, ein solches Wissen zu haben! Nur dann – d.h. für klar umrissene, überschaubare Dilemma-Situationen, wie sie in Gedankenexperimenten vorkommen, nicht aber in der Wirklichkeit – hätte das utilitaristische Denken überhaupt ansatzweise irgendeinen Sinn.
Doch der Mensch weiß nicht alles, er ist nicht dafür gemacht, in die Rolle eines „Herrn der Geschichte“ (Spaemann) zu schlüpfen. Darum gilt: „Eine Moraltheorie, die den Verantwortungsspielraum, innerhalb dessen ein Mensch sein Handeln bedenken soll, nicht differenzierter umschreiben kann als es durch die Zuschreibung sämtlicher Handlungsfolgen geschieht, wird im Ergebnis hypertroph; sie scheitert an der Endlichkeit des Menschen, der nicht für die Optimierung von Weltläufen, sondern für das verantwortlich ist, was er innerhalb seiner Grenzen vernünftigerweise tun oder unterlassen kann“ (Schockenhoff).
Menschliche Verantwortung kann also immer nur eine „abgestufte“ sein, wobei es „nach oben und nach unten hin eine Grenze gibt, jenseits derer wir unsere Verantwortung nur noch negativ, durch Unterlassen wahrnehmen können, dies allerdings dann auch müssen, und zwar mit einer Eindeutigkeit und Striktheit, die bei der aktiven Verantwortlichkeit fast nie gegeben ist. Die Obergrenze liegt dort, wo das Ganze des Universums beziehungsweise der Welt und der Menschheit ins Spiel kommt, die untere Grenze dort, wo die Würde der einzelnen Person tangiert wird“ (Spaemann). Die utilitaristische Ethik, so Spaemann, ist sich nicht der Beweislast bewusst, die sie übernimmt, und über das Ausmaß der Last, die sie dem Menschen aufbürdet, wenn sie die universalteleologische Orientierung ihres Konzepts, die in der theologischen Tradition immer als göttliche Prärogative gedacht ist, auf den handelnden Menschen überträgt.
Und da wären wir wieder beim Zeitgemäßen von Boris Palmers Auffassung: Wenn wir in so vielen Bereichen „Gott spielen“, warum nicht auch bei der Festlegung eines „universalen Nutzenmaximums“? Das wäre – wie Palmers Position – konsequent. Konsequent falsch, wenn wir die Argumente Spaemanns und Schockenhoffs betrachten. (Josef Bordat)
https://jobosblog.wordpress.com/2020/04/28/boris-palmer-ist-konsequent/

Abschied von Dr. Ingo Resch

Mit großer Trauer nehme ich Abschied von Dr. Ingo Resch, der nicht nur maßgeblich an der Entstehung der Lukas-Schulen beteiligt war, sondern mich auch in langen Gesprächen davon überzeugt hat, als Gründungsdirektor nach München zu kommen und das Lukas-Gymnasium aufzubauen. Ich werde den intellektuellen Gedankenaustausch auf höchstem Niveau ebenso vermissen, wie seine väterlichen Ratschläge. Sein Vermächtnis, ein evangelisches Bekenntnisgymnasium zu etablieren, das Schülern neben einer hervorragenden Ausbildung auch den Weg zu Jesus weist, wird mir stets Ansporn sein. – Wer heimkehrt zum Herrn, ist nur vorausgegangen und darf nun schauen, was er immer geglaubt hat.
Jörg Birnbacher Schulleiter Lukas Gymnasium München
Schulleiter

Mein Pastor freut sich, wenn ich komme, nur ich und er sind wirklich »Fromme«!

Mein Pastor freut sich, wenn ich komme,
nur ich und er sind wirklich »Fromme«!
Die andern sind zwar auch nicht übel,
doch ich hab schon die dickste Bibel.

Ich dien mit Augen, Herz und Händen
und füll den Korb mit meinen Spenden.
Ich liebe alle meine Feinde
und mäh den Rasen der Gemeinde.

Ich habe immer gute Laune
und spiel im Lobpreisteam Posaune,
gab meinen Kindern Bibelnamen
und bei der Predigt ruf ich: „Amen!“

Ich trage sonntags ’ne Krawatte,
die vor mir schon mein Vater hatte.
Mein Auto voller Fischaufkleber
beeindruckt unsern Nachbarn Weber.

Ich bin stets freundlich und bescheiden,
mich mag wohl jeder gerne leiden.
Ich sitz bei den Gemeinderäten
und kann auch ganz fantastisch beten.

Bei meinen vielen guten Werken
– das muss auch mein Erlöser merken –
ist es ja fast schon etwas schade,
dass ich errettet bin aus Gnade

We are living through a strange and difficult time.

We are living through a strange and difficult time. Many people are anxious or lonely or bored or depressed. In some parts of the world there is actual hunger and suffering. Life is restricted in many ways. The fact is our lives are whole and complete in Jesus Christ. He is with us. His Spirit is in us. We are not alone or unloved. Think of this and be encouraged and thankful. God bless you and lift you up and give you His eternal vision for your life. Amen.

Wir leben durch eine seltsame und schwierige Zeit. Viele Menschen sind ängstlich oder einsam oder gelangweilt oder depressiv. In manchen Teilen der Welt gibt es tatsächlichen Hunger und Leid. Das Leben ist in vielerlei Hinsicht eingeschränkt. Tatsache ist, dass unser Leben ganz und vollständig in Jesus Christus ist. Er ist bei uns. Sein Geist ist in uns. Wir sind nicht allein oder ungeliebt. Denk daran und sei ermutigt und dankbar. Gott segne dich und hebe dich hoch und schenke dir seine ewige Vision für dein Leben. Amen. Amen.

Kultur des Todes: Gericht erlaubt aktive Sterbehilfe bei Demenzkranken

In einer Patientenverfügung hatte eine Frau erklärt, dass sie im Fall einer schweren Demenz sterben möchte. Als sie an Alzheimer erkrankt, leistet eine Ärztin aktive Sterbehilfe, obwohl die Frau diese inzwischen ablehnt. Für das höchste Gericht der Niederlande war das Vorgehen rechtens. Das Urteil gilt dem Land als wegweisend und wird wohl eine Kultur des Todes weiter fördern. Das passt irgendwie nicht zu einer Kultur, die derzeit (angeblich) Gesundheit und Selbstbestimmung über alles andere stellt.
Die FAZ berichtet kurz darüber:
Es geht um den Fall einer 74 Jahre alten Frau, die schriftlich erklärt hatte, dass sie im Fall unerträglichen Leidens sterben wolle, „wenn ich denke, dass die Zeit dafür reif ist“. Kurz darauf erkrankte die Frau schwer an Alzheimer’scher Demenz. Sie äußerte mehrmals den Wunsch, zu sterben, erklärte aber, der richtige Zeitpunkt sei noch nicht gekommen. Auf entsprechende Gespräche mit dem Hausarzt reagierte sie abweisend. Als die Frau in ein Pflegeheim umzog, bat der Ehemann einen Arzt der Einrichtung, sie auf Grundlage der Patientenverfügung zu töten. Die Frau lehnte das bei verschiedenen Gelegenheiten ab, so schlimm sei es noch nicht.
Zwei Ärzte äußerten, die Voraussetzungen für aktive Sterbehilfe seien erfüllt: Das Leiden sei unerträglich und nicht behandelbar, der Todeswunsch freiwillig und durchdacht. Die Familie der Patientin beschloss daraufhin, dass sie getötet werden solle. Ohne deren Wissen verabreichte eine Ärztin der Frau zuerst ein Beruhigungsmittel und dann ein tödliches Medikament. Dabei wachte die Patientin auf und wehrte sich, wurde von ihren Angehörigen aber festgehalten, bis sie starb.
Interessant, wie DER SPIEGEL das ablehnende Verhalten der Frau sprachlich abbildet:
Doch zum Zeitpunkt der Sterbehilfe war sie nicht mehr ansprechbar und schien sich gegen die Spritze zu wehren.
Die SZ erkennt „ein wegweisendes Urteil in einem Land, das schon seit Jahren Vorreiter bei dem Thema ist“ und gibt die Beurteilung eines ausführlichen Gutachtens wieder. Die Argumentation ist frappierend. Vorausgesetzt wird zunächst die Kontinuität einer Persönlichkeit. Das ist begrüßenswert, da damit einer Person eine Identität zugestanden wird. Dann wird freilich davon gesprochen, dass das „frühere Selbst“ gegenüber dem aktuellen Selbst einen Vorrang erhalte. Der Gesetzgeber spricht dem Arzt einen Spielraum zu. Er kann sorgfältig auswählen, welchem „Selbst“ er eine größere Autorität beimisst.
Das klingt dann so:
Das sehr ausführliche Gutachten des Generalstaatsanwalts liegt dem Urteil des Hohen Rats als nähere Ausführung bei. Es stützt sich auf das Konzept der „precedent autonomy“ bei Dementen. Es geht von einer Kontinuität der Persönlichkeit aus, wobei jene Phase, in welcher der Patient noch bei vollerem Verstand ist, den Vorrang erhält hinsichtlich der Beurteilung seines Schicksals. Das „frühere Selbst“ wache über die Belange des „gegenwärtigen Selbst“. Auf diese Weise könnten Menschen ihre „kritischen Interessen“, ihre Identität und die von ihnen bevorzugte Lebensgeschichte bestmöglich in eine Form bringen. Auch könne ein Mensch auf diese Weise am ehesten vermeiden, in eine Lage zu geraten, die absehbar aussichtsloses Leiden für ihn bedeute. Der Gesetzgeber lasse dem Arzt einen „Beurteilungsspielraum“, um den schriftlich geäußerten Wunsch nach Sterbehilfe zu interpretieren.
Die Büchse der Pandora ist geöffnet. Wir werden uns eines Tages für diese lebensfeindliche Kultur vor Gott verantworten müssen! Mehr: www.faz.net. VD: TJ
https://theoblog.de/kultur-des-todes-11-gericht-erlaubt-aktive-sterbehilfe-bei-demenzkranken/35030/

Im KZ-Buchenwald rettete Jack Werber und andere Gefangene ca. 700 Kinder vor dem Tod. Seine Geschichte:

Im September 1939 marschierten die Deutschen nach Radom in Polen ein, der Geburtsstadt von Jack Werber. Jack wurde in das Lager Buchenwald deportiert, wo er fünfeinhalb Jahre gefangen war.
Vor dem Krieg, war ich mit meinem Leben sehr zufrieden. Ich war glücklich verheiratet, ich hatte eine Tochter, die ich anbetete. Als ich verhaftet wurnde, war unser Baby 14 Monate alt. Natürlich konnte ich nicht ahnen, dass meine ganze Familie grausam ermordet werden würde. Die furchbare Wahrheit über ihr Schicksal habe ich während der Haft in Buchenwald erfahren. Ich wurde zu einem anderen Menschen. Meine Freunde nahmen meine Veränderung wahr und wollten mich trösten und aufmuntern. Aber es half nicht. Nichts half. Und dann kamen die Kinder nach Buchenwald.
Die meisten Kinder kamen im August 1944. Etwa 700 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 16 Jahren. Als ich sie sah, dache ich sofort an meine Tochter. Ich beschloss mich einzubringen, zu versuchen, ihnen zu helfen, damit ihnen nicht das passiert, was meiner geliebten Tochter Emma passierte. Wie war es überhaupt möglich, Kinder zu retten? Es ist schwer, sich vorzustellen wie es in einer kleinen Gruppe erschöpfter Gefangener gelang, die Tyrannen in die Irre zu führen, wie wir direkt vor der Nase der Nazis annähernd 700 Kindern Unterschlupf gewähren, sie ernähren und schützen konnten. Doch genau das haben wir getan. Wir organisierten Nahrung für die Kinder, durch Personen, die außerhalb des Lagers arbeiteten. Es gelang uns, Nahrungsmittel auch aus dem Krankenblock zu erhalten. Doch vor allem versuchte ich, den Kindern Liebe und Mitgefühl zu geben, Dinge die sehr wichtig waren, weil die meisten der Kinder keine Eltern mehr hatten. Diese jungen Leute wurden im Lager über Nacht erwachsen, im wahrsten Sinne des Wortes. In Buchenwald sahen zehnjährige Kinder den Tod auf täglicher Basis. Wir beschlossen, eine Schule für die Kinder einzurichten. Wir bestimmten auch, wen wir bitten konnten, die Kinder zu unterrichten. Es reichte nicht, dass sie talentiert und mutig sind. Sie müssen bereit sein, bei dieser Aktivität ihr Leben zu riskieren. Wir hatten natürlich keine Bücher, der Unterricht erfolgte aus dem Gedächtnis. Stringler und Gottlieb trugen aus dem Gedächtnis Gedichte von Bialik, Gebirtig und Peretz vor. Handelsmann und ich erzälten den Kindern Geschichten, die ihnen Hoffnung geben sollten. „Nach dem Krieg“, sagten wir ihnen, „fahren wir alle nach Eretz Israel und bauen Orangen im jüdischen Land an“. Wir hatten eine schwarzbemalte Holztafel und „Schreibpapier“ aus leeren Zementsäcken, die wir an die Kinder verteilten. Wenn sich Deutsche näherten, riefen unsere Wachleute „18“ und die Kinder zerrissen das Papier und versteckten die Bleistifte. Wir behielten die Kinder fast durchgehend in den Baracken. Mit der Zeit wurde es immer schwieriger, die Kinder vor den Augen der SS-Leute zu schützen. Wir beschlossen alle, zu kämpfen, wenn sie versuchen würden, das Lager zu räumen. Wir wussten, dass wir nicht gewinnen konnten, weil wir in Deutschland waren. Aber wir wollten nicht sterben ohne Widerstand und ohne die Kinder zu schützen. Unter keinen Umständen waren wir bereit auf die Kinder zu verzichten. Am 11. April 1945 begann der Tag mit einem hellen klaren Morgengrauen. Es herrschte eine merkwürdige Stille. Keine Appelle mehr, keine Deportationen mehr, nur Stille. Ich spürte, dass etwas passieren würde, und ich musste nicht lange warten. Wir sahen, wie sich die amerikanischen Panzer näherten. Endlich wurden die 21.000 verbliebenen Häftlinge in Buchenwald befreit. Keine Exekutionen, keine Schläge und andere Foltermethoden mehr. Es war uns gelungen, annähernd 700 Kinder zu retten. Mit den Jahren habe ich viele der Kinder dieser Gruppe getroffen. Einmal ging ich durch die Straßen von Paris, als ein großer junger Mann auf mich zukam und mir um den Hals fiel. Er kannte mich aus Buchenwald. Ein anderes Mal erkannte mich jemand auf der Rolltreppe in einem Kaufhaus in Tel Aviv. Er war ein Kind aus Block #23 und hatte überlebt. In der Regel erkannte ich sie nicht, weil sie am Tag der Befreiung noch junge Kinder waren. Ich hingegen war ein erwachstener Mensch, und trotz einiger Falten hat sich mein Gesicht nicht so sehr verändert und sie erkannten mich noch. Heute sind sie Großeltern. Nach Kriegsende heiratete Jack noch einmal: Milly, auch sie eine Überlebende der Shoah. Sie gründeten eine neue Familie, durften Kinder, Enkel und Urenkel erleben. Die vielen Kinder, die Jack und seine Genossen des Untergrunds retteten, haben ebenfalls Familien gegründet und durften ein volles Leben genießen. (Broadcast der Yad Vashem Gedenkzeremonie, Minuten 50:47 bis 56:21, Link zur Sendung: Eine Sendung des Yad Vashem zum Gedenken an die Opfer des Holocaust. yadvashem.org www.yadvashem.org

Ein bemerkenswerter Artikel zum „Tag der Erde“: Zeit, Buße zu tun

Hugh Roberts hat einen bemerkenswerten Artikel zum „Tag der Erde“, der am 22. April begangen wird, in der NYT veröffentlicht. In „Dieser Tag der Erde, wir sollten Buße tun“, plädiert er dafür, dass die Völker der Erde die Natur um Vergebung bitten.
Es ist ein interessanter Text aus mindestens zwei Gründen. Zum einen stemmt sich Roberts, der früher bei den Vereinten Nationen gearbeitete hat, gegen die postmoderne Vorstellung, Natur sei nur ein soziales Konstrukt. Nein! Wenn wir gewisse Grundsätze missachten, führt das zu echten und nicht nur zu scheinbaren Problem. Wir können also nicht einfach so leben wie wir das wollen. Zum anderen illustriert der Essay sehr schön, dass der Kampf für den Umweltschutz so etwas wie eine säkularisierte christliche Erzählung aufnimmt. Hugh Roberts spiegelt das nicht nur indirekt, sondern geht direkt darauf ein, wenn er schreibt:
Natürlich wird es Einwände geben. Zum Beispiel: Alles, was auch nur im Entferntesten der Buße ähnelt, muss ein bedrückendes Relikt des Christentums sein und sollte daher disqualifiziert werden. Dies wäre ein folgenschweres Argument. Erstens würde es uns daran hindern, jemals wirklich etwas zu bereuen. Zweitens würde es viele der Hauptgrundsätze der säkularen westlichen Gesellschaft disqualifizieren, die eindeutig dem Christentum entlehnt sind oder wiederverwendet werden. Die Idee einer universellen, linearen Bewegung zur Erlösung ist einzigartig jüdisch-christlich. VD: WH
https://theoblog.de/wir-feiern-heute-den-tag-der-erde-es-ist-an-zeit-busse-zu-tun/35036/